H-Geber:
Der Hall-Geber erzeugt direkt ein SIN/COS Signal mit 1 Periode/Umdrehung, aus dem der Antriebsregler den Lagewinkel des
Rotors berechnet.
Pro Umdrehung erzeugt der Antriebsregler eine Referenzmarke zur Auswertung während der Funktion Referenzpunktfahrt.
I-Geber:
Die Geberauswertung (Type I) ist eine analoge Auswertung der SIN/COS Spuren und eines Referenzsignals.
Das Rotordrehfeld der Permanentmagnete eines Synchronmotors ist nicht auf das Statordrehfeld ausgerichtet. Bei
Synchronmotoren mit I-Geber erfolgt die Ausrichtung automatisch über die Funktion Softwarekommutierung nach dem ersten
Setzen der Reglerfreigabe (RF) nach Netz ein.
Die Funktion Softwarekommutierung schreibt automatisch Werte in ID34174 'SWK Überwachung'.
Dadurch, dass die Funktion Parameterwerte ändert, führt das Gerät beim nächsten RF Wechsel
automatisch ein Gerätehochlauf aus. Ein Gerätehochlauf bewirkt, das temporär geänderte Parameter auf
ihren Initialwert zurückgesetzt werden. Temporäre Parameter müssen daher zyklisch oder erst nach der
Funktion Softwarekommutierung, gefolgt von einem erneuten RF Wechsel, anwendungsseitig geschrieben
werden.
P-, Q-Geber:
Die Geberauswertung (Type P/Q) ist eine rein digitale Auswertung. Die Absolutpositionen werden zyklisch, synchron zu dem
vom Antriebsregler vorgegebenen Taktsignal (CLOCK), per EnDat 2.1 Befehlssatz übertragen. Eventuell vorhandene
SIN/COS Signale werden nicht ausgewertet!
R-Geber:
Die Auswerteelektronik tastet die hochfrequenten Ausgangssignale des Gebers mit einem A/D-Wandler immer genau dann
ab, wenn das Erregersignal sein Maximum erreicht. Da das Erregersignal in der Auswerteelektronik generiert wird, sind die
erforderlichen Abtastzeitpunkte bekannt. Die Auswerteelektronik erfasst damit die Scheitelwerte der Messsignale und
eliminiert auf diese Weise das Erregersignal.
Übrig bleibt ein SIN/COS Signal mit 1 Periode/Umdrehung, aus dem der Antriebsregler den Lagewinkel des Rotors
berechnet.
Es muss eine Referenzpunktfahrt im Antrieb aufgerufen werden, um einen Lagebezug zwischen Maschine und Gebersignal
herzustellen. Die erforderliche Referenzmarke des Gebers (1/Umdrehung) wird im Antriebsregler gebildet.
S-, T-, U-, V-Geber:
Die Geberauswertung (Type S/T/U/V) ist eine Kombination aus analoger und digitaler Auswertung. Der Absolutwert wird im
Geber gebildet und nach Netz Ein per Hiperface Protokoll an den Wechselrichter übertragen. Die Geberauswertung im
Umrichter wertet den Absolutwert einmal aus und verwendet anschließend die SIN/COS Spuren für die Antriebsregelung. Die
multiturn Geber (Type T/V) müssen nicht referenziert werden. Für die singleturn Geber (Typ S/U) muss eine
Referenzpunktfahrt im Antrieb aufgerufen werden, um einen Lagebezug zwischen Maschine und Gebersignal herzustellen.
Der erforderliche Referenzmarke des Gebers (1/Umdrehung) wird im Antriebsregler gebildet.
Wenn in ID32800 'AMK-Hauptbetriebsart' Bit 14 = 1 (Lageistwertquelle externer Geber) aktiv ist, muss
zwingend der externe Lageistwertgeber (Bit 12-15) konfiguriert werden. Die Einstellung 0x0 (wie
Motorgeber) bewirkt, dass intern automatisch der Impulsgebereingang 0x9 angewählt ist, wenn in ID32800
Bit 14 = 1 gesetzt ist.ID32800 Bit 14 wird nur ausgewertet, wenn kein 2. Geber in ID34297 'Gebertyp 2'
angewählt ist.
Beispiele für die Geberkonfiguration:
Anwendung
Asynchronmotor mit AMK-I Geber (Motorgeber)
Synchronmotor mit Resolver (Motorgeber)
Synchronmotor mit Resolver als Motorgeber (zur Kommutierung) und
Drehzahlgeber und mit externem Rechteckimpulsgeber zur
Lageistwerterfassung
Die Werte für die nachfolgenden Parameter sind dem AMK-Motorendatenblatt zu entnehmen:
186 / 275
ID32953 [hex]
0x0000
0x0018
0x9018
oder
0x9818
PDK_205904_Parameter_KW-R06 / Version 2019/45