Funktionsbeschreibung
3.9 Werkzeugüberwachung (Stückzahl, Standzeit, Verschleiß)
Die physikalische Größe der neuen Überwachungsparameter ist "Länge". Die Ein-
heit ist dieselbe wie bei den Verschleißwerten.
Die Verschleißüberwachung kann über den Kanal DB DBX29.6 ausgeschaltet wer-
den.
Das Signal wirkt nur auf Verschleißdatenänderungen, die bei NC-Programmabar-
beitung auftreten. Wenn über die BTSS diese Daten verändert werden (z.B. bei
HMI-Bedienung), wird das PLC-Signal unterdrückt.
Beispiel
Für das WZ mit T Nr .=3 sei die Verschleißüberwachung aktiv und es sei
$TC_MOP5[3,1]
$TC_MOP6[3,1]
$TC_MOP15[3,1] = 0.007
Es seien bereits gesetzt
$TC_DP12[3,1]
$TC_DP13[3,1]
Nun wird die Verschleißkomponente 3 gesetzt
$TC_DP14[3,1]
Damit ergibt sich für den maximalen Betrag der Verschleißkomponenten = 0.006.
Der neue Istwert ergibt sich damit zu
$TC_MOP15[3,1] – 0.006 = 0.001 = $TC_MOP6[3,1].
Die Vorwarngrenze ist erreicht.
Beachte: Die Verschleißkomponenten können negativ oder positiv sein – auch ge-
mischt.
3.9.5
Signale an die PLC und von der PLC
Bisher wird ein Hinweisalarm erzeugt, wenn die Vorwarngrenze bzw. der Grenz-
wert erreicht ist. Es sind die Alarme 6410 und 6411 für das Erreichen der Vorwarn-
grenze sowie 6412 und 6413 für das Erreichen des Grenzwertes vorgesehen. Da-
bei werden die Alarme 6410 und 6412 über die BTSS-Schnittstelle, die Alarme
6411 und 6413 über die NC-Programmierung ausgelöst. Die Alarme benennen im
Text das betroffene Werkzeug mittels WZ-Bezeichner, Duplonummer und (ab SW
5.3) D-Nummer.
In der Kanal-Nahtstelle werden für einen DB1-Zyklus folgende Informationen gelie-
fert (jeweils interne T-Nummer):
S Vorwarngrenze erreicht
S Grenzwert erreicht
3-142
= 0.002
;= Verschleißvorwarngrenze
= 0.003
;= Verschleißistwert
;= Verschleißsollwert
= –0.004
;= Verschleißkomponente 1
= +0.00
;= Verschleißkomponente 2
;= –0.006.
SINUMERIK 840D/840Di/810D FB Werkzeugverwaltung (FBW) – Ausgabe 11.02
Siemens AG 2002 All Rights Reserved
11.02