Ein Beispiel:
Angenommen Sie haben drei Noten mit den Anschlag-
stärkewerten 60, 90 und 120 und möchten diese abrup-
ten Sprünge in der Anschlagstärke etwas ausgleichen.
Wenn Sie im Feld »Anschl. Komp.« den Wert 1/2 einstel-
len, werden die Noten mit einer Anschlagstärke von 30,
45 bzw. 60 wiedergegeben. Wenn Sie nun im Feld »An-
schl. +/-« einen Wert von 60 eingeben, werden die Noten
mit den Anschlagstärkewerten 90, 105 und 120 wieder-
gegeben, d.h., Sie haben den Anschlagstärkebereich
komprimiert.
Ebenso können Sie mit Kompressionswerten über 1/1
und negativen Werten im Feld »Anschl. +/-« den An-
schlagstärkebereich erweitern.
Die Anschlagstärke kann maximal 127 betragen. Dar-
!
über liegende Werte werden nicht berücksichtigt.
Längenkompression (Längenkomp.)
Mit diesem Wert können Sie die Längen aller Noten auf
einer Spur anpassen. Genauso wie bei der Anschlagstär-
kekompression besteht der Wert aus einem Zähler und ei-
nem Nenner. Der Wert »2/1« bedeutet z.B., dass alle
Notenlängen verdoppelt werden, wohingegen bei »1/4«
die Notenlängen auf ein Viertel der ursprünglichen Längen
reduziert werden.
Zufall
Mit der Zufall-Funktion können Sie Zufallswerte zu ver-
schiedenen Parametern von MIDI-Noten hinzufügen. Von
kleinen Variationen bis hin zu drastischen Änderungen ist
alles möglich. Es gibt zwei getrennte »Zufallsgenerato-
ren«, von denen jeder wie folgt eingestellt wird:
1. Öffnen Sie das Zufall-Einblendmenü und wählen Sie
die Noteneigenschaft aus, auf die Sie die Zufall-Funktion
anwenden möchten.
Sie können Position, Tonhöhe, Anschlagstärke oder Länge auswählen.
Je nach Inhalt der Spur machen sich gewisse Parame-
teränderungen nicht sofort bzw. gar nicht bemerkbar (z.B.
wenn Sie die Zufall-Funktion auf die Länge der Events ei-
ner Schlagzeugspur anwenden, deren Samples nur kurze
Schläge wiedergeben).
Um die zufälligen Änderungen besser anhören zu können, sollten Sie
eine Spur mit klar definiertem Rhythmus und Notenmaterial wählen (an-
statt z.B. einer Streicherspur).
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Echtzeitbearbeitung von MIDI-Parametern und Effekten
2. Stellen Sie den gewünschten Bereich für die Zufall-
Funktion ein, indem Sie Werte in die Min- bzw. Max-Felder
eingeben.
Mit diesen beiden Werten werden die Grenzen für die Zufall-Funktion
festgelegt. Die Zufallswerte variieren dann zwischen dem linken und dem
rechten Wert. (Der linke Wert kann nicht höher eingestellt werden als
der rechte.) Den größtmöglichen Bereich für jede Noteneigenschaft kön-
nen Sie in der folgenden Tabelle ablesen:
Eigenschaft
Bereich
Position
-500 bis +500 Ticks
Tonhöhe
-120 bis +120 Halbtöne
Anschlag-
-120 bis +120
stärke
Länge
-500 bis +500 Ticks
Sie können separate Einstellungen für jeden der bei-
den Zufallsgeneratoren vornehmen.
• Wenn Sie die Zufall-Funktion ausschalten möchten, öff-
nen Sie das Zufall-Einblendmenü und wählen Sie »Aus«.
Bereich
Mit der Bereich-Funktion können Sie die Tonhöhe- und
Anschlagstärkewerte bestimmen und alle Noten an diesen
Bereich anpassen bzw. alle Noten, die sich außerhalb die-
ses Bereichs befinden, von der Wiedergabe ausschlie-
ßen. Genauso wie bei der Zufall-Funktion stehen Ihnen
auch hier zwei separate Bereich-Einstellungen zur Verfü-
gung. Gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie das Bereich-Einblendmenü und wählen Sie
eine der folgenden Optionen:
Modus
Beschreibung
Anschl. Limit
Wenn Sie diese Option auswählen, werden alle An-
schlagstärkewerte außerhalb des mit den Min- und Max-
Werten festgelegten Bereichs geändert. Werte unterhalb
des Min-Werts werden auf den Min-Wert und Werte
über dem Max-Wert werden auf den Max-Wert einge-
stellt. Die Werte innerhalb des festgelegten Bereichs
sind nicht betroffen. Verwenden Sie diese Funktion,
wenn Sie nur Anschlagstärkewerte zulassen möchten,
die innerhalb eines bestimmten Bereichs liegen.
Anschl. Filter
Mit dieser Funktion werden alle Noten von der Wieder-
gabe ausgeschlossen, deren Anschlagstärkewerte au-
ßerhalb des festgelegten Bereichs liegen. Noten, deren
Anschlagstärkewert unter der unteren Grenze oder über
der oberen Grenze liegt, werden nicht wiedergegeben.
Auf diese Weise können Sie Noten mit bestimmten An-
schlagstärkewerten »isolieren«.