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Einleitung; Kodierung - Steinberg Cubase 5 Benutzerhandbuch

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Was bedeutet Surround-Sound?
Als »Surround« werden verschiedene Techniken bezeich-
net, mit denen Audiomaterial in einem räumlichen Verhältnis
zum Zuhörer angeordnet wird. Normales Stereo beschränkt
sich auf eine Rechts/Links-Anordnung in einem relativ be-
grenzten Raum. Mit Surround-Sound dagegen können Au-
dioquellen beliebig im Umfeld des Zuhörers angeordnet
werden.
Surround-Sound gibt es in vielen verschiedenen Varianten:
Sie reichen vom (nicht erfolgreichen) Quadrophonie-For-
mat für Vinyl-Schallplatten aus den 70er Jahren bis hin zu
den weit verbreiteten heutigen Formaten.
Die verschiedenen Formate unterscheiden sich durch:
• Die Anzahl und Konfiguration der Lautsprecher.
Es werden zwischen zwei und 6 Lautsprechern verwendet.
• Das verwendete Kodierformat.
Dies hängt vom Medium ab, auf dem das Audiomaterial gespeichert wer-
den soll, z.B. Film, Broadcast-Video oder DVD.
Surround-Sound ist ein sehr umfangreiches Thema, zu
dem es viel Literatur gibt. In diesem Kapitel wird Sur-
round-Sound nicht im Detail, sondern lediglich seine
Implementierung in Cubase beschrieben.
Surround-Sound in Cubase
Cubase verfügt über Funktionen für Surround-Sound, die
eine Reihe von Formaten unterstützen. Dabei wird der ge-
samte Audiosignalpfad abgedeckt – alle Audiokanäle und
Busse können Konfigurationen mit mehreren Lautsprecher-
kanälen (bis zu 6) bearbeiten. Ein Mixerkanal kann entweder
einen kompletten Surround-Mix oder einen einzelnen Laut-
sprecherkanal, der Teil einer Surround-Konfiguration ist,
enthalten.
• Audiokanäle können beliebig an Surround-Kanäle weitergelei-
tet werden.
• Mit der SurroundPanner-Funktion im Mixer können Sie Kanäle
grafisch im Surround-Feld anordnen. Dieses PlugIn wird im
Abschnitt
»Verwenden des SurroundPanners«
ausführlich beschrieben.
• In Cubase können Sie speziell für Surround-Sound ausgelegte
PlugIns verwenden, d.h. PlugIns mit Mehrkanalunterstützung,
die für das Mischen von Surround-Sound entwickelt wurden,
z.B. das mitgelieferte PlugIn »Mix6to2«. PlugIns, die dem VST
3-Standard entsprechen, funktionieren aufgrund ihrer Mehrka-
nal-Fähigkeit selbst dann in einer Surround-Konfiguration, wenn
Sie nicht speziell für Surround ausgelegt sind. Die mit Cubase
mitgelieferten PlugIns werden im separaten PDF-Dokument
»PlugIn-Referenz« beschrieben.
• Sie können Cubase für Surround konfigurieren, indem Sie
Eingangs- und Ausgangsbusse im gewünschten Surround-
Format einrichten und festlegen, welche Audioeingänge und -
ausgänge von den unterschiedlichen Buskanälen verwendet
werden. Diese Einstellungen nehmen Sie im Fenster »VST-
Verbindungen« vor.

Kodierung

Das Ergebnis eines Surround-Mixes in Cubase besteht
entweder aus Mehrkanal-Audiomaterial, das vom Sur-
round-Ausgangsbus an Ihre Surround-Lautsprecherkonfi-
guration gesendet wird, oder (wenn Sie einen Audio-
Mixdown exportieren) aus mehreren zusammengehören-
den Audiodateien auf der Festplatte. Sie können Ihren
Surround-Mix entweder als Split-Datei (eine Monodatei
pro Lautsprecherkanal) oder als Interleaved-Datei (eine
Datei, die alle Surround-Kanäle enthält) exportieren.
Um aus diesen Audiodateien das endgültige Produkt zu
erstellen (z.B. Surround-Sound auf DVD), benötigen Sie
besondere Soft- und eventuell auch Hardware, mit der Sie
das Signal im gewünschten Format kodieren, das Audio-
material ggf. komprimieren und auf einem Medium spei-
chern können.
Welche Soft- und/oder Hardware Sie genau benötigen,
hängt nicht von Cubase, sondern vom Format ab, für das
Sie Surround mischen möchten.
auf
Seite 205
202
Surround-Sound (nur Cubase)

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