RF600-System planen
4.10 Richtlinien zu Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV)
• Es muss eine feindrahtige Leitung verwendet werden (bessere Hochfrequenzleitfähigkeit).
• Beim Anschluss der Potentialausgleichsleitungen an die zentrale Potentialausgleichsschiene
(PAS) müssen jeweils Leistungskomponenten und Nichtleistungskomponenten
zusammengefasst werden.
• Die Potentialausgleichsleitungen der einzelnen Baugruppen sind jeweils direkt zur PAS zu
führen.
falsch
Bild 4-18
Je besser der Potentialausgleich in einer Anlage ausgeführt ist, desto geringer ist die
Möglichkeit der Störungen durch Potentialschwankungen.
Der Potentialausgleich ist nicht zu verwechseln mit der Schutzerdung einer Anlage.
Die Schutzerdung verhindert das Entstehen von zu hohen Berührungsspannungen bei
Gerätefehlern, während der Potentialausgleich das Auftreten von Potentialunterschieden
verhindert.
4.10.6
Abschirmung der Kabel
Um Störeinkopplungen in den Signalkabeln zu unterbinden, müssen diese geschirmt sein.
Die beste Schirmwirkung wird bei der Verlegung in Stahlrohren erreicht. Dies ist jedoch
nur dann notwendig, wenn die Signalleitung durch ein entsprechendes Störklima geführt
wird. Die Verwendung von Kabeln mit Flechtschirmen ist in den meisten Fällen ausreichend.
Entscheidend für die Schirmwirkung ist in beiden Fällen jedoch der richtige Anschluss.
Grundsätzlich gilt:
• Bei analogen Signalleitungen ist der Schirm einseitig auf der Empfängerseite anzuschließen
• Bei digitalen Signalen ist der Schirm beidseitig auf das Gehäuse aufzulegen
• Da Störsignale häufig im HF-Bereich (> 10 kHz) liegen, ist ein großflächiger HF-gerechter
Anschluss des Schirmes erforderlich
106
Schrank 1
Netzger t
Ger t
SPS
PAS
Potentialausgleich (PAS = Potentialausgleichsschiene)
Schrank 2
Ger t
Ger t
falsch
Antrieb
Projektierungshandbuch, 04/2024, J31069-D0171-U001-A24-0018
SIMATIC RF600