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R&S
UPV
Das Referenzsignal wird über einen akustischen Wandler (artificial mouth) auf das
Handy gegeben, dort codiert und über eine Hochfrequenzverbindung zum R&S CMU
gesendet. Dort wird es wieder dekodiert und als Messsignal auf den Eingang des Ana-
lysators gegeben. Wie bei der elektrischen Messung wird gleichzeitig das ursprüngli-
che Referenzsignal intern zum Analysator geleitet, so dass die Auswertung auf beide
Signale zugreifen kann. In der Gegenrichtung wird das Referenzsignal auf den
R&S CMU gegeben, dort kodiert und über die Hochfrequenzstrecke ans Handy gesen-
det. Ein anderer akustischer Wandler (artificial ear) macht aus dem Sprachsignal, das
aus dem Hörer des Handys kommt, das Messsignal.
Bei Messungen in Empfangsrichtung des Mobiltelefons ist auf eine gute akustische
Kopplung zwischen Telefon und Kunstkopf (artificial ear) zu achten. Hintergrundgeräu-
sche sollten so gering wie möglich sein. Deshalb sollten die akustischen Messungen in
einer schallgedämmtem Kammer durchgeführt werden.
Das PESQ-Messverfahren ist nicht geeignet für Handsfree-Messungen oder zur Beur-
teilung des Einflusses von Hintergrundgeräuschen.
Bei akustischen Messungen kann der R&S UPV seine Vorteile voll ausspielen: Durch
die hervorragenden Eigenschaften der Analog-Hardware entstehen auch bei großen
Pegel-Differenzen zwischen Ausgangs- und Eingangssignal keinerlei für PESQ rele-
vanten Qualitätseinbußen im Messsignal. Außerdem kann ein einfaches, auf dem
R&S UPV selbst laufendes Applikationsprogramm die Zweikanaligkeit des R&S UPV
nutzen, um sowohl die Sende- als auch die Empfangsrichtung ohne Änderung des Auf-
baus zu messen. Die Ergebnisse können dann in ein- und derselben Grafik angezeigt
werden. Applikationsschriften und -programme hierzu sind zu finden unter
www.Rohde-Schwarz.com, Downloads, Application Notes: 1GA49: Psychoacoustic
Audio Quality Measurements Using R&S®UPV Audio Analyzer und 1GA50: Calibration
Tool for PESQ Speech Quality Tests.
5.31.4 Grafiken bei PESQ
Die "Waveform" dient bei der PESQ-Messung zur Signalkontrolle im Zeitbereich. Vor
allem die vorgeschriebenen Stilleperioden am Anfang und Ende des Testsignals sowie
die korrekte Pegelaussteuerung können hier überprüft werden.
●
Im Analyzer Function-Panel wird die Waveform aktiviert und – hinsichtlich Trigger-
bedingung und Speichertiefe – konfiguriert. Darüberhinaus kann von hier aus das
Grafikfenster Waveform geöffnet werden.
●
Im Waveform Config-Panel wird die Skalierung – incl. Limit-Prüfung und Referenz-
bezug – gewählt.
●
Im Grafikfenster Waveform erfolgt die grafische Darstellung.
Der R&S UPV bietet mit den "PESQ Graph" Fenstern zwei weitere grafische Anzeigen
im Zusammenhang mit der PESQ-Messung. Die Messung analysiert die Signale näm-
lich in kleinen Teilbereichen und emittelt für jeden Teilbereich den Messwert (PESQ
bzw. MOS) sowie die zeitliche Verschiebung (Delay) zwischen Referenz- und Messsig-
nal. Die Messwertanzeige stellt nämlich immer den gewählten Messwert bezogen auf
das gesamte Signal dar. In den Grafiken kann man zusätzlich sehen, in welchen Berei-
chen des Referenzsignals der gemessene CODEC vom erwarteten Verhalten
abweicht. Die Werte aufgetragen über der Zeit werden in den Grafiksystemen PESQ
Bedienhandbuch 1146.2084.31 ─ 13
Gerätefunktionen
Sprachqualitätsmessungen (PESQ)
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