Allgemeine Systemfunktionen
WBC-Analyse
3-14
Fokussierter
Laserstrahl
Probenzuführung
Abbildung 3.2: WOC-Durchflußküvette
Bei einem Flow-Zytometer wird die Zellsuspension vom Probengefäß
durch einen Probenschlauch in eine spezielle Durchflußküvette mit
einer schmalen Öffnung an der Spitze gepumpt. Die Zellsuspension
wird dann in einen Strom schnellfließender, zellfreier Flüssigkeit
(Sheath- bzw. Hüllflüssigkeit) abgegeben. Da sich die Fließgeschwin-
digkeit der beiden Flüssigkeiten unterscheidet, findet keine Vermi-
schung statt. Dies wird als Laminarströmung bezeichnet. Die spezielle
Konstruktion der Durchflußküvette und die Fließgeschwindigkeit der
Sheath-Flüssigkeit bewirken, daß die Zellen hintereinander in einer
Reihe strömen. Dieser Vorgang wird als hydrodynamische Fokus-
sierung bezeichnet. (In der obigen Abbildung ist die WOC-Durchfluß-
küvette dargestellt.)
Beim Eintritt der Zellen in das View Volume (sensitiver Meßbereich)
treten sie mit dem Laserstrahl in Wechselbeziehung. Die Zellen streuen
das Laserlicht in verschiedene Raumwinkel, woraus sich Informa-
tionen über die Zellgröße, die innere Zellstruktur, die Granularität und
die Oberflächenmorphologie ableiten lassen. Die von den Zellen
ausgehenden optischen Signale werden erfaßt und in elektrische
Impulse umgewandelt, die dann vom Rechner gespeichert und ausge-
wertet werden.
Bei einem Flow-Zytometer werden in der Regel zwei Streuwinkel
gemessen. Die Vorwärtsstreuung dient vorrangig zur Messung der
Zellgröße. Mit der rechtwinkligen (orthogonalen) Streuung wird vor
allem die intrazelluläre Granularität gemessen. Sie liefert weiterhin
Informationen über die Zelloberfläche und den inneren Aufbau der
Zellen. Die Kombination der beiden Streulichtmessungen ermöglicht
eine genauere Unterscheidung der Zellpopulationen als die beiden
Einzelmessungen für sich genommen.
Kapitel 3
Streulicht in verschiedenen
Raumwinkeln
Probenstrom
Sheath-Strom
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CELL-DYN
3500 Bedienungsanleitung
56-7502/R6 — Februar 2007