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Siemens SIPROTEC 7SA6 Handbuch Seite 355

Distanzschutz
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Weitere Stufe
Iph>>>
7SA6 Handbuch
C53000-G1100-C156-2
Inverse,
Short inverse,
Long inverse,
Moderately inv.,
Very inverse,
Extremely inv. und
Definite inv..
Die Kennlinien und die ihnen zugrundegelegten Formeln sind in den Technischen Da-
ten abgebildet (Abschnitt 10.5, Bild 10-2 und 10-3).
Für die Einstellung der Ansprechwerte IP (Adresse 2640) und 3I0P (Adresse 2650)
gelten die gleichen Überlegungen wie bei den Überstromstufen des UMZ–Schutzes
(siehe oben). Hier ist zu beachten, dass zwischen Anregewert und Einstellwert bereits
eine Sicherheitsmarge eingearbeitet ist. Anregung erfolgt hier erst bei etwa 10 % über
dem Einstellwert.
Bezugnehmend auf das obige Beispiel kann hier also unmittelbar der maximal betrieb-
lich zu erwartende Strom eingestellt werden:
primär:
Einstellwert IP = 630 A,
sekundär: Einstellwert IP = 5,25 A, d.h. (630 A / 600 A) · 5 A.
Der einzustellende Zeitmultiplikator D IP (Adresse 2643) ergibt sich aus dem für das
Netz aufgestellten Staffelplan. Bei Verwendung als Not–Überstromzeitschutz sind
auch kürzere Verzögerungszeiten (eine Staffelzeit über der Schnellauslösung) sinn-
voll, da diese Funktion nur bei Ausfall der örtlichen Messspannung arbeiten soll.
Der Zeitmultiplikator D 3I0P (Adresse 2653) kann meist nach einem getrennten Staf-
felplan für Erdströme kürzer eingestellt werden. Sollen nur die Phasenströme über-
wacht werden, stellen Sie den Ansprechwert der Erdstromstufe auf ∞ ein.
Zusätzlich zu den stromabhängigen Verzögerungen kann nach Bedarf je eine Verzö-
gerung konstanter Länge eingestellt werden. Die Einstellungen T IPverz (Adresse
2646 für Phasenströme) und T 3I0Pverz (Adresse 2656 für Erdstrom) addieren
sich zu den Zeiten der eingestellten Kennlinien.
Der Parameter AUS Frg.IP (Adresse 2670) bestimmt, ob über die Binäreingabe
„>U/AMZ AUS Frg." (FNr 7110) eine Umgehung der Verzögerung D IP (Adresse
2643) einschließlich der Zusatzzeit T IPverz (Adresse 2646) und D 3I0P (Adresse
2653) einschließlich der Zusatzzeit T 3I0Pverz (Adresse 2656) möglich ist. Die Bi-
näreingabe (sofern rangiert) ist allen Stufen des Überstromzeitschutzes gemeinsam.
Mit AUS Frg.IP = Ja bestimmen Sie also, dass die I
zögert auslösen, falls die Binäreingabe angesteuert ist, bei AUS Frg.IP = Nein sind
die eingestellten Verzögerungen stets wirksam.
Soll die IP–Stufe beim Zuschalten der Leitung auf einen Fehler unverzögert oder mit
kurzer Verzögerung T SOTF (Adresse 2680, siehe oben unter Randtitel „Allgemei-
nes") wieder auslösen, stellen Sie den Parameter SOTF IP (Adresse 2671) auf Ja.
Sie sollten jedoch nicht eine empfindlich eingestellte Stufe für die Schnellabschaltung
wählen, da man beim Zuschalten auf einen Fehler mit einem satten Kurzschluss rech-
nen kann. Es muss vermieden werden, dass die gewählte Stufe beim Einschalten
transient anspricht.
Bei Verwendung der I>>>–Stufe als Endfehlerschutz sind die Ansprechwerte Iph>>>
(Adresse 2630) und 3I0>>> (Adresse 2632) meist unkritisch, da der Schutz nur bei
offenem Abzweigtrenner arbeiten soll, wo jeder Strom ein Fehlerstrom sein müsste.
1
Bei einer 1
/
–Leistungsschalter–Anordnungen ähnlich Bild 6-93 können jedoch auch
2
hohe Kurzschlussströme von Sammelschiene A nach Sammelschiene B oder zum
Überstromzeitschutz
–Stufen nach Anregung unver-
P
6-173

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