Siemens SINUMERIK840D sl Handbuch

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Inhaltsverzeichnis
SINUMERIK
840D sl/840Di sl/840D/840Di/810D
Grundfunktionen
Funktionshandbuch
Gültig für
Steuerung
SINUMERIK 840D sl/840DE sl
SINUMERIK 840Di sl/840DiE sl
SINUMERIK 840D powerline/840DE powerline
SINUMERIK 840Di powerline/840DiE powerline
SINUMERIK 810D powerline/810DE powerline
Software
NCU Systemsoftware für 840D sl/840DE sl
NCU Systemsoftware für 840Di sl/DiE sl
NCU Systemsoftware für 840D/840DE
NCU Systemsoftware für 840Di/840DiE
NCU Systemsoftware für 810D/810DE
Ausgabe 03/2006
6FC5397-0BP10-1AA0
Diverse NC/PLC-
Nahtstellensignale
und Funktionen
Achsüberwachungen,
Schutzbereiche
Bahnsteuerbetrieb,
Genauhalt, LookAhead
Beschleunigung
Diagnosehilfsmittel
Fahren auf Festanschlag
Geschwindigkeiten, Soll-
/Istwertsysteme, Regelung
Hilfsfunktionsausgaben
an PLC
BAG, Kanal,
Programmbetrieb,
Reset-Verhalten
Achsen,
Koordinatensysteme,
Frames
Not-Halt
Planachsen
PLC-Grundprogramm
powerline
PLC-Grundprogramm
solution line
Referenzpunktfahren
Version
1.3
Spindeln
1.0
7.4
Vorschübe
3.3
7.4
Werkzeugkorrektur
NC/PLC-Nahtstellensignale
A2
A3
B1
B2
D1
F1
G2
H2
K1
K2
N2
P1
P3
pl
P3
sl
R1
S1
V1
W1
Z1

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  Andere Handbücher für Siemens SINUMERIK840D sl

  Inhaltszusammenfassung für Siemens SINUMERIK840D sl

  • Seite 1 Diverse NC/PLC- Nahtstellensignale und Funktionen Achsüberwachungen, Schutzbereiche Bahnsteuerbetrieb, Genauhalt, LookAhead Beschleunigung SINUMERIK 840D sl/840Di sl/840D/840Di/810D Diagnosehilfsmittel Grundfunktionen Fahren auf Festanschlag Geschwindigkeiten, Soll- /Istwertsysteme, Regelung Funktionshandbuch Hilfsfunktionsausgaben an PLC BAG, Kanal, Programmbetrieb, Reset-Verhalten Achsen, Koordinatensysteme, Frames Not-Halt Planachsen PLC-Grundprogramm Gültig für powerline Steuerung SINUMERIK 840D sl/840DE sl...
  • Seite 2 Lagerung, Aufstellung und Montage sowie sorgfältige Bedienung und Instandhaltung voraus. Marken Alle mit dem Schutzrechtsvermerk ® gekennzeichneten Bezeichnungen sind eingetragene Marken der Siemens AG. Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch Dritte für deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen kann.
  • Seite 3 • Anwender-Dokumentation • Hersteller-/Service-Dokumentation Eine monatlich aktualisierte Druckschriften-Übersicht mit den jeweils verfügbaren Sprachen finden Sie im Internet unter: http://www.siemens.com/motioncontrol Folgen Sie den Menüpunkten "Support" → "Technische Dokumentation" → "Druckschriften- Übersicht". Die Internet-Ausgabe der DOConCD, die DOConWEB, finden Sie unter: http://www.automation.siemens.com/doconweb...
  • Seite 4 Vorwort Standardumfang In der vorliegenden Dokumentation ist die Funktionalität des Standardumfangs beschrieben. Ergänzungen oder Änderungen, die durch den Maschinenhersteller vorgenommen werden, werden vom Maschinenhersteller dokumentiert. Es können in der Steuerung weitere, in dieser Dokumentation nicht erläuterte Funktionen ablauffähig sein. Es besteht jedoch kein Anspruch auf diese Funktionen bei der Neulieferung bzw.
  • Seite 5 Vorwort Technische Hinweise In dieser Dokumentation gelten folgende Schreibweisen: Signal/Datum Schreibweise Beispiel NC/PLC- ... NC/PLC-Nahtstellensignal: Ist die neue Getriebestufe eingelegt, dann werden vom PLC- Nahtstellensignale Programm die folgenden NC/PLC-Nahtstellensignale gesetzt: Signaldatum (Signalname) DB31, ... DBX16.0-16.2 (Istgetriebestufe A bis C) DB31, ... DBX16.3 (Getriebe ist umgeschaltet) Maschinendatum ...
  • Seite 6 Zeitzone Europa und Afrika A&D Technical Support Tel.: +49 (0) 180 / 5050 - 222 Fax: +49 (0) 180 / 5050 - 223 Internet: http://www.siemens.com/automation/support-request E-Mail: mailto:adsupport@siemens.com Zeitzone Asien und Australien A&D Technical Support Tel.: +86 1064 719 990 Fax:...
  • Seite 7 Faxformular: siehe Rückmeldeblatt am Schluss der Druckschrift Internetadresse für SINUMERIK http://www.siemens.com/sinumerik EG-Konformitätserklärung Die EG-Konformitätserklärung zur EMV-Richtlinie finden/erhalten Sie • im Internet: http://www.ad.siemens.de/csinfo unter der Produkt-/Bestellnummer 15257461 • bei der zuständigen Zweigniederlassung des Geschäftsgebiets A&D MC der Siemens AG Grundfunktionen Funktionshandbuch, Ausgabe 03/2006, 6FC5397-0BP10-1AA0...
  • Seite 8 Vorwort Grundfunktionen viii Funktionshandbuch, Ausgabe 03/2006, 6FC5397-0BP10-1AA0...
  • Seite 9 ______________ Kurzbeschreibung SINUMERIK 840D sl/840Di sl/840D/840Di/810D Diverse NC/PLC-Nahtstellensignale und Funktionen (A2) ______________ Ausführliche Beschreibung ______________ Randbedingungen SINUMERIK 840D sl/840Di sl/840D/840Di/810D ______________ Beispiele Diverse NC/PLC-Nahtstellensignale ______________ Datenlisten und Funktionen (A2) Funktionshandbuch Gültig für Steuerung SINUMERIK 840D sl/840DE sl SINUMERIK 840Di sl/840DiE sl SINUMERIK 840D powerline/840DE powerline SINUMERIK 840Di powerline/840DiE powerline SINUMERIK 810D powerline/810DE powerline...
  • Seite 10 Lagerung, Aufstellung und Montage sowie sorgfältige Bedienung und Instandhaltung voraus. Marken Alle mit dem Schutzrechtsvermerk ® gekennzeichneten Bezeichnungen sind eingetragene Marken der Siemens AG. Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch Dritte für deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen kann.
  • Seite 11: Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis Kurzbeschreibung........................... 1-1 Ausführliche Beschreibung ........................2-1 NC/PLC-Nahtstellensignale ....................... 2-1 2.1.1 Allgemeines..........................2-1 2.1.2 Ready-Signale an PLC ......................2-3 2.1.3 Alarm-Signale an PLC ....................... 2-4 2.1.4 SINUMERIK 840Di-spezifische Nahtstellensignale ..............2-4 2.1.5 Signale an/von Bedientafelfront ....................2-5 2.1.6 Signale an Kanal........................2-7 2.1.7 Signale an Achse/Spindel ......................
  • Seite 12 Inhaltsverzeichnis Index..............................Index-1 Diverse NC/PLC-Nahtstellensignale und Funktionen (A2) Funktionshandbuch, Ausgabe 03/2006, 6FC5397-0BP10-1AA0...
  • Seite 13: Kurzbeschreibung

    Kurzbeschreibung Inhalt Die Nahtstelle PLC/NCK wird einerseits durch eine Datenschnittstelle und andererseits durch eine Funktionsschnittstelle gebildet. In der Datenschnittstelle sind Status– und Steuersignale, Hilfs– und G–Funktionen enthalten, während über die Funktionsschnittstelle Aufträge von der PLC an den NCK übergeben werden. In der vorliegenden Beschreibung wird die Funktionalität von Nahtstellensignalen beschrieben, die von allgemeiner Bedeutung sind und die in den funktionsspezifischen Beschreibungen nicht beschrieben sind:...
  • Seite 14 Kurzbeschreibung Diverse NC/PLC-Nahtstellensignale und Funktionen (A2) Funktionshandbuch, Ausgabe 03/2006, 6FC5397-0BP10-1AA0...
  • Seite 15: Ausführliche Beschreibung

    Ausführliche Beschreibung NC/PLC-Nahtstellensignale 2.1.1 Allgemeines NC/PLC-Nahtstelle Die NC/PLC-Nahtstelle besteht aus den Teilen: • Datenschnittstelle • Funktionsschnittstelle Datenschnittstelle Die Datenschnittstelle dient zur Koordination der Komponenten: • PLC-Anwenderprogramm • NC • HMI (Bedienkomponente) • MSTT (Maschinensteuertafel) Der Datenaustausch wird durch das PLC-Grundprogramm organisiert. Zyklischer Signalaustausch Folgende Nahtstellensignale werden vom PLC-Grundprogramm zyklisch, d.
  • Seite 16 Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale NC- und Bedientafelfront-spezifische Signale (DB10) PLC an NC: • Signale für die Beeinflussung der CNC-Ein- und Ausgänge • Schlüsselschalter-Signale (und Kennwort) NC an PLC: • Istwerte der CNC-Eingänge • Sollwerte der CNC-Ausgänge • Bereitschaftssignale (Ready-Signale) von NC und HMI •...
  • Seite 17: Ready-Signale An Plc

    Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale Literatur Ausführliche Informationen zu folgenden Themengebieten finden sich in: • Beschreibung des PLC-Grundprogramms: /FB1/ Funktionshandbuch Grundfunktionen; PLC-Grundprogramm (P3) • Beschreibung des ereignisgesteuerten Signalaustauschs (Hilfs- und G-Funktionen): /FB1/ Funktionshandbuch Grundfunktionen; Hilfsfunktionsausgabe an PLC (H2) • Übersicht aller Nahtstellensignale, Funktionsbausteine und Datenbausteine: /LIS/ Listen 2.1.2 Ready-Signale an PLC...
  • Seite 18: Alarm-Signale An Plc

    Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale 2.1.3 Alarm-Signale an PLC DB10, DBX103.0 (HMI-Alarm steht an) Die HMI-Komponente meldet, dass mindestens ein HMI-Alarm ansteht. DB10, DBX109.6 (Luft-Temperatur-Alarm) Die Umgebungstemperatur- oder die Lüfterüberwachung hat angesprochen. DB10, DBX109.7 (NCK-Batterie-Alarm) Die Batteriespannung ist unter den Grenzwert abgesunken. Die Steuerung kann weiterhin betrieben werden.
  • Seite 19: Signale An/Von Bedientafelfront

    Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale 2.1.5 Signale an/von Bedientafelfront DB19, DBX0.0 (Bedientafelsperre) Alle Eingaben über Bedienkomponenten der Bedientafelfront werden gesperrt. DB19, DBX0.1 (Bildschirm dunkel steuern) Der Bildschirm der Bedientafel wird dunkel bzw. hell gesteuert. Bei aktiver Dunkelsteuerung durch das Nahtstellensignal gilt: •...
  • Seite 20 Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale DB19, DBX0.7 (Istwert in WKS, 0=MKS) Umschalten der Istwertanzeige zwischen Maschinen- und Werkstückkoordinatensystem: • DB19, DBX0.7 = 0: Maschinenkoordinatensystem (MKS) • DB19, DBX0.7 = 1: Werkstückkoordinatensystem (WKS) DB19, DBB12 (Steuerung der V24-Schnittstelle) (nur HMI Embedded) Auftragsschnittstelle zur Steuerung der V24-Schnittstelle. Die Aufträge beziehen sich auf die Anwender-Steuerdateien in den Nahstellensignalen: DB19, DBB14 (Steuerung der V24-Schnittstelle).
  • Seite 21: Signale An Kanal

    Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale DB19, DBB24 (Steuerung der V24-Schnittstelle) (nur HMI Embedded) Zustandsbyte für den aktuellen Zustand der Datenübertragung bei "V24 Ein", "V24 Aus", "V24 Extern", "V24 Stop" usw. oder ob die Datenübertragung fehlerhaft war. DB19, DBB25 (Steuerung der V24-Schnittstelle) (nur HMI Embedded) Ausgabebyte für die Fehlerwerte der V24-Datenübertragung.
  • Seite 22 Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale DB31, ... DBX1.3 (Achsen-/Spindelsperre ) Achsensperre bei stillstehender Maschinenachse Es wird keine Verfahranforderung (manuell oder automatisch) ausgeführt bei stillstehender Maschinenachse und NC/PLC-Nahtstellensignal: DB31, ... DBX1.3 == 1 (Achsen- / Spindelsperre). Die Verfahranforderung bleibt erhalten. Wird die Achsensperre bei anstehender Verfahranforderung aufgehoben DB31, ...
  • Seite 23 Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale Hinweis Mit dem Setzen der Reglerfreigabe aus dem Nachführbetrieb erfolgt bei aktivem Teileprogramm NC-intern ein Wiederanfahren der zuletzt programmierten Position (REPOSA: Anfahren auf einer Geraden mit allen Achsen). In allen anderen Fällen beginnen alle weiteren Verfahrbewegungen an der aktuellen Istposition. Während des "Nachführens"...
  • Seite 24 Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale Bild 2-1 Wirkung von Reglerfreigabe und Nachführbetrieb Bild 2-2 Bahnverlauf bei Klemmungsvorgang und "Halten" Diverse NC/PLC-Nahtstellensignale und Funktionen (A2) 2-10 Funktionshandbuch, Ausgabe 03/2006, 6FC5397-0BP10-1AA0...
  • Seite 25 Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale Bild 2-3 Bahnverlauf bei Klemmungsvorgang und "Nachführen" Antrieben mit analoger Sollwertschnittstelle Bei einem Antrieb mit analoger Sollwertschnittstelle besteht die Möglichkeit, die Maschinenachse mit einem externen Sollwert zu verfahren. Wird für die Maschinenachse "Nachführbetrieb" gesetzt, wird die Istposition weiterhin erfasst. Nach Aufheben des Nachführbetriebs ist dann kein Referenzieren erforderlich.
  • Seite 26 Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale Hinweis "Nachführbetrieb" kann gesetzt bleiben, da es nur in Verbindung mit "Reglerfreigabe" wirkt. Nachführbetrieb aufheben Nach Aufhebung des Nachführbetriebes ist keine erneutes Referenzpunktfahren der Maschinenachse erforderlich, falls die maximal zulässige Gebergrenzfrequenz des aktiven Messsystems während des Nachführbetriebes nicht überschritten wurde. Wird die Gebergrenzfrequenz überschritten, wird dies von der Steuerung erkannt: •...
  • Seite 27 Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale Bild 2-4 Lagemesssystem 1 und 2 Die folgende Tabelle zeigt die Funktionalität der Nahstellensignale in Zusammenhang mit der "Reglerfreigabe": DB31, ... DBX1.5 DB31, ... DBX1.6 DB31, ... DBX2.1 Funktion 0 (oder 1) Lagemesssystem 1 aktiv Lagemesssystem 2 aktiv "Parken"...
  • Seite 28 Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale Aktivierungsarten Die regelungstechnische Reglerfreigabe einer Maschinenachse wird beeinflusst durch: • PLC-Anwenderprogramm durch folgenden NC/PLC-Nahtstellensignal: – DB31, ... DBX2.1 (Reglerfreigabe) – DB31, ... DBX21.7 (Impulsfreigabe) – DB31, ... DBX93.5 (Drive Ready) – DB10, DBX56.1 (NOT-AUS) • NCK-intern Alarme, die als Alarmreaktion die Reglerfreigabe der Maschinenachsen wegnehmen.
  • Seite 29 Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale DB31, ... DBX61.6 = 0 (Drehzahlregler aktiv) • Der Lageistwert der Maschinenachse wird von der Steuerung weiterhin erfasst. • Am Ende des Bremsvorganges wird die Maschinenachse unabhängig vom entsprechenden NC/PLC-Nahtstellensignal in den Nachführbetrieb geschaltet. Stillstands- und Klemmungsüberwachung sind dabei unwirksam. Siehe oben die Beschreibung zum Nahtstellensignal: DB31, ...
  • Seite 30 Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale DB31, ... DBX2.2 (Restweg löschen/ Spindel-Reset (achs-/spindelspezifisch)) "Restweg löschen" wirkt in den Betriebsarten: AUTOMATIK bzw. MDA nur im Zusammenhang mit Positionierachsen. Die Positionierachse wird dabei über die aktuelle Bremskennlinie bis zum Stillstand abgebremst. Der noch nicht abgefahrene Restweg der Achse wird gelöscht.
  • Seite 31: Signale Von Achse/Spindel

    Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale Parametersatzumschaltung bei fahrender Maschinenachse Das Verhalten bei Parametersatzumschaltung ist abhängig von der dabei stattfindenden Änderung des Regelkreis-Verstärkungsfaktor Kv: MD32200 $MA_POSCTRL_GAIN (KV-Faktor) • "Gleiche Kv-Faktoren" oder "Lageregelung nicht aktiv": Die NC reagiert sofort auf die Parametersatzumschaltung. Der Parametersatz wird auch während der Bewegung gewechselt.
  • Seite 32: Signale An Achse/Spindel (Digitale Antriebe)

    Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale DB31, ... DBX61.4 (Achse/Spindel steht) "Achse/Spindel steht" wird von der NC gesetzt, wenn: • keine neuen Sollwerte mehr ausgegeben werden UND • die Istgeschwindigkeit der Maschinenachse kleiner der parametrierten Stillstandsgeschwindigkeit ist: MD36060 $MA_STANDSTILL_VELO_TOL (Schwellgeschwindigkeit Achse steht) DB31, ...
  • Seite 33 Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale DB31, ... DBX20.3 (Drehzahlsollwert-Glättung) (nicht bei 810D) Anforderung zur Glättung des Drehzahlsollwertes. DB31, ... DBX21.0 / 21.1 / 21.2 (Antriebsparametersatz-Anwahl A, B, C) Anforderung zur Umschaltung des Antriebsparametersatzes: DBX 21.2 DBX 21.1 DBX21.0 Parametersatznummer Die Rückmeldung erfolgt über die Nahtstellensignale: DB31, ...
  • Seite 34: Signale Von Achse/Spindel (Digitale Antriebe)

    Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale DB31, ... DBX21.6 (Integratorsperre n-Regler) (nicht bei 810D) Das PLC-Anwenderprogramm sperrt beim Antrieb den Integrator des Drehzahlreglers. Der Drehzahlregler wird somit von PI- auf P-Regler umgeschaltet. Hinweis Bei Aktivierung der Integratorsperre des Drehzahlreglers können je nach Anwendungsfall Ausgleichsvorgänge auftreten (z.B.
  • Seite 35 Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale DB31, ... DBX92.3 (Drehzahlsollwert-Glättung aktiv) (nicht 810D) Vom PLC-Anwenderprogramm wird für die Achse/Spindel ein Filter zur Glättung des Drehzahlsollwertes angefordert. Die Glättung wird im Antriebsmodul nur unter gewissen Bedingungen aktiviert. DB31, ... DBX93.0, 1, 2 (Aktiver Antriebsparametersatz A, B, C) Vom Antriebsmodul wird an die PLC zurückgemeldet, welcher Antriebsparametersatz momentan aktiv ist.
  • Seite 36 Ausführliche Beschreibung 2.1 NC/PLC-Nahtstellensignale DB31, ... DBX94.2 (Hochlaufvorgang beendet) Das Signal meldet, dass der Drehzahlistwert den neuen Sollwert erreicht hat, unter Berücksichtigung des eingestellten Toleranzbandes im Antriebs-Maschinendatum: MD1426 $MD_SPEED_DES_EQ_ACT_TOL Damit ist der Hochlaufvorgang beendet. Nachfolgende Drehzahlschwankungen infolge Belastungsänderungen haben auf das Nahtstellensignal keinen Einfluss. DB31, ...
  • Seite 37: Funktionen

    Ausführliche Beschreibung 2.2 Funktionen DB31, ... DBX95.0 (UZK < Warnschwelle) Vom Antrieb wird an die PLC gemeldet, dass die Zwischenkreisspannung U kleiner ist als die ZK-Unterspannungsschwelle: MD1604 $MD_LINK_VOLTAGE_WARN_LIMIT DB31, ... DBX95.7 (i t-Überwachung) (nicht 810D) Mit Hilfe der variablen Meldefunktion kann das Leistungsteil der Antriebe SIMODRIVE 611 universal und SIMODRIVE 611digital vor andauernder Überlastung geschützt werden.
  • Seite 38 Ausführliche Beschreibung 2.2 Funktionen Anzeigefeinheit MD9004 $MM_DISPLAY_RESOLUTION (Anzeigefeinheit) Über die Anzeigefeinheit wird für die Positionsanzeige der Achsen die Anzahl der Nachkommastellen festgelegt. Die Anzeige der Positionsanzeige erfolgt mit maximal 12 Zeichen einschließlich Vorzeichen und Dezimalpunkt. Die Anzahl der Zeichen nach dem Dezimalpunkt kann im Bereich von 0 bis 5 eingestellt werden.
  • Seite 39: Einstellungen Für Evolventen-Interpolation

    Ausführliche Beschreibung 2.2 Funktionen 2.2.2 Einstellungen für Evolventen-Interpolation Einführung Die Evolvente des Kreises ist eine Kurve, die vom Endpunkt eines fest gespannten, von einem Kreis abgewickelten Fadens beschrieben wird. Die Evolventen-Interpolation ermöglicht Bahnkurven entlang einer Evolvente. Φ Φ Bild 2-6 Evolvente (vom Grundkreis weg) Programmierung Die Programmierung der Evolventen-Interpolation ist allgemein beschrieben in:...
  • Seite 40 Ausführliche Beschreibung 2.2 Funktionen Genauigkeit Falls der programmierte Endpunkt nicht exakt auf der durch den Startpunkt festgelegten Evolventen liegt, wird zwischen den beiden Evolventen, die durch den Startpunkt bzw. den Endpunkt definiert sind, interpoliert (siehe nachfolgende Abbildung). Die maximale Abweichung des Endpunkts wird festgelegt durch das Maschinendatum: MD21015 $MC_INVOLUTE_RADIUS_DELTA Bild 2-7 MD21015 legt die max.
  • Seite 41 Ausführliche Beschreibung 2.2 Funktionen Bild 2-8 Begrenzter Drehwinkel zum Grundkreis hin Die Anzeige des Alarms kann über folgende Parametrierung unterdrückt werden: MD21016 $MC_INVOLUTE_AUTO_ANGLE_LIMIT = TRUE Dann wird der programmierte Drehwinkel gegebenenfalls automatisch begrenzt und die interpolierte Bahn endet an dem Punkt an dem die Evolvente den Grundkreis trifft. Dies erlaubt die einfache Programmierung einer Evolvente, die von einem Punkt außerhalb des Grundkreises startet und direkt auf dem Grundkreis endet.
  • Seite 42: Default-Speicher Aktivieren

    Ausführliche Beschreibung 2.2 Funktionen 2.2.3 DEFAULT-Speicher aktivieren GUD Startwerte Mit den Sprachbefehlen DEF... / REDEF... können GUD Defaultwerte zugewiesen werden. Wenn diese Defaultwerte nach bestimmten Systemzuständen (z. B. RESET) wieder verfügbar sein sollen, müssen sie im System dauerhaft gespeichert werden. Der Speicherplatz dafür wird dem Speicherbereich entnommen der zugewiesen wurde über das Maschinendatum: MD18150 $MM_GUD_VALUES_MEM.
  • Seite 43 Ausführliche Beschreibung 2.2 Funktionen Zugriff von NC Für den schnellen Zugriff (aus einem Teileprogramm) auf PLC-Variable werden im NCK $- Variablen zur Verfügung gestellt. Diese $-Variablen werden von der PLC durch einen Funktionsaufruf (FC) gelesen bzw. beschrieben. Die Übertragung von bzw. an NCK erfolgt unmittelbar.
  • Seite 44 Ausführliche Beschreibung 2.2 Funktionen Bild 2-9 Koppelspeicher DPR für die NC/PLC-Kommunikation Randbedingungen • Die Strukturierung des DPR-Speicherbereichs liegt in der Verantwortung der Anwenderprogrammierer (NCK und PLC), es werden keine Überprüfungen auf übereinstimmende Projektierung vorgenommen. • In Ein- und Ausgaberichtung stehen in Summe 1024 Bytes zur Verfügung. •...
  • Seite 45 Ausführliche Beschreibung 2.2 Funktionen Beispiel Umgehung des Problems durch Vergleich auf "EPSILON" (kleine Abweichung) Satznummer Programmcode DEF REAL DBR DEF REAL EPSILON = 0.00001 $A_DBR[0]=145.145 G4 F2 STOPRE DBR=$A_DBR[0] IF ( ABS(DBR/145.145-1.0) < EPSILON ) GOTOF ENDE MSG ( "Fehler" ) ENDE: Aktivierung Die maximale Anzahl der gleichzeitig schreibbaren Ausgangsvariablen ist einstellbar über:...
  • Seite 46: Zugriffsschutz Über Kennwort Und Schlüsselschalter

    Zugriffsschutz über Kennwort und Schlüsselschalter Zugriffsrechte Der Zugriff auf Funktionen, Programme und Daten und ist benutzerorientiert über 8 hierarchische Schutzstufen geschützt. Diese sind unterteilt in: • Kennwort-Stufen für Siemens, Maschinenhersteller und Endanwender • Schlüsselschalter-Stellungen für Endanwender Diverse NC/PLC-Nahtstellensignale und Funktionen (A2) 2-32...
  • Seite 47 Zugriffsrecht mit ein. • Umgekehrt kann ein Zugriffsrecht für eine bestimmte Schutzstufe nur aus einer höheren Schutzstufe heraus geändert werden. • Die Zugriffsrechte für die Schutzstufen 0 bis 3 werden von Siemens standardmäßig vorgegeben (Default). Diverse NC/PLC-Nahtstellensignale und Funktionen (A2)
  • Seite 48: Kennwort

    Ausführliche Beschreibung 2.2 Funktionen • Die Zugriffsberechtigung wird durch Abfrage der aktuellen Schlüsselschalterstellung und durch Vergleich der eingegebenen Kennwörter gesetzt. Dabei überschreibt ein eingegebenes Kennwort die Zugriffsrechte der Schlüsselschalterstellung. • In jeder Schutzstufe können Optionen gesichert werden. Aber nur in Schutzstufe 0 und 1 können Optionsdaten eingegeben werden.
  • Seite 49: Schlüsselschalter-Stellungen (Db10, Dbx56.4 Bis 7)

    Ausführliche Beschreibung 2.2 Funktionen Standardeinstellungen Für die Schutzstufen 1 bis 3 sind als Kennwörter folgende Standardeinstellungen festgelegt: • Schutzstufe 1: SUNRISE • Schutzstufe 2: EVENING • Schutzstufe 3: CUSTOMER Hinweis Nach einem Hochlauf der NC-CPU im Inbetriebnahme-Modus (NCK-Inbetriebnahme- Schalter: Stellung 1) werden die Kennwörter der Schutzstufen 1 – 3 wieder auf die Standardeinstellungen zurückgesetzt.
  • Seite 50: Parametrierbare Schutzstufen

    Ausführliche Beschreibung 2.2 Funktionen Schalterstellungen Schalterstellung 0 hat die geringsten Zugriffsrechte. Schalterstellung 3 hat die höchsten Zugriffsrechte: DB10, DBX56.4 / .5 / .6 / .7 (Schalterstellungen 0 / 1 / 2 / 3) Den Schalterstellungen können maschinenspezifische Freigaben für den Zugriff auf Programme, Daten und Funktionen zugeordnet werden.
  • Seite 51: Randbedingungen

    Randbedingungen Es sind keine Randbedingungen zu beachten. Diverse NC/PLC-Nahtstellensignale und Funktionen (A2) Funktionshandbuch, Ausgabe 03/2006, 6FC5397-0BP10-1AA0...
  • Seite 52 Randbedingungen Diverse NC/PLC-Nahtstellensignale und Funktionen (A2) Funktionshandbuch, Ausgabe 03/2006, 6FC5397-0BP10-1AA0...
  • Seite 53: Beispiele

    Beispiele Parametersatzumschaltung Über eine Parametersatzumschaltung wird für die Maschinenachse X1 der Verstärkungsfaktor der Lageregelung (Kv-Faktor) von Kv = 4.0 auf Kv = 0.5 umgeschaltet. Voraussetzungen Die Parametersatzumschaltung muss freigegeben sein durch das Maschinendatum: MD35590 $MA_PARAMSET_CHANGE_ENABLE [AX1] = 1 oder 2 (Parametersatzwechsel möglich) Angewählt ist der 1.
  • Seite 54 Beispiele Maschinendatum Bemerkung MD35130 $MA_AX_VELO_LIMIT [0...5, AX1] Einstellung für jeden Parametersatz*) MD32800 $MA_EQUIV_CURRCTRL_TIME [0..5, AX1] Einstellung für jeden Parametersatz*) MD32810 $MA_EQUIV_SPEEDCTRL_TIME [0..5, AX1] Einstellung für jeden Parametersatz*) MD32910 $MA_DYN_MATCH_TIME [0...5, AX1] Einstellung für jeden Parametersatz*) *) Die entsprechende Zeile ist für jeden Parametersatz nach den Syntaxregeln gesondert anzugeben. Umschaltung Zur Umschaltung des Verstärkungsfaktor der Lageregelung wird vom PLC- Anwenderprogramm für die Maschinenachse X1 der 4.
  • Seite 55: Datenlisten

    Datenlisten Maschinendaten 5.1.1 Antriebs-spezifische Maschinendaten Nummer Bezeichner: $MD_ Beschreibung 1403 PULSE_SUPRESSION_SPEED Abschaltdrehzahl Impulslöschung 1404 PULSE_SUPRESSION_DELAY Zeitstufe Impulslöschung 1417 SPEED_THRESHOLD_X für n < n Meldung soll 1418 SPEED_THRESHOLD_MIN für n < n Meldung soll 1426 SPEED_DES_EQ_ACT_TOL Toleranzband für n Meldung soll 1427 SPEED_DES_EQ_ACT_DELAY Verzögerungszeit n...
  • Seite 56: Speicher-Spezifische Maschinendaten

    Datenlisten 5.1 Maschinendaten 5.1.2 Speicher-spezifische Maschinendaten Nummer Bezeichner: $MM_ Beschreibung Advanced Embedded 9000 9000 LCD_CONTRAST Kontrast 9001 9001 DISPLAY_