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Berker Master Control Produktdokumentation Seite 127

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Folgealarm
Wenn ein weiterer Melder eines scharfgeschalteten Sicherungsbereiches nach einer bereits ab-
gesetzten Alarmierung auslöst, wird ein Folgealarm aktiviert. Dabei wird nochmals die auf Zeit
konfigurierte Innensirene neu angetriggert und ggf. wieder eingeschaltet. Ein Melder, der bereits
zu einem Alarm führte, kann kein zweites Mal einen Folgealarm auslösen.
Ein Folgealarm wird auch im Falle einer projektierten Alarm-Verzögerung stets verzögerungsfrei
aktiviert.
Ein Folgealarm und der Melder, der zu dem Alarm führte, wird im Ereignisspeicher des Table-
aus protokolliert (siehe Kapitel 4.2.4.12.6. Ereignisspeicher). Zudem überträgt die Meldeanlage
über das 14 Byte Objekt "Meldertext Alarm" den im ETS PlugIn konfigurierten Meldertext des
Melders, der den Folgealarm ausgelöst hat.
Alarmquittierung / "Unscharf nach Alarm"
Jeder Alarm muss direkt am Tableau quittiert werden. Ohne Alarmquittierung ist ein Wechsel in
den Zustand "Unscharf" und somit ein neues Scharfschalten nicht möglich. Eine Alarmquittie-
rung wird vom Bediener der Anlage im Zustand "Unscharf nach Alarm" ausgeführt.
Im Wesentlichen können zwei Vorgehensweisen zur Alarmquittierung unterschieden werden...
-
Separates Unscharfschalten + Quittierung:
Ein aktiver Alarm (Innensirene + Objekt "Alarm" eingeschaltet) kann - wie weiter oben be-
schrieben - durch ein Unscharfschalten deaktiviert werden. Die Anlage schaltet dann die
Innensirene ab, sofern diese noch nicht automatisch abgeschaltet wurde, sendet ein "0"-
Telegramm über das Objekt "Alarm" und eine Unscharf-Quittierung auf den Bus und wech-
selt in den Zustand "Unscharf nach Alarm". Der optische Alarmgeber (bei externer Alarmie-
rung) bleibt dabei zunächst noch eingeschaltet.
Im Zustand "Unscharf nach Alarm" kann der Bediener der Anlage dann vor Ort am Tableau
den Ereignisspeicher einsehen und erkennen, welcher Melder zu welchem Zeitpunkt den
Alarm ausgelöst hat. In der Regel kann danach der Alarm durch Betätigung der Schaltflä-
che "Quittieren" am Tableau bestätigt und vollständig zurückgesetzt werden. Die Anlage
schaltet dann auch den optischen Signalgeber aus (bei externer Alarmierung) und wechselt
anschließend in den Zustand "Unscharf". In diesem Fall erfolgt keine separate Unscharf-
Quittierung mehr. Das Tableau sendet über das 14 Byte Objekt "Meldertext Alarm" den
Text "kein Alarm" auf den Bus aus.
Im Zustand "Unscharf nach Alarm" wird der Piezo-Summer des Tableaus angesteuert, um
dem Bediener der Anlage darauf aufmerksam zu machen, dass Tableau aufzusuchen und
den Alarm zu quittieren.
-
Unscharfschalten durch Quittierung:
Ein Alarm kann auch ohne separates Unscharfschalten direkt quittiert und dadurch zurück-
gesetzt werden. Diese Vorgehensweise ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn die auf Zeit
aktivierte Innensirene im Falle eines Alarms bereits verstummt ist, also nicht erst 'beruhigt'
werden muss, oder die Anlage direkt am Tableau bedient wird. Dazu kann im Zustand
"Alarm" die Schaltfläche "Quittieren" vor Ort am Tableau auf der Seite der Meldeanlage be-
tätigt werden.
Bei einer solchen Bedienung deaktiviert die Meldeanlage den Alarm vollständig und quit-
tiert diesen auch zeitgleich. Durch das Deaktivieren des Alarms wird der optische Alarmge-
ber (bei externer Alarmierung) und die Innensirene abgeschaltet, sofern diese noch nicht
automatisch abgeschaltet wurde. Zudem sendet die Anlage ein "0"-Telegramm über das
Objekt "Alarm" und über das 14 Byte Objekt "Meldertext Alarm" den Text "kein Alarm" auf
den Bus aus. Die Anlage wechselt im Anschluss sofort in den Zustand "Unscharf", ohne
dass eine separate Unscharf-Quittierung erfolgt. Der Zustand "Unscharf nach Alarm" wird
bei dieser Art der Bedienung nicht eingestellt.
Vor oder nach dem Betätigen der Schaltfläche "Quittieren" kann der Bediener der Anlage
den Ereignisspeicher einsehen und erkennen, welcher Melder zu welchem Zeitpunkt den
Alarm ausgelöst hat.
Best.-Nr. 7574 00 1X
Software "...590101"
Funktionsbeschreibung
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