Einleitung
Auf der Arranger-Spur können Sie ein von der zeitlinearen
Darstellung im Projekt-Fenster unabhängiges Arrange-
ment erstellen. So können Sie Ihre Projekte ganz einfach
und schnell arrangieren. Statt Events zu verschieben, zu
kopieren und einzufügen, um ein lineares Projekt zu erzeu-
gen, können Sie hier wie bei einer Playlist festlegen, in
welcher Abfolge die einzelnen Abschnitte des Projekts
wiedergegeben werden sollen.
Dazu definieren Sie bestimmte Abschnitte des Projekts
als Arranger-Events, ordnen diese in einer Liste an und fü-
gen ggf. Wiederholungen der Events ein. Sie haben auch
die Möglichkeit, mehrere Arranger-Abspielsequenzen zu
erstellen.
So können Sie z.B. verschiedene Versionen eines Songs
speichern, ohne Teile des ursprünglichen Projekts zu ver-
lieren. Wenn Sie eine Arranger-Abspielsequenz erstellt
haben, die Ihren Vorstellungen entspricht, können Sie
diese »umrechnen« lassen und so ein normales lineares
Projekt erzeugen.
Die Arranger-Spur können Sie auch für Live-Performances
auf der Bühne, in Clubs oder auf Partys nutzen.
Einrichten der Arranger-Spur
Angenommen, Sie haben eine Reihe von Audiodateien, mit
denen Sie einen typischen Pop-Songs mit Intro, Strophe,
Refrain und Zwischenteil aufbauen möchten. Nun sollen
diese Dateien arrangiert werden.
Der erste Schritt ist dabei das Erzeugen der Arranger-Spur.
Auf dieser Spur definieren Sie bestimmte Projektabschnitte
als Arranger-Events. Diese Events können beliebig lang
sein oder sich überlappen und sind vom Anfang oder Ende
vorhandener Events oder Parts unabhängig. Gehen Sie fol-
gendermaßen vor:
1. Öffnen Sie das gewünschte Projekt.
2. Wählen Sie im Projekt-Menü aus dem Untermenü
»Spur hinzufügen« die Arranger-Option (oder im Kontext-
menü der Spurliste »Spur hinzufügen: Arranger«).
Eine Arranger-Spur wird hinzugefügt. Ein Projekt kann immer nur eine
Arranger-Spur enthalten, aber Sie können mehrere Arranger-Abspielse-
quenzen für diese Spur anlegen, siehe
sequenzen«
auf
Seite
111.
»Verwalten von Arranger-Abspiel-
Die Arranger-Spur
3. Stellen Sie sicher, dass in der Werkzeugzeile des Pro-
jekt-Fensters die Rasterfunktion eingeschaltet ist und
dass der Rastermodus so eingestellt ist, dass die Arran-
ger-Events an den richtigen Positionen einrasten.
Hier ist der Events-Rastermodus ausgewählt, d. h., wenn Sie im Projekt-
Fenster neue Events einzeichnen, werden diese an bestehenden Events
ausgerichtet.
4. Zeichnen Sie mit dem Stift-Werkzeug ein Event mit
der gewünschten Länge auf der Arranger-Spur ein.
Ein Arranger-Event wird hinzugefügt, standardmäßig mit dem Namen
»A«. Alle weiteren Events werden in alphabetischer Reihenfolge benannt.
• Wenn Sie ein Event umbenennen möchten, wählen Sie
es aus und ändern Sie den Namen in der Infozeile des
Projekt-Fensters oder doppelklicken Sie mit gedrückter
[Alt]-Taste/[Wahltaste] auf den Namen in der Arranger-
Abspielsequenz (siehe unten) und geben Sie einen neuen
Namen ein.
Es ist sinnvoll, die Events entsprechend der Struktur Ihres Projekts zu
benennen, z.B. Strophe, Refrain usw.
5. Erzeugen Sie so viele Arranger-Events, wie Sie für Ihr
Projekt benötigen.
In diesem Beispiel wurden Arranger-Events erzeugt, die der Struktur ei-
nes typischen Pop-Songs entsprechen. Beachten Sie, dass in diesem
Projekt das Zeitlineal nicht berücksichtigt wird, sondern dass die Rei-
henfolge der Musik durch die Arranger-Abspielsequenz festgelegt wird.
Sie können Events wie gewohnt umbenennen, löschen
oder ihre Größe ändern. Beachten Sie Folgendes:
• Wenn Sie die Länge eines Events ändern möchten, kli-
cken Sie mit dem Pfeil-Werkzeug auf die unteren Ecken
des Events und ziehen diese in die gewünschte Richtung.
• Wenn Sie ein Arranger-Event kopieren (durch Ziehen
mit gedrückter [Alt]-Taste/[Wahltaste] oder mit dem Ko-
pieren- und dem Einfügen-Befehl), wird ein neues Event
mit demselben Namen erzeugt.
Das neue Event ist vom ersten jedoch vollkommen unabhängig.
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