Komponenten des Systems geleitet werden. Eine so ge-
nannte House-Clock kann beispielsweise verwendet wer-
den, um Samplerate-Clocks für die digitale Audio-Hard-
ware und Timecode für Cubase zu erzeugen. So wird
sichergestellt, dass alle Systemkomponenten für das Ti-
ming mit derselben Referenzquelle arbeiten.
Die Synchronisation von digitalem Audiomaterial zu exter-
nen Clocks, die auf das Samplerate-Format eingestellt
sind, wird oft als »Resolving« oder »Synchronisieren zur
Word-Clock« bezeichnet.
Wenn Sie zu externen Signalen synchronisieren möchten,
wird die Anschaffung der folgenden Geräte dringend
empfohlen:
• Eine Audiokarte, die als Slave zu externer Word-Clock einge-
setzt werden kann.
• Einen Synchronisierer, der Timecode (und ggf. House-Clock)
lesen und daraus die notwendigen Synchronisationssignale
erzeugen kann, z.B. TimeLock Pro von Steinberg.
Oder...
• Ein Audiosystem komplett mit integrierten Synchronisations-
möglichkeiten, das vorzugsweise das ASIO-Positionierungs-
protokoll unterstützt (siehe
(APP)«
auf
Seite
486).
Verwenden von Timecode ohne Word-Clock
Sie können natürlich ein Synchronisationssystem einrich-
ten, in dem Sie Cubase zum Timecode synchronisieren,
ohne Word-Clock zu verwenden. Das Timing von Audio-
und MIDI-Material ist dabei jedoch nicht gewährleistet und
Geschwindigkeitsschwankungen des eingehenden Time-
codes wirken sich nicht auf die Wiedergabe von Audio-
Events aus. Das bedeutet, dass die Synchronisation zum
Timecode in folgenden Fällen eingesetzt werden kann:
• Wenn der Timecode ursprünglich von der Audiokarte
erzeugt wurde.
• Wenn die Quelle, die den Timecode erzeugt, sehr zu-
verlässig ist (z.B. ein digitales Videosystem, eine digitale
Bandmaschine oder ein zweiter Computer).
• Wenn während des gesamten Vorgangs zu dieser zu-
verlässigen Quelle synchronisiert wird, und zwar sowohl
beim Aufnehmen als auch beim Wiedergeben von Audio-
material.
»ASIO-Positionierungsprotokoll
Projekteinstellungen und
Verbindungen
Einstellen der Framerate
Unter Framerate versteht man die Anzahl von Bildern pro
Sekunde in einem Film oder auf einem Videoband. Aller-
dings hängt die verwendete Framerate vom Medium (Film
oder Video), vom Produktionsland des Videos und von an-
deren Faktoren ab.
Im Projekteinstellungen-Dialog gibt es zwei Framerate-Ein-
stellungen:
• Das Framerate-Einblendmenü wird automatisch auf die
Framerate des eingehenden Timecodes eingestellt.
Die Synchronisation von Cubase zu MIDI-Timecode bildet dabei eine Aus-
nahme: Wenn Sie 29.97fps oder 30fps als Framerate in Cubase ausge-
wählt haben, wird die Auswahl beibehalten, da diese Framerates nicht im
MTC-Format enthalten sind.
Die folgenden Framerates sind verfügbar:
Framerate
Beschreibung
24 fps
Die klassische Framerate für 35-mm-Filme.
25 fps
Die in Europa verwendete Framerate für Video- und Au-
diomaterial (EBU).
29.97 fps
Genau 29,97 Frames pro Sekunde.
29.97 dfps
So genannter »Drop frame«-Code mit 29,97 Frames pro
Sekunde. Diese Framerate wird in den USA oft für Farb-
videos verwendet.
30 fps
Genau 30 Frames pro Sekunde. Diese Framerate wird in
den USA oft für reines Audiomaterial verwendet.
30 dfps
Nur selten verwendet.
• Im Anzeigeformat-Einblendmenü können Sie ein Format
als Standard für das Anzeigeformat in den verschiedenen
Linealen und Positionsanzeigen auswählen.
Die Option »60 fps (User)« steht für eine benutzerdefinierbare Framerate.
Damit bei framegenauer Bearbeitung die Anzeige mit der tatsächlichen
Framerate der externen Sync-Quelle übereinstimmt, müssen Sie für
diese Framerate denselben Wert auswählen wie im Framerate-Einblend-
menü.
Gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Wählen Sie im Programmeinstellungen-Dialog (im Da-
tei-Menü unter Windows bzw. im Cubase-Menü auf einem
Mac) die Transport-Seite.
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Synchronisation