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Siemens SINAMICS S120 Funktionshandbuch Seite 209

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Anlaufversuche (p1211) und Wartezeit (p1212)
Über p1211 wird die Anzahl der Anlaufversuche angegeben. Die Anzahl wird intern nach
jeder erfolgreichen Störquittierung dekrementiert (Netzspannung muss wieder anliegen bzw.
Einspeisung meldet sich bereit). Nach der parametrierten Anzahl vergeblicher
Anlaufversuche wird die Störung F07320 gemeldet.
Bei p1211 = x werden x + 1 Anlaufversuche unternommen.
Hinweis
Ein Anlaufversuch beginnt sofort mit Auftreten der Störung.
Die automatische Quittierung der Störungen erfolgt in zeitlichen Intervallen der halben
Wartezeit p1212.
Nach erfolgreichem Quittieren und Spannungswiederkehr wird automatisch wieder
eingeschaltet.
Der Anlaufversuch ist erfolgreich beendet, wenn das Fangen und die Aufmagnetisierung des
Motors (Asynchronmotors) beendet (r0056.4 = 1) und eine weitere Sekunde verstrichen ist.
Erst dann wird der Anlaufzähler wieder auf den Anfangswert p1211 zurückgesetzt.
Treten zwischen dem erfolgreichen Quittieren und dem Ende des Anlaufversuchs weitere
Störungen auf, so wird der Anlaufzähler bei deren Quittierung ebenfalls dekrementiert.
Überwachungszeit Netzwiederkehr (p1213)
Die Überwachungszeit beginnt bei Erkennen der Störungen. Sind die automatischen
Quittierungen nicht erfolgreich, läuft die Überwachungszeit weiter. Ist nach Ablauf der
Überwachungszeit der Antrieb nicht wieder erfolgreich angelaufen (Fangen und
Aufmagnetisierung des Motors müssen abgeschlossen sein: r0056.4 = 1), so wird die
Störung F07320 gemeldet. Mit p1213 = 0 ist die Überwachung deaktiviert.
Wird p1213 kleiner eingestellt als die Summe aus p1212, der Aufmagnetisierungszeit p0346
und der zusätzlichen Wartezeit durch das Fangen, so wird die Störung F07320 bei jedem
Antriebsfunktionen
Funktionshandbuch, (FH1), 10/2008, 6SL3097-2AB00-0AP5
p1210
Modus
Wiedereinschalten nach
Netzausfall, keine weiteren
Anlaufversuche
Wiedereinschalten nach
beliebiger Störung mit weiteren
Anlaufversuchen
6.8 Wiedereinschaltautomatik (Vektor, Servo, Infeed)
Bei p1210 = 4 wird ein automatischer Wiederanlauf
nur dann durchgeführt, wenn zusätzlich die Störung
F30003 am Motor Module aufgetreten ist oder ein
High-Signal am Binektoreingang p1208[1] ansteht,
oder wenn im Falle eines Antriebsobjektes
Einspeisung (x_Infeed) die Störung F06200
aufgetreten ist. Stehen noch weitere Störungen an,
so werden diese Störungen ebenfalls mit quittiert
und bei Erfolg der Anlaufversuch fortgesetzt. Ein
Ausfall der 24-V-Stromversorgung der CU wird als
Netzausfall interpretiert.
Bei p1210 = 6 wird ein automatischer Wiederanlauf
nach beliebiger Störung oder bei p1208[0] = 1
durchgeführt. Treten die Störungen zeitlich
nacheinander auf, so wird die Anzahl der
Anlaufversuche mittels p1211 festgelegt. Eine
zeitliche Überwachung ist mit p1213 einstellbar.
Basisfunktionen
Bedeutung
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