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TRAIN-NAVIGATION
Handbuch 6893
Manual 6893
Stand: Januar 2007

Kapitel

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Inhaltszusammenfassung für FLEISCHMANN TRAIN-NAVIGATION6893

  • Seite 1 TRAIN-NAVIGATION Handbuch 6893 Manual 6893 Stand: Januar 2007...
  • Seite 2: Inhaltsverzeichnis

    Vorwort ........... . . Schnelleinstieg.
  • Seite 3 8.4.6 Rückmeldeadressen..........75 8.4.7 Geschwindigkeits-Kalibrierung .
  • Seite 4: Vorwort

    Vorwort Herzlichen Glückwunsch zum Erwerb des TRAIN-NAVIGATION-Systems. Wir freuen uns, dass Sie sich mit TRAIN-NAVIGATION zu einem innovativen und technisch perfekten Modellbahn-Steuerungssystem entschieden haben. Wir sind sicher, dass Sie viel Freude an der Verwirklichung vorbildgerechter Funktionen mit TRAIN-NAVIGATION haben werden. Bestimmungsgemäßer Gebrauch: Die Systemkomponenten von TRAIN-NAVIGATION dürfen nur in Modellbahnfahrzeugen/auf einer Modellbahnanlage eingesetzt werden.
  • Seite 5: Schnelleinstieg

    Um im Rahmen dieses Schnelleinstiegs die Komponenten zu testen und erste Erfahrungen mit der TRAIN-NAVIGATION zu machen, benötigen Sie folgendes: • TWIN-CENTER 6802 ab Softwarestand V 1.100 • Trafo 6812 (vorzugsweise) oder 6811 • Fleischmann-Lok mit Digitaldecoder (TWIN/DCC/FMZ) • Navigationssender 6832 • Navigationsempfänger 6833 inkl. Sensoren • LocoNet-Kabel 6887 oder 6888 Optimal für den Start ist das TRAIN-NAVIGATION-Set 6831.
  • Seite 6 Die Einbauhöhe ist wichtig: Achten Sie beim Einbau darauf, dass die unterste Stelle des Navigationssenders nicht tiefer liegt als die Schienenoberkante oder über die Schienenoberkante hinausragende Dinge wie z. B. die FLEISCHMANN-Schaltschiene. Andererseits darf der Navigationssender nicht weiter als 12 mm von der Schienenoberkante entfernt sein.
  • Seite 7 Bild 1: Einbau von Sensoren und Klipsen Befestigen Sie den Navigationsempfänger in der Nähe der Sensoren unter Ihrem Anlagenbrett. Hierzu drehen Sie entsprechend der dem Navigationsempfänger beiliegenden Schablone zwei Schrauben (Rundkopf-Schrauben Ø 2,5 x 10) so weit in das Brett, dass Sie den Navigationsempfänger mit seinen Nuten über die Schrauben schieben können.
  • Seite 8: Train-Navigation

    Funktionstest Der frisch eingebaute Navigationssender besitzt wie eine Lok eine digitale Adresse. Werksseitig voreingestellt ist die Adresse 3. Um die Adressen der Lok und des Navigationssenders zur Deckung zu bringen, stellen Sie die Lok auf das Programmiergleis des TWIN-CENTERs und programmieren Sie die Lok- Adresse mit einem DCC-Programmierverfahren (DCC-Programmierung byteweise oder Registerprogrammierung) erneut.
  • Seite 9: Wie Funktioniert Train-Navigation

    Wie funktioniert TRAIN-NAVIGATION? Der Navigationssender unter dem Fahrzeug verfügt wie ein Lok-Decoder über eine digitale Adresse. Diese Adresse wird zusammen mit einigen weiteren Informationen mit infrarotem Licht (also für das menschliche Auge unsichtbar, wie bei der Fernbedienung Ihres Fernsehers) von dem Bauelement in der Mitte der Sender-Platine nach unten zum Gleis abgestrahlt.
  • Seite 10: Navigationssender

    Navigationssender Technische Daten Der Navigationssender ist eine hochwertige, elektronische Schaltung, die mit einem durch- sichtigen Schutzlack umhüllt ist. Dieser Lack schützt den Navigationssender vor Verschmutzung aufgrund des offenen Einbaus unter einem Fahrzeug, zum anderen lässt er aber das Infrarotlicht zum Senden digitaler Informationen durch. Daten: •...
  • Seite 11: Programmieren Und Auslesen

    Die Einbauhöhe ist wichtig: Achten Sie beim Einbau darauf, dass die unterste Stelle des Navigationssenders nicht tiefer liegt als die Schienenoberkante. Verwenden Sie in Ihrer Anlage Dinge, die über die Schienenoberkante hinausragen, wie z. B. die FLEISCHMANN- Schaltschiene, so darf der Navigationssender nicht tiefer als diese Teile sein, um nicht im Fahrbetrieb daran hängen zu bleiben.
  • Seite 12 über die CVs gemäß Spalte „CV wie Lok“ oder über die Register-Nummern programmiert. Dabei ist zu beachten, dass der Lok-Decoder über das gleiche Programmierverfahren ver- fügen muss. FLEISCHMANN-Decoder kennen beide Programmierverfahren, also CV Programmierung und Register Programmierung. Der Navigationssender kann aber auch getrennt vom Lok-Decoder programmiert werden, wenn die CVs gemäß...
  • Seite 13: Navigationsempfänger

    Navigationsempfänger Technische Daten Der Navigationsempfänger ist eine hochwertige, elektronische Schaltung in einem kleinen Gehäuse. Entfernen Sie nicht die Elektronik aus dem Gehäuse, dies kann zu Zerstörung füh- ren. Daten: • Maße: 53 x 50 x 21 mm • Stromaufnahme: ca. 25 mA am LocoNet •...
  • Seite 14 chend folgender Abbildung in die Kunststoffklipse, fädeln Sie die Litzen der Sensoren durch das Loch im Gleis und drücken Sie schließlich die Kunststoffklipse mit den Sensoren in die Bohrungen. Zwei auf diese Weise im Gleis eingebaute Sensoren bezeichnen wir nachfolgend als „Doppelsensor“.
  • Seite 15: Einbau Des Navigationsempfängers

    Einbau des Navigationsempfängers Befestigen Sie den Navigationsempfänger in der Nähe der Sensoren (max. 60 cm Entfernung) unter Ihrem Anlagenbrett. Hierzu drehen Sie entsprechend der dem Navigationsempfänger beiliegenden Schablone zwei Schrauben (Rundkopf-Schrauben Ø 2,5 x 10) in das Brett, schieben den Navigationsempfänger mit seinen Nuten über die Schrauben und drehen die Schrauben mit einem kleinen Schraubendreher durch die Bohrungen in der Empfänger-Platine vorsichtig endgültig fest.
  • Seite 16: Navigationsempfänger Programmieren

    muss die Kontroll-LED des Navigationsempfängers kurz aufleuchten. Haben Sie zwei Navigationsempfänger aus dem TRAIN-NAVIGATION-Set, so verbinden sie den zweiten Navigationsempfänger ausnahmsweise mit der Buchse „LocoNet B“ Ihres TWIN-CENTERs. Prinzipiell ist aber immer die Buchse LocoNet T zu bevorzugen, weil hier eine höhere elek- trische Leistungsfähigkeit vorliegt.
  • Seite 17: Navigationsempfänger Anwählen

    CENTER mit der Software V1.100. TWIN-CENTER mit der Software V1.000 können durch ein Software-Update zur Version V1.100 hochgerüstet werden (über Fachhandel bzw. im Internet unter www.fleischmann.de). Zunächst ist der zu programmierende Navigationsempfänger am LocoNet anzuwählen bzw. aufzurufen. Dies geschieht im Grundeinstellungsmenü Ihres TWIN-CENTERs ab Software- Version V1.100 über den Menü-Punkt...
  • Seite 18: Programmieren Und Auslesen

    Dabei blinkt unter der „0“ ein Cursor. Die obere Zeile der Anzeige besagt, dass Sie gerade einen Empfänger vom Typ 6833 mit der Adresse 1 zum programmieren oder auslesen aus- gewählt haben. Die untere Zeile im obigen Beispiel gibt an, dass eine „LocoNet- Konfigurationsvariable“...
  • Seite 19: Joker-Adresse

    • Zurück mit Taste [←] zur Auswahl einer anderen LNCV • Zurück mit Taste [←] zur Auswahl eines anderen Navigationsempfängers • Oder Taste [menu] zum Verlassen der Programmierung Wie von Ihrem TWIN-CENTER bisher gewohnt, können durch Cursor-Blinken markierte Zahlenwerte in der Anzeige auch durch die Tasten [+] und [↓] in Einerschritten hinauf- oder heruntergezählt werden.
  • Seite 20: Empfänger-Adressen

    Empfänger-Adressen Der Navigationsempfänger verfügt über zwei Adressen. Die erste Adresse (Modul-Adresse) ist die wichtigere, weil der Navigationsempfänger z. B. unter dieser Adresse zum Programmieren oder Auslesen identifiziert wird oder weil diese Adresse für alle Funktionen mit Doppelsensor (Richtungserkennung) verwendet wird. Werden die Sensoren an zwei eigenständigen Stellen der Anlage eingebaut und nicht als Doppelsensor verwendet, so benötigt jede Einbaustelle eine eigene Adresse, um sich später im System identifizieren zu können.
  • Seite 21: Navigationsempfänger Vorbereiten

    fachen Schaltbetrieb (Weichenstellen vor einem Bahnhof, Licht einschalten vor einem Tunnel, aber auch Gleisbesetztmeldungen erzeugen) und Geschwindigkeitsbefehlen (Geschwindigkeit vermindern an einer Langsamfahrstelle) bis zu komplexem Automatik- betrieb (Endstelle einer Pendelstrecke, Blockstellensteuerung mit Signalbeobachtung und -beeinflussung) gehen. Mit LNCV2 wird eingestellt, in welcher der im Navigationsempfänger vordefinierten „Betriebsarten“...
  • Seite 22: Schaltbetrieb

    Im Anhang A.4 finden Sie zwei Beispiele von Programmiertabellen. Diese können Sie sich vervielfältigen und für jeden Navigationsempfänger eine eigene Tabelle anlegen. Die Tabelle wird Ihnen im weiteren Verlauf dieses Buches Stück für Stück erklärt, so dass Sie am Ende alle für Sie vorbereiteten Felder der Tabelle verstehen. Schaltbetrieb Im Schaltbetrieb können Sie die Sensoren mithilfe der Schablone zusammen an einer Stelle einbauen, wir sprechen dann von einem Doppelsensor.
  • Seite 23: Allgemeine Befehlsbeschreibung

    Im Schaltbetrieb können individuelle Befehle in 3 Gruppen von Befehlen programmiert und später im Betrieb abgerufen werden: • Verändern von Geschwindigkeiten (nur sinnvoll bei Loks) • Schalten von Sonderfunktionen (Licht, Sound, Einzelgeräusche etc.) • Schalten von Weichen, Signalen oder Fahrstraßen sowie Rückmelden In jeder Befehlsgruppe können 10 Befehle programmiert werden, insgesamt also 30 Befehle.
  • Seite 24: Geschwindigkeiten Ändern

    8.2.2 Geschwindigkeiten ändern Die 10 Befehle für Geschwindigkeiten werden gemäß nachfolgender Tabelle spaltenweise in die LNCVs 50 bis 79 eingetragen. Dabei gilt: LNCV 50 – 59: Fahrzeug-Adressen für Geschwindigkeitsbefehle LNCV 60 – 69: Werte für Geschwindigkeiten LNCV 70 – 79: Modus für Geschwindigkeiten Die zu einem Befehl gehörigen LNCVs sind immer um den Wert 10 voneinander verschieden.
  • Seite 25 Absolute Geschwindigkeit, Werte: 0 – 127: Es wird generell die Fahrstufe im Wertebereich von 0 bis 127 eingegeben. Wenn Sie Ihr Fahrzeug mit 14, 28 oder anderer Anzahl von Fahrstufen betreiben, müssen Sie diese Werte auf den Bereich 0 –127 umrechnen. Beispiel: bei Betrieb mit 14 Fahrstufen ist die Fahrstufe mit 9 zu multiplizieren, bei Betrieb mit 28 Fahrstufen ist die Fahrstufe mit 4,5 zu multiplizie- ren.
  • Seite 26 • Jede Lok (Adr. 20000 ist die generelle Adresse für alle Loks) fahre mit Fahrstufe 80, und zwar • • (0) Fahrtrichtung von Sensor 1 nach Sensor 2, jedoch • • (0) ohne Berücksichtigung der Fahrtrichtung, also Wirkung in beiden Richtungen •...
  • Seite 27: Lok-Funktionen Schalten

    8.2.3 Lok-Funktionen schalten Die 10 Befehle für Funktionen wie Stirnbeleuchtung (f0) oder Sound- bzw. andere Sonderfunktionen (f1 bis f12) werden in die LNCVs 20 bis 49 eingetragen. Dabei gilt: LNCV 20 – 29: Fahrzeug-Adressen für Funktionsbefehle LNCV 30 – 39: Werte für Funktionen LNCV 40 –...
  • Seite 28 Beispiel: Es sollen die Funktionen Licht und Horn z. B. vor einem Tunnel eingeschaltet wer- den. Licht (Taste function des TWIN-CENTERs) ist die Funktion f0 und hat den Wert 1, Horn ist bei FLEISCHMANN-Sound-Fahrzeugen die Funktion f2 und hat den Wert 4, dies gibt zusammen den Wert 5, der als Funktionswert einzutragen ist.
  • Seite 29 Hinweis Im normalen Schaltbetrieb werden die Funktionsbefehle unmittelbar beim Überfahren der Sensoren ausgeführt. Die Einstellung der Wertigkeiten 0/4 ist hier ohne Bedeutung. Die Wertigkeiten 0/4 haben nur Bedeutung im Automatikbetrieb, siehe Kap.: 8.3. Hinweis Für die Funktion Ein bzw. Aus (nicht für Umschalten) kann eine Ablaufzeit definiert wer- den.
  • Seite 30: Magnetartikel, Fahrstraßen Und Rückmeldungen

    • Lok-Adr. 103, schalte f1 (z. B. Sound), und zwar: • • (0) in Fahrtrichtung von Sensor 1 nach Sensor 2 • • (2) unter der Berücksichtigung der Fahrtrichtung • • (0) im Schaltbetrieb, wobei • • (0) Funktion f1 ist auszuschalten •...
  • Seite 31 Die zu einem Befehl gehörigen LNCVs sind immer um den Wert 10 voneinander verschieden. Beispiel: die Angaben zum ersten Befehl befinden sich in den LNCVs (80, 90, 100), die für den zweiten Befehl in den LNCVs (81, 91, 101) usw. Am besten verdeutlicht man sich dies anhand einer Tabelle, in der jede Spalte einen Befehl darstellt: Betriebsart 2 –...
  • Seite 32 Fahrstraßen-Befehlswerte Außer den einzelnen Magnetartikeln des TWIN-CENTERs können auch die dort gespeicher- ten Fahrstraßen ausgeführt werden: im TWIN-CENTER können 48 Fahrstraßen aufgeteilt in 3 Gruppen mit je 16 Fahrstraßen programmiert werden. Diese Fahrstraßen des TWIN- CENTERs werden vom Navigationsempfänger ganz ähnlich wie einzelne Magnetartikel geschaltet.
  • Seite 33 Modus für Funktionsbefehle: Modus Auswahl Wertigkeit Fahrtrichtung von Sensor 1 nach Sensor 2 von Sensor 2 nach Sensor 1 Richtungsauswertung nein, die Fahrtrichtung ist ohne Bedeutung ja, unter Berücksichtigung der Fahrtrichtung Schaltfunktion ausführen beim Überfahren der Sensoren im Automatikbetrieb beim Anfahren Hinweis Im normalen Schaltbetrieb werden die Magnetartikel- und Straßenbefehle unmittelbar beim Überfahren der Sensoren ausgeführt.
  • Seite 34: Loksonderfunktionen: Reihenfolge Festlegen

    Und so wird’s gemacht: • [menu]-Taste drücken • [mode]-Taste drücken • Mit der [↓]-Taste bis zum Eintrag (LocoNet Prog.) blättern • Weiter mit der [→]-Taste • Eingabe der Artikel-Nummer (6833) • Bestätigen mit [↵] • Eingabe der Modul-Adresse, bestätigen mit [↵] •...
  • Seite 35 Der Start-Ablauf einer Lok hat nun im Prinzip folgendes Aussehen: Ablauf beim Start Funktionen Wenn ja, dann bisher Pos. 0 Sind hier Lok-Sonderfunktionsbefehle zu senden? ausführen Sind Magnetartikel, Fahrstraßen oder ausführen Rückmeldungen zu senden? Pos. 1 Sind hier Lok-Sonderfunktionsbefehle zu senden? ausführen Ist eine Wartezeit gemäß...
  • Seite 36 Beispiel: Die vor einem Signal stehende Sound-Dampflok BR 76 soll nach einem Signalwechsel auf grün: • erst das Dampfgeräusch (f1) und das Licht (f0) einschalten, • dann soll die Bahnhofsdurchsage (f8) ertönen, • nach 15 s soll der Schaffnerpfiff (f5) ertönen, •...
  • Seite 37: Automatikbetrieb

    Nach dem auf „grün“ Setzen von Signal 211 werden die Funktionen wie folgt ausgeführt: Ablauf beim Start Funktionen bisher Pos. 0 f0+f1 (siehe LNCV 30) werden sofort eingeschaltet (siehe LNCV 40) keine Magnetartikel zum Schalten programmiert Pos. 1 keine Sonderfunktionen programmiert 5 s warten (siehe LNCV 5) Pos.
  • Seite 38 Folgender Ablauf wird in der rechten Pendelstelle mit dem Navigationsempfänger realisiert: • Eine Lok (egal welche) fährt am roten Signal X von hinten kommend vorbei • Die Lok überfährt die Sensoren des Navigationsempfängers • Die Lok bremst mit ihrer eigenen Verzögerung ab bis zum Stillstand •...
  • Seite 39 • Mit [←] zurück zur LNCV-Wahl • Programmierung komplett verlassen durch [menu] oder schrittweise durch [←]. Erweiterte Funktionen Wenn die o. g. Grundfunktion erst einmal funktioniert, werden Sie die Abläufe der Pendel- strecke vielleicht noch modifizieren wollen. Auch dies ist möglich. Es lassen sich durch die Programmierung weiterer LNCVs die Abläufe erweitern.
  • Seite 40 Grundsätzlich gilt beim Abarbeiten der Befehle des individuellen Schaltbetriebs folgender Ablauf: 1. Sind MA/Fahrstraßen-Befehle zu senden? Wenn ja: ausführen 2. Evtl. programmierte Wartezeit gemäß LNCV5 ist abzuwarten (siehe unten) 3. Sind individuelle Geschwindigkeitsbefehle zu senden, wenn ja: ausführen 4. Sind individuelle Funktionsbefehle zu senden, wenn ja: ausführen Zeitverzögerung zum Schalten von Magnetartikeln Werden über den Schaltbetrieb ganze Fahrstraßen beim Anfahren des Fahrzeugs geschal- tet, so macht es nicht unbedingt Sinn, wenn das Fahrzeug sofort nach dem Aussenden des...
  • Seite 41 Sie haben eine Pendelstrecke, zu der drei Gleise führen. Der zugehörige Navigations- empfänger ist folgendermaßen programmiert: Wert Typ Wert Typ 1. Adresse 2. MA/Rückm.-Adresse (Moduladresse) 2. Adresse Betriebsart Fahrtrichtung Wartezeit nach Ereignis Wartezeit für MA-Schalten Signal 1. MA/Rückm.-Adresse Func Sensor 1 Sensor 2 ...0 ...1...
  • Seite 42 101). Diese Fahrstraße könnte z. B. so programmiert sein, dass Weiche 56 auf gerade und Weiche 57 auf Abzweig geschaltet werden. • Alle Fahrzeuge (LNCV20) schalten die Funktion f2 ein (Achtungspfiff bei Loks mit Sound), Fahrzeuge der Kategorie 1 (LNCV21) schalten beim Einfahren in die Pendelstrecke das Licht aus, Lok 103 (LNCV22) schaltet beim Anfahren in Gegenrichtung die Funktionen f0 und f7 (Licht und Trillerpfeife) ein.
  • Seite 43: Pendelverkehr Fremdgesteuert

    8.3.2 Pendelverkehr fremdgesteuert Grundfunktion Sie wollen einen Pendelverkehr gemäß nachfolgendem Bild mit zwei parallelen Gleisen rea- lisieren. Bild 12: Pendelverkehr fremdgesteuert Folgender Ablauf wird mit dem Navigationsempfänger realisiert: • Lok A fährt am roten Signal X von hinten kommend vorbei •...
  • Seite 44 Navigationsempfänger Gleis X: LNCV Name Wert Beschreibung Moduladresse Moduladresse des Navigationsempfängers, 1 – 4095 2. Sensoradr. Wird nicht verwendet (Doppelsensor) Betriebsart Endstelle für Pendelverkehr fremdgesteuert Fahrtrichtung Fahrtrichtung, in der der Navigationsempfänger aktiv sein soll: von Sensor 1 nach Sensor 2 von Sensor 2 nach Sensor 1 Werden die Sensoren in der Gegenrichtung über- fahren, reagiert der Navigationsempfänger nicht...
  • Seite 45 Und so wird’s gemacht: • Nach dem Aufruf des gewünschten Navigationsempfängers zur Programmierung eines fremdgesteuerten Pendelverkehrs (beispielsweise zum Gleis X) haben Sie in der Anzeige die LNCV0 mit der Modul-Adresse, der Cursor blinkt an der Stelle der 0 • Wahl der LNCV-Nr. 2 für die Betriebsart •...
  • Seite 46 Über die in Kapitel 8.2 beschriebenen Modus-Funktionen lässt sich einstellen, ob ein pro- grammierter Befehl direkt beim Überfahren der Sensoren oder später beim automatischen Anfahren ausgeführt werden soll. Geschwindigkeitsbefehle werden generell erst beim Anfahren ausgeführt. Grundsätzlich gilt beim Abarbeiten der Befehle des individuellen Schaltbetriebs folgender Ablauf: 1.
  • Seite 47 Sie haben einen zweigleisigen Kopfbahnhof mit einem einzelnen Zufahrtsgleis. Der zugehö- rige Navigationsempfänger in einem der parallelen Gleise ist folgendermaßen programmiert: Wert Typ Wert Typ 1. Adresse 2. MA/Rückm.-Adresse (Moduladresse) 2. Adresse Betriebsart Fahrtrichtung Wartezeit nach Ereignis Wartezeit für MA-Schalten Signal 1.
  • Seite 48: Aufenthaltsstelle

    8.3.3 Aufenthaltsstelle Grundfunktion Sie wollen einen automatischen Zugaufenthalt gemäß Bild 14 realisieren: Bild 14: Aufenthaltsstelle Folgender Ablauf wird mit dem Navigationsempfänger realisiert: • Das Signal X der Aufenthaltsstelle ist rot • Die Lok überfährt die Sensoren des Navigationsempfängers • Bei rotem Signal X bremst die Lok mit ihrer eigenen Verzögerung ab bis zum Stillstand •...
  • Seite 49 Und so wird’s gemacht: • Nach dem Aufruf des gewünschten Navigationsempfängers zur Programmierung einer Aufenthaltsstelle (beispielsweise zum Signal X) haben Sie in der Anzeige die LNCV0 mit der Modul-Adresse, der Cursor blinkt an der Stelle der 0 • Wahl der LNCV-Nr. 2 für die Betriebsart •...
  • Seite 50 Über die in Kapitel 8.2 beschriebenen Modus-Funktionen lässt sich einstellen, ob ein pro- grammierter Befehl direkt beim Überfahren der Sensoren oder später beim automatischen Anfahren ausgeführt werden soll. Geschwindigkeitsbefehle werden generell erst beim Anfahren ausgeführt. Grundsätzlich gilt beim Abarbeiten der Befehle des individuellen Schaltbetriebs folgender Ablauf: 1.
  • Seite 51 Sie haben ein Gleis mit einer darin befindlichen Aufenthaltsstelle. Der zugehörige Naviga- tionsempfänger ist folgendermaßen programmiert: Wert Typ Wert Typ 1. Adresse 2. MA/Rückm.-Adresse (Moduladresse) 2. Adresse Betriebsart Fahrtrichtung Wartezeit nach Ereignis Wartezeit für MA-Schalten Signal 1. MA/Rückm.-Adresse Func Sensor 1 Sensor 2 ...0 ...1...
  • Seite 52: Blockstelle

    8.3.4 Blockstelle Grundfunktion So realisieren Sie ein automatisches Blocksystem (Bild 16). Bild 16: Blockstelle Ein Blocksystem besteht aus mindestens 3 Blöcken. Jeder Block wird durch einen Naviga- tionsempfänger überwacht. Es kann immer ein Zug weniger in einem Blocksystem fahren als Blöcke vorhanden sind.
  • Seite 53 Um diesen Ablauf zu erreichen, sind folgende LNCVs zu programmieren: LNCV Name Wert Beschreibung Moduladresse Moduladresse des Navigationsempfängers, 1 – 4095 2. Sensoradr. Wird nicht verwendet (Doppelsensor) Betriebsart Blockstelle Fahrtrichtung Fahrtrichtung, in der der Navigationsempfänger aktiv sein soll: Fahrtrichtung von Sensor 1 nach Sensor 2, Fahrtrichtung von Sensor 2 nach Sensor 1, Signal Das Signal Z wird vom Navigationsempfänger auf...
  • Seite 54 Schaltbefehls auch losfahren würde. Schließlich könnte die gewählte Fahrstraße noch nicht fertig eingestellt sein, die einzelnen Weichen könnten noch immer schalten. Um dies zu ver- hindern kann in LNCV5 eine weitere Wartezeit eingetragen werden, in der der Navigationsempfänger nach dem Aussenden von MA/Fahrstraßen-Befehlen wartet bis zum Aussenden von Geschwindigkeitsbefehlen.
  • Seite 55 Wir betrachten einen einzelnen Block innerhalb eines Blocksystems aus mindestens drei Blöcken. Der zugehörige Navigationsempfänger des Beispielblocks ist folgendermaßen pro- grammiert: Wert Typ Wert Typ 1. Adresse 2. MA/Rückm.-Adresse (Moduladresse) 2. Adresse Betriebsart Fahrtrichtung Wartezeit nach Ereignis Wartezeit für MA-Schalten Signal 1.
  • Seite 56: Bahnhofsverwaltung

    8.3.5 Bahnhofsverwaltung Mit TRAIN-NAVIGATION können Sie einen kompletten Bahnhof verwalten. Dieser kann aus bis zu 10 parallelen Gleisen mit einem gemeinsamen Zufahrtsgleis bestehen. Jeder ankommende Zug sucht sich sein eigenes Zielgleis im Bahnhof. Ist dieses Gleis besetzt, wartet der Zug vor der Einfahrt in den Bahnhof vor einem roten Signal, bis sein Zielgleis geräumt ist.
  • Seite 57 Die Fahrstraßen zu den einzelnen Gleisen des Bahnhofs sind im TWIN-CENTER gespeichert. Der letzte Befehl jeder Fahrstraße muss unbedingt das Signal vor dem Bahnhof, also das Signal X am Ende des Einfahrtsmanager-Blockes, auf grün schalten, damit ein wartender Zug in den Bahnhof einfahren kann. Die LNCVs des Navigationsempfängers als Einfahrtsmanager vor dem Bahnhof sind wie folgt zu programmieren: LNCV...
  • Seite 58 Adresse/ 7. Adresse oder Zugkategorie, die Gleis 1 anfahren Kategorie soll Adresse/ 8. Adresse oder Zugkategorie, die Gleis 1 anfahren Kategorie soll Bahnhof Adresse (LNCV0) des Gleismanagers in Gleis 2 des Gleis 2 Bahnhofs Fahrstraße Befehl zum Schalten der im TWIN-CENTER zu Gleis 2 gespeicherten Fahrstraße, die zu Gleis 2 des Bahnhofs führt (siehe auch Kap 8.2.4)
  • Seite 59 Fahrstraße Befehl zum Schalten der im TWIN-CENTER zu Gleis 8 gespeicherten Fahrstraße, die zu Gleis 8 des Bahnhofs führt (s. a. Kap 8.2.4) 92-99 Adresse/ Adressen oder Zugkategorien, die Gleis 8 anfahren Kategorie sollen Bahnhof Adresse (LNCV0) des Gleismanagers in Gleis 9 des Gleis 9 Bahnhofs Fahrstraße...
  • Seite 60 Beispiel: Einfahrt in einen 4-gleisigen Bahnhof Bild 19: Einfahrt in einen 4-gleisigen Bahnhof Sie haben einen 4-gleisigen Bahnhof mit einem einzelnen Zufahrtsgleis. Der zugehörige Navigationsempfänger ist als Einfahrtsmanager folgendermaßen programmiert: Wert Typ Wert Typ 1. Adresse 2. MA/Rückm.-Adresse (Moduladresse) 2. Adresse Betriebsart Fahrtrichtung Wartezeit nach Ereignis...
  • Seite 61: Gleismanager

    • Zum Ausfahren in Richtung Bahnhof wird das Signal mit der Adresse 38 (LNCV6) beob- achtet. Beim Einfahren wird Signal 37 auf rot gesetzt (LNCV7). Dieses Signal steht in dem Block, aus dem der Zug gerade kommt. Weiter wird Signal 36 auf grün gesetzt (LNCV8).
  • Seite 62: Ausfahrtsmanager

    Im Prinzip arbeitet der Navigationsempfänger in der Betriebart Gleismanager exakt wie in der Betriebsart Blockstelle. Daher sind alle weiteren Einstellmöglichkeiten über Grundfunktion und erweiterte Funktion Kap. 8.3.4 Blockstelle zu entnehmen. 8.3.5.3 Ausfahrtsmanager Grundfunktion Sie haben einen Bahnhof mit einer Anzahl paralleler Gleise gemäß Bild 20 Bild 20: Ausfahrtsmanager Es stehen diverse Züge/Loks in ihren speziellen Gleisen und warten vor dem roten Signal Y auf Weiterfahrt bzw.
  • Seite 63 LNCV Name Wert Beschreibung Moduladresse Moduladresse des Navigationsempfängers 2. Sensoradr. Wird nicht verwendet (Doppelsensor) Betriebsart Ausfahrtsmanager chronologisch die Gleise werden in chronologischer Reihenfolge überprüft, ob sie besetzt sind. Das nächste besetzte Gleis wird zur Zugabfahrt ausgewählt Ausfahrtsmanager zufällig die Gleise werden per Zufall auf ihren Besetzt- Zustand untersucht.
  • Seite 64 Fahrstraße Befehl zum Schalten der im TWIN-CENTER von Gleis 5 gespeicherten Fahrstraße, die zur Ausfahrt aus Gleis 5 des Bahnhofs führt (siehe auch Kap 8.2.4) Bahnhof Adresse (LNCV0) des Gleismanager in Gleis 6 Gleis 6 des Bahnhofs Fahrstraße Befehl zum Schalten der im TWIN-CENTER von Gleis 6 gespeicherten Fahrstraße, die zur Ausfahrt aus Gleis 6 des Bahnhofs führt (siehe auch Kap 8.2.4)
  • Seite 65 LNCV Name Beschreibung Adresse Ein- Hier wird die Adresse (LNCV0) des zugehörigen fahrtsmanager Einfahrtsmanagers eingetragen 22-29 Adresse/Kategorie Adressen oder Zugkategorien, die Gleis 1 anfahren sollen 32-39 Adresse/Kategorie Adressen oder Zugkategorien, die Gleis 2 anfahren sollen 42-49 Adresse/Kategorie Adressen oder Zugkategorien, die Gleis 3 anfahren sollen 52-59 Adresse/Kategorie Adressen oder Zugkategorien, die Gleis 4 anfahren sollen 62-69...
  • Seite 66 Sie haben einen 4-gleisigen Bahnhof mit einem einzelnen Ausfahrtsgleis. Der zugehörige Navigationsempfänger ist als Ausfahrtsmanager folgendermaßen programmiert: Wert Typ Wert Typ 1. Adresse 20051 2. MA/Rückm.-Adresse (Moduladresse) 2. Adresse Betriebsart Fahrtrichtung Wartezeit nach Ereignis Wartezeit für MA-Schalten Adresse Einfahrtsmanager Signal 20090 1.
  • Seite 67: Bahnhofssteuerung Mit Durchfahrgleis

    Züge, die nach keinem der vorgenannten Kriterien im Bahnhof untergebracht werden können, in Gleis 4 • Beim Überfahren der Sensoren des Ausfahrtsmanagers wird die Fahrstraße 10 in Gruppe 1 des TWIN-CENTERs (LNCV8=20051) geschaltet, die alle Ausfahrsignale des Bahnhofs auf rot setzen muss. Für die bereits roten Signale ändert sich daher nichts, das grüne Ausfahrsignal wird wieder rot.
  • Seite 68 wird der Bahnhof nur von solchen Loks umfahren, die im Einfahrtsmanager definiert sind. Alle anderen Loks verhalten sich, wie bisher im Kapitel 8.3.5.1 beschrieben. Die Loks, die den Bahnhof automatisch immer umfahren sollen, statt in den Bahnhof einzu- fahren, müssen mit ihrer Adresse oder Kategorie in den ebenfalls neuen LNCVs 122 bis 127 eingegeben werden.
  • Seite 69 Erweiterte Programmierbeschreibung (siehe Handbuch Kap. 8.3.5.3): LNCV Name Wert Beschreibung Belegt-Melder Fiktive Adresse eines TRAIN-NAVIGATION- Empfängers, der nicht real vorhanden ist, über den der Einfahrtsmanager den Belegt-Zustand des Durchfahrgleises angibt. Wertebereich: 1-4095. Kein anderer TRAIN-NAVIGATION-Empfänger darf diese Adresse haben! Fahrstraße Fahrstraße von der Bahnhofseinfahrt (Block mit Einfahrtsmanager) zur Bahnhofsausfahrt (Block mit Ausfahrtsmanager) zur kompletten Umfahrung des...
  • Seite 70 Bahnhof Gleis 2 LNCV Wert Bemerkung Moduladresse Gleismanager Fahrtrichtung S1 > S2 MA-Wartezeit Ausfahrsignal S10 beobachten Einfahrsignal S20 auf rot setzen Signal Vorblock auf grün setzen Ausfahrsignal automatisch nach 5 s rot setzen Enfahrtsmanager LNCV Wert Bemerkung LNCV Wert Bemerkung Moduladresse Gleismanager Gleis 1 20010 Fahrstraße 1 in Gruppe 1...
  • Seite 71 Ausfahrtsmanager LNCV Wert Bemerkung LNCV Wert Bemerkung Moduladresse Gleismanager Gleis 1 20090 Fahrstraße 1 in Gruppe 2 Ausfahrtsmanager 20000 alle chronologisch Gleismanager Gleis 2 Fahrtrichtung S1 > S2 20091 Fahrstraße 2 in Gruppe 2 20000 alle MA-Wartezeit Zustandsmelder Durchfahrgleis Zielblock: Signal S21 121 20100 Fahrstraße 3 in Gr.
  • Seite 72: Spezielle Funktionen

    Spezielle Funktionen 8.4.1 Rücksetzen und Löschen Im Laufe des Betriebs kann es nötig sein, einen Navigationsempfänger auf einen bekannten, definierten Zustand zu setzen: Wollen Sie eigene Funktionen programmieren, so empfehlen wir, die werksseitig vorpro- grammierten Funktionen vorher zu löschen. Sonst können diese Ihre Wunsch-Funktionen stören.
  • Seite 73 Bild 22: Punktgenaues Halten vor einem Signal Dieses Vorziehen wird durch Programmieren einer Block-Geschwindigkeit in LNCV9 erreicht. LNCV Name Wert Beschreibung Block- Abbremsen mit Verzögerung bis auf Fahrstufe 0 Geschwindig- (Werkswert) keit Nothalt, ohne Verzögerung 2-127 Fahrstufe zum Vorziehen bis zum endgültigen Halt Fahrstufenwerte 2-127 werden vom TWIN-CENTER automatisch und lokabhängig umge- rechnet auf die individuelle Fahrstufenanzahl Ihrer Lok, also 14/27/28/128 bei DCC oder 15 bei FMZ.
  • Seite 74: Abschaltung Der Automatik Durch Signal

    6833 6833 Bild 23: Block mit Gegenverkehr Hinweis Beim parallelen Betrieb zweier Sensoren ist unbedingt darauf zu achten, dass der gerade nicht überfahrene Sensor keiner starken Beleuchtung bzw. keinem starken Sonnenlicht ausgesetzt ist. Diese Fremdbeleuchtung könnte die Datenerkennung am aktiven Sensor negativ beeinflussen oder sogar unmöglich machen. 8.4.3 Abschaltung der Automatik durch Signal Manchmal, z.
  • Seite 75: Gleiszustand „Frei/Besetzt" Im Automatikbetrieb

    8.4.5 Gleiszustand „Frei/Besetzt“ im Automatikbetrieb Fährt ein Fahrzeug mit Navigationssender über einen auf Automatikbetrieb eingestellten Navigationsempfänger, so führt dieser die programmierten Aufgaben aus, wie bereits beschrieben. Intern merkt sich der Navigationsempfänger, dass er jetzt „besetzt“ ist. Das bedeutet, dass der Navigationsempfänger als nächstes darauf wartet, wieder „frei“ zu wer- den, um auf das nächste Fahrzeug zu warten.
  • Seite 76: Geschwindigkeits-Kalibrierung

    8.4.7 Geschwindigkeits-Kalibrierung Wenn der Navigationsempfänger in einer Betriebsart mit Doppelsensor betrieben wird, hat er die Möglichkeit, die „echte“ Geschwindigkeit eines vorbeifahrenden Fahrzeugs in [km/h] zu ermitteln und über das LocoNet zu senden, da es Digitalsysteme gibt, die solche Geschwindigkeits-Meldungen verarbeiten. Näheres hierzu finden Sie jedoch im Handbuch Ihres Digitalsystems.
  • Seite 77: Tipps Und Tricks

    Tipps und Tricks Abschalten und Datenspeicherung Im Laufe des Spielbetriebs speichert der Navigationsempfänger verschiedene Betriebs- Informationen: Frei/Besetzt, Lokadresse, Kategorie, Geschwindigkeit etc. Alle diese Informationen bleiben erhalten, wenn die Anlage außer Betrieb genommen wird. Nach erneutem Einschalten der Anlage sind alle gespeicherten Informationen sofort wieder ver- fügbar, der Spielbetrieb kann sofort weitergehen.
  • Seite 78 Die unterschiedlichen Befehlstypen haben folgende Prioritäten: 1. Höchste Priorität: Adress-Befehle (Adressen 1 – 16382) 2. Mittlere Priorität: Kategorie-Befehle (Adressen 20001 – 20004) 3. Unterste Priorität: Generelle Befehle (Adresse 20000) Bei der Abarbeitung einer Befehls-Gruppe in aufsteigender Reihenfolge der LNCVs wird jeder gefundene passende Befehl unmittelbar ausgeführt.
  • Seite 79: Zeitverhalten Bei Der Befehlsausführung

    Beispiel 3: Die Lok 3 mit der Zugkategorie 1 (Adresse 20001) trifft am Sensor ein. In der Gruppe für Magnetartikel- und Straßenbefehle sind folgende Adressen programmiert: LNCV Wert 20002 20000 20001 20001 Die Aktionen werden folgendermaßen ausgeführt: LNCV80 Adressbefehl Adresse stimmt: ausführen, aber keine weiteren Befehle mehr mit niedrigerer Priorität LNCV81 Kategoriebefehl Nicht ausführen, zu niedrige Priorität...
  • Seite 80: Lok-Boss

    Also: Betriebsart 4 ist eine Pendelstelle ohne aktive Besetzt-Meldung, Betriebsart 20 die glei- che Pendelstelle mit aktiver Besetzt-Meldung. Betriebsart 8 ist ein Einfahrtsmanager ohne aktive Besetzt-Meldung, Betriebsart 24 der gleiche Einfahrtsmanager mit aktiver Besetzt- Meldung. Betriebsart-Nummer in LNCV2 im Automatikbetrieb Besetzt- Meldung: ohne...
  • Seite 81: Anhang

    Anhang Navigationssender CVs Register Bedeutung Wertebereich Werkswert wie Lok extra Kurze Adresse 0-127 Lange Adresse Highbyte 199 * Lange Adresse Lowbyte 208 * nur Bit 5 0/32 =0: kurze Adresse gültig (Byte-Wert) =1: lange Adresse gültig – Zugkategorie (2 Bit) 1- 4 Herstellerkennung nur lesen...
  • Seite 82 Löschen der Betriebswerte (die sich im Lauf des Betriebs automatisch ergeben). Programmierte LNCVs werden nicht verändert, Kap. 8.4.1 Löschen aller LNCVs des Schaltbetriebs (ab LNCV20), Kap. 8.4.1 Löschen aller LNCVs außer Adressen (LNCV1, LNCV2), Kap. 8.4.1 Werkseinstellung wieder herstellen, ohne Adress-Änderung, Kap.
  • Seite 83 2. Adresse für Für den Automatikbetrieb 4-10 und 20-26 gemäß LNCV2 Magnetartikel, kann hier eine 2. Adresse eines Magnetartikels, einer Straße Straße oder Rückmeldeadresse angegeben werden. Der ent- (in MEMO), sprechende Befehl wird ausgesendet, wenn der Sensor Rückmeldung überfahren wird. Sonst wie LNCV7 Block-Ge- Dieser Wert wird als Lokgeschwindigkeit an die Zentrale schwindigkeit...
  • Seite 84: Navigationsempfänger Lncv-Werkswerte

    Adresse Nur gültig im Betriebsmodus Ausfahrtsmanager, Kap. 8.3.5.3. Einfahrts- Hier wird die Adresse (Werkswert 0) des zugehörigen manager Einfahrtsmanagers eingetragen. Falls verschieden von 0, ermittelt der Ausfahrtsmanager, ob beim angegebenen Einfahrtsmanager eine Lok zur Einfahrt in den Bahnhof wartet. Es wird als nächstes vom Ausfahrtsmanager ein Gleis für diesen Zug geräumt.
  • Seite 85: Lncv-Tabelle

    LNCV-Tabelle Nachfolgend finden Sie zwei Tabellen, die Sie entsprechend vervielfältigen (kopieren) können und in die Sie dann Ihre ganz spezifischen Programmierungen für jeden ihrer Navigations- empfänger eintragen können. Natürlich können Sie sich auch eigene Tabellen schaffen, um das Geschehen auf Ihrer Anlage zu dokumentieren. Wir möchten Ihnen nur eine gründliche Dokumentation ans Herz legen, damit Sie auch nach längeren Pausen verstehen, was auf Ihrer Anlage geschieht was Ihnen wiederum ungetrübten Spielspaß...
  • Seite 86: Bits Und Bytes

    Tabelle für Einfahrtsmanager Ausfahrtsmanager Wert Typ Wert Typ 1. Adresse 2. MA/Rückm.-Adresse (Moduladresse) 2. Adresse Block-Geschwindigkeit Betriebsart Block-Option Fahrtrichtung MA-Adresse für Fkt-ON/OFF Wartezeit nach Ereignis Kategorie-Option Wartezeit für MA-Schalten Adresse Einfahrtsmanager Signal setzen Maßstabsfaktor/Skalierung 1. MA/Rückm.-Adresse Modul-Einstellungen Straße Lok-Adressen und Kategorien ...0 ...1 ...2...
  • Seite 87 Die Wertigkeiten der einzelnen Bits zeigt nachfolgende Tabelle: Bits (1. Byte) Wertigkeit Sie erkennen sicher, dass sich eine Wertigkeit immer aus der Multiplikation der nächst nie- drigeren Wertigkeit mit 2 ergibt. Binärzahlen lassen sich einfach in Dezimalzahlen umrechnen, indem die Wertigkeiten aller Bits zusammengezählt werden, deren Wert 1 ist (bzw.
  • Seite 88: Stichwortverzeichnis

    Stichwortverzeichnis Stichwort Seite Ablaufzeit Befehlsgruppen Befehlswerte für Fahrstraße Befehlswerte für Magnetartikel Befehlswerte für Rückmeldungen Besetzt-Meldung Betriebsarten Block-Geschwindigkeit Datenspeicherung Fahrzeug-Adresse Frei-Meldung Funktionswerte Gegenverkehr Geschwindigkeit absolut Geschwindigkeit relativ Halteweg Joker-Adresse Kategorien LNCV – LocoNet Konfigurationsvariable LocoNet-Programmierung Modul-Adresse Navigationsempfänger Sensoren Einbau Navigationssender Einbau Navigationssender Einbauhöhe Navigationssender Einbaulage Navigationssender testen...
  • Seite 89 TRAIN-NAVIGATION Manual 6893...
  • Seite 177 Notizen...
  • Seite 178 Notizen...

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