Austauschen von digitalen Audiodaten zwischen
Anwendungen
1. Erzeugen Sie Eingangs- und Ausgangsbusse in bei-
den Anwendungen und leiten Sie diese an die digitalen
Ein- bzw. Ausgänge.
Die Anzahl und die Konfiguration dieser Busse hängt von der von Ihnen
verwendeten Audio-Hardware und Ihren Anforderungen ab. Wenn Sie mit
einem System mit acht digitalen Eingangs-/Ausgangskanälen arbeiten
(z.B. eine ADAT-Verbindung), können Sie mehrere Stereo- oder Mono-
Busse erzeugen oder einen Surround-Bus und einen Stereobus oder eine
andere Kombination. Wichtig ist dabei, dass beide Anwendungen diesel-
ben Konfigurationen aufweisen – d.h., wenn Sie auf dem ersten Computer
vier Stereo-Ausgangsbusse haben, benötigen Sie auf dem zweiten vier
Stereo-Eingangsbusse usw.
2. Geben Sie auf Computer 1 Audiodaten wieder.
Importieren Sie z.B. eine Audiodatei und geben Sie sie im Cycle-Modus
wieder.
3. Öffnen Sie den Inspector oder den Mixer und stellen
Sie sicher, dass der wiedergegebene Audiokanal an einen
der eingerichteten digitalen Ausgangsbusse geleitet wird.
4. Öffnen Sie auf Computer 2 den Mixer und suchen Sie
den entsprechenden digitalen Eingangsbus.
Die wiedergegebenen Audiodaten sollten jetzt im Host-Programm auf
Computer 2 »ankommen« und die entsprechenden Pegelanzeigen soll-
ten aufleuchten.
5. Versuchen Sie es jetzt andersherum: Computer 2 gibt
die Audiodaten wieder und Computer 1 empfängt diese
Daten.
Wenn Sie diese Schritte nachvollziehen können, steht Ihre
Verbindung.
Im Folgenden werden die an die digitalen Ein- und
Ausgänge angeschlossenen Busse als »Busse von VST
System Link« bezeichnet.
Einstellungen für die Audio-Hardware
Wenn Sie Daten mit VST System Link zwischen mehreren
Computern austauschen möchten, ist es wichtig, dass die
digitalen Informationen zwischen den Programmen nicht
verändert werden. Daher sollten Sie im Bedienfeld Ihrer Au-
dio-Hardware (bzw. der Zusatzanwendung) Folgendes si-
cherstellen:
• Wenn für die digitalen Anschlüsse, die Sie für den Da-
tenaustausch mit VST System Link verwenden, zusätzli-
che »Formateinstellungen« verfügbar sind, sollten Sie
diese ausschalten.
Wenn Sie z.B. einen S/PDIF-Ausgang für VST System Link verwenden,
stellen Sie sicher, dass die Optionen »Professional«, »Emphasis« und
»Dithering« ausgeschaltet sind.
• Wenn Ihre Audio-Hardware über eine Mixeranwendung
verfügt, in der Sie die Pegel der digitalen Ein- und Aus-
gänge anpassen können, stellen Sie sicher, dass diese
Anwendung ausgeschaltet ist bzw. dass die Pegel für die
VST System Link-Kanäle auf ± 0dB eingestellt sind.
• Stellen Sie auch sicher, dass keine andere Art von digi-
talen Signalprozessoren (Panorama, Effekte usw.) auf das
VST System Link-Signal angewendet werden.
Anmerkungen zu Hammerfall DSP
Wenn Sie mit dem Hammerfall DSP-Mixer von RME Audio
arbeiten, bietet Ihnen die Totalmix-Funktion sehr komplexe
Routing- und Mischen-Optionen in der Audio-Hardware.
Dies kann in einigen Fällen zu »Signal-Schleifen« führen,
so dass VST System Link nicht funktioniert. Wenn Sie ab-
solut sichergehen möchten, dass dies keine Probleme
verursacht, wählen Sie das (zurückgesetzte) Standard-
Preset für die Totalmix-Funktion aus.
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Synchronisation