Kapitel 7
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CELL-DYN
3500 Bedienungsanleitung
77-1566/R5 — Februar 2000
Jedes Labor sollte seinen eigenen Zielwert für die Erythrozyten-Quoti-
enten ermitteln. Es empfiehlt sich, das Verfahren unter Verwendung
der Standardwerte (d.h. mit den voreingestellten Werten aus früheren
Studien von Dr. Bull) zu beginnen, die im Menü X-B SET UP (X-B-Ein-
stellung) angezeigt werden, oder durch Eingabe der Werte aus der
oben genannten, unlängst durchgeführten Studie von Dr. Bull. Die
Aktionsgrenzen von 3% können während der Untersuchung beibehal-
ten oder auf 5% erweitert werden. Werden die Zielwerte bestätigt, soll-
ten sie wieder auf 3% zurückgenommen werden. Je nachdem, welche
Probenpopulation vom Labor analysiert wird, können auch die Stan-
dardwerte für die unteren/oberen Grenzwerte entweder beibehalten
oder weiter gesetzt werden.
Die Daten von 20 Serien zu je 20 Proben, d.h. von insgesamt 400 Pro-
ben, sammeln. Die Daten sollten von Proben stammen, die die typische
Probenpopulation repräsentieren, die mit dem Gerät analysiert wird.
Sind alle 20 Serien komplett, das Menü X-B DATA DISPLAY (Anzeige der
X-B-Daten) für RBC ausdrucken. Mittelwert, Standardabweichung
(SD) und Variationskoeffizienten (VK) für MCV, MCH und MCHC
berechnen. Der VK sollte für jeden Quotienten < 1,5% betragen. Erfüllt
der VK für jeden Quotienten diese Kriterien, den berechneten Mittel-
wert als den Zielwert eingeben und die Aktionsgrenzen auf 3% einstel-
len.
ANMERKUNG: Bei Labors, die (wie oben beschrieben) Pro-
ben spezifischer Patientenpopulationen analysieren, kann es
erforderlich sein, die Aktionsgrenzen etwas weiter zu setzen,
damit die Ergebnisse dieser atypischen Patienten einbezogen
werden.
Ist der VK für jeden Quotienten >1,5%, weitere 400 Proben analysieren
und die Berechnungen wiederholen.
Wurde ein akzeptabler Zielwert eingegeben, die Daten von weiteren
400 Proben überprüfen, um die eingegebenen Werte zu bestätigen.
Fehlersuche bei X-B-RBC-Ergebnissen
Liegen die X-B-RBC-Ergebnisse außerhalb der Grenzwerte, sollten die
Daten auf Verschiebungen (Shifts) und Tendenzen bei den Ergebnissen
überprüft werden.
Verschiebungen (Shifts) bei den Ergebnissen werden in der Regel
durch eine nicht-randomisierte Serie von 20 Proben ausgelöst, die bei-
spielsweise von Dialyse- oder Kinderstationen stammen können.
Selbst mehrfache Wiederholungen einer einzelnen atypischen Probe
können innerhalb der betreffenden 20er-Serie dazu führen, daß diese
keiner durchschnittlichen Population mehr entspricht. Im Data Log
(Ergebnisdatei) der letzten 20 Proben überprüfen, ob dies der Fall ist.
Verschiebungen (Shifts), die durch nicht-randomisierte Daten verur-
sacht sind, werden in der Regel bei der nächsten 20er-Serie korrigiert,
sofern deren Daten auf dem Zufallsprinzip beruhen.
Qualitätskontrolle
Anleitung zur Qualitätskontrolle
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