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Ordner Für Integrale Sequenzierung
Abbildung 87 : Ordner Für Integrale Sequenzierung
Mit der integralen Sequenzierung kann der Kompressor mit bis zu drei
anderen Kompressoren (fest eingestellte oder verstellbare Geschwindigkeit)
vernetzt werden, um einen stabilen Systemdruck zu gewährleisten, indem
die Kompressoren je nach Bedarf belastet oder entlastet werden. Für eine
integrale Sequenzierung wird keine zusätzliche Hardware außer einer
seriellen zweiadrigen Verbindung zwischen allen Kompressoren im System
mit Anschluss an den X04-Port des Steuergeräts benötigt.
Damit ein Kompressor Teil des integralen Sequenzierungssystems sein
kann, muss der Sollwert „COM-Steuerung" auf der Registerkarte der
benutzerdefi nierten Sollwerte aktiviert sein, und der Kompressor muss
über die lokale Starttaste gestartet werden. Außerdem wird empfohlen,
die Auto-Neustart-Funktion zu aktivieren, da durch das integrale
Sequenzierungssystem Kompressoren niemals gestartet und gestoppt,
sondern lediglich be- und entlastet werden. Die integrale Sequenzierung ist
vom Auto-Neustart abhängig, um den Kompressormotor abzuschalten, wenn
er nicht benötigt wird.
Hierbei ist zu beachten, dass die Kompressoradresse im integralen
Sequenzierungssystem von der im Ordner „Allgemeine Einstellungen"
eingestellten RS-485-Adresse festgelegt wird. Des Weiteren wird darauf
hingewiesen, dass das Drucksignal, das festlegt, wann ein Kompressor
belastet oder entlastet werden muss, von der Druckmessung von dem
Kompressor abhängt, der im integralen Sequenzierungssystem als Master
festgelegt ist. Und schließlich gilt es zu beachten, dass das aktive Protokoll
auf der Registerkarte der allgemeinen Einstellungen zur ordnungsgemäßen
Funktion der integralen Sequenzierung auf Airbus485 festgelegt sein muss.
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Bestimmte Funktionen können das Be- und Entlasten der Kompressoren
stören:
•
Stellen Sie sicher, dass der Schalter „Fernbelasten aktivieren" geöff net ist.
Wenn dieser Schalter geschlossen ist, kann der Schalter zur Fernbe- und
-entlastung den Belastungsbefehl defi nieren.
•
Das Master-Steuergerät MUSS in der Sequenz gestartet sein und laufen.
Ansonsten kehren die Kompressoren zu ihren lokalen Sollwerten zurück.
•
Wenn das Master-Steuergerät einem Slave-Steuergerät die Belastung
anweist und der lokale Druck des Slave über dem maximalen Offl ine-
Sollwert oder seinem direkten Stopp-Sollwert liegt, führt der Slave eine
lokale Entlastung durch und bleibt unbelastet, bis der Druck unter die
Online- oder Zielsollwerte abfällt.
Integrale Sequenzierung – Bei Aktivierung der integralen Sequenzierung
wird dieser Kompressor zum Sequenz-Master bestimmt. Der
Anlagenenddruck-Sensor des Masters liefert dann das Drucksignal, das
für das gesamte System verwendet wird. Die Funktion ist standardmäßig
deaktiviert. Stellen Sie sicher, dass alle Kompressoren für die integrale
Sequenzierung eingerichtet wurden, bevor Sie diese Funktion aktivieren. Es
ist wichtig, dass dieser Sollwert nur bei einem Kompressor im System aktiviert
ist, ansonsten hätte das negative Auswirkungen auf das Systemverhalten.
Dieser Sollwert darf ebenfalls nur geändert werden, während der
Kompressor gestoppt ist. Es ist zu beachten, dass der Master im integralen
Sequenzierungssystem der Kompressor sein muss, dem die RS-485-Adresse 1
zugewiesen wurde.
Entlastungsdruck – Festlegung des Drucks, bei dem ein Kompressor
vom System entlastet wird. Der Systementlastungsdruck sollte immer
niedriger als der lokale Offl ine-Sollwert der Kompressoren in dem System
eingestellt sein. Es ist zu beachten, dass der Kompressor, sobald er vom
System gesteuert wird, die lokalen Drucksollwerte ignoriert – außer bei den
Schutzfunktionen.
Belastungsdruck – Festlegung des Drucks, bei dem ein Kompressor vom
System belastet wird. . Der Systementlastungsdruck sollte immer niedriger
als der lokale Offl ine-Sollwert der Kompressoren in dem System eingestellt
sein. Der Systementlastungsdruck sollte immer niedriger als der lokale
Offl ine-Sollwert der Kompressoren in dem System eingestellt sein. Es ist zu
beachten, dass der Kompressor, sobald er vom System gesteuert wird, die
lokalen Drucksollwerte ignoriert – außer bei den Schutzfunktionen.
Startverzögerungsintervall – Festlegung des Zeitraums zwischen der
Belastung der Kompressoren. Auf diese Weise wird verhindert, dass alle
Kompressoren gleichzeitig belasten. Dieser Sollwert sollte auf die längste
Startzeit eines Kompressors innerhalb des Systems eingestellt werden.
Im Allgemeinen entspricht er der Stern-/Dreieck-Übergangszeit für eine
Maschine mit fester Drehzahl oder der Rampenzeit für eine VSD-Maschine.
Dämpfung – Diese Einstellung für die Drucksteuerung wird verwendet, um
die Reaktionszeit auf Druckschwankungen einzustellen. Die standardmäßige
Einstellung 10 sollte normalerweise nicht verändert werden.
Toleranz – Diese Einstellung teilt dem System mit, wie es auf
Druckveränderungen über und unter dem Belastungs-/Entlastungsdruck
reagieren soll. Die standardmäßige Einstellung 3 PSI sollte normalerweise
nicht verändert werden.
Anzahl von Kompressoren – Festlegung der Anzahl von Kompressoren im
System. Die maximale Anzahl beträgt 4.
Priorität – Jedem Kompressor kann eine Priorität zugeordnet werden. Die
Festlegung einer Priorität für einen Kompressor hat Auswirkungen auf die
Rotation. Die Kompressoren mit der Priorität 1 befi nden sich immer in den
führenden Positionen, gefolgt von Kompressoren mit der Priorität 2 usw.
Positionen können jeweils nur zwischen Kompressoren auf der gleichen
Prioritätsstufe rotiert werden.
Sequenz – Anzeige der jeweiligen Belastungs-/Entlastungsreihenfolge im
System. Jedem Kompressor im System wird ein Buchstabe zugewiesen.
Dieser Buchstabe gibt an, ob die Maschine mit der zugewiesenen Airbus-
Adresse eine führende Maschine (wird zuerst belastet und zuletzt entlastet)
ist oder eine der Zusatzmaschinen. Der Buchstabe A wird der führenden
Maschine zugewiesen, B der als Nächstes zu belastenden Maschine, C der als
Drittes zu belastenden Maschine und D der zuletzt zu belastenden Maschine.
Die Entlastung der Maschinen erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, so dass A
die Maschine ist, die zuletzt läuft.
Die erste Position in der Sequenz - - - - auf der Registerkarte „Integrale
Sequenzierung", Seite 3, bezieht sich immer auf den Kompressor, dem die
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