Komprimieren/Expandieren
Hier können Sie den »dynamischen Bereich« von MIDI-
Noten komprimieren oder expandieren, indem Sie die An-
schlagstärkewerte entsprechend der Verhältnis-Einstel-
lung (0 bis 300%) skalieren. Wenn Sie also verschiedene
Anschlagstärkewerte mit einem Faktor größer 1 (mehr als
100%) multiplizieren, werden die Unterschiede zwischen
den Anschlagstärkewerten größer. Wenn Sie einen Faktor
wählen, der kleiner als 1 (unter 100%) ist, werden die Un-
terschiede geringer. Das heißt:
• Wenn Sie komprimieren (unterschiedliche Anschlag-
stärkewerte angleichen) möchten, wählen Sie Verhältnis-
Werte unter 100% aus.
Danach können Sie (mit Hilfe der Funktion »Plus-Minus«) wieder einen
Anschlagstärkebetrag hinzufügen, um den durchschnittlichen Anschlag-
stärkepegel zu erhalten.
• Wenn Sie expandieren (Anschlagstärkewerte deutlicher
unterscheiden) möchten, wählen Sie Verhältnis-Werte
über 100% aus.
Vor dem Expandieren können Sie die Anschlagstärke mit Hilfe der Funktion
»Plus-Minus« bearbeiten, so dass die durchschnittliche Anschlagstärke im
mittleren Bereich liegt. Wenn die durchschnittliche Anschlagstärke hoch
(nahe 127) oder gering (nahe 0) ist, kann mit der Expandieren-Funktion
nicht sinnvoll gearbeitet werden, da Anschlagstärkewerte nur zwischen 0
und 127 liegen können!
Grenze
Mit dieser Option können Sie sicherstellen, dass kein An-
schlagstärkewert den vorgegebenen Bereich (zwischen
den Werten, die Sie für »Oben« und »Unten« eingeben)
überschreitet. Alle Anschlagstärkewerte, die diese Grenze
überschreiten, werden an den Höchst- bzw. den Tiefst-
wert angeglichen.
Feste Anschlagstärke
Mit dieser Funktion wird die Anschlagstärke aller ausge-
wählten Noten auf den Anschlagstärkewert gesetzt, der in
der Werkzeugzeile im MIDI-Editor festgelegt ist.
Daten ausdünnen
Mit dieser Funktion werden MIDI-Daten ausgedünnt. Hier-
mit können Sie bei Aufnahmen mit sehr vielen Controller-
Daten Ihre externen MIDI-Geräte entlasten.
Sie können die Controller auch manuell ausdünnen, indem
Sie sie im Key-Editor quantisieren.
MIDI-Automationsdaten extrahieren
Diese Funktion ermöglicht es Ihnen, die kontinuierlichen
Controller-Daten aufgenommener MIDI-Parts schnell und
einfach in Automationsdaten umzuwandeln und so für den
Zugriff und das Bearbeiten im Projekt-Fenster verfügbar
zu machen. Gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Wählen Sie den MIDI-Part, der die Controller-Daten
enthält, im Projekt-Fenster aus.
2. Wählen Sie im MIDI-Menü aus dem Funktionen-Unter-
menü den Befehl »MIDI-Automationsdaten extrahieren«.
(Dieser Befehl ist auch im Kontextmenü des Key-Editors
verfügbar.)
Die Daten der Controller-Spur(en) im Key-Editor werden dadurch auto-
matisch entfernt.
3. Öffnen Sie nun im Projekt-Fenster die Automations-
spur(en) für die entsprechende MIDI-Spur. Für jeden kon-
tinuierlichen Controller des Parts wurde eine separate
Automationsspur erzeugt.
Diese Funktion kann nur für kontinuierliche Controller
(CC) verwendet werden. Controller-Spur-Daten wie After-
touch, Pitchbend oder Sysex können nicht in MIDI-Automa-
tionsdaten umgewandelt werden.
Beachten Sie, dass Sie die entsprechenden Read-
Schalter für die Automationsspuren einschalten müssen,
damit Sie die Ergebnisse auch hören können.
Die Automation von MIDI-Controllern hängt auch von
dem Parameter »Verrechnung der Automationsdaten« ab,
siehe
»MIDI-Controller-Automation«
Umkehren
Mit dieser Funktion können Sie die Anordnung der aus-
gewählten Events (oder die aller Events in den ausge-
wählten Parts) umkehren, wodurch die MIDI-Musik rück-
wärts wiedergegeben wird. Beachten Sie jedoch, dass
diese Funktion sich vom »Umkehren« einer Audioauf-
nahme unterscheidet. Die einzelnen Noten werden weiter-
hin wie gewohnt mit dem MIDI-Instrument wiedergegeben
– es ändert sich nur die Wiedergabereihenfolge.
Tempo aus MIDI berechnen
Mit dieser Funktion können Sie eine vollständige Tempos-
pur aus MIDI-Noten erzeugen, siehe
Tempospur aus MIDI-Noten«
376
MIDI-Bearbeitung und Quantisierung
auf
Seite
225.
»Erzeugen einer
auf
Seite
457.