Beschreibung
3.1
Eigenschaften der UHF-Reader
Anwendungsbereich
Die Reader SIMATIC RF690R/RF695R sind für den Einsatz in der Logistik, innerhalb eines
zugangsgesicherten Bereichs konzipiert. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurden
die Reader mit einer hohen Sendeleistung ausgestattet. Alle Reader sind mit umfangreichen
Diagnosemöglichkeiten ausgestattet und können Transponder der Normen ISO/IEC 18000-63
bearbeiten.
Die Reader verfügen über eine Ethernet-Schnittstelle (RJ45). Diese dient sowohl der
Anbindung an PC-/PG-Systeme, als auch zur Konfiguration und Diagnose, die ebenfalls
während des Betriebs genutzt werden kann. Überlagerte Software kommuniziert per XML-
Protokoll oder OPC UA mit dem Reader.
Das WBM (Web Based Management) ermöglicht die Inbetriebnahme, Konfiguration und
Diagnose der Geräte per Internet-Browser. Zusätzliche Updates und Installationen von
Konfigurations- und Diagnosesoftware entfallen.
Aus Sicherheitsgründen sollten Sie das Gerät ausschließlich innerhalb eines geschützten
Netzwerkbereichs betreiben und nicht direkt mit dem Internet verbinden.
IO-Schnittstellen
Die Reader RF690R/RF695R verfügen über eine IO-Schnittstelle. Sie können diese Schnittstelle
entweder als Digitaleingang oder -ausgang oder aber zum Anschluss einer IO-Link-Baugruppe
verwenden.
Die IO-Schnittstelle kann direkt über die Kommunikationsschnittstellen angesprochen
werden. Des Weiteren kann der Ein-/Ausgang auch zum Ansteuern des Readers benutzt
werden. Der Ausgang kann z. B. auch aufgrund von internen Ereignissen (Antennenfehler,
Transponder erkannt, ...) gesetzt werden. Beachten Sie, dass die Reaktionszeit des
Digitalausgangs (und -eingangs) des Readers abhängig von der Reader-Auslastung ist und
im Durchschnitt 100 - 200 ms beträgt.
Wird die IO-Schnittstelle zum Anschluss einer IO-Link-Baugruppe verwendet, kann der
Reader bis zu je 8 Digitaleingänge/-ausgänge der Baugruppe nutzen. Es werden nur
DI/DO-Baugruppen mit max. 32 Bit zyklischen Prozessdaten unterstützt (Eingangs- und
Ausgangsdaten).
Beachten Sie, dass angeschlossene IO-Link-Module die eingestellte Parametrierung auch im
spannungslosen Zustand behalten. Das hat zur Folge, dass ein IO-Link-Modul, das zuvor an
einem anderen IO-Link-Master parametriert wurde und dann mit einem RF69xR verwendet
wird, ein unerwartetes Verhalten zeigen kann. In diesem Fall müssen Sie das Modul ggf. über
das Port Configuration Tool (PCT) mit Hilfe eines Standard-IO-Link-Master umparametrieren.
SIMATIC RF690R, RF695R
Projektierungshandbuch, 04/2024, C79000-G8900-C726-01
3
19