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Schaltfehlerschutz - Siemens SIPROTEC 7SD5 Handbuch

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Überwachung der
Befehlsdurchfüh-
rung

2.25.1.3 Schaltfehlerschutz

Verriegeltes/entrie-
geltes Schalten
7SD5 Handbuch
C53000-G1100-C169-1
Folgendes wird überwacht:
• Störung eines Befehlsvorganges durch einen Abbruchbefehl;
• Laufzeitüberwachung (Rückmeldeüberwachungszeit).
Ein Schaltfehlerschutz kann mittels der anwenderdefinierbaren Logik (CFC) realisiert
werden. Die Schaltfehler-Prüfungen teilen sich normalerweise innerhalb eines SI-
®
®
CAM
/SIPROTEC
4-Systems auf in:
• Anlagenverriegelung geprüft im Zentralgerät (für die Sammelschiene),
• Feldverriegelungen geprüft im Feldgerät (für den Abzweig).
Die Anlagenverriegelung stützt sich auf das Prozessabbild im Zentralgerät. Die Feld-
verriegelung stützt sich auf das Objektabbild (Rückmeldungen) im Feldgerät (hier also
®
dem SIPROTEC
4-Gerät), wie es durch die Projektierung (siehe SIPROTEC
tembeschreibung) festgelegt worden ist.
Der Umfang der Verriegelungsprüfungen wird durch die Verriegelungslogik und die
Parametrierung festgelegt.
Schaltobjekte, die einer Anlagenverriegelung im Zentralgerät unterliegen, werden im
Feldgerät über einen Parameter entsprechend gekennzeichnet (in der Rangiermat-
rix).
Bei allen Befehlen kann bestimmt werden, ob verriegelt (Normal) oder unverriegelt
(Test) geschaltet werden soll:
• bei Vorortbefehlen über Umparametrieren mit Passwortabfrage,
• bei Automatikbefehlen aus der Befehlsbearbeitung durch CFC mittels Entriege-
lungskennungen,
• bei Nah-/Fernbefehlen per zusätzlichem Entriegelungsbefehl über Profibus.
Die projektierbaren Befehlsprüfungen werden in den SIPROTEC
„Standardverriegelung" bezeichnet. Diese Prüfungen können über DIGSI
(verriegeltes Schalten/Markieren) oder deaktiviert (unverriegelt) werden.
Entriegelt oder unverriegelt schalten bedeutet, dass die projektierten Verriegelungs-
bedingungen nicht getestet werden.
Verriegelt schalten bedeutet, dass alle projektierten Verriegelungsbedingungen inner-
halb der Befehlsprüfung getestet werden. Ist eine Bedingung nicht erfüllt, wird der
Befehl mit einer Meldung mit angehängtem Minuszeichen (z.B. „BF–") und einer ent-
sprechenden Bedienantwort abgewiesen. Die Abweisung geschieht auch, wenn vor
dem Einschalten eine Synchronprüfung vorgesehen ist und die Synchronbedingun-
gen nicht erfüllt sind. Tabelle 2-24 zeigt die möglichen Befehlsarten an ein Schaltgerät
und deren zugehörige Meldungen. Dabei erscheinen die mit *) gekennzeichneten Mel-
dungen in der dargestellten Form im Gerätedisplay nur in den Betriebsmeldungen und
®
unter DIGSI
in den spontanen Meldungen.
2.25 Befehlsbearbeitung
®
4-Sys-
®
4-Geräten auch als
®
aktiviert
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