3.5.3.4 Beispiel für die Impulsrampen-Binärsuche
400 Millisekunden angezeigt wird, auf dem Vorfehlerwert, bevor er zum nächsten Inkrementwert weiterläuft, bis das
Relais auslöst. Drücken oder klicken Sie auf die Schaltfläche „1 Ramp" (1 Rampe)
. Die Anzahl der kaskadierenden
auszuführenden Rampen kann ausgewählt werden. Eine gängige Anwendung für zwei Rampen wäre die Einstellung
der Stufen in großen Schritten und bei Anregung des Relais die Reduzierung des Ausgangs um einen Prozentsatz des
Anregungswerts. Das Ramping kann dann gestartet werden, jedoch in kleineren Schritten, bis zur erneuten Anregung
des Relais, wodurch eine feinere Auflösung des tatsächlichen Anregungspunkts erreicht wird. Diese Funktion wird für
Prüfungen der unverzögerten Anregung verwendet. Der Ausgangsstrom oder die Ausgangsspannung kann in großen
Stufen erhöht werden, um schnell zum Ansprechpunkt zu gelangen. Dadurch wird die Prüfdauer verkürzt, das zu
prüfende Relais entsprechend angeregt und ein sehr genaues Testergebnis erzielt. Diese Funktion wird auch verwendet,
wenn Mehrzonen-Distanzrelais mit Dreiphasenspannung und -strömen geprüft werden. Stellen Sie die Impulsdauer
für die vorgesehene Schaltzone einfach lang genug ein. Wenn Sie nicht genau wissen, wo der Ansprechwert des Relais
liegt, können Sie diesen mit der Funktion Impulsrampen-Binärsuche
ermitteln.
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3.5.3.4 Beispiel für die Impulsrampen-Binärsuche
Die dritte Option in dieser Symbolleiste ist die Impulsrampen-Binärsuche
. Die Impulsrampen-Binärsuche wird
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verwendet, um den Ansprechwert eines Relais mit einem fragwürdigen oder unbekannten Sollwert oder einer
Betriebseigenschaft schnell zu ermitteln. Noch wichtiger ist jedoch, dass diese Funktion hervorragend für das Testen
von Relais geeignet ist, die einen Vorfehlerzustand erfordern, bevor ein Fehlerzustand erkannt wird.
Abbildung 96. Beispiel für die Einstellung der Impulsrampen-Binärsuche
Die Einstellwerte sind fast identisch mit den Einstellungen für die Impulsrampe. Anstelle des Stufenwerts definiert
der Benutzer jedoch die Endauflösung des endgültigen Suchinkrements. Bei der Ausführung sucht die Steuerung
schrittweise nach der Relaisanregung, beginnend mit dem/den Vorfehlerwert(en). Der erste Ausgang ist die
Vorfehlereinstellung und dann erfolgt eine Taktung auf den/die Fehlerwert(e). Wenn innerhalb der Impulszeit eine
Auslösung durch das Relais erfolgt, erhöht sich der Fehlerwertausgang automatisch um 50 % der Differenz zwischen
dem letzten Betriebspunkt und dem Ruhepunkt. Wie bei der Impulsrampe wechselt der Ausgang zwischen Vorfehler
und dem/den nächsten Fehlerwert(en) hin und her. Die bidirektionale Anregung und Nichtanregung teilt sich sehr
schnell in beide Richtungen auf, bis die Endauflösung erreicht ist. Sobald die Endauflösung erreicht ist, wird/werden
der/die endgültige(n) Ansprechwert(e) angezeigt.
3.5.3.5 Beispiel für Überstromanregung EM (elektromechanisch)
In diesem Beispiel werden drei Stufenrampen verwendet, um den Ansprechpunkt des Auslösekontakts eines
elektromechanischen Überstromrelais zu bestimmen. Das Beispielrelais hat eine Stufeneinstellung von 5 Ampere. Die
Zeitwahl wird irgendwo in der Mitte eingestellt, und die Auslösekontakte sind normal geöffnet.
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STVI_SMRT Series user guide
www.megger.com