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RUTHMANNSERVICE Italien: RUTHMANN Italia S.r.l. - Gianpiero Marti - Via Santa Maria del piano di Sotto 91/B 47854 MONTESCUDO (RN) ITALIEN Telefon: + 39 0541 756872 Telefax: + 39 0541 729800 E-Mail: info@ruthmann.it Web: http://www.ruthmann.it Katar: Obaikan Equipment & Services WLL - G.
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RUTHMANNSERVICE Luxemburg: MERBAG S.A. - Daniel Lippert - 45, Rue de Bouillon 1248 LUXEMBOURG LUXEMBURG Telefon: +352 - 26 37 26 395 Telefax: +352 - 26 37 26 329 E-Mail: daniel.lippert@merbag.lu Web: http://www.merbag.lu Niederlande: KWAK Hoogwerker Centrum - Guido van Gestel - Managing Director Kaap Hoornstroom 8 1271 EL HUIZEN...
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RUTHMANNSERVICE Österreich: RUTHMANN GmbH - Bernhard Reinisch, Ing. - Geschäftsführung Gewerbeparkstraße 3 8143 DOBL bei Graz ÖSTERREICH Telefon: +43 (0) 31 36 / 55 3 50 Mobil: +43 (0) 664/ 22 464 22 Telefax: +43 (0) 31 36 / 55 3 59 E-Mail: info@ruthmann.at Web:...
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RUTHMANNSERVICE Schweden: Versalift AB - Anders Werneskog - Servicevägen 45 311 32 FALKENBERG SCHWEDEN Telefon: +46 70 052 51 23 E-Mail: andersw@versalift.se Schweiz: RUTHMANN Schweiz AG - Roger Löhrer - Steinackerstrasse 57 8302 KLOTEN SCHWEIZ Telefon: +41 43 255 42 00 Telefax: +41 43 255 42 09 E-Mail:...
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RUTHMANNSERVICE Tschechische Republik: Statech s.r.o. - Pavel Boubelík - Počapelská 346 277 01 DOLNÍ BERKOVICE TSCHECHISCHE REPUBLIK Telefon: +420-728-270-270 E-Mail: info@statech.cz Web: http://www.statech.cz Türkei: ACARLAR MAKINE - Serkan Acar - Genel Müdür Anadolu Mah, Kuzey Yan Yol Cad. No.30 Orhanlı Beldesi 34956 Tuzla - ISTANBUL TÜRKEI Telefon: +90 216 581 49 49...
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RUTHMANNSERVICE Volksrepublik China: Shanghai Power Motion Co., Ltd. - Robin Liu - Unit 7H, Meihuan Building No.107 Zhong Shan Nan Er Road SHANGHAI China 200023 VOLKSREPUBLIK CHINA Telefon: +86 21 6469 7373 Telefax: +86 21 3368 6637 E-Mail: robinliu@powermotion.com.cn Web: http://www.powermotion.com.cn ®...
Inhaltsverzeichnis Allgemeines Vorwort Konformitätserklärung 0.2.1 EU-Konformitätserklärung 0.2.2 Qualitätsmanagementsystem 0.2.3 Rechts- und Sachmängelhaftung 0.2.4 Eigenmächtige Änderungen / Nachrüstungen 0.2.4.1 Teleservice, Betriebsdatenerfassung mit Fernabfrage oder GPS-Ortung Verfügbarkeit der Betriebs- und Wartungsanleitung Aufbau und Inhalt der Betriebs- und Wartungsanleitung 0.4.1 Grundsätzliches 0.4.2 Erläuterungen zu den Warnhinweisen 0-10 0.4.3 Erläuterungen zu den Piktogrammen...
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Inhaltsverzeichnis 1.1.3.1 Bedienpersonal 1.1.3.2 Instandhaltungspersonal Sicherheitshinweise 1.2.1 Grundregeln 1.2.2 Fahrbetrieb (Verfahren) 1.2.3 Steigerbetrieb 1.2.4 Verlassen des Ruthmann-Steigers T 300.4 1-10 1.2.5 Elektrische Anlage des Ruthmann-Steigers T 300.4 1-11 1.2.6 Hydraulikanlage des Ruthmann-Steigers T 300.4 1-11 1.2.7 Bremsen, Räder, Reifen des Fahrgestells 1-11 1.2.8 Instandhaltung...
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Inhaltsverzeichnis 2.1.2.8 Geräuschpegel 2-11 2.1.2.9 Vibrationen 2-12 2.1.3 Angaben zum Fahrgestell 2-13 2.1.4 Statische und dynamische Prüfungen durch den Hersteller 2-13 Fabrikschild, CE-Kennzeichnung und Prüfplakette 2-14 Arbeitsbereiche 2-15 Beaufort-Skala 2-16 Beschreibung Aufbau des Ruthmann-Steigers T 300.4 3.1.1 Komponenten und Baugruppen 3.1.1.1 Steigerunterbau 3.1.1.1.1 Abstützung...
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Inhaltsverzeichnis 3.3.12 Sanftes Anlaufen und sanftes Anhalten von Steigerbewegungen 3-22 3.3.13 Endlagendämpfung 3-23 3.3.14 Absicherung des Fahrerhauses beim Schwenken bzw. Senken des Auslegers 3-23 3.3.15 Memory 3-24 3.3.16 Automatisierte Anfahrhilfe der Mittelstellung des Auslegers 3-24 3.3.17 Automatisches Anfahren der Grundstellung des Steigers 3-24 Steuerpult „RUTHMANNCockpit“...
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Inhaltsverzeichnis 4.3.4.1.1 Funktionstasten der Flachtastatur 4-24 4.3.4.1.2 Betriebs- und Informationsmeldungen der Klartextanzeige 4-28 4.3.5 Übergeordnetes Notsteuersystem 4-37 4.3.5.1 Handpumpe 4-37 4.3.6 Notsteuersystem in Extremfällen 4-38 4.3.6.1 Kugelhahn 4-39 4.3.6.2 Magnetarretierungen 4-39 4.3.6.3 Wegeventile / Magnetventile 4-40 4.3.6.3.1 Wegeventile zum Steuern der Abstützung 4-41 4.3.6.3.2 Wegeventile zum Steuern des Auslegers 4-43...
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Inhaltsverzeichnis Betrieb und Steuerstelle ein- bzw. ausschalten 6.4.1 Betrieb ein- bzw. ausschalten 6.4.2 Steuerstelle BÜHNENSTEUERUNG ein- bzw. ausschalten 6.4.3 Steuerstelle STÜTZENSTEUERUNG ein- bzw. ausschalten 6.4.4 Steuerstelle NOTSTEUERUNG ein- bzw. ausschalten Steigerbetrieb 6.5.1 Handhabung des Bedienungsfeldes der STÜTZENSTEUERUNG 6-10 6.5.1.1 Bedienung der Stützen-Drucktaster 6-10 6.5.2 Betreten und Verlassen der Arbeitsbühne...
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Inhaltsverzeichnis Handhabung des Bedienungsfeldes der NOTSTEUERUNG 6-45 6.6.1 Fahrzeugmotor abstellen bzw. starten 6-46 6.6.2 Abstützung bewegen 6-47 6.6.2.1 Volle Abstützung 6-47 6.6.2.2 Einseitige Abstützung im Fahrzeugprofil 6-47 6.6.2.3 Beidseitige Abstützung im Fahrzeugprofil 6-48 6.6.2.4 Abstützung einfahren 6-48 6.6.2.5 Stützeneinzelsteuerung der horizontalen Abstützarme 6-49 6.6.2.6 Stützeneinzelsteuerung der vertikalen Stützen...
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Inhaltsverzeichnis Notablass nach Unterbrechung von Steigerbewegungen durch einen „bedingten NOT- HALT“ Behebung von Betriebsstörungen Steuertechnische Probleme während des Steigerbetriebs Auswirkungen einer Störung auf den Steigerbetrieb 8.2.1 Eingeschränkter Steigerbetrieb 8.2.2 Bedingter NOT-HALT 8.2.3 NOT-HALT Auslesen des Fehlerspeichers 8-10 8.3.1 Bedeutung der Störungsmeldung und Informationen zur Abhilfe 8-11 Instandhaltung...
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Inhaltsverzeichnis 9.4.4 Anmerkungen zur Durchführung von Inspektions- und Wartungsarbeiten 9-44 9.4.4.1 Beleuchtung 9-44 9.4.4.2 Steiger komplett 9-45 9.4.4.3 Lagerstellen / Bolzensicherungen 9-46 9.4.4.4 Lagerstellen mit Kunststoffbuchsen 9-46 9.4.4.5 Grundrahmen 9-47 9.4.4.6 Abstützung 9-47 9.4.4.7 Trägersystem 9-48 9.4.4.8 Rüssel 9-52 9.4.4.9 Rüssel-Bühnenkonsole 9-53 9.4.4.10 Rüsselanschlag...
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Inhaltsverzeichnis 10.2.3 Reinigung und Pflege 10-3 Hydraulikplan 11-1 Elektrodokumentation 12-1 Ersatzteile 13-1 Anhang 14-1 14.1 Arbeitsbereiche 14-1 14.2 Sicherheitsdatenblätter der werkseitig eingesetzten Schmierstoffe 14-3 ® STEIGER T 300.4 BA.DEU.24-33905-01-02-FTA-jr...
Allgemeines Allgemeines Das nachfolgende Kapitel gibt Ihnen allgemeine und rechtliche Informatio- nen sowie Erläuterungen zu dieser Betriebs- und Wartungsanleitung als auch wichtige Hinweise für Sie als Betreiber des Ruthmann-Steigers T 300.4. ® BA.DEU.24-33905-01-02-FTA-jr STEIGER T 300.4...
Allgemeines Vorwort Die Betriebs- und Wartungsanleitung des Ruthmann-Steigers T 300.4 ent- hält wichtige Informationen zur Bedienung, Instandhaltung und Pflege des Ruthmann-Steigers T 300.4. Bezüglich der Bedienung, Instandhaltung und Pflege des Fahrgestells verweisen wir ausdrücklich auf die Betriebs- und Wartungsanleitung des Fahrgestell-Herstellers. Diese Betriebs- und War- tungsanleitungen müssen sorgfältig gelesen werden.
Allgemeines Konformitätserklärung 0.2.1 EU-Konformitätserklärung (Beispiel) Der Ruthmann-Steiger T 300.4, Fabrikations-Nr. 33905 wird mit EU- Konformitätserklärung und CE-Kennzeichnung dem Markt bereitgestellt, d. h. in Verkehr gebracht. Die Maschine entspricht zu diesem Zeitpunkt auf- grund ihrer Konzipierung und Fertigung den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen im Sinne der Maschinenrichtlinie (2006/42/EG), EMV-Richtlinie (2014/30/EU) und der Lärmschutzrichtlinie „Outdoor-Richtli- nie“...
Allgemeines genannten einschlägigen Bestimmungen waren u. a. die genannten harmo- nisierten Normen und das Konformitätsbewertungsverfahren mit interner Fertigungskontrolle bei Herstellung der Maschine. Eine unterschriebene Ausfertigung der EU-Konformitätserklärung mit Maschinentyp „T 300.4“ und Fabrikations-Nr. „33905“ ist dem Anhang des Betriebshandbuchs des Stei- gers beigefügt.
Allgemeines des Ruthmann-Steigers T 300.4, als auch die Instandhaltungsprozesse des Ruthmann-Services, sind in einem zertifizierten Qualitätsmanagementsys- tem nach EN ISO 9001:2015 eingebunden. Eine aktuelle Ausfertigung des Zertifikats steht auf unserer Internetseite „https://www.ruthmann.de“ unter „Profil / Qualitätsmanagement“ zur Verfü- gung. 0.2.3 Rechts- und Sachmängelhaftung Für den Ruthmann-Steiger T 300.4 gelten die zum Zeitpunkt des Vertrags- abschlusses gültigen „Bedingungen für die Lieferung von Maschinen für In-...
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Allgemeines erfüllt die Maschine ggf. nicht mehr die Anforderungen der genannten Richt- linien in der o. g. ursprünglichen EU-Konformitätserklärung. Die „Betriebser- laubnis“ zum Betreiben erlischt. Wird z. B. durch eine eigenmächtige Ände- rung der Betrieb und/oder die Verwendung wesentlich beeinflusst oder das Sicherheitsniveau des Ruthmann-Steigers T 300.4 verringert;...
Allgemeines Betriebssicherheitsverordnung § 14 „Prüfung von Arbeitsmitteln“, Abs. 3 durch eine „Außerordentliche Prüfung“ prüfen zu lassen. In anderen Natio- nen sind gleichlautende länderspezifische Vorschriften zu beachten! 0.2.4.1 Teleservice, Betriebsdatenerfassung mit Fernabfrage oder GPS- Ortung Bei Nachrüsten von Geräten, die z. B. Teleservice, Betriebsdatenerfassung mit Fernabfrage oder GPS-Ortung des Steigers ermöglichen, ist darauf zu achten, dass die Antenne dieser Geräte außerhalb des Schaltkastens (Not- steuerung) platziert wird, um weiterhin die einwandfreie Funktion der Elekt-...
Allgemeines Verfügbarkeit der Betriebs- und Wartungsanleitung Die Betriebs- und Wartungsanleitungen sind integrierte Bestandteile des Ru- thmann-Steigers T 300.4, Fabrikations-Nr. 33905. Sie bestehen aus: • Betriebs- und Wartungsanleitung des Ruthmann-Steigers T 300.4, Fabrikations-Nr. 33905, • Betriebs- und Wartungsanleitung des Fahrgestell-Herstellers und •...
Allgemeines Aufbau und Inhalt der Betriebs- und Wartungsanlei- tung 0.4.1 Grundsätzliches Die Betriebs- und Wartungsanleitung richtet sich an den Betreiber / Unter- nehmer, das Bedienpersonal und das Instandhaltungspersonal des Steigers. Sie ist ausschließlich für den, auf dem Deckblatt der Betriebs- und Wartungs- anleitung genannten Ruthmann-Steiger T 300.4, Fabrikations-Nr.
Allgemeines Wesentliche reduziert. Unterschiede zwischen den abgebildeten Illustratio- nen bzw. Darstellungen und dem Auslieferzustand des Ruthmann-Steigers T 300.4 sind bedingt durch verschiedene Geräte- und Fahrgestellkonstella- tionen möglich, haben aber kaum einen Einfluss auf die Handhabung des Steigers. Weitere Zusatzinformationen liefern die Kopf- und Fußzeilen. Z. B. gibt die jeweilige Kopfzeile die erste Überschriftebene des zugehörigen Ka- pitels wieder.
Allgemeines bezeichnet eine Gefährdung mit mittlerem Risikograd, ! VORSICHT die, wenn sie nicht vermieden wird, eine geringfügige oder mäßige Verletzung zur Folge haben kann. bezeichnet eine Gefährdung, deren Nichtbeachtung HINWEIS Gefahren für die Maschine und deren Funktion hervor- rufen kann. Die Signalwörter entsprechen der DIN EN 82079-1 bzw.
Allgemeines Hinweis auf weitere Wartungskapitel / -anleitungen. 0.4.4 Struktur der Betriebs- und Wartungsanleitung Der Inhalt der Betriebs- und Wartungsanleitung ist wie folgt strukturiert: • Deckblatt Identifikation − Originalbetriebsanleitung: Betriebsanleitung des Herstellers, − Titel: Betriebs- und Wartungsanleitung, − Markenname: ® RUTHMANNSTEIGER −...
Allgemeines Handlungsbezogene Warnhinweise, die infolge von Hand- lungsabläufen auf konkrete Gefahren hinweisen, werden in den entsprechenden Kapiteln vor oder in den Handlungsse- quenzen aufgeführt. • Technische Angaben Technische Informationen zum Ruthmann-Steiger T 300.4. • Beschreibung Beschreibung einzelner Komponenten, Funktions- und Bedienstellen des Ruthmann-Steigers T 300.4.
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Allgemeines • Instandhaltung Bewahrung und Wiederherstellung des Sollzustandes sowie Feststellung und Beurteilung des Istzustandes des Ruthmann-Steigers T 300.4. Der Teil „Instandhaltung“ wendet sich sowohl an das Bedienpersonal (tägliche Inspektion) als auch an das Instandhaltungspersonal (Fachpersonal), welches für die Instandhaltung des Steigers zuständig ist. Hier befinden sich u.
Allgemeines Hinweise für den Betreiber / Unternehmer Neben den hier genannten Hinweisen sind auch die Hinweise des Kapitels 1 zu beachten. 0.5.1 Anforderung an die Bereitstellung und Verwendung 0.5.1.1 Grundsätzliche Anforderungen • Der Betreiber / Unternehmer muss dem Bedienpersonal einen Steiger be- reitstellen, der für die am Einsatzort gegebenen Bedingungen und vorge- sehene Verwendung geeignet ist.
Allgemeines 0.5.1.2 Regelwerke zum technischen Arbeitsschutz 0.5.1.2.1 Rechtliche Hintergrundinformationen Die Europäische Kommission hat Richtlinien erlassen, nicht nur zur Verbes- serung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmer, son- dern auch um den Betreiber / Unternehmer das Bereitstellen einer sicheren Maschine mit Hilfe der national umgesetzten Regelwerke zu ermöglichen. Innerhalb Europas bauen die Regelwerke zum Arbeitsschutz auf nachfol- gende Rechtsetzung der Europäischen Union auf.
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Allgemeines Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat auf Ba- sis der o. g. Betriebssicherheitsverordnung u. a. Technische Regeln für Be- triebssicherheit (TRBS) veröffentlicht. Auf Forderung des siebten Sozialge- setzbuches „Gesetzliche Unfallversicherung“ (SGB 7) haben die Unfallversi- cherungsträger auf Grundlage der o. g. Gesetze und Verordnungen anwend- bare Regelwerke zur Verhütung von Unfällen bei der Arbeit und arbeitsbe- dingten Gesundheitsgefahren erarbeitet.
Allgemeines 0.5.1.2.2 Nicht erschöpfende Auflistung von Regelwerken Technische Regeln für Titel Betriebssicherheit TRBS 1001 Struktur und Anwendung der Technischen Regel für Betriebssicherheit TRBS 1111 Gefährdungsbeurteilung TRBS 1112 Instandhaltung TRBS 1151 Schnittstelle Mensch - Arbeitsmittel TRBS 1201 Prüfungen von Arbeitsmitteln und überwachungsbe- dürftigen Anlagen TRBS 1203 Befähigte Person...
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Allgemeines DGUV Regeln Titel DGUV Regel 100-500 Betreiben von Arbeitsmitteln (bisher BGR 500) DGUV Regel 112-189 Benutzung von Schutzkleidung (bisher BGR 189) DGUV Regel 112-198 Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen ge- (bisher BGR 198) gen Absturz DGUV Regel 114-016 Straßenbetrieb, Straßenunterhalt (bisher BGR 2108) DGUV Regel 115-002 Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische...
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Allgemeines Gartenbau Titel GBG 1 Baumarbeiten im Gartenbau SVLFG B08 Baumarbeiten IPAF Titel Technische Anleitung F1: Einweisung (F1) Ref. F1 TE-677-0718-1-de Technische Anleitung Personenabsturzsicherung für mobile Hubarbeitsbüh- Ref. H1 TE-724-1118-1-de nen - H1: Persönliche Schutzausrüstung gegen Ab- sturz (PSGgA) - Technische Anleitung Sicherer Einsatz von mobile Hubarbeitsbühnen Ref.
Allgemeines 0.5.1.3 Gefährdungsbeurteilung Als Betreiber / Unternehmer müssen Sie gemäß Betriebssicherheitsverord- nung (§ 3) eine Gefährdungsbeurteilung durchführen, mit der Sie die sichere Bereitstellung und Verwendung des Ruthmann-Steigers T 300.4 nachwei- sen. Die Konformitätserklärung und CE-Kennzeichnung des Steigers entbin- den nicht von der Durchführung dieser. Die Gefährdungsbeurteilung ist eine Gesamtheit, die die Identifizierung sowie Bewertung der Gefährdungen und deren Abwendung umfasst.
Allgemeines 0.5.2 Unterweisung / Einweisung Als Betreiber / Unternehmer sind Sie verpflichtet das Bedienpersonal über bestehende Rechts- und Unfallverhütungsvorschriften sowie über vorhan- dene Sicherheitseinrichtungen an dem Ruthmann-Steiger T 300.4 zu unter- weisen und einzuweisen. Das Bedienpersonal muss die Unterweisung und Einweisung verstanden haben und beachten.
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Allgemeines 2. Informationen zum Ruthmann-Steiger T 300.4 • Technische Angaben, − Technische Daten, − Arbeitsbereiche − etc., • Aufbau, • Hydraulikanlage, • Steuerung, Notsteuerung, • Bedienelemente und Anzeigen • etc. 3. Inbetriebnahme des Ruthmann-Steigers T 300.4 • Definition der Transportanordnung und Grundstellung, •...
Allgemeines • Reinigung und Pflege, • Inspektion, Wartung (präventive Instandhaltung) und Instandsetzung (korrektive Instandhaltung), • Besondere Erfahrungen zur Instandhaltung • etc. Muster „Bescheinigung der Einweisung“ 0.5.2.2 Firmenlogo Kopfzeile Kopfzeile Kopfzeile Kopfzeile Kopfzeile Bescheinigung Frau/Herr ...... wurde am TT.MM.JJJJ in die Bedienung und Funktion des Ruthmann-Steigers, Typ: T 300.4...
Allgemeines 0.5.3 Instandhaltung Der Ruthmann-Steiger T 300.4 wurde nach grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen konzipiert und gebaut. Als Betreiber / Unternehmer sind Sie dafür verantwortlich, dass der Ruthmann-Steiger T 300.4, gemäß der Betriebssi- cherheitsverordnung bzw. gleichlautender länderspezifi- scher Vorschriften, die Anforderungen an die Beschaffen- heit auch weiterhin erfüllt.
Allgemeines der Instandhaltung“ sollten die Pläne zur Inspektion und Wartung u. a. An- gaben über den Steiger, den Ort, Termin, die Maßnahmen und die zu be- trachtenden bzw. beachtenden Merkmalswerte enthalten. Für eine sichere Instandhaltung müssen vor Durchführung von Instandhaltungsarbeiten auch diese wiederum innerhalb einer Gefährdungsbeurteilung betrachte und ggf.
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Allgemeines letzten Lebenszykluses erreicht haben, dass − Betriebsstoffe wie: Betriebsstoffe des Fahrgestells, z. B. Kraftstoff, Motoröl, Kühlflüssigkeit Kältemittel (Klimaanlage), Bremsflüssigkeit, Betriebsstoffe des Steigeraufbaus z. B. Getriebeöle und Hydraulik- öle, − Wertstoffe aus: Fahrgestell, Steigerunterbau, Ausleger, Arbeits- bühne, Hydraulik- und Elektro- und Elektronbauteile, −...
Allgemeines Begriffsglossar Das Glossar erläutert Begriffe, die in der Betriebs- und Wartungsanleitung verwendet werden. Die Auflistung erfolgt nicht alphabetisch geordnet, son- dern im sachlichen Zusammenhang der Begriffe. ® RUTHMANNSTEIGER Fahrbare Maschine, die dafür vorgese- ® oder STEIGER hen ist, Personen zu Arbeitsplätzen, an (Fahrbare Hubarbeitsbühne) denen sie von der Arbeitsbühne aus Ar- beiten verrichten, unter der Bedingung zu...
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Allgemeines immer innerhalb der Kippkante befindet [DIN EN 280]. Gruppe B Alle anderen fahrbaren Hubarbeitsbüh- nen. Typ 1 Fahren ist nur zulässig, wenn sich die fahrbare Hubarbeitsbühne in der Trans- portanordnung befindet. Typ 2 Fahren mit angehobener Arbeitsbühne wird nur von einer Steuerstelle am Unter- gestell aus gesteuert.
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Allgemeines GRUNDSTELLUNG Fest definierte Ausgangsposition des Ru- (Zugangsposition) thmann-Steigers T 300.4. Position, in der die Arbeitsbühne betreten und verlassen werden kann. Tragfähigkeit Höchstzulässige vertikale Belastung der Arbeitsbühne, die durch das Gewicht von möglichen Ausstattungen der Arbeits- bühne, Personen und Zuladung auf den Steiger einwirkt.
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Allgemeines ® Rüssel Verbindungsarm (Bühnen-Hubarm) zwi- schen Trägersystem und Arbeitsbühne. Arbeitsbühne Lastträger, der unter Last in eine Arbeits- (Lastaufnahmemittel) position gebracht werden kann und von dem aus Arbeiten ausgeführt werden können; und der auf einer Konsole ste- hend bewegt wird. Nach DIN EN 280 werden fahrbare Hub- arbeitsbühnen, bei denen sich die senk- rechte Projektierung des Lastschwer-...
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Allgemeines Steigerbetrieb Betrieb des Ruthmann-Steigers T 300.4 entsprechend den Angaben der Betriebs- und Wartungsanleitung innerhalb seiner Auslegungsparameter. Steuerstelle Ort an oder auf dem Ruthmann-Steiger T 300.4, von dem aus das Bedienperso- nal den Betrieb des Steigers steuert. BÜHNENSTEUERUNG Betrieb des Ruthmann-Steigers T 300.4 mit dem Steuerpult von der Arbeitsbühne aus.
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Allgemeines selbständig in die Ausgangsstellung zu- rückgehen. Drucktaster Druckknopfbetätigtes Schaltgerät, bei (Rastfunktion) denen der Druckknopf und sein zugehö- riges Kontaktstück so lange in einge- drückter Stellung bleiben, bis durch eine zweite Schaltbewegung die Sperrung ge- löst und damit ein Schalten in die Aus- gangsstellung bewirkt wird.
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Allgemeines Neigungsanzeige Anzeige an der Steuerstelle, die visuell anzeigt, ob die Neigung des Steigerun- terbaus innerhalb der zulässigen Auf- stell-Neigung liegt. Neigungsanzeigen sind z. B.: - entsprechende Kontrollleuchten bzw. LEDs an den Bedienelemen- ten der Steuereinrichtung, - entsprechende Displayseiten (LCD- Libelle) am LC-Display sowie - entsprechende Klartextseiten an der Klartextanzeige.
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Allgemeines Einseitige Abstützung Einseitig im Fahrzeugprofil vertikal - und im Fahrzeugprofil einseitig horizontal und vertikal ausge- fahrene Stützen. Beidseitige Abstützung Beidseitig im Fahrzeugprofil vertikal aus- im Fahrzeugprofil gefahrene Stützen. Gefahrenbereich Bereich am oder im Umfeld des Ruth- mann-Steigers T 300.4, in dem die Si- cherheit oder die Gesundheit einer oder mehrere Person(en) durch die Verwen- dung des Steigers gefährdet ist.
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Allgemeines normalen Betriebsbedingungen Arbeiten verrichten können. Maximale Reichweite Maximale Arbeitsweite bei gedrehter Ar- beitsbühne (abhängig vom Ausleger- schwenkwinkel). Persönliche Schutz-Ausrüstung. Speziel- les Gerät, Vorrichtung oder Ausrüstung, derartig gestalte, um von einer Einzelper- son zu ihrem Schutz gegen eine oder mehrere Gesundheits- und Sicherheits- gefährdungen gehalten oder getragen zu werden.
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Allgemeines [DIN 31051:2012]. Wartung Instandhaltung, ausgeführt in festgeleg- - Routine-Instandhaltung - ten Abständen oder nach vorgeschriebe- (präventive Instandhaltung) nen Kriterien zur Verminderung der Aus- fallwahrscheinlichkeit oder der Wahr- scheinlichkeit einer eingeschränkten Funktionserfüllung einer Einheit [DIN EN 13306:2010]. Maßnahmen zur Verzögerung des Ab- baus des vorhandenen Abnutzungsvor- rats [DIN 31051:2012].
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Allgemeines Hubarbeitsbühnen hat und mit den ein- schlägigen staatlichen Arbeitsschutzvor- schriften, Unfallverhütungsvorschriften und allgemein anerkannten Regeln der Technik (z. B. DIN-Blätter, EN-Blätter) so weit vertraut ist, dass sie den arbeitssi- cheren Zustand des Ruthmann-Steigers T 300.4 beurteilen kann. Sachverständiger Person, die aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung und Erfahrungen besondere Kenntnisse auf dem Gebiet der Hubar- beitsbühnen hat und mit den einschlägi-...
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Allgemeines Wege aufzuzeigen, wie Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren vermieden werden können. DGUV Information Unterstützt national in Deutschland Be- triebe und Beschäftigte, Arbeitsplätze ge- sund und sicher zu gestalten. DGUV Grundsatz In Deutschland nationaler Maßstab für bestimmte Verfahrensfragen, z. B. hin- sichtlich der Durchführung von Prüfun- gen.
Verwendungszweck und Sicherheitshinweise Verwendungszweck und Sicherheitshinweise Verwendung des Ruthmann-Steigers T 300.4 1.1.1 Bestimmungsgemäße Verwendung Der Ruthmann-Steiger T 300.4 ist eine „Fahrbare Hubarbeitsbühne“, die da- für vorgesehen ist, Personen zu Arbeitsplätzen zu befördern, an denen sie von der Arbeitsbühne aus Arbeiten verrichten. Arbeiten können z. B. sein: •...
Verwendungszweck und Sicherheitshinweise Ein Einsatz des Ruthmann-Steigers T 300.4, bei dem eine besondere Ar- beitsweise oder Arbeitsbedingung notwendig wird, die über die Betriebspa- rameter und Anwendung der genannten bestimmungsgemäßen Verwen- dung hinausgeht, bedarf der Zustimmung unsererseits. Der Steiger darf nur von Personen verwendet, gewartet und instand gesetzt werden, die hiermit vertraut und über die Gefahren unterrichtet sind ( ...
Verwendungszweck und Sicherheitshinweise zum Einsatz in explosionsgefährdeter Umgebung (kein Explosi- ons-Schutz), zur Erdung von Freileitungen mit der Struktur, d. h. dem Ausleger des Steigers, zum Einsatz an unter Spannung stehenden Teilen elektrischer Anlagen. zur Versetzfahrt, d. h. das Fahren mit angehobener und/oder per- sonenbesetzter Arbeitsbühne.
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Verwendungszweck und Sicherheitshinweise ✓ ihrer Kenntnisse über einschlägige − Normen, − staatlichen Arbeitsschutzvorschriften, − Unfallverhütungsvorschriften und − allgemein anerkannten Regeln der Technik berechtigt ist, die jeweiligen Arbeiten auszuführen und dabei mögliche Ge- fahren erkennen und vermeiden kann. Dem Instandhaltungspersonal emp- fehlen wir, ihre Fachkenntnisse, z.
Verwendungszweck und Sicherheitshinweise Sicherheitshinweise Restgefahren sind zum Zeitpunkt der Inverkehrbringung des Ruthmann-Stei- gers T 300.4, selbst bei Beachtung der nach dem Stand der Technik gültigen Vorschriften nicht auszuschließen! Deshalb lesen und beachten Sie die Si- cherheitshinweise, als auch die in den nachfolgenden Anleitungskapiteln ein- gefügten, speziellen Warnhinweise! Die beschriebenen Schutzziele und Schutzmaßnahmen werden erst mit Beachtung und Umsetzung durch Sie bzw.
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Verwendungszweck und Sicherheitshinweise • Die Zündung nur vom Fahrerhaus einschalten. Der Fahrzeugmotor darf nicht durch Kurzschließen der elektrischen Anschlüsse am Anlasser ge- startet werden! • Vor dem Anfahren den Nahbereich kontrollieren. Auf ausreichende Sicht achten! • Beim Umgang mit Kraftstoff ist Vorsicht geboten - erhöhte Brandgefahr! - Niemals in der Nähe offener Flammen oder zündfähiger Funken Kraftstoff nachfüllen.
Verwendungszweck und Sicherheitshinweise − Auftreten von Müdigkeit oder Nachlassen der Aufmerksamkeit. • Bei auftretender Gefahr im oder im Umfeld des Steigers Warneinrichtung betätigen. • Fehlende oder unleserliche Beschriftungen sind sofort zu ersetzen. • Fehlende Warnmarkierungen sind sofort zu ersetzen. • Auf verkehrs- und standsichere Positionierung ist zu achten! •...
Verwendungszweck und Sicherheitshinweise • Der Fahrweg muss so beschaffen sein, dass die Standsicherheit nicht be- einträchtigt wird. • Der Fahrer muss die Fahrbahn und den zu durchfahrenden Raum über- blicken können. • Fahrten mit dem Ruthmann-Steiger T 300.4 über weitere Strecken dürfen nur in Transportanordnung des Steigers und mit unbesetzter Arbeits- bühne erfolgen.
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Verwendungszweck und Sicherheitshinweise Arbeitspausen die ausgefahrene Abstützung und die Aufstell-Neigung des Steigers zu kontrollieren! • Die Arbeitsbühne darf nur über den dafür bestimmten Zugang betreten oder verlassen werden. • Die zulässige Nennlast der Arbeitsbühne darf nicht überschritten wer- den. - Umsturzgefahr / Bruchgefahr! - Durch Überschreitung der maximalen Nennlast ist die Standsicherheit des Steigers gefährdet! Bauteile des Steigers können beschädigt werden! •...
Verwendungszweck und Sicherheitshinweise • Die Steuerung aller betriebsmäßigen Bewegungen der Arbeitsbühne darf nur von dem Bedienpersonal aus der Arbeitsbühne ausgeführt werden. - Stoß- und Quetschgefahr! - Das Bedienpersonal in der Arbeitsbühne kann die Gefahren, denen das Personal in der Arbeitsbühne z. B. durch Hindernisse im Arbeitsbereich des Steigers ausgesetzt ist, im Allgemeinen selbst am besten einschät- zen.
Verwendungszweck und Sicherheitshinweise 1.2.5 Elektrische Anlage des Ruthmann-Steigers T 300.4 • Vor Arbeiten an der elektrischen Anlage sind die Batterien (Minuspol) ab- zuklemmen und die Steckverbindungen der Elektronikbauteile bei ausge- schalteter Zündung abzuziehen! Eine externe Netzeinspeisung darf nicht angeschlossen sein! •...
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Verwendungszweck und Sicherheitshinweise Intervallen dieser Betriebs- und Wartungsanleitung geprüft und gewartet, als auch längstens nach einem Jahr durch eine befähigte Person (Sach- kundigen) geprüft werden. Über die Sachkundigenprüfung ist ein Nach- weis zu führen. Wir empfehlen Ihnen, zur Sachkundigenprüfung, aufgrund des erforderli- chen Fachwissens, auf unseren RUTHMANN-Service zurückzugreifen.
Verwendungszweck und Sicherheitshinweise • Steckengelassene Werkzeuge stellen eine besondere Gefahr dar. Des- halb nach Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten sorgfältig alle Werk- zeuge vom Steiger entfernen. • Für die Instandhaltung des Fahrgestells ist die Betriebs- und Wartungs- anleitung des Fahrgestell-Herstellers bindend; ansonsten gilt diese Be- triebs- und Wartungsanleitung.
Verwendungszweck und Sicherheitshinweise ist unbedingt ein ausreichender Sicherheitsabstand zu den unter Spannung stehenden Teilen einzuhalten (siehe z. B. DGUV Vorschrift 3). • Sicherheitsmaßnahmen immer in Abstimmung mit dem Betreiber der An- lage festlegen. 1.2.10 Erdung des Ruthmann-Steigers T 300.4 bei Einsatz an Sendean- lagen, Windkraftanlagen oder Umspannwerken •...
Verwendungszweck und Sicherheitshinweise 1.2.12 Einsatz des Ruthmann-Steigers T 300.4 in Hallen • Das Befahren von Hallen mit dem Ruthmann-Steiger T 300.4 und das dortige Aufstellen des Steigers ist mit dem zuständigen Statiker / Betrei- ber der Halle abzustimmen. U. a. sind die Konstruktion und Statik der Halle / des Hallenbodens und die Bereifung, die Achslasten, die Stütz- kräfte der Abstützung sowie die Emissionswerte des Ruthmann-Steigers T 300.4 zu berücksichtigen.
Verwendungszweck und Sicherheitshinweise Beschilderung • Die Beschilderung am Ruthmann-Steiger T 300.4 ist zu beachten. Sie gibt neben den Informationen zu den Bedienelementen u. a. gezielte Sicher- heits- und Gesundheitsaussagen für Personen, die mit dem Steiger arbei- ten und/oder sich an dem Steiger aufhalten. Durch die Kombination von Form, Farbe, Klartext und/oder Bildzeichen (Symbolen) werden, insbe- sondere bei den Sicherheitsschildern, die o.
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Verwendungszweck und Sicherheitshinweise Im ausgehobenen Zustand muss das Fahrer- haus leer sein und lastfrei bleiben. D. h. bei aus- gehobener Vorderachse ist der Aufenthalt im Fahrerhaus verboten! Zuladungen im Fahrer- haus bzw. zusätzliche Lasten oder Anbauten am Fahrerhaus sind ebenfalls verboten! Vordere Auftritte dürfen nicht benutzt werden! ...
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Verwendungszweck und Sicherheitshinweise Warnung vor Fuß-, Beinverletzungen beim Ein- fahren der Abstützung. Füße nicht unter die Fahrzeugräder stellen. • Bildzeichen auf Zusatz- und Hinweiszeichen Auf Abstützung achten! Quetschgefahr! Die aus- oder einfahrende Abstützung ist stets zu beobachten! Stützkraft auf dem Untergrund. XXX kg ...
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Verwendungszweck und Sicherheitshinweise Zulässige Windgeschwindigkeit. Nur für Rückhaltesysteme. Anschlagpunkt (Hal- teöse) für ein Rückhaltesystem gegen Absturz. In diesem Beispiel eine Person je Anschlag- punkt. Nur für Rückhaltesysteme. Anschlagpunkt (Hal- teöse) für ein Rückhaltesystem gegen Absturz. In diesem Beispiel max. zwei Personen je An- schlagpunkt.
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Verwendungszweck und Sicherheitshinweise • Bildzeichen auf dem Fabrikschild A-bewerteter Schallleistungspegel. 1-20 ® STEIGER T 300.4 BA.DEU.24-33905-01-02-FTA-jr...
Verwendungszweck und Sicherheitshinweise Persönliche Schutzausrüstung Ist es durch betriebstechnische und organisatorische Maßnahmen nicht aus- geschlossen, dass das Personal Unfall-, Gesundheits- oder Sicherheitsge- fahren ausgesetzt ist, so muss das Personal eine geeignete persönliche Schutzausrüstung (PSA) tragen. Die Priorität der Schutzmaßnahmen ist bei der Auswahl zu berücksichtigen: 1.
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Verwendungszweck und Sicherheitshinweise mit entsprechenden Ösen, sowie praktischen Schnellverschlüssen verse- hen. Je nach Ausführung sind die Gurte im Schulter-, Rücken- und Beinbe- reich mit bequemen Polstern ausgestattet, um auch bei längeren Arbeiten nicht unbequem zu werden. Die Bein- und Schultergurte sind in der Regel in der Länge einstellbar.
Technische Angaben Technische Angaben Technische Daten Steiger-Typ T 300.4 Klassifizierung Gruppe B / Typ 1 (DIN EN 280) Fabrikations-Nr. 33905 Fahrzeug-Typ (Fgst.) MAN TGL 8.160 4x2 BB CH / 3600 CC- Fhs. Euro 6e Fahrzeug-Ident-Nr. WMA02DZZXPP227655 ® BA.DEU.24-33905-01-02-FTA-jr STEIGER T 300.4...
Technische Angaben 2.1.1 Maße und Gewichte des Gesamtfahrzeuges Gesamtlänge (Lges) in Transportanord- nung ca. 7,58 m Bauhöhe (Bh) in Transportanordnung ca. 3,61 m Fahrzeugbreite max. ca. 2,52 m Überhang vorn (Üv) ca. 1,31 m Radstand (R) des Fahrzeuges ca. 3,60 m Überhang hinten (Üh) ca.
Technische Angaben 2.1.2 Angaben zum Steigeraufbau 2.1.2.1 Hauptkenndaten Arbeitshöhe max. ca. 30,00 m Hubhöhe max. ca. 28,00 m (Plattformhöhe) max. Reichweite ca. 23,00 m (bei voller Abstützung und gedrehter Arbeits- bühne. Grafische Darstellungen der Arbeits- bereiche Kapitel 14.1.) Tragfähigkeit (Steiger) max.
Technische Angaben 2.1.2.2 Abstützeinrichtung Art der Abstützeinrichtung vorne: Horizontal-Vertikal- Abstützung hinten: Horizontal-Vertikal- Abstützung Stützweiten bezogen auf die Abstütz- basis (Außenkante Stützteller) Volle Abstützung vorne: ca. 5,30 m hinten: ca. 5,30 m links: ca. 5,62 m rechts: ca. 5,40 m Abstützung vorne: ca.
Technische Angaben 2.1.2.4.1 Tragfähigkeit des Steigers und Nennlast der Arbeitsbühne Der Ruthmann-Steiger T 300.4 in der Grundversion mit Standard-Arbeits- bühne ist für eine Belastung von 350 kg konzipiert worden. Die maximale Belastung (Gewicht von Personen und Zuladung) des Steigers ist auf dem Fabrikschild als Tragfähigkeit, als auch zusätzlich in der Arbeitsbühne als Nennlast angegeben.
Technische Angaben Darüber hinaus sind weitere abnehmbare Sonderausstattungen wie folgt zu berücksichtigen: - Σ m Bühne aSA(i) Beispiel: Auslieferungszustand = 350 kg - Σ m Bühne aSA(i) ≙ verbleibende nutzbare Belastung der Arbeitsbühne (Gewicht von Perso- Bühne nen und Zuladung) ≙...
Technische Angaben Feld 5: Isolationskennzeichen. N ≙ Keine Isolation / I ≙ Isolation. Feld 6: Leiterkennzeichen. Stufen einer an der Arbeitsbühne an- gebauten Zugangsleiter, 0 ≙ Keine Zugangsleiter vorhan- den. Feld 7: Versionsnummer der Arbeitsbühne, wenn vorhanden. Die Fabrik-Nr.
Technische Angaben 2.1.2.5 Hydraulikpumpenantrieb Hauptantrieb Fahrzeugmotor siehe Betriebsanleitung des Fahrgestellherstellers Hydraulikpumpe Doppelhydraulikpumpe (Axi- alkolben-Verstellpumpe und Konstantpumpe) Regelung der Motordrehzahl automatisch auf ca. 820 - (nach eingeschaltetem Nebenantrieb) 1400 min Hilfsantrieb für Notablass Handpumpe Ansprechdrücke der Druckbegrenzungs- Kapitel 11 „Hydraulikplan“ ventile Hydrauliköl im System Handelsname...
Technische Angaben 2.1.2.7 Parametrierung Das Trägerfahrgestell ist „Steiger-spezifisch“ durch den Fahrgestellhersteller oder deren Fachwerkstatt ergänzend parametriert worden. Der vollständige Parameterdatensatz wurde zentral bei dem Hersteller des Trägerfahrgestells hinterlegt. Bei Bedarf können autorisierte Fachwerkstätten sowie autorisierte Personen darauf zugreifen. 2.1.2.8 Geräuschpegel Schalldruckpegel * in der Arbeitsbühne L 70 dB (A)
Technische Angaben 2.1.2.9 Vibrationen Effektivwert der gewichteten Beschleunigung in der Arbeitsbühne a < 0,5 m/s Nach Maschinenrichtlinie ist, wenn der Effektivwert < 0,5 m/s ist, dieser Wert anzugeben. Gemäß VDI – Richtlinie 2057 Teil 1 ist eine schwingungs- bedingte Beeinträchtigung des Wohlbefindens (subjektive Wahrnehmung), deren Effektivwert der frequenzbewerteten Beschleunigung a >...
Technische Angaben 2.1.3 Angaben zum Fahrgestell Die technischen Angaben zum Fahrgestell sind der Betriebsanleitung des Fahrgestellherstellers zu entnehmen. 2.1.4 Statische und dynamische Prüfungen durch den Hersteller Die sachliche Zuständigkeit sowie Art, Umfang und Durchführung der Prü- fungen vor der ersten Inbetriebnahme sind z. B. den Grundsätzen der Deut- schen Gesetzlichen Unfallversicherung −...
Technische Angaben Fabrikschild, CE-Kennzeichnung und Prüfplakette Fabrikschild mit CE-Kennzeichnung und Angabe des Schallleistungspegels am Turm des Auslegers (Beispiel). Unsere Prüfplakette mit dem Hinweis zur nächsten regelmäßigen Prüfung. Aufgrund der Anbaumöglichkeit einer anderen typisierten Arbeitsbühne er- halten sowohl der Steiger als auch die Arbeitsbühne je eine Prüfplakette. Schild mit Prüfplakette am Turm des Ausle- gers (Beispiel).
Technische Angaben Arbeitsbereiche Die Arbeitsbereiche basieren u. a. auf die nachfolgenden Abstützvarianten (Die zulässige Aufstell-Neigung darf nicht überschritten werden.): 1. Volle Abstützung − Alle Abstützarme sind horizontal vollständig ausgefahren. − Alle Stützen haben Bodenkontakt. − Die Fahrzeugräder haben Bodenfreiheit. 2. Linksseitige Abstützung im Fahrzeugprofil −...
Beschreibung 3.1.1 Komponenten und Baugruppen Nachfolgend werden die wesentlichen Komponenten und Baugruppen be- schrieben, aus denen der Ruthmann-Steiger T 300.4 besteht. 3.1.1.1 Steigerunterbau Der Steigerunterbau besteht aus einem geschweißten Grundrahmen mit Ab- deckung. Der Grundrahmen dient als Hilfsrahmen. Er nimmt in Verbindung mit dem Trägerfahrgestell, die aus dem Steigerbetrieb auftretenden Ausle- gerbelastungen auf und leitet sie über die Abstützeinrichtung in den Boden weiter.
Beschreibung 3.1.1.2 Ausleger Der Ausleger ist die Hubeinrichtung des Ruthmann-Steigers T 300.4. Er be- steht aus den folgenden Hauptbaugruppen: • Turm Der als Blechkonstruktion geschweißte Turm befindet sich oberhalb des Steigerunterbaus. Er ist die Drehsäule des Auslegers. An der Turmplatte befindet sich eine Schwenkeinrichtung. Sie stellt die Ver- bindung zum Steigerunterbau her.
Beschreibung Mittels Hubzylinder wird das Trägersystem angehoben bzw. abge- senkt. • Rüssel (Bühnen-Hubarm) Der Rüssel ist als Kastenprofil ausgelegt. Er wird durch ein hydrau- likzylinderbetätigtes Viergelenkgetriebe bewegt. Die für die Energieführung erforderlichen Leitungen werden innenliegend durch den Ausleger geführt. Nur die Anschlussleitungen sind herausgeführt. Für Wartungsarbeiten befinden sich am Turm, Träger und Rüssel Klappen.
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Beschreibung Der Ruthmann-Steiger T 300.4, Fabrik-Nr. 33905 ist für die Aufnahme einer anderen Arbeitsbühne konzipiert ( Kapitel 2.1.2.4.5 ). D. h. es ist jederzeit eine Umrüstung des Steigers mit einer anderen geprüften, von uns typisier- ten originalen Ruthmann-Arbeitsbühne möglich ( Kapitel 5.5 ).
Beschreibung 3.1.1.3.1 Steckdose 230 Volt In der Arbeitsbühne befindet sich eine Schutzkontaktsteckdose für 230 Volt. Die Strom-Einspeisung erfolgt am Steigerunterbau über die CEE-Kupplung mit Fehlerstromschutzschalter (FI). Bei Verwendung der Steckdose können mögliche Defekte vor der Einspei- sung oder an den angeschlossenen Verbrauchern zu gefahrbringenden Si- tuationen für den Bediener führen.
Beschreibung Hydraulikanlage Die Komponenten des Ruthmann-Steigers T 300.4 werden mechanisch/hyd- raulisch mit Stellgliedern bewegt. Eine am Nebenantrieb des Fahrzeugmotors angebaute Tandem-Hydraulik- pumpe sorgt für die hydraulische Energie. Durch eine hydraulische Regelung erbringt die Tandem-Hydraulikpumpe nur die, für die jeweilige Bewegung er- forderliche Leistung.
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Beschreibung lasttragenden Stellgliedern angebracht sind, ein Einfahren der Stützen und Absinken der Arbeitsbühne. Ein, im Hydrauliköltank eingebautes Rücklauffilter schützt die Hydraulikag- gregate durch eine Vollstromfilterung des Ölrücklaufs beider Kreisläufe vor Schmutzteilen. Das, im Filtergehäuse integrierte Belüftungsfilter sorgt für die Filterung der angesaugten Luft und verhindert unzulässige Druckschwan- kungen im Tank.
Beschreibung Beschreibung der Steuerung Nachfolgend wird die Steuerung beschrieben, mit der die Bewegungen des Ruthmann-Steigers T 300.4 gesteuert werden. Die Steuerung dient zum Steuern und Überwachen des Steigers und bildet die Schnittstelle zwischen dem Menschen und der Maschine. Sie besteht u.
Beschreibung Die Festlegung der richtigen Abstützbasis und das standsichere Aufstellen des Steigers ist die Grundlage aller weiteren Steigerbewegungen. Die me- chanisch / hydraulisch betätigte Abstützeinrichtung wird mit den Bedienele- menten der Steuerung gesteuert. Die Rechnersteuerung setzt dabei die an- gesteuerten Steuerbefehle um. Sie bewegt mit den elektromagnetischen Ventilen die Hydraulikzylinder der Abstützung.
Beschreibung 3.3.2 Steigerbewegungen • Rüssel auf- / abwärts Bewegungen, die die Arbeits- bühne in eine größere bzw. gerin- gere Höhe bringen. Der Rüssel bewegt sich um die waagerechte Achse „A“. • Ausleger (Hubarm) heben / sen- Bewegungen, die die Arbeits- bühne in eine größere bzw.
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Beschreibung angesteuerten Hydraulikzylinder der o. g. Komponenten des Steigers. Mit Hilfe der Sensorik erfasst die Rechnersteuerung die Freigabe der Steigerbe- wegungen. Die elektrische Ansteuerung der Komponenten kann jederzeit im Gefahrenfall durch das Betätigen eines NOT-HALT-Schalters unterbrochen werden. ® 3-13 BA.DEU.24-33905-01-02-FTA-jr STEIGER T 300.4...
Beschreibung 3.3.3 Steuereinrichtungen Der Ruthmann-Steiger T 300.4 hat u. a. folgende Steuereinrichtungen: • Schalttafel der Armaturenanlage im Fahrerhaus: − Schalter NEBENANTRIEB. Ein- bzw. Ausschalten des Hydraulikpumpenantriebs (Nebenan- triebs) . Ein- bzw. Ausschalten des Betriebs (Hauptschalter). Nach dem „Hochfahren“ der Rechnersteuerung wird automatisch die Steuer- stelle BÜHNENSTEUERUNG freigegeben, wenn sie nicht ander- seits elektrisch verriegelt ist.
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Beschreibung 3.3.4 Steuerstellen Die Steuerung lässt eine Bedienung der Steigerbewegungen, d. h. Abstütz- und/oder Auslegerbewegungen von den folgenden Steuerstellen zu: 1. Steuerstelle STÜTZENSTEUERUNG; links vom Steigerunterbau. 2. Steuerstelle STÜTZENSTEUERUNG; rechts vom Steigerunterbau. 3. Steuerstelle BÜHNENSTEUERUNG; von der Arbeitsbühne. 4. Steuerstelle NOTSTEUERUNG; rechts vom Steigerunterbau. 5.
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Beschreibung 3.3.4.2 Steuerstelle BÜHNENSTEUERUNG Die Bedienung in der Arbeitsbühne ist als feinfühlige, elektronische Propor- tional-Steuerung für folgende Bewegungen ausgelegt: • Stützen horizontal aus- bzw. einfahren, • Stützen vertikal aus- bzw. einfahren, • Rüssel auf- bzw. abwärts bewegen, • Ausleger (Hubarm) heben bzw. senken, •...
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Beschreibung • Feinsteuerung deutliche Reduzierung der Normalgeschwindigkeit Die Bewegungen laufen automatisch sanft an und halten sanft ein (Aus- nahme: Arbeitsbühne drehen). Die Steuerstelle bietet die Möglichkeit zwei Bewegungen gleichzeitig auszu- führen. ® 3-17 BA.DEU.24-33905-01-02-FTA-jr STEIGER T 300.4...
Beschreibung 3.3.5 NOT-HALT-Schalter An jeder Steuerstelle befindet sich ein NOT-HALT-Schalter. Unabhängig da- von, von wo eine Steigerbewegung elektrisch angesteuert wurde, kann im Gefahrenfall diese Bewegung von jeder Steuerstelle durch das Betätigen des NOT-HALT-Schalters unterbrochen werden. 3.3.6 STOPP-Schalter An der Steuerstelle STÜTZENSTEUERUNG befindet sich ein STOPP- Schalter.
Beschreibung 3.3.9 Elektrische Verriegelungen Elektrische Verriegelungen setzen bestimmte Steigerbewegungen und Funktionen außer Kraft. 3.3.9.1 Bühnenüberlastungs-Erkennungshilfe Die Bühnenüberlastungs-Erkennungshilfe signalisiert das Überschreiten der maximal zulässigen Tragfähigkeit der Arbeitsbühne um mehr als einen be- stimmten zulässigen Bereich. In der Klartextanzeige erscheint ein entspre- chender Hinweis.
Beschreibung 3.3.9.3 Schwenkwinkelabhängige Reichweitenbegrenzung Der Ruthmann-Steiger T 300.4 ist mit einer Lastmomentbegrenzung (LMB) ausgestattet, die in Abhängigkeit von der Auslegerstellung, dem ausgefah- renen Teleskop und der aktuellen Arbeitsbühnenlast durch Verriegelung die seitliche Reichweite begrenzt. Kurz vor dem Ansprechen dieser Begrenzung werden alle Bewegungen, die das Lastmoment vergrößern, automatisch kontinuierlich verlangsamt und bei Erreichen der Lastmomentbegrenzung abgeschaltet.
Beschreibung 3.3.10 Aufstellautomatik Die Abstützung kann z. B. mit gleichzeitiger Betätigung der Funktionstaste ALLE STÜTZEN und des entsprechenden Meisterschalters horizontal bzw. vertikal ausgefahren werden. Beim vertikalen Ausfahren versucht die Steue- rung den Steiger innerhalb der zulässigen Aufstell-Neigung auszuheben (Aufstellautomatik). Alternativ können die Stützen auch komfortabel mit nur einer Funktionstaste wahlweise horizontal und vertikal oder nur vertikal ausgefahren werden.
Beschreibung 3.3.11 Automatischer Bühnenausgleich Die Arbeitsbühne wird während des Steigerbetriebs elektrohydraulisch waa- gerecht gehalten. Es erfolgt einerseits ein Ausgleich der Arbeitsbühne auf- grund von Neigungsänderung durch eine angesteuerte Hebe- oder Senkbe- wegung des Auslegers und / oder Auf- oder Abwärtsbewegung des Rüssels. Anderseits erfolgt auch ein Ausgleich der Arbeitsbühne aufgrund von Nei- gungsänderung, z.
Beschreibung 3.3.13 Endlagendämpfung Die Geschwindigkeiten folgender Bewegungen werden vor Erreichen der Endlage automatisch reduziert: • Rüssel auf- bzw. abwärts, • Ausleger (Hubarm) heben bzw. senken, • Ausleger (Turm) links bzw. rechts schwenken, • Teleskop aus- bzw. einfahren. Als Endlagen werden die Endstellungen der jeweiligen Hydraulikzylinder be- zeichnet.
Beschreibung 3.3.15 Memory „Memory“ erleichtert das wiederkehrende Anfahren bestimmter Zielpositio- nen (Arbeitsbühnen-Positionen). Wird eine Zielposition erreicht, so kann sie gespeichert werden. Von jeder anderen Position aus kann dann diese Ziel- position automatisch angefahren werden. Es wird dabei jedoch nicht der zu- vor zurückgelegte Weg nachgefahren! Die gespeicherte Zielposition bleibt so lange erhalten, auch nach Ausschal- ten des Steigers, bis eine andere Position gespeichert wird.
Beschreibung Steuerpult „RUTHMANNCockpit“ der Arbeitsbühne 3.3.18 Das modular aufgebaute Steuerpult hat eine grafische Anwenderführung mit klarem Design. Ergonomische Aspekte wurden bei der Gestaltung mit ein- bezogen. Es besteht im Wesentlichen aus einem oberen geneigten Schalter- , Kontroll- und Informationsbereich sowie aus einem unteren Steuerbereich. Die Steuerbefehle, Kontroll- und Informationsauswahl erfolgen mit komfor- tablen Meisterschaltern, Drucktastern sowie Funktionstasten.
Beschreibung • Sonderfunktionen, • Hinweise zur Bedienung, • Steiger- und Display-Einstellungen sowie • Kontrasteinstellung. angezeigt werden können. Der Informationsbereich gibt dem Bedienpersonal eine Vielzahl von Informa- tionen, um den Ruthmann-Steiger T 300.4 schnell und effizient einzusetzen. Mit drei unterschiedlichen Display-Kontraststärken gewährleiste das Grafik- display bei allen Lichtverhältnissen eine optimale Lesbarkeit.
Beschreibung 3.3.19 Bedienungsfeld der Notsteuerung Das Bedienungsfeld besteht aus einer Klartextanzeige und einer Flachtasta- tur. 3.3.19.1 Klartextanzeige Die Anzeige dient Informations- und Diagnosezwecken. Sie besteht aus ei- nem 4-zeiligen LC-Display mit 20 Zeichen pro Zeile. Auf der Anzeige werden von der Rechnersteuerung automatisch Betriebsmeldungen bzw. Bedie- nungshinweise angezeigt.
Beschreibung 3.3.19.3 Sprachumschaltung Die Rechnersteuerung verfügt über eine komfortable Sprachverwaltung der Betriebs- und Informationsmeldungen. In verschieden Sprachen liegen die Klartexte vor. Nach dem „Hochfahren“ der Rechnersteuerung erscheint an der Klartextanzeige der Text, in der zuletzt eingestellten Sprache. Quasi per „Knopfdruck“ kann das Bedienpersonal am Bedienungsfeld die Sprache umschalten.
Beschreibung Stromversorgung Die Stromversorgung des Ruthmann-Steigers T 300.4 erfolgt durch die in- ternen am Fahrgestell angebauten Fahrzeugbatterien. Sie versorgen u. a. • das Trägerfahrgestell, • die Rechnersteuerung, • die Sensorik, • die elektrisch betätigten Ventile der Hydraulikanlage • etc. Die Fahrzeugbatterien werden mit der Lichtmaschine des Fahrgestells gela- den.
Beschreibung 3.4.2.2 Sicherungen Ruthmann-Steiger T 300.4 • Hauptsicherungen neben der Fahrzeugbatterie siehe Stromlaufplan Kfz-Schnittstelle Kapitel 12 • Sicherungen im Fahrerhaus (je nach Trägerfahrgestell) siehe Stromlaufplan Kfz-Schnittstelle Kapitel 12 • Sicherungsplatine im Schaltkasten (Notsteuerung) am Steigerunterbau. An der Innenseite des Schwenkrahmens ist eine Platine mit Sicherungen montiert.
Bedienelemente und Anzeigen Bedienelemente und Anzeigen Anordnung der NOT-HALT-Schalter Der Ruthmann-Steiger T 300.4 verfügt über folgende NOT-HALT-Schalter: 1. Am Steuerpult in der Arbeits- bühne, oben rechts. 2. Am Steigerunterbau in Fahrtrich- tung links, oberhalb des Bedie- nungsfeldes der Stützensteue- rung. (STOPP-Schalter). 3.
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Bedienelemente und Anzeigen 4. Im Schaltkasten am Steigerun- terbau in Fahrtrichtung rechts, oberhalb des Bedienungsfeldes der Notsteuerung. ® STEIGER T 300.4 BA.DEU.24-33905-01-02-FTA-jr...
Bedienelemente und Anzeigen Bedienelemente und Anzeigen des Fahrgestells Die Bedienung des Fahrgestells ist der Betriebsanleitung des Fahrgestell- herstellers zu entnehmen. Bedienelemente und Anzeigen des Ruthmann-Steigers 4.3.1 Bedienelemente und Anzeigen an der Armaturenanlage im Fah- rerhaus Auf der Schaltertafel der Armaturenanlage befindet sich der Schalter NEBENANTRIEB (Hauptschalter).
Bedienelemente und Anzeigen 4.3.2.1 Drucktaster des Bedienungsfeldes (links) Drucktaster (Benennung) Beschreibung Funktion: STÜTZE VORNE LINKS Fährt den Abstützarm horizontal aus. LED-Licht: HORIZ. AUS Siehe Drucktaster Nr. 2 Funktion: STÜTZE HINTEN LINKS Fährt den Abstützarm horizontal aus. ...
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Bedienelemente und Anzeigen Grünes LED-Blinklicht: Die linken Stüt- zen haben Bodenkontakt. Grünes LED-Dauerlicht: - Alle Stützen haben Bodenkontakt und - Vorderräder / Hinterräder haben Boden- freiheit und - elektronisch gemessene Neigung des Steigers liegt innerhalb der zul. Aufstell- Neigung.
Bedienelemente und Anzeigen 4.3.2.2 Drucktaster des Bedienungsfeldes (rechts) Drucktaster (Benennung) Beschreibung Funktion: STÜTZE VORNE LINKS Fährt den Abstützarm horizontal aus. LED-Licht: HORIZ. AUS Siehe Drucktaster Nr. 2 Funktion: STÜTZE HINTEN LINKS Fährt den Abstützarm horizontal aus. ...
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Bedienelemente und Anzeigen Grünes LED-Blinklicht: Die linken Stüt- zen haben Bodenkontakt. Grünes LED-Dauerlicht: - Alle Stützen haben Bodenkontakt und - Vorderräder / Hinterräder haben Boden- freiheit und - elektronisch gemessene Neigung des Steigers liegt innerhalb der zul. Aufstell- Neigung.
Bedienelemente und Anzeigen 4.3.3 Schaltkasten BÜHNENSTEUERUNG in der Arbeitsbühne 4.3.3.1 Steuerpult RUTHMANNCockpit Bedienelement / Anzeige Beschreibung unterbricht sofort die elektr. Ansteu- NOT-HALT-Schalter, rot erung der Steigerbewegungen. Der Fahrzeugmotor wird abgestellt. ® BA.DEU.24-33905-01-02-FTA-jr STEIGER T 300.4...
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Bedienelemente und Anzeigen Bedienelement / Anzeige Beschreibung Meisterschalter (links) Steuerhebel für Steigerbewegungen = Vertikale Achse, Auslenkung nach vorne, = Vertikale Achse, Auslenkung nach hinten, = Horizontale Achse, Auslenkung nach links, ➔ = Horizontale Achse, Auslenkung nach rechts, 1 = Erstfunktion, 2 = Zweitfunktion des Meisterschalters.
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Bedienelemente und Anzeigen Bedienelement / Anzeige Beschreibung gedrückter Funktionstaste sofort an die Rechnersteuerung weiter- gegeben. Erlischt nach ca. 5 Sek. nach der letzten Befehlsgeberbe- tätigung. Dauerlicht: ÜBERLAST (Warnleuchte) - Bühnenaufsetzerkennung. Arbeits- bühne auf Hindernis aufgesetzt. - Drucktaster ÜBERBRÜCKUNG SICHERHEITSABSCHALTUNG betätigt, obwohl kein „bedingter NOT-HALT“...
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Bedienelemente und Anzeigen Bedienelement / Anzeige Beschreibung Warnleuchte LMB- ABSCHALTUNG. Blinklicht: BATTERIEZUSTANDS- ÜBERWACHUNG - Batteriespannung (Versorgungs- (Kontrollleuchte) spannung) zu gering, Fahrzeug- motor starten. Flachtastatur (16er - Funktionstasten-Block mit rot leuchtenden LEDs) Funktionen der Tasten (alternativ): - Steuert die Abstützung in die dargestellte Abstützbasis. - Aktiviert Meisterschalter für den Steuerbefehl von Stützbewegungen (für ca.
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Bedienelemente und Anzeigen Bedienelement / Anzeige Beschreibung betätigt. - Rechte LED, Abstandskontrolle angesprochen. Funktion: BATTERIE-PUMPE (Sonderausstattung) - Schaltet die batteriebetriebene Hydraulikpumpe ein. - Schaltet die batteriebetriebene Hydraulikpumpe aus. - Im Eingabemodus mit „3“ belegt. Blinklicht: - Kein Blinklicht vorgesehen. ...
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Bedienelemente und Anzeigen Bedienelement / Anzeige Beschreibung nach Aktivierungsstatus mit dem 1-ten - oder 2-ten Tastendruck. - Im Eingabemodus mit „5“ belegt. Blinklicht: - Kein Blinklicht vorgesehen. Dauerlicht: - Funktionstaste betätigt. Funktion: SONDERFUNKTION - Schaltet die Feinsteuerung ein. ...
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Bedienelemente und Anzeigen Bedienelement / Anzeige Beschreibung - Siehe Funktionstaste STÜTZE HINTEN RECHTS. Funktion: BÜHNE LINKS DREHEN - Dreht die Arbeitsbühne nach links. Je nach Aktivierungsstatus mit dem 1-ten oder 2-ten Tastendruck. - Im Eingabemodus mit „8“ belegt. ...
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Bedienelemente und Anzeigen Bedienelement / Anzeige Beschreibung Blinklicht: - Siehe Funktionstaste STÜTZE HINTEN RECHTS. Dauerlicht: - Siehe Funktionstaste STÜTZE HINTEN RECHTS. Funktion: Leer - Ohne Funktion. - Im Eingabemodus mit „0“ belegt. Blinklicht: - Kein Blinklicht vorgesehen. ...
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Bedienelemente und Anzeigen Bedienelement / Anzeige Beschreibung Schalttafel für Leuchtdrucktaster Funktionen des Drucktasters (alternativ): - Steigerbewegungen. - Funktionen und Geräte ein- bzw. ausschalten. Bedeutung der Leuchte: - Nur Hintergrundbeleuchtung des Drucktasters. Tastfunktion: ÜBERBRÜCKUNG SICHERHEITS- - Überbrückt die Sicherheitsabschal- ABSCHALTUNG tung „bedingter NOT-HALT“.
Bedienelemente und Anzeigen 4.3.3.2 Grafikfähiges Display Mit dem Einschalten des Betriebs, d. h., solange die Rechnersteuerung „hochfährt“, zeigt das Display die „Startseite“ mit den Informationen zur Ver- sion, Datum und Beschreibung an. Nach dem Hochfahren zeigt das grafikfähige Display die erste Menüseite an. Die Menüstruktur verfügt über drei Ebenen.
Bedienelemente und Anzeigen Symbol Beschreibung Öffnet die Menüauswahl. Ordnet den MENÜ Funktionstasten Menüebenen zu. Zeigt die vorherige „Menüebene“ an. MENÜEBENE ZURÜCK Blättern in der angezeigten Menü- SEITE WEITER ebene; zeigt die nächste Seite des Menüs an. Blättern in der angezeigten Menü- SEITE ZURÜCK ebene;...
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Bedienelemente und Anzeigen Menü AUSLEGER: Die Menüseite stellt u. a. folgende Informationen in einer übersichtlichen gra- fischen Form dar: • Auslegerkonstellation, • Lastmoment (LMB), • Arbeitsbühnenbelastung, • Klassik-LCD • etc. Die grafische Darstellung mit Zahlenwerten in Prozent- und Winkelangaben gibt die aktuelle Auslegerkonstellation der Ausleger-Komponenten wieder. Die Darstellung des Auslegers selbst bleibt in der Konstellation dabei unver- ändert.
Bedienelemente und Anzeigen 4.3.4.1 Bedienungsfeld NOTSTEUERUNG unterbricht sofort die elektr. Ansteue- NOT-HALT-Schalter rung der Steigerbewegungen. Der Fahrzeugmotor wird abgestellt. Notsteuerung; Flachtastatur blättern der Betriebs- und Informati- onsmeldungen; Programmierung (Passwort-Eingabe, Uhr stellen etc.); numerische Eingabe. zeigt Betriebs-, Informations- und Klartextanzeige Störungsmeldungen an.
Bedienelemente und Anzeigen 4.3.4.1.1 Funktionstasten der Flachtastatur Belegung der Funktionstasten von links nach rechts bzw. von oben nach un- ten. Die Funktionstasten sind teilweise mit Mehrfachfunktionen belegt. Funktionstaste (Benennung) Beschreibung - Ausleger anheben, - AUSLEGER HEBEN - STÜTZE VERT. EIN - Stütze vertikal einfahren.
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Bedienelemente und Anzeigen Funktionstaste (Benennung) Beschreibung - Teleskop ausfahren. TELESKOP AUS - Im Eingabemodus mit „3“ be- legt. - Rüssel aufwärts bewegen. RÜSSEL AUF - Im Eingabemodus mit „4“ be- legt. - Ausleger absenken. - AUSLEGER SENKEN - STÜTZE VERT.
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Bedienelemente und Anzeigen Funktionstaste (Benennung) Beschreibung - Abstützung mit links horizontal - RECHTS IM PROFIL - STÜTZE VORNE LINKS ausgeschobenen Abstützar- men, rechts im Fahrzeugprofil. - Aktiviert Funktionstaste Nr. 1, 5 bzw. 9, 12 zum Steuern der Stütze vorne links. ...
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Bedienelemente und Anzeigen Funktionstaste (Benennung) Beschreibung Anfahren einer gespeicherten POSITION ANFAHREN Zielposition der Arbeitsbühne. Sonderausstattung. Leer Steiger automatisch in Grund- GRUNDSTELLUNG stellung bewegen. Sonderausstattung. Leer Aktiviert Funktionstaste Nr. 1, 5 ALLE STÜTZEN bzw. 9, 12 zum gleichzeitigen Steuern aller vier Stützen.
Bedienelemente und Anzeigen 4.3.4.1.2 Betriebs- und Informationsmeldungen der Klartextanzeige Nach dem Einschalten des Betriebs zeigt das Display die „Startseite“ an, vo- rausgesetzt es liegt keine Störungsmeldung vor. Liegt eine Störungsmel- dung vor, springt das Display automatisch auf die entsprechende Seite und zeigt die Störungsmeldung an.
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Bedienelemente und Anzeigen Klartextanzeige Bedeutung Zeit %LMB Displayseite Zeit der internen Uhr der Rechner- Zeit VLab HLab VRab HRab steuerung Prozentualer Lastmomentwert, %LMB 100% = LMB Abschaltung Stütze vorne links Bodenkontakt VLab Stütze hinten links Bodenkontakt HLab ...
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Bedienelemente und Anzeigen Klartextanzeige Bedeutung Winkel zwischen Grundrahmen und WFzg Ausleger in 1/10 Grad * Stütze vorne links ausgeschoben VLaus Stütze hinten links ausgeschoben HLaus Stütze vorne rechts ausgeschoben VRaus Stütze hinten rechts ausgeschoben HRaus Wird z.
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Bedienelemente und Anzeigen Klartextanzeige Bedeutung Teleskope I und II eingefahren TGesIn Batteriebetriebene Hydraulikpumpe freigegeben (Sonderausstattung) x NB_ok LeitEin Displayseite „1“, wenn Bühnenneigung im erlaub- NB_ok TelSerAb_n_okFrGF861 ten Bereich „1“, wenn Motor läuft Zugangsleiter ein- d. h. hochgeklappt LeitEin ...
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Bedienelemente und Anzeigen Klartextanzeige Bedeutung Horizontaler Ausschub der Abstützarme in %. HR Abstuetz. „0“, wenn Abstützarm horizontal einge- fahren. bzw. „50“, wenn Abstützarm horizontal halb Unkorrekt abge- ausgeschoben. stuetzt „100“, wenn Abstützarm horizontal voll- ständig ausgeschoben. Abstützung vorne links ...
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Bedienelemente und Anzeigen Klartextanzeige Bedeutung Arbeitsbühne bzw. Notsteuerung ab- gestellt wurde. Informationen für den Ruthmann-Ser- vice. Zahlenwerte Displayseiten für den Ruthmann-Service. Neig Boden Aussch Fahrzeugneigung-Plausibilität hat an- Neig gesprochen .NeigTr .Neig Bodenkontakt-Plausibilität hat ange- Boden sprochen ...
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Bedienelemente und Anzeigen Klartextanzeige Bedeutung Die erste Taste in der zweiten Zeile der rechten Stützensteuerung ist gedrückt. Die vierte Zahl in der zweiten Zeile beschreibt die Freigabe der Stützensteuerung: 1 = Stützensteuerung freigegeben. 0 = Stützensteuerung nicht freigegeben. Gedrueckte Taste in Nur Klartextanzeige Bedienungsfeld NOTSTEU- ERUNG Notsteuerung rechts...
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Bedienelemente und Anzeigen Klartextanzeige Bedeutung Seite ist frei. Eingefügte Leerseite. Weiter blättern mit Funkti- Weiter blaettern! onstaste DISPLAY WEITER bzw. DISPLAY ZURÜCK. Telebegrenzung in m nur bei Sonderausstattung „Programmierbare mit Sond. einstellen Teleskopausschubbegrenzung“ 4 Bewegungen gleich- Freigabe der Möglichkeit, dass bis zu vier Stei- zeitig Aend=Sonder gerbewegungen gleichzeitig ausgeführt werden...
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Bedienelemente und Anzeigen Klartextanzeige Bedeutung Seit Neu=Sonder „Betriebsstundenzähler“ Anzeige der Betriebsstunden des Steigers Steiger (Rechnersteuerung eingeschaltet) seit der letz- ten Neueinstellung. Letzte Tarierung der Anzeige der letzten Tarierung der Wägezelle JJJJ „Tag Monat Jahr“. Waegezelle Stuetzen normal Ändern der Geschwindigkeit der Stützbewegun- Aendern = Sonderfkt.
Bedienelemente und Anzeigen 4.3.5 Übergeordnetes Notsteuersystem 4.3.5.1 Handpumpe Die Handpumpe befindet sich neben dem Schaltkasten der Notsteuerung am Steigerunterbau. 1. Handpumpe Antrieb der Hyd- raulik bei Ausfall der Hydraulik- pumpe 2. Handpumpenhebel (Verlängerungsrohr) Handpumpenhebel Kapitel „Notsteuersystem in Extremfällen“. ®...
Bedienelemente und Anzeigen 4.3.6 Notsteuersystem in Extremfällen Handpumpe. Handpumpenhebel (hinter Abdeckung, mit Klettband befestigt). Kugelhahn (am Ventilblock (Magnetventile), hinter Abdeckung). Magnetarretierung (hinter Abdeckung). Wegeventile zum Aus- bzw. Einfahren der Abstützung (hinter Abde- ckung). Wegeventile zum Steuern des Auslegers (hinter Abdeckung). Wegeventile zum Steuern der Arbeitsbühne (im Ventilkasten).
Bedienelemente und Anzeigen 4.3.6.1 Kugelhahn Der Kugelhahn befindet sich am Ventilblock (Magnetventile) am Steigerun- terbau. 1. Handhebel Kugelhahn geschlossen - Handhebel längs zum Kugelhahnblock. Kugelhahn geöffnet - Handhebel quer Kugelhahnblock (90° schwenkt). Kugelhahn im geschlossenen Zustand dargestellt. 4.3.6.2 Magnetarretierungen Die Magnetarretierungen für die Handnotbetätigung der Magnetventile NG 4 / NG 6 befinden sich an der Abdeckung des Ventilblocks am Steigerun-...
Bedienelemente und Anzeigen 4.3.6.3.2 Wegeventile zum Steuern des Auslegers Am Grundrahmen befinden sich folgende Magnetventile: „a“ „b“ Handnot- betätigung Funktion „a“ „b“ Ausleger (Hubarm) senken bzw. heben. Ausleger (Turm) nach links bzw. nach rechts schwenken. Rüssel abwärts bzw. aufwärts bewegen. ...
Bedienelemente und Anzeigen 4.3.6.3.3 Wegeventile zum Steuern der Arbeitsbühne Im Ventilkasten der Arbeitsbühne befinden sich folgende Magnetventile: „a“ „b“ Handnot- betätigung Funktion „a“ „b“ Neigungswinkelausgleich der Arbeitsbühne aufwärts bzw. abwärts. Arbeitsbühne nach links bzw. nach rechts dre- hen.
Bedienelemente und Anzeigen 4.3.7 Aufstell- / Neigungsanzeige Vor Aufnahme von Auslegerbewegungen ist die Aufstellung des Steiger zu überprüfen. An jeder Steuerstell befindet sich eine Anzeige, die visuell an- zeigt, ob die Rechnersteuerung eine Abstützsituation erkannt hat und ob die Neigung des Steigerunterbaus innerhalb der zulässigen Aufstell-Neigung liegt.
Inbetriebnahme Inbetriebnahme Sollten Mängel während der Inbetriebnahme festgestellt werden, so darf der Betrieb nicht aufgenommen werden. Erst nach Beseitigung der Mängel darf der Betrieb aufgenommen werden. Neben den nachstehenden Ausführungen sind insbesondere die Sicherheitshinweise des Kapitels 1.2 zu beachten. Definition der Transportanordnung und Grundstellung Die Transportanordnung und Grundstellung sind identisch.
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Inbetriebnahme Schalterstellungen und Leuchtmelder Schalter/Kontrollleuchte Position/Anzeige Schalter NEBENANTRIEB (Steigerbetrieb Ein / Aus) Kontrollleuchte STEIGER NICHT IN TRANSPORTANORDNUNG (bei eingeschalteter Zündung) Kontrollleuchte ABSTÜTZUNG NICHT IN GRUNDSTELLUNG (bei eingeschalteter Zündung) Nur in der Transportanordnung darf der Ruthmann-Steiger T 300.4 zum Ein- satzort gefahren werden. Der Rüssel muss während der Fahrt zum Einsatz- ort verriegelt sein.
Inbetriebnahme Maßnahmen vor Fahrtantritt Betriebsanleitung des Fahrgestellherstellers beachten! • Zusätzliche Prüfungen vor dem Starten des Motors: ✓ Steiger visuell auf − Beschädigung, Risse, Verformungen, − Korrosion an den tragenden Teilen, − Befestigung und Sicherung lösbarer Verbindungen und Abde- ckungen, − Leckage prüfen.
Inbetriebnahme Maßnahmen vor dem Steigerbetrieb Arbeiten mehrere Personen mit dem - oder im Umfeld des Ruth- mann-Steigers T 300.4 zusammen, so ist eine aufsichtführende Person zu bestimmen. 5.3.1 Prüfungen vor dem Steigerbetrieb Das Bedienpersonal muss vor jeder Inbetriebnahme und vor Beginn jeder Arbeitsschicht sich vom vorschriftsmäßigen Zustand des Ruthmann-Steigers T 300.4 überzeugen und die Wirksamkeit der Betätigungs- und Sicherheits- ...
Inbetriebnahme ✓ Überprüfung der Freiräume für die Bewegungsabläufe der mechanischen Bauteile inkl. aller Hydraulikzylinder ( Kapitel 9.4.3 ). ✓ Sauberkeit der Sensorik ( Kapitel 9.3 ). ✓ Sicht- und Funktionsprüfung der Sicherheitseinrichtungen (z. B. NOT- HALT-Schalter etc. Kapitel 4.1 und 6.1 ).
Inbetriebnahme ✓ Die Windgeschwindigkeit ist zu ermitteln. Bei Windgeschwindigkeiten von > 12,5 m/s ist der Betrieb nicht zulässig ( Kapitel 2.4 ). Wind 5.3.2.1 Absicherung im öffentlichen Straßenverkehr ! GEFAHR Verkehrsgefährdung durch eine seitlich ausge- schwenkte Arbeitsbühne! Verkehrsteilnehmer kön- nen aufgrund einer zu geringen Durchfahrhöhe mit dem Ausleger oder der Arbeitsbühne zusammen- stoßen!
Inbetriebnahme • Verkehrseinrichtungen, wie z. B.: − Warnleuchten, − Absperrgeräte, wie z. B.: Absperrschranken, Leitbarke (Warnbarke), Leitkegel, fahrbare Absperrtafel (mit bzw. ohne Warnfahne), fahrbare Absperrtafel mit Blinkpfeil (mit bzw. ohne Warnfahne). • Sicherungsposten Die Sicherung von Arbeitsstellen und die Verwendung von Absperrgeräten erfolgen nach den Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen (z.
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Inbetriebnahme einzuhalten, wenn die Teile der Anlage für die Dauer der Arbeiten zum Schutz der Personen z. B. nicht − spannungsfrei geschaltet und geerdet oder − elektrisch isoliert oder − abgedeckt und / oder abgeschrankt, − oder in einer anderen Art und Weise gesichert werden können.
Inbetriebnahme 5.3.2.3 Sicherheitsabstände zu Böschungen, Gräben und Ausschach- tungen ! GEFAHR Umsturzgefahr! Böschungs- Graben- und Aus- schachtungskanten können aufgrund der ein- wirkenden Stützkräfte abrupt ins Rutschen geraten. Kanten können unterspült sein. Die Standsicherheit des Steigers ist gefährdet. Der Steiger kann umkip- pen! ...
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Inbetriebnahme − ≤ 60° bei einem mindestens steifen bindigen Boden, − ≤ 80° bei Felsen. Hierbei ist nichtbindiger Boden rolliger Boden, der aus Körnern unterschied- licher Größe besteht, wie z. B. Geröll, Schotter, Kies und Sanden sowie Ge- mischen daraus. Bindiger Boden ist ein Boden, der Wasser aufnehmen und halten kann, wie z.
Inbetriebnahme Verbau sind aufgrund der Komplexibilität z. B. entsprechend den Regelaus- führungen der o. g. Norm zu entnehmen. Bei höheren Böschungen müssen ggf. Bermen (Banketten, Etagen, Ter- rassen) angelegt sein, um ein Rutschen des Bodens zu verhindern. Über die Erfordernis und Gestaltung von Bermen muss im Einzelfall entschieden wer- den.
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Inbetriebnahme ➢ Die Bodenverhältnisse während des Einsatzes kontrollieren. Z. B. können - unbefestigte Böden durch Regen oder Was- sereinflüsse ihre Stabilität verlieren, - gefrorene Böden bei steigenden Temperatu- ren an Festigkeit verlieren, - Bitumen und Asphalt unter Sonneneinstrah- lung nachgeben! ➢...
Inbetriebnahme 5.3.2.4.1 Bestimmung der Tragfähigkeit Die sich einstellende Beanspruchung des Untergrundes, durch Einwirkung der Stützkraft unter dem Stützteller bzw. der Unterlegplatte, muss bedeutend kleiner sein als der zulässige Bemessungswert des Widerstands des Unter- grundes, damit die Standfestigkeit des Untergrunds gegeben ist. Die Bean- spruchung unter dem Stützteller bzw.
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Inbetriebnahme π ≙ Pi (Kreiszahl 3,14…) Oder Bestimmung der Fläche unter einer quadratischen Unterlegplatte = a x a = a ≙ vollflächig aufliegende Grundfläche der Unterlegplatte ≙ Kantenlänge der vollflächig aufliegenden quadratischen Unterlegplatte 2. Berechnung der Beanspruchung unter der Stütze Stü...
Inbetriebnahme 5.3.3 Rüsselverriegelung öffnen Die Rüsselverriegelung wird hydraulisch betätigt. Sie wird mit dem Einschal- ten des Nebenantriebs automatisch geöffnet. Das Verriegeln des Rüssels erfolgt umgekehrt mit dem Ausschalten des Nebenantriebs. 5.3.4 Erdung (Sonderausstattung) Vor Einsatz an oder im Umfeld von beispielsweise Sende-, Windkraftanlagen oder Umspannwerken, ist es ggf.
Inbetriebnahme Vorbeugende Maßnahmen für den Winterbetrieb Um einen störungsfreien Betrieb des Ruthmann-Steigers T 300.4 während der Wintermonate bei Minus-Temperaturen zu erreichen, sind u. a. folgende vorbeugende Maßnahmen durchzuführen. ✓ Türschlösser gängig und eisfrei halten. ✓ Ansammlungen von Wasserrückständen vermeiden. Wasserabflusslö- cher müssen frei sein.
Inbetriebnahme Anbau einer anderen typisierten Arbeitsbühne Vor Umrüstarbeiten ist der Steiger gegen versehentliche In- betriebnahme zu sichern. Zündschlüssel abziehen. Es dürfen keine Bühnen angebaut werden, die ungleichmäßige Lastvertei- lung zulassen, wie z. B. teleskopierbare Arbeitsbühnen. Die Ar- beitsbühne muss für den Ruthmann-Steiger T 300.4 typisiert, ge- ...
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Inbetriebnahme • An der Bühnenkonsole (5), unterhalb der Arbeitsbühne (1), die Verbin- dungselemente (4) lösen. Die Verbindungselemente (4) gehören zur Ar- beitsbühne. a) Vier Befestigungsschrauben, Dehnhülsen und Unterlegscheiben bei direkt aufgesetzter Aluminium-Arbeitsbühne (ohne Versionsnummer und Versionsnummer „02“). b) Vier Befestigungsschrauben und Unterlegscheiben bei mit Aluminium- Distanzstücken angebrachter Aluminium-Arbeitsbühne (Versionsnum- mer „01“...
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Inbetriebnahme • Den elektrischen Leitungsstecker (6) des Näherungsschalters „Zugangs- leiter“ anschließen. • Schraubenverbindung der Wechselvorrichtung nach ca. 10 Betriebsstun- den prüfen und ggf. nachziehen. ® 5-19 BA.DEU.24-33905-01-02-FTA-jr STEIGER T 300.4...
Bedienung Bedienung Sollten Mängel während des Betriebs festgestellt werden, so ist der Be- trieb sofort einzustellen. Erst nach Beseitigung der Mängel darf der Be- trieb wieder aufgenommen werden. Bei „Ein-Mann-Betrieb“ sind die Fahrerhausfenster zu schließen und die Fahrerhaustüren abzuschließen. Neben den nachstehenden Ausführungen sind insbesondere die Sicherheitshinweise des Kapitels 1.2 zu beachten.
Bedienung Fahrbetrieb HINWEIS Liegen während der Fahrt Material und/oder Güter in der Arbeitsbühne, so können die Rüssel-Bühnenkon- sole oder die Arbeitsbühne durch die, während der Fahrt erzeugten Schwingungen oder Vibrationen beschädigt werden! Der Transport von Material und Gütern in der Arbeits- bühne ist verboten! Siehe auch Kapitel 1.2.
Bedienung Hydraulikpumpenantrieb (Nebenantrieb) ein- bzw. aus- schalten Einschalten: Während des Einschaltens des Nebenantriebs, und solange der Nebenantrieb eingeschaltet ist, darf das Gaspedal nicht, weder direkt noch indirekt, z. B. über einen Tempomat betätigt werden. Position / Komponente Ausführung im Fahrerhaus Anzeige Feststellbremse betätigt...
Bedienung Betrieb und Steuerstelle ein- bzw. ausschalten 6.4.1 Betrieb ein- bzw. ausschalten Betrieb Position Ausführung im Fahrerhaus Steigerbetrieb Hydraulikpumpenantrieb (Nebenantrieb) nach Kapitel 6.3 einschalten. oder Steigerbetrieb Hydraulikpumpenantrieb (Nebenantrieb) nach Kapitel 6.3 ausschalten. Der Betrieb (Steigerbetrieb) wird über ein, am Schalter NEBENANTRIEB an- geschlossenes Relais ein- bzw.
Bedienung 6.4.2 Steuerstelle BÜHNENSTEUERUNG ein- bzw. ausschalten Voraussetzung: ✓ Betrieb eingeschaltet. ✓ Wahlschalter FERNBEDIENUNG (Sonderausstattung), wenn vor- handen, in Position AUS. ✓ Die Tür des Schaltkastens NOTSTEUERUNG ist geschlossen. ✓ Zugangsleiter der Arbeitsbühne hochgeklappt (deaktivierbar). Steuerstelle Position Ausführung am Steigerunterbau BÜHNEN- Keine Ausführung erforderlich.* STEUERUNG...
Bedienung 6.4.3 Steuerstelle STÜTZENSTEUERUNG ein- bzw. ausschalten Voraussetzung: ✓ Betrieb eingeschaltet. ✓ Wahlschalter FERNBEDIENUNG (Sonderausstattung), wenn vor- handen, in Position AUS. ✓ Die Tür des Schaltkastens NOTSTEUERUNG ist geschlossen. ✓ Stützensteuerung am Steuerpult der Arbeitsbühne nicht betätigt. ✓ Ausleger in Trägerauflage. ✓...
Bedienung 6.4.4 Steuerstelle NOTSTEUERUNG ein- bzw. ausschalten Die Steuerstelle NOTSTEUERUNG am Steigerunterbau ist nach jeder Benutzung wieder zu schließen, um sie gegen Unbefugte und versehentliche Benutzung zu sichern. Die Steuerstelle darf nur in Notfällen für den Notablass im Ein- vernehmen mit dem Bühnenpersonal und zu Wartungszwecken benutzt werden.
Bedienung Steigerbetrieb ! WARNUNG Umsturzgefahr! Die Standsicherheit des Steigers kann z. B. durch Personen im Fahrerhaus gemindert werden. Der ausgehobene Steiger könnte, bei nach vorne ausge- führten Auslegerbewegungen, eine Kippbewegung über die vorderen Stützen ausführen. Bei ausgehobener Vorderachse ist der Aufenthalt im Fahrerhaus verboten! ...
Bedienung 6.5.1 Handhabung des Bedienungsfeldes der STÜTZENSTEUERUNG Voraussetzung: ✓ Ausleger in Trägerauflage. ✓ Stützensteuerung am Steuerpult der Arbeitsbühne nicht betätigt. 6.5.1.1 Bedienung der Stützen-Drucktaster Die Bewegungen der Abstützungen werden durch Drücken entsprechender Stützen-Drucktaster eingeleitet. Die Abstützarme können einzeln horizontal aus- bzw. eingefahren werden. Die Stützzylinder können paarweise bzw. ge- meinsam vertikal aus- bzw.
Bedienung 6.5.2 Betreten und Verlassen der Arbeitsbühne ! WARNUNG Sturzgefahr! Das Betreten und Verlassen der angehobenen Arbeitsbühne ist verboten! ➢ Die Arbeitsbühne darf nur in der Stellung betre- ten bzw. verlassen werden, in der dieses gefahr- los möglich ist. Z. B. in Grundstellung oder wenn die Arbeitsbühne seitlich neben dem Steigerun- terbau zum Erdboden abgesenkt ist! Die maximale Nennlast der Arbeitsbühne darf nicht überschritten...
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Bedienung dabei am Halteseil zu halten, so dass sie nicht nach unten schlagen kann. • Tür öffnen. • Arbeitsbühne verlassen. • Tür schließen. • Zugangsleiter hochklappen und mit leichtem Ruck in den Schnappverschlüssen einrastend schließen. 6-12 ® STEIGER T 300.4 BA.DEU.24-33905-01-02-FTA-jr...
Bedienung 6.5.3 Handhabung des RUTHMANNCockpits in der Arbeitsbühne 6.5.3.1 Abdeckung Steuerpult HINWEIS Das Steuerpult kann durch äußere Einflüsse ver- schmutzt oder evtl. beschädigt werden! ➢ Zum Schutz des Steuerpults ist nach Beendigung der Arbeit und Verlassen der Arbeitsbühne die Abde- ckung wieder zu schließen.
Bedienung 6.5.3.3 Bedienung des Meisterschalters ! WARNUNG Stoß- und Quetschgefahr! Die Arbeitsbühne und das Auslegersystem können bei ruckartigen Auslegerbewegungen nachschwin- gen. Nicht über das Steuerpult lehnen! Abruptes Auslenken und Loslassen der Meister- schalter vermeiden! ➢ Meisterschalter feinfühlig auslenken. HINWEIS Die Meisterschalter können durch gewaltsames Auslen- ken beschädigt werden!
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Bedienung Der rechte Meisterschalter hat folgende Funktionen: Erstfunktion Zweitfunktion Rüssel aufwärts bewegen Rüssel abwärts bewegen Teleskop (Trägersystem) einfahren Teleskop (Trägersystem) ausfahren Die Erstfunktion wird direkt durch Auslenken des Meisterschalters ausge- führt. 1. Meisterschalter durch Ziehen der Raste (1) entriegeln. Raste fest- halten.
Bedienung Die Steuerung kann wahlweise auf vier oder zwei gleichzeitig auszuführende Auslegerbewegungen eingestellt werden. Nachfolgende Punkte sind bei Be- dienung des Meisterschalters zu beachten: „4 Bewegungen gleichzeitig“ Mit jedem Meisterschalter können durch gleichzeitiges vertikales und hori- zontales Auslenken zwei der ihm zugeordneten Auslegerbewegungen gleichzeitig ausgeführt werden.
Bedienung 6.5.4 Abstützung bewegen ! GEFAHR Umsturzgefahr durch Nachgeben der Abstützung! Die Standsicherheit des Steigers kann gemindert werden durch: • Änderung der Bodenverhältnisse, • Einsinken einer Stütze, • Leckage der Stützenhydraulik. ➢ Der Untergrund muss den jeweiligen Belastun- gen der Abstützung standhalten ( Kapitel 5.3.2.4 ).
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Bedienung • Zum Ausfahren der Stützen muss ausreichender Freiraum vorhanden sein. • Die Stützteller müssen ordnungsgemäß waagerecht aufliegen und dürfen nicht verkanten. Sie müssen sich während des Aufstellvorganges frei be- wegen können. • Die Räder des Fahrzeuges müssen entlastet, d. h. vom Boden abgeho- ben sein (Bodenfreiheit).
Bedienung 6.5.4.1 Volle Abstützung ! WARNUNG Quetschgefahr beim Ausfahren der Abstützung! ➢ Personen von der Abstützung fernhalten. Ggf. Gefahrenbereich absichern! ➢ Die ausfahrende Abstützung stets beobachten! ➢ Stützbewegung anhalten, wenn sich Personen im Gefahrenbereich befinden. HINWEIS Ein ausgefahrener Stützzylinder kann, in dem er z. B. mit dem Stützteller über den Untergrund schleift oder an eine Kante anstößt, die Abstützung beschädigen.
Bedienung Drucktaster drücken. vertikal ausfahren Bodenberüh- rung Drucktaster drücken. Stützen links und vertikal Stützen rechts ausfahren Die Rechnersteuerung hält die Bewegung automatisch an, wenn: • alle Stützen Bodenkontakt haben, • die Räder des Fahrzeuges entlastet, d. h. vom Boden abgehoben sind •...
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Bedienung Fahrzeugräder Bodenfrei- Ggf. ist das Fahrgestell durch weiteres heit Ausfahren der Stützen weiter auszuhe- ben. Aufstell-Neigung des Steigers kon- trollieren! Kontrollleuchte leuchtet GRUNDSTELLUNG Kontrollleuchten leuchten STÜTZE … - VORNE LINKS - HINTEN LINKS - VORNE RECHTS - HINTEN RECHTS Alternativ kann die Abstützung auch mit den Funktionstasten und dem Meis- terschalter ausgefahren werden.
Bedienung 6.5.4.2 Einseitige Abstützung im Fahrzeugprofil ! WARNUNG Quetschgefahr beim Ausfahren der Abstützung! ➢ Personen von der Abstützung fernhalten. Ggf. Gefahrenbereich absichern! ➢ Die ausfahrende Abstützung stets beobachten! ➢ Stützbewegung anhalten, wenn sich Personen im Gefahrenbereich befinden. HINWEIS Ein ausgefahrener Stützzylinder kann, in dem er z. B. mit dem Stützteller über den Untergrund schleift oder an eine Kante anstößt, die Abstützung beschädigen.
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Bedienung Zur rechten Stützensteuerung wechseln Drucktaster drücken. Stützen rechts vertikal ausfahren Bodenberüh- rung oder Linke Stützensteuerung Drucktaster drücken. Stützen links vertikal ausfahren Bodenberüh- rung Zur rechten Stützensteuerung wechseln Drucktaster und gleichzeitig drücken. Stützen rechts vollständig horizontal ausfahren Drucktaster ...
Bedienung 6.5.4.2.2 Ausführung mit dem Steuerpult der Arbeitsbühne Mit z. B. der Funktionstaste LINKS IM PROFIL werden die rechten Ab- stützarme gemeinsam horizontal ausgeschoben. Auf der linken Seite bleiben die Abstützarme im Fahrzeugprofil. Sobald die rechten Abstützarme vollstän- dig horizontal ausgeschoben sind, fahren alle Stützzylinder vertikal aus. Solange noch keine Vertikalbewegung der Stützen eingeleitet worden ist, darf zwischen den Funktionstasten LINKS IM PROFIL, RECHTS IM PROFIL, VOLLE ABSTÜTZUNG oder IM...
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Bedienung Kontrollleuchten leuchten STÜTZE … - VORNE LINKS - HINTEN LINKS - VORNE RECHTS - HINTEN RECHTS Alternativ kann die Abstützung auch mit den Funktionstasten und dem Meis- terschalter ausgefahren werden. Der Meisterschalter ist unmittelbar, nach- dem die Funktionstaste betätigt wurde, auszulenken (bestenfalls zeitgleich), anderenfalls startet nach ein paar Sekunden die, der Funktionstaste zuge- ordnete Abstützsituation.
Bedienung 6.5.4.3 Beidseitige Abstützung im Fahrzeugprofil ! WARNUNG Quetschgefahr beim Ausfahren der Abstützung! ➢ Personen von der Abstützung fernhalten. Ggf. Gefahrenbereich absichern! ➢ Die ausfahrende Abstützung stets beobachten! ➢ Stützbewegung anhalten, wenn sich Personen im Gefahrenbereich befinden. HINWEIS Stark ungleichmäßiges Ausfahren der Stützzylinder kann den Steigerunterbau und die Abstützung beschä- digen! ➢...
Bedienung LED-Leuchtringe leuchten der Drucktaster grün Alternativ kann die Abstützung auch mit dem Steuerpult der Arbeitsbühne ausgefahren werden. 6.5.4.3.2 Ausführung mit dem Steuerpult der Arbeitsbühne Mit der Funktionstaste IM PROFIL werden alle Stützen gemeinsam vertikal ausgeschoben.
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Bedienung anderenfalls startet nach ein paar Sekunden die, der Funktionstaste zuge- ordnete Abstützsituation. Bewegung / Komponente Ausführung am Steuerpult Anzeige Stützen links und vertikal Funktionstasten STÜTZE VORNE LINKS Stützen rechts ausfahren und - HINTEN LINKS gleichzeitig drücken Meisterschalter zusätzlich STÜTZE VERT.
Bedienung 6.5.4.4 Abstützung einfahren ! WARNUNG Quetschgefahr beim Einfahren der Abstützung! ➢ Die einfahrende Abstützung stets beobachten! ➢ Personen von der Abstützung fernhalten. Ggf. Gefahrenbereich absichern! ➢ Stützbewegung anhalten, wenn sich Personen im Gefahrenbereich befinden. HINWEIS Stark ungleichmäßiges Einfahren der Stützzylinder kann den Steigerunterbau und die Abstützung beschä- digen.
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Bedienung Stützen links horizontal Funktionstasten STÜTZE VORNE LINKS einfahren und - HINTEN LINKS gleichzeitig drücken Meisterschalter zusätzlich STÜTZE HORIZ. EIN auslenken. Stützen rechts horizontal Funktionstasten STÜTZE VORNE einfahren RECHTS und - HINTEN RECHTS gleich- zeitig drücken und zusätzlich Meister- schalter ...
Bedienung 6.5.4.5 Abstützung bewegen mit Hilfe des Bedienelements ALLE STÜTZEN ! WARNUNG Quetschgefahr beim Aus- bzw. Einfahren der Ab- stützung! ➢ Die aus- bzw. einfahrende Abstützung stets be- obachten! ➢ Personen von der Abstützung fernhalten. Ggf. Gefahrenbereich absichern! ➢ Stützbewegung anhalten, wenn sich Personen im Gefahrenbereich befinden.
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Bedienung Bewegung / Komponente Ausführung am Steuerpult Anzeige Stützen links und vertikal Funktionstaste ALLE STÜTZEN drücken Meisterschalter Stützen rechts ausfahren gleichzeitig STÜTZE VERT. AUS auslenken. Die Rechnersteuerung hält die Bewegung automatisch an, wenn: • alle Stützen Bodenkontakt haben, • die Räder des Fahrzeuges entlastet, d. h. vom Boden abgehoben sind •...
Bedienung 6.5.5 Ausleger und Arbeitsbühne bewegen Bewegungen des Auslegers und der Arbeitsbühne sind nur zulässig, wenn der Ruthmann-Steiger T 300.4 ordnungsgemäß abgestützt ist ( Kapitel 6.5.4 ). ! WARNUNG Durch Steigerbewegungen können andere Perso- nen gefährdet, Sachgegenstände und der Ruth- mann-Steiger T 300.4 selbst beschädigt werden.
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Bedienung Am Steuerpult leuchten bei ordnungsgemäßer Abstützung folgende Kontroll- leuchten: Komponente Anzeige Ausführung am Steuerpult Kontrollleuchte leuchtet GRUNDSTELLUNG Kontrollleuchten, leuchten Die Aufstell-Neigung des Steigers ist mit STÜTZE … der Menüseite ABSTÜTZUNG des grafik- - VORNE LINKS fähigen Displays (Aufstell- / Neigungsan- - HINTEN LINKS zeige) zu kontrollieren! - VORNE RECHTS...
Bedienung „Rüssel aufwärts bewegen“ bzw. „Rüssel abwärts bewegen“ 6.5.5.1 HINWEIS Es besteht Kollisionsgefahr mit dem Steigerunterbau bei Bewegung des Rüssels in den Rüsselanschlag! ➢ Um Berührungen zu vermeiden, muss die Arbeits- bühne gerade gestellt sein. Komponente Bewegung Ausführung am Steuerpult Meisterschalter ...
Bedienung Die ausgeführte Drehbewegung der Arbeitsbühne wird bei einem Rüsselwinkel < 20° in der Bühnen-Mittelstellung automatisch un- terbrochen, wenn der Ausleger in der Trägerauflage liegt und das Teleskop eingefahren ist. Komponente Bewegung Ausführung am Steuerpult Arbeitsbühne nach links Wenn der Funktionstasten-Block nicht drehen aktiviert ist, Funktionstaste BÜHNE LINKS DREHEN kurz drücken, um den...
Bedienung 6.5.8 Memory 6.5.8.1 Zielposition speichern Die gespeicherte Zielposition bleibt so lange erhalten, auch nach Ausschalten des Ruthmann-Steigers T 300.4, bis eine andere Position gespeichert wird. Komponente Bewegung Ausführung am Steuerpult Arbeitsbühne Position spei- Funktionstaste POSITION SPEICHERN chern drücken. 6.5.8.2 Zielposition anfahren ! WARNUNG Es besteht Kollisionsgefahr mit evtl.
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Bedienung dauerhaft gedrückt halten (LED leuchtet). Oder gleichzeitig zum Tastendruck den linken Meisterschalter zu sich hinziehen. Danach kann bei betätigtem Meister- schalter die Funktionstaste losgelassen werden. Solange die Funktionstaste betätigt oder der linke Meisterschalter ausgelenkt wird, bewegt sich der Ausleger in die gespeicherte Zielposition. Die Reihenfolge der Auslegerbewegungen ist dabei in den meisten Fällen nicht gleich mit der Reihenfolge beim erstmaligen Anfahren der Zielposition und deren Speicherung.
Bedienung 6.5.9 Automatisches Anfahren der Grundstellung des Steigers ! WARNUNG Es besteht Kollisionsgefahr mit evtl. Hindernissen, die sich auf dem Anfahrweg zur Grundstellung des Steigers befinden! Der Steiger kann durch Anstoßen z. B. an Gegenstände so beschädigt werden, dass die Sicherheit der Personen in der Arbeitsbühne nicht mehr gewährleistet ist.
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Bedienung Solange die Funktionstaste betätigt oder der linke Meisterschalter ausgelenkt wird, bewegen sich die Komponenten in ihre Grundstellung. Zuerst wird automatisch das Auslegersystem in Grundstellung bewegt und an- schließend die Abstützung eingefahren. 6-44 ® STEIGER T 300.4 BA.DEU.24-33905-01-02-FTA-jr...
Bedienung Handhabung des Bedienungsfeldes der NOTSTEUER- Steigerbewegungen (Steuerbefehle): Voraussetzung: ✓ Hydraulikpumpenantrieb ein. ✓ Steuerstelle NOTSTEUERUNG eingeschaltet. In der Steuerstellenauswahl NOTSTEUERUNG sind die Funktionstasten des Bedienungsfeldes u. a. zur Steuerung nachfolgender Komponenten des Ru- thmann-Steigers T 300.4 freigegeben: • Fahrzeugmotor abstellen bzw. starten, •...
Bedienung 6.6.1 Fahrzeugmotor abstellen bzw. starten Position / Komponente Ausführung am Bedienungsfeld Anzeige Fahrzeugmotor Stopp Funktionstaste STOPP betätigen. oder Fahrzeugmotor Start Funktionstaste START betätigen. Zum Abstellen bzw. Starten des Fahrzeugmotors die Funktions- taste so lange gedrückt halten, bis der Fahrzeugmotor zum Still- stand gekommen bzw.
Bedienung 6.6.2 Abstützung bewegen Die nachfolgende Beschreibung beschränkt sich nur auf die Ausführung am Bedienungsfeld selbst. Lesen und beachten Sie auch die Bemerkungen, Hinweise und Voraussetzungen des Kapitels 6.5.4 ff.! Mit Hilfe der Funktionstaste ALLE STÜTZEN können, wie mit dem Steuerpult der Arbeitsbühne, die Stützen gleichzeitig be- wegt werden.
Bedienung Stützen links und anschließend Stützen rechts vertikal ausfahren Die Rechnersteuerung hält die Bewegung automatisch an, wenn: • alle Stützen Bodenkontakt haben, • die Räder des Fahrzeuges entlastet, d. h. vom Boden abgehoben sind • und die elektronisch gemessene Neigung des Steigers innerhalb der zu- lässigen Aufstell-Neigung liegt.
Bedienung VLein „1“ Klartextanzeige HLein „1“ VRein „1“ HRein „1“ Mit Hilfe der Funktionstaste GRUNDSTELLUNG kann die Ab- stützung automatisch eingefahren werden. 6.6.2.5 Stützeneinzelsteuerung der horizontalen Abstützarme Bewegung / Komponente Ausführung am Bedienungsfeld Anzeige Stütze links vorne horizontal Funktionstaste STÜTZE LINKS VORNE ausfahren drücken und zusätzlich Funktionstaste bzw.
Bedienung 6.6.3 Ausleger und Arbeitsbühne bewegen Die nachfolgende Beschreibung beschränkt sich nur auf die Ausführung am Bedienungsfeld selbst. Lesen und beachten Sie auch die Bemerkungen, Hinweise und Voraussetzungen des Kapitels 6.5.5! „Rüssel aufwärts bewegen“ bzw. „Rüssel abwärts bewegen“ 6.6.3.1 Komponente Bewegung Ausführung am Bedienungsfeld Rüssel...
Bedienung 6.6.5 Informations- und Diagnosesystem (IDS) Über die Funktionstasten DISPLAY WEITER, DISPLAY ZURÜCK werden Betriebs- und Informationsmeldungen auf dem Display (Klartextanzeige) dargestellt. Werden die Funktionstasten DISPLAY WEITER und DISPLAY ZURÜCK gleichzeitig betätigt, dann erscheint auf der Klartextanzeige die erste Displayseite, unabhängig davon welche Seite zuvor angezeigt wurde. Voraussetzung: ✓...
Bedienung Funktionstaste sooft betätigen, bis die gewünschte Sprache erscheint. Erscheint der Klartext wieder in der Sprache, wie zu Beginn des Umschaltvorganges, dann ist ggf. die gewünschte Sprache nicht verfügbar. Mit Funktionstaste DISPLAY WEITER oder DIS- PLAY ZURÜCK fortfahren. Die so eingestellte Sprache bleibt so lange erhalten, auch nach Ausschalten des Gerätes, bis sie wieder umgeschaltet wird.
Bedienung Sollte das Passwort nicht mehr bekannt sein, kann es von unse- rem Service wieder ausgelesen werden. 6.6.5.2.1 Passwort eingeben Zur Passworteingabe muss zunächst die Funktionstaste DISPLAY WEITER sooft gedrückt werden, bis in der Anzeige "Passwort erforderlich! Weiter = Sonder" oder „Passwort bereits eingegeben“ erscheint. Klartextanzeige Ausführung am Bedienungsfeld Mit Funktionstaste DISPLAY WEITER auf entspre-...
Bedienung Bedienung des Steigers fortgefahren werden. Die Funktionen der Tasten sind nicht mehr aufgehoben. Die Zugangsberechtigung ist so lange vorhanden, bis der Betrieb ausge- schaltet wird. Nach erneutem Einschalten des Betriebes ist die Zugangsbe- rechtigung erloschen. 6.6.5.2.2 Passwort ändern Hierzu ist zunächst bei entsprechender Aufforderung das derzeit gültige Passwort einzugeben.
Bedienung 6.6.5.3 Uhr stellen Eine korrekte Einstellung der Uhr ist sinnvoll, da aufgetretene Fehler mit Da- tum und Uhrzeit gespeichert werden. Klartextanzeige Ausführung am Bedienungsfeld Passwort eingeben Mit Funktionstaste DISPLAY WEITER auf entspre- chende Displayseite der Klartextanzeige blättern. Uhr stellen? Funktionstaste SONDERFUNKTION drücken Ja=Sonderfunktion TTMMJJhhmmW...
Bedienung 6.6.5.4 Betriebsstundenzähler neu einstellen Der Betriebsstundenzähler der Rechnersteuerung kann am Bedienungsfeld der Notsteuerung auf folgende Weise neu eingestellt bzw. zurückgesetzt werden: Klartextanzeige Ausführung am Bedienungsfeld Passwort eingeben Mit Funktionstaste DISPLAY WEITER auf entspre- chende Displayseite der Klartextanzeige blättern. Seit Neu=Sonder Auf dieser Seite kann durch kurzes Drücken der Funktionstaste SONDERFUNKTION die Neuein-...
Bedienung Deaktivieren bzw. Aktivieren des Schalters „Zugangsleiter“ 6.6.6 Die Berücksichtigung des Signals „Zugangsleiter eingeklappt“, zur Freigabe der Bühnensteuerung kann über die Software deaktiviert bzw. aktiviert wer- den. Leiter ein bei Buehsteu Bei Aktivierung ( ) muss, für den Steigerbetrieb aus der Arbeitsbühne, die Zugangsleiter hochgeklappt sein. Die Stellung der Zugangsleiter wird von der Rechnersteuerung zur Freigabe der Steuerstelle BÜHNENSTEUERUNG berücksichtigt.
Bedienung 6.6.7 Umschalten der gleichzeitig auszuführenden Auslegerbewegun- Klartextanzeige Ausführung am Bedienungsfeld Passwort eingeben Mit Funktionstaste DISPLAY WEITER auf entspre- chende Displayseite der Klartextanzeige blättern. 4 Bewegungen gleich- Funktionstaste SONDERFUNKTION drücken. zeitig Aend=Sonder Mit der Funktionstaste SONDERFUNKTION wird oder von „4 Bewegungen gleichzeitig“ auf „2 Bewegun- 2 Bewegungen gleich- gen gleichzeitig“...
Bedienung Feinsteuerung Die Feinsteuerung ist sowohl in Steuerstellenauswahl BÜHNENSTEUER- UNG wie auch NOTSTEUERUNG möglich. Bei eingeschalteter Feinsteuerung laufen alle Bewegungen im Steigerbetrieb mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit ab. • Einschalten der Feinsteuerung: 1. Funktionstaste SONDERFUNKTION kurz drücken (nicht gedrückt halten). Am Steuerpult leuchtet die LED SONDERFUNKTION. 2.
Notsteuersystem (Notablass) Notsteuersystem (Notablass) ! GEFAHR Bei einem Defekt der Steuerung und der Notablass- einrichtungen (Notsteuerung, Handpumpe, Mag- netventile etc.) ist ein Notablass nicht gefahrlos möglich! ➢ Zur Rettung des Bühnenpersonals ist bei einem Defekt der Steuerung und der Notablasseinrich- tungen sofort der Betrieb einzustellen und die Feuerwehr zu rufen! Neben den nachstehenden Ausführungen sind insbesondere die...
Notsteuersystem (Notablass) Ausfall der Hauptantriebskraft Bei Ausfall der Hauptantriebskraft werden der notwendige Druck und Volu- menstrom der Hydraulikflüssigkeit mit dem übergeordneten Notsteuersys- tem ( Kapitel 4.3.5 ) erzeugt, damit die Arbeitsbühne in eine Position (z. B. Transportanordnung oder Grundstellung) bewegt werden kann, in der sie ge- fahrlos verlassen werden kann (Notablass).
Notsteuersystem (Notablass) Ausfall des Bedienpersonals Das Bedienpersonal in der Arbeitsbühne ist nicht mehr in der Lage die be- triebsmäßigen Steigerbewegungen auszuführen. Notablass mit der NOT- STEUERUNG. Die elektrischen Verriegelungen des Ruthmann-Steigers T 300.4 bleiben in Funktion. Die Steigerbewegungen werden mit dem Bedienungsfeld vom Schaltkasten NOTSTEUERUNG am Stei- gerunterbau angesteuert.
Notsteuersystem (Notablass) Ausfall der Elektrik / Elektronik (Extremfall) ! GEFAHR Die elektrischen Verriegelungen des Ruthmann- Steigers T 300.4 sind außer Funktion! Es besteht Umsturzgefahr durch Auslegerbewegungen, die das Lastmoment vergrößern! ➢ Bei Ausführung des Notablasses ist besondere Sorgfalt geboten! ➢ Kann die Arbeitsbühne nicht gefahrlos in eine Stellung bewegt werden, in der ein gefahrloses Verlassen der Arbeitsbühne möglich ist, so ist die Feuerwehr zur Rettung des Bühnenpersonals...
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Notsteuersystem (Notablass) • Hydraulikpumpenantrieb (Nebenantrieb) ausschalten (Hauptschalter). • Zündung ausschalten. Der Fahrzeugmotor muss stillstehen! • Rändelschrauben der Abdeckung der Wegeventile (Ventilkasten Arbeits- bühne) lösen und die Abdeckung abnehmen. Klappe der Wegeventile (Ventilblock Grundrahmen) herunterklappen. • Handpumpenhebel aus der Arretierung nehmen und auf den Hebel der Handpumpe stecken.
Notsteuersystem (Notablass) geschwenkter Ausleger vor dem Zurückschwenken vollständig ange- hoben werden. Während der Hubbewegungen unbedingt die Nei- gung der Arbeitsbühne beachten! Ggf. ist die Neigung von der Ar- beitsbühne aus manuell nachzuregulieren. ! GEFAHR Personen können aus der Arbeitsbühne her- ausfallen! ➢...
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Notsteuersystem (Notablass) kann die Arbeitsbühne ggf. durch geeignete manuelle Rüsselbewegungen vom Boden aus waagerecht gehalten werden. V. Nachdem das Bühnenpersonal die Arbeitsbühne verlassen hat, den Ausleger weiter in die Grundstellung bewegen. Handhabung der Handnotbetätigung: − Magnetarretierung (6) auf Magnetkopf des Wegeventils NG 6 / NG 4 der gewünschten Bewegung setzen.
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Notsteuersystem (Notablass) − Manuelle Betätigung der Wegeventile erfolgt wie zuvor unter Punkt „Ausleger in Grundstellung bewegen“ beschrieben. − Nachdem die Abstützung vollständig eingefahren ist, muss die Hand- notbetätigung der Wege-Sitz-Ventile unbedingt wieder zurückge- stellt werden. Hierzu den Griff der Handnotbetätigung zurückdrehen und einrastend schließen.
Notsteuersystem (Notablass) Notablass nach Unterbrechung von Steigerbewegun- gen durch einen „bedingten NOT-HALT“ Die Steigerbewegungen wurden aufgrund eines „bedingten NOT-HALTs“ un- terbrochen (Sicherheitsabschaltung). Der „bedingte NOT-HALT“ kann aus- gelöst werden durch: • Neigung der Arbeitsbühne um mehr als 10° zur Waagerechten, •...
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Notsteuersystem (Notablass) − Zuerst das Ausleger-Teleskop vollständig einfahren. − Anschließend Ausleger in Mittelstellung zurückschwenken. Ggf. ist vor dem Zurückschwenken der Ausleger anzuheben. − Danach Ausleger senken. − Rüssel abwärts bewegen. Wird die Sicherheitsabschaltung durch die eingeleiteten Steigerbewegungen wieder aufgehoben, so kann nach Feststellung der Ursache, warum es zu dieser Sicherheitsabschaltung gekommen ist, ggf.
Behebung von Betriebsstörungen Behebung von Betriebsstörungen Solange Störungen vorliegen, muss der Betrieb eingestellt werden und eingestellt bleiben. Erst nach vorschriftsmäßi- ger Beseitigung der Störung darf der Betrieb wieder aufge- nommen werden. Falls Betriebsstörungen nicht nach den hier genannten Anga- ben behoben werden können oder weiterhin anstehen, ist der Ruthmann-Service zu benachrichtigen.
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Behebung von Betriebsstörungen − Bühnenüberlastungs-Erken- − Arbeitsbühnenlast verringern. − Ggf. Notablass gemäß Kapitel 7.4 „No- nungshilfe angesprochen. tablass nach Unterbrechung von Stei- gerbewegungen durch einen „beding- ten NOT-HALT““. Fahrzeugmotor stellt sich ab oder startet nicht. Mögliche Ursache Abhilfe − NOT-HALT-Schalter betätigt. −...
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Behebung von Betriebsstörungen − Ausleger (Turm) nicht in Mittel- − Ausleger (Turm) Mittelstellung stellung. schwenken. − Ausleger nicht vollständig in − Ausleger in Trägerauflage senken. Trägerauflage abgesenkt. Auslegerbewegungen nicht freigegeben. Mögliche Ursache Abhilfe − Stützen nicht weit genug ausge- − Stützen ordnungsgemäß ausfahren. fahren −...
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Behebung von Betriebsstörungen − Bühnenaufsetzerkennung, − Steiger auf Anfahrschäden prüfen. Stufe „1“ hat angesprochen (bei Wenn keine Anfahrschäden, Arbeits- „Bühnensteuerung“). bühne vom Hindernis fortbewegen. Sollten Mängel festgestellt werden, so ist der Betrieb sofort einzustel- len. Erst nach Beseitigung der Män- gel darf der Betrieb wieder aufge- nommen werden.
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Behebung von Betriebsstörungen − Abstützsituation nach Verlassen − Ausleger in Grundstellung bewegen der Trägerauflage merklich ver- und die ausgefahrene Abstützung und ändert. Aufstell-Neigung des Steigers kontrol- lieren. Ggf. den Steiger erneut aufstel- len. − Rüssel im Rüsselanschlag oder − Rüssel aufwärts bewegen. nicht weit genug angehoben.
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Behebung von Betriebsstörungen Bühnenausgleich verzögert. Mögliche Ursache Abhilfe − Betriebstemperatur des Hydrau- − Öltemperatur des Bühnenausgleichs liköls im Bühnenausgleich noch z. B. durch Rüsselbewegungen erhö- nicht erreicht (kaltes Hydrauliköl hen. Rüssel bei unbesetzter Arbeits- z. B. im Winter). bühne mehrmals mit Notsteuerung auf- und abwärts bewegen.
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Behebung von Betriebsstörungen − Bühnenüberlastungs-Erken- − Arbeitsbühnenlast verringern. Solange die „Bühnenüberlastungs-Er- nungshilfe angesprochen. kennungshilfe“ anspricht, kann die Be- wegung nicht ausgeführt werden. ® BA.DEU.24-33905-01-02-FTA-jr STEIGER T 300.4...
Behebung von Betriebsstörungen Auswirkungen einer Störung auf den Steigerbetrieb Stellt die Rechnersteuerung einen Fehler in der Sensorik oder der Steuerung fest, ist in der Regel nur noch ein eingeschränkter Betrieb des Steigers mög- lich, um die Grundstellung zu erreichen. Der Betrieb muss eingestellt wer- den.
Behebung von Betriebsstörungen 8.2.3 NOT-HALT NOT-HALT kann ausgelöst werden durch: • Defekt der Sensorik, • Defekt der Steuerung. In der Arbeitsbühne erkennbar durch Blinken der roten Warnleuchte LMB- ABSCHALTUNG. Es ist kein Steigerbetrieb mehr möglich. Falls ein Defekt der Sensorik oder Steuerung vorliegt muss ein Notablass gemäß Kapitel 7.3 erfolgen.
Behebung von Betriebsstörungen Auslesen des Fehlerspeichers Wird blinkender Kontrollleuchte ÜBERBRÜCKUNG SICHERHEITSABSCHALTUNG keine Beeinträchtigung des Betriebes festgestellt, so sollte dennoch der Fehlerspeicher ausgelesen und ggf. der Ruthmann-Service informiert werden. Die Fehler werden mit Datum und Uhrzeit ihres Auftretens gespeichert. Der Fehlerspeicher kann jederzeit, nicht nur vom Ruthmann-Service, sondern auch vom Bediener mit dem Bedienungsfeld des Schaltkastens am Stei- gerunterbau ausgelesen werden.
Behebung von Betriebsstörungen erscheint also zuerst und die älteste Störungsmeldung zuletzt. Der Inhalt des Fehlerspeichers kann nur vom Ruthmann-Service gelöscht werden. 8.3.1 Bedeutung der Störungsmeldung und Informationen zur Abhilfe Die folgende Aufstellung soll helfen, Betriebsstörungen am Ruthmann-Stei- ger T 300.4 zu analysieren. Die hier angegebenen Kennzahlen, möglichen Ursachen und Abhilfemöglichkeiten sollen die Suche nach der Störquelle er- leichtern.
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Behebung von Betriebsstörungen Kenn- Mögliche Ursache Abhilfe zahl − Versorgungsspannung der − Versorgungsspannung prüfen. Steuerung falsch. − Steuerung defekt. − RUTHMANN-Service benach- richtigen. − LMB-Schalter im Haupt- oder − Diese Schalter sind versiegelt Kontrollprozessorsystem falsch dürfen eingestellt. RUTHMANN-Service verstellt werden! −...
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Behebung von Betriebsstörungen Kenn- Mögliche Ursache Abhilfe zahl − Signal Seillängengeber „Tele- − RUTHMANN-Service benach- skop“ falsch. richtigen. − Signal Seillängengeber „Tele- − RUTHMANN-Service benach- skop“ zwischen Haupt- und richtigen. Kontrollprozessor verschieden. − Signal − RUTHMANN-Service benach- Wägezelle zwischen Haupt- und Kontrollprozessor richtigen.
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Behebung von Betriebsstörungen Kenn- Mögliche Ursache Abhilfe zahl − Maximal zulässiger Differenz- − RUTHMANN-Service benach- druck von Haupt- und Kontroll- richtigen. prozessor falsch. − Aktuelle Differenzdrücke von − RUTHMANN-Service benach- Haupt- und Kontrollprozessor richtigen. verschieden. − Signale der Druckaufnehmer Kolbenseite von Haupt- und Kontrollprozessor verschieden.
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Behebung von Betriebsstörungen Kenn- Mögliche Ursache Abhilfe zahl − Endschalter „Stütze hinten links − RUTHMANN-Service benach- horizontal vollständig ausge- richtigen. schoben“ defekt. − Näherungsschalter „Stütze hin- ten links horizontal eingefah- ren“ defekt. − Näherungsschalter „Stütze hin- ten links vertikal eingefahren“ defekt.
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Behebung von Betriebsstörungen Kenn- Mögliche Ursache Abhilfe zahl − Näherungsschalter „Trägerauf- − RUTHMANN-Service benach- lage“ oder Näherungsschalter richtigen. „Ausleger angehoben“ defekt. − Signal Winkelgeber „Ausleger in − RUTHMANN-Service benach- Grundstellung“ (= Turm in Mittel- richtigen. stellung ) falsch. − Signal Winkelgeber „Kugeldreh- −...
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Behebung von Betriebsstörungen Kenn- Mögliche Ursache Abhilfe zahl − Digitaleingänge defekt. − RUTHMANN-Service benach- richtigen. − Bereichsbedingungsverletzung. − Der Ausleger muss manuell Die Arbeitsbühne befindet sich über Magnetventile in einen außerhalb des zulässigen Sek- zulässigen Sektor zurückbe- tors. wegt werden. −...
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Behebung von Betriebsstörungen Kenn- Mögliche Ursache Abhilfe zahl − Steuerpult − RUTHMANN-Service benach- digitaler Eingang: Signale Drucktaster ÜBER- richtigen. BRÜCKUNG SICHERHEITS- ABSCHALTUNG Haupt- und Kontrollprozessor verschie- den. − Steuerpult − RUTHMANN-Service benach- digitaler Eingang: Signale Drucktaster POSITION richtigen. ANFAHREN am Haupt- und Kontrollprozessor verschieden.
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Behebung von Betriebsstörungen Kenn- Mögliche Ursache Abhilfe zahl − Steuerpultfehler: Rechter Meis- − RUTHMANN-Service benach- terschalter defekt. richtigen. − Steuerpultfehler: Linker Meister- − RUTHMANN-Service benach- schalter defekt. richtigen. − Steuerpultfehler: Controller 2, − RUTHMANN-Service benach- PWM 1 bis 4 sind deaktiviert. richtigen.
Instandhaltung Instandhaltung Neben den nachstehenden Ausführungen sind insbesondere auch die Hinweise für den Betreiber des Kapitels 0.5.3 und die Sicherheitshinweise des Kapitels 1.2 zu beachten. Der Ruthmann-Steiger T 300.4 wurde nach grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen konzipiert und gebaut. An Ihnen liegt es, die Ein- satzbereitschaft und Sicherheit des Steigers zu erhalten.
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Instandhaltung Angaben zu Instandhaltungsarbeiten am Fahrgestell sind der Betriebsanleitung des Fahrgestellherstellers zu entnehmen. • Vor Beginn von Instandhaltungsarbeiten ist der Steiger au- ßer Betrieb zu nehmen und gegen versehentliche Inbetrieb- nahme und Unbefugte zu sichern. • Umsturzgefahr! Bei angehobenem Ausleger darf auf keinen Fall der Ausschub der Abstützarme, z.
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Instandhaltung Beim Umgang mit Öl ist darauf zu achten, dass kein Öl in das Erdreich oder in das Kanalnetz gelangt. Altöle, Altfette und öl- bzw. fetthaltige Putzlappen sind umwelt- verträglich zu entsorgen. Bio-Öle und Mineralöle müssen ge- trennt entsorgt werden. Aus Gründen der Entsorgung und des erforderlichen Fachwissens, empfehlen wir, Inspektions- War- tungs- und Instandsetzungsarbeiten durch den RUTHMANN- Service oder durch von uns autorisiertes Personal ausführen zu...
Instandhaltung Schmierstoffeigenschaften: Hydrauliköle Schmierstoff Kennzeich- Viskositäts- Viskosität Dichte nung Klasse 40°C 100°C 15°C Mat.- Name [--] [--] [mm²/s] [kg/m AVIA 911108 Avilub Fluid HLPD ISO VG 22 HLPD 22 ZH Ruthmann-Material-Nr. 9.1.2 Schmierstellen-Liste Schmiernippel vor dem Abschmieren reinigen. Anmerkungen zur Durchführung von Abschmierarbeiten siehe Kapitel 9.4.4. Schmierstellen-Liste werkseitig verwendeter Komponente / Schmierstelle...
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Instandhaltung • zu Kunststoffen, • zu Korrosionsschutz- und Konservierungsmitteln geprüft werden. Wir empfehlen zum Nachschmieren der Bauteile möglichst das Schmierprodukt der Erstinbetriebnahme oder gleichwertige Produkte zu verwenden. Vor der Verwendung anderer Schmierstoffe empfehlen wir mit dem RUTHMANN-Service Rücksprache zu halten. Umweltverträgliche Hydrauliköle dürfen nicht mit anderen Ölen vermischt werden.
Instandhaltung Anziehdrehmomente Die angegebenen Anziehdrehmomente gelten nur für die hier genannten Anwendungsfälle und sind nicht allgemeingültig. 9.2.1 Schraubenverbindungen Anziehdrehmomente sind von der Schraubenqualität, Gewindereibung und Schraubenkopfauflagefläche abhängig. Die in der folgenden Tabelle aufge- führten Anziehdrehmomente gelten in der Regel für Schrauben mit flZn- 480h-L - Beschichtung ( ...
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Instandhaltung Befestigungsschraube Verschraubung Gewinde Qualität [Nm] Kunststoff-Hydrauliköltank ±2 5.1. Einschraubzapfen G 1/2 A „Ölablassschraube und Leckölanschluss Hydrau- likpumpe“ Einschraubzapfen „An- ±2 5.2. G 1/2 A schluss Handpumpe“ ±2 5.3. Einschraubzapfen G 1/2 A „Leckölanschluss Rüssel- verriegelung“ ±2 5.4. Rücklauffilter - Hydrauli- költank ±2 5.5.
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Instandhaltung In den Skizzen werden die zuvor genannten Schraubenverbindungen darge- stellt. Die jeweiligen Anziehdrehmomente sind der o. g. Tabelle zu entneh- men. Abstützung Stützkasten - Stützzylin- Stützkasten - Stützzylin- (Sechskantschrauben mit Dehnhülsen) Abstützarm - Ausschubzy- linder Kunststoff-Hydrauliköltank Einschraubzapfen „Ölablassschraube und Leckölanschluss Hydrau- likpumpe“...
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Instandhaltung Schwenkeinrichtung Schwenkantrieb – Exzen- terring (Sechskantschrauben mit Dehnhülsen) Hydraulikmotor - Plane- tengetriebe Exzenterring - Turmplatte (Sechskantschrauben mit Dehnhülsen) Kugeldrehverbindung - Turmplatte Kugeldrehverbindung - Grundrahmen (Sechskant- schrauben mit Dehnhülsen) Bolzensicherungen Bolzensicherungen mit Scheibe und Senk- schraube Bolzensicherungen mit Scheibe und Senk- schraube ®...
Instandhaltung 9.2.3 Ventile Die nachfolgenden Tabellen geben Ihnen eine Übersicht über die Anzieh- drehmomente werkseitig eingesetzter Ventile. Anziehdrehmomente (M Einschraubventile Ventil Einbauraum Gewinde- [Nm] Bezeichnung Material-Nr. Abmessung 5 Druckmessumformer 541.996 5 541.999 542.111 Druckbegrenzungs- 435.043 06020 M 20 x 1,5 ventil 435.066 C-12-2...
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Instandhaltung Ventil Einbauraum Gewinde- [Nm] Bezeichnung Material-Nr. Abmessung Zuschaltventil 435.039 Delta 3W - 14 UNF 2/2 Wege-Sitz-Ventil, 430.188 C-10-2 - 14 UNF 48-54 elektr. entsperrbar 430.189 06020 M 20 x 1,5 743.022 Power 2W ¾ - 16 UNF 743.109 Delta 3W - 14 UNF DF10-3 - 14 UNF...
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Instandhaltung Beispiele für Einschraubventile Stromregelventil Anziehdrehmomente (M Aufgesetzte Ventile Ventil Befestigungsschraube Gewinde- Bezeichnung Material-Nr. Qualität Abmessung [Nm] ±4 Bremsventil 433.109 M 10 12.9 4/2 Wegeventil NG 6 431.696 10.9 +0,2 4/3 Wegeventil NG 3 432.019 +0,5 NG 4 432.021 10.9 +0,5 NG 4 432.024...
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Instandhaltung Beispiele für aufgesetzte Ventile Wegeventil / Proportional-Stromregelventil / Bremsventil Proportional-Druckbegrenzungsventil Anziehdrehmomente (M Ventile mit Schwenkverschraubungen Ventil Einbauraum Gewinde- [Nm] Bezeichnung Material-Nr. Abmessung Druckbegrenzungs- 435.103 M 18 x 1,5 ventil mit Umgehungs- rückschlag Beispiele für Ventile mit Schwenkverschraubung Druckbegrenzungs- ventil mit Umge- hungsrückschlag ®...
Instandhaltung 9.2.4 Schneidring-Verschraubungen Es handelt es sich um Zink-Nickel beschichtetet Verschraubungen mit gleit- mittelbeschichteten Überwurfmuttern. Eine gelöste Überwurfmutter einer vormontierten Schneidring-Verschraubung ist wieder mit einem Schrauben- schlüssel (ohne Verlängerung) bis zu einem spürbaren Kraftanstieg anzuzie- hen. Danach ist die Verschraubung noch mit einer weiteren ¼ Umdrehung weiter festzuziehen.
Instandhaltung DKO – Verschraubungen 9.2.5 Die Montagevorgaben gelten für Verschraubungen mit Dichtkegel-Anschluss (DKO) nach DIN 3865 mit Zink-Nickel Oberflächenschutz. Überwurfmuttern gewachst. Beispiel: Dichtkegel der Verschraubung in den Konus einführen und fest andrücken. Überwurfmutter handfest anziehen. Danach die Überwurfmutter mit einem definierten Drehmoment oder mit einer weiteren „Wert X“...
Instandhaltung 9.2.6 Einschraubzapfen bei Verschraubungen In der nachfolgenden Tabelle sind die Anziehdrehmomente für die Ein- schraubzapfen mit PEFLEX-Abdichtung vorgegeben. Beispiel: Anziehdrehmomente für Einschraubzapfen mit PEFLEX-Abdichtung DIN 3852 Form T11, Form E DIN 3852 Form T11, Form E ISO 9974-2 ISO 1179-2 Reihe [Nm] [Nm]...
Instandhaltung 9.2.7 Hohlschrauben bei Schwenkverschraubungen Die Anziehdrehmomente gelten für Hohlverschraubungen bei Schwenkver- schraubungen (WHO) aus Stahl mit PTFE-Dichtung. Die Oberfläche ist verzinkt, gelb chromatiert und gleitbeschichtet. Zu beach- ten sind die unterschiedlichen Anziehdrehmomente bezogen auf den Werk- stoff der Einschraubbohrung des Gegenkörpers aus Stahl / Guss oder Alu- minium.
Instandhaltung Sensorik Die Sensorik ist z. T. innerhalb der Komponenten, wie z. B. Trä- gersystem, Grundrahmen und Abstützung integriert bzw. mit Abdeckungen versehen. Liste der Sensoren Funktion Art des Sensors Stütze horizontal ausgeschoben Endschalter Seilbruch Teleskop „I“ (Trägerfuß „3“) 1.2. Seilbruch Teleskop „II“...
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Instandhaltung Funktion Art des Sensors Hydraulikpumpe 1 Druckaufnehmer Hydraulikpumpe 2 LMB (Ringseite) LMB (Kolbenseite) Abstützarmausschub (Sonderausstattung) Seillängengeber Ausschub Teleskopzylinder „II“ Ausschub Teleskopzylinder „I“ Tür „Notsteuerung“ geöffnet Druckstiftschalter Bühnenüberlastungs-Erkennungshilfe / Büh- Wägezelle nenaufsetzerkennung Beispiele )* Endschalter Näherungsschalter ® 9-27 BA.DEU.24-33905-01-02-FTA-jr STEIGER T 300.4...
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Instandhaltung Drehwinkelgeber Neigungs- Druckaufneh- Neigungsgeber schalter Druckstift- Seillängengeber Wägezelle schalter )* Bei den abgebildeten Sensoren handelt es sich um prinzipielle Darstel- lungen. Die Sensorik am Steiger selbst, kann in Form und Art hiervon ab- weichen. 9-28 ® STEIGER T 300.4 BA.DEU.24-33905-01-02-FTA-jr...
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Instandhaltung ® 9-29 BA.DEU.24-33905-01-02-FTA-jr STEIGER T 300.4...
Instandhaltung Inspektion und Wartung Vor der Ausführung von größeren Inspektions- und Wartungsarbeiten ist eine Reinigung des Steigers vorzunehmen. Beim Inspizieren festgestellte Mängel sind umgehend zu beseitigen. Nach wesentlichen Instandsetzungen an den tragenden Teilen ist der Ruthmann-Steiger T 300.4 vor der Wieder- inbetriebnahme durch einen Sachverständigen zu prüfen.
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Instandhaltung Intervall Bemerkung, Kompo- Auszuführende Arbeiten sonstige In- nente tervalle Energieführungen auf Befestigung und Beschädigung prüfen Befestigung lösbarer Verbindun- gen auf festen Sitz prüfen Aufbauten auf Befestigung und Be- schädigung prüfen Abdeckung des Fahrerhausdaches erstmalig nach (Sonderausstattung) auf Befesti- drei Monaten gung und Beschädigung prüfen...
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Instandhaltung Intervall Bemerkung, Kompo- Auszuführende Arbeiten sonstige In- nente tervalle Funktionsprüfung der Bühnenüber- lastungs- bzw. Bühnenaufsetzer- kennung Rüsselan- Anschlag und Verriegelungsbolzen bei Bedarf schlag / Ver- fetten nach Reinigung des Steigers riegelung Arbeitsbühne Sichtprüfung Schraubenverbindungen prüfen Umwehrung prüfen ...
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Instandhaltung Intervall Bemerkung, Kompo- Auszuführende Arbeiten sonstige In- nente tervalle Gelenkwelle Geräuschprüfung (Hydraulik- Spielprüfung pumpe) Flanschverbindungen prüfen Handpumpe Sichtprüfung Befestigung auf festen Sitz prüfen Dichtigkeit prüfen Hydr. Anschlüsse auf festen Sitz und Beschädigung prüfen ...
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Instandhaltung Intervall Bemerkung, Kompo- Auszuführende Arbeiten sonstige In- nente tervalle Hydraulikschläuche austauschen alle 6 Jahre Hydrauliköl- Sichtprüfung tank Befestigung auf festen Sitz prüfen Dichtigkeit prüfen Hydr. Anschlüsse auf festen Sitz und Beschädigung prüfen Hydraulikölstand prüfen ...
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Instandhaltung Intervall Bemerkung, Kompo- Auszuführende Arbeiten sonstige In- nente tervalle Druckaufneh- Sichtprüfung Befestigung auf festen Sitz prüfen Elektrische Anschlüsse auf festen Sitz und Beschädigung prüfen Reinigen bei Bedarf Funktionsprüfung der Lastmo- mentbegrenzung Seillängen- Sichtprüfung geber ...
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Instandhaltung Intervall Bemerkung, Kompo- Auszuführende Arbeiten sonstige In- nente tervalle , Ladezustand prüfen im Winter alle 6 bis 8 Wochen , Flüssigkeitsstand prüfen im Sommer und heißen Zonen wö- chentlich Reinigen bei Bedarf Stromeinspei- Sichtprüfung sung Arbeits- Befestigung auf festen Sitz prüfen bühne ...
Instandhaltung 9.4.2 Prüfungen Informationen für die Durchführung der Prüfungen sind den nachfolgenden Kapiteln zu entnehmen. 9.4.2.1 Arbeitstägliche Prüfung Vor Inbetriebnahme des Ruthmann-Steigers T 300.4 ist vom Bedienpersonal die „tägliche Inspektion“ ( d ) durchzuführen. Es handelt sich um Sicht- und Funktionsprüfungen, die erforderlich sind, um die Sicherheit zu gewährleis- ten.
Instandhaltung 9.4.2.2.1 Regelmäßige Prüfung Der Ruthmann-Steiger T 300.4 ist, neben den in dieser Betriebs- und War- tungsanleitung genannten Intervallen, nach der Erstinbetriebnahme in Ab- ständen von längstens einem Jahr durch eine befähigte Person zu prüfen (Sachkundigenprüfung nach DGUV Grundsatz 308-002). Für die Durchfüh- rung der Prüfung durch die befähigte Person können neben den Sachkundi- gen oder Sachverständigen auch z.
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Instandhaltung und ist in Anlehnung an die Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme vorzu- nehmen, d. h., im Bedarfsfall ist auch eine Vor- und Bauprüfung erforderlich. Im Sinne der DIN EN 280 gelten als „wesentliche Änderungen“ oder „wesent- liche Instandsetzungen“, alle Änderungen am gesamten Steiger oder Teilen davon, die auf die Standsicherheit, die Festigkeit oder die Betriebsweise ein- wirken.
Instandhaltung 9.4.3 Reinigung und Pflege Regelmäßige Reinigung und sachkundige Pflege (z. B. alle 2-3 Wochen) die- nen der Werterhaltung des Ruthmann-Steigers T 300.4. Starke Luftverschmutzung, salzhaltige Luft (z. B. an der Küste) und andere klimatische Bedingungen erfordern u. U. eine intensivere Pflege des Stei- gers.
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Instandhaltung • Vogelkot, Insekten, Harz-, Teer- und Fettrückstände müssen sofort und gründlich abgewaschen werden, da sie Substanzen enthalten, die Lackierungen und Kunst- stoffteilen erheblichen Schaden zuführen können. • Nach Baumschnitteinsatz sind Sägespäne sofort zu ent- fernen. Am z. B. Trägersystem sind zuvor die Trägerfuß- abdeckungen abzunehmen.
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Instandhaltung • Farblackierung Nur mit säure- und lösungsmittelfreien Reinigungs- und Konservierungs- mitteln behandeln. Bei verblassendem Lack kann die Oberfläche mit einer handelsüblichen Autopolitur aufgebessert werden. Hierbei sind die Anwei- sungen des Politurherstellers zu beachten. • Kunststoffteile (z. B. Lagerstellen, Trägerauflage, ggf. Arbeitsbühne) Mit einem feuchten Tuch und Wasser reinigen.
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Instandhaltung Keine aggressiven chemischen Reinigungsmittel verwenden! ➢ Zur Reinigung ein weiches rückstandsfreies In- dustrie-Wischtuch, Schwamm oder Ähnliches ver- wenden. Sollte die Kolbenstangen mit Salzen, Sand oder Chemikalien in Kontakt gekommen sein, diese restlos mit ausreichend Frischwasser von den Kol- benstangen entfernen.
Instandhaltung 9.4.4 Anmerkungen zur Durchführung von Inspektions- und Wartungs- arbeiten In den nachfolgenden Unterkapiteln werden Anmerkungen zur Durchführung von Inspektions- und Wartungsarbeiten diverser Komponenten und Bau- gruppen des Ruthmann-Steigers T 300.4 genannt. 9.4.4.1 Beleuchtung Die Inspektion und Wartung der Beleuchtung des Fahrgestells erfolgt nach der Betriebs- und Wartungsanleitung des Herstel- lers.
Instandhaltung 9.4.4.2 Steiger komplett Der komplette Steigeraufbau, wie z. B. Grundrahmen, Abstützung, Ausleger, Arbeitsbühne, ist hinsichtlich − Zustand und Sauberkeit, − Risse, − Verformungen / Beschädigung, − Lackierung / Anstrich, − Korrosion, − Vorhandensein und Lesbarkeit der Beschilderung, − der Bewegungsfreiräume der mechanischen und hydraulischen Bauteile sowie der Energieführungen, −...
Instandhaltung 9.4.4.3 Lagerstellen / Bolzensicherungen • Lagerstellen und Bolzensicherungen sind auf: − Zustand und Sauberkeit, − Verschleiß, Risse und Beschädigung, − Gängigkeit der Lagerung, − festen Sitz der Schraubenverbindung der Bolzensicherung zu prüfen. Anziehdrehmomente siehe Kapitel „Schraubenverbindungen“. Bei Locke- rung von Bolzensicherungen ist die Ursache festzustellen und der Mangel zu beheben.
Instandhaltung 9.4.4.7 Trägersystem • Inspektion siehe Kapitel „Steiger komplett“. Weitere Prüfungen: − Keine Geräuschbildung der Teleskope. − Gängigkeit der Einzugsketten, Auszugsseile, Umlenkrollen, Ener- gieführung. − Verschmutzung, Beschädigung und Verschleiß von Teleskopfüh- rungen, Gleitflächen, Einzugsketten und Auszugsseilen, Umlenkrol- len, Energieführungen etc. −...
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Instandhaltung Inspizieren der Auszugsseile auch die Abstreifer (Bürsten) am Trägerkopf demontiert werden. • Die Teleskope des Trägers werden durch Gleiter geführt. Um einen mög- lichst geringen Verschleiß und Gleitwiderstand zu haben, ist eine Schmie- rung der Gleitflächen in Abständen gemäß Wartungsliste (oder je nach Einsatz auch früher) erforderlich.
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Instandhaltung Nachstellen der Gleiter durch den Ruthmann-Service oder durch von uns autorisiertes Personal ausführen zu lassen. HINWEIS Ein nicht fachgerechtes Nachstellen kann zur Zerstö- rung des Teleskops führen! ➢ Es ist darauf zu achten, dass das Teleskop durch das Nachstellen nicht verspannt wird. •...
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Instandhaltung − Ggf. Auszugsseile nachspannen. Auszugsseile mit Einstellschrauben (A und A und A nachspannen. Es muss in jedem Fall ein ausreichender Seildurch- hang verbleiben. Während des Nachspannens auf gleichmäßigen Abstand der Trägerköpfe achten. Die beiden Auszugsseile müssen annähernd gleichmäßig vorge- spannt sein, so dass sie unter Betriebsbedingung auch annähernd die gleiche Last aufnehmen.
Instandhaltung • Wir empfehlen spätestens nach 10 Jahren die Auszugsseile auszutau- schen. Es dürfen nur original Ruthmann-Ersatz-Auszugsseile verwendet werden. 9.4.4.8 Rüssel • Inspektion siehe Kapitel „Steiger komplett“. Weitere Prüfungen: − Freiräume für Bewegungsabläufe der mechanischen Bauteile z. B. Umlenkhebel, Hydraulikzylinder im Inneren des Rüssels. Fremdkör- per sind umgehend zu entfernen.
Instandhaltung 9.4.4.9 Rüssel-Bühnenkonsole • Inspektion siehe Kapitel „Steiger komplett“. Weitere Prüfungen: − Freiräume für Bewegungsabläufe der mechanischen Bauteile z. B. Umlenkhebel im Inneren. Fremdkörper sind umgehend zu entfer- nen. − Schraubenverbindung auf festen Sitz prüfen. Anziehdrehmomente siehe Kapitel „Schraubenverbindungen“. − Funktionsprüfung der Bühnenüberlastungs- bzw. Bühnenaufsetz- Erkennung.
Instandhaltung 9.4.4.11 Arbeitsbühne • Inspektion siehe Kapitel „Steiger komplett“. Weitere Prüfungen: − Boden auf Verschleiß, Beschädigung und Trittsicherheit, − ausreichende Höhe der Fußleiste, − Stabilität und Höhe der Umwehrung, − Zugangsleiter auf Verschleiß, Beschädigung und Trittsicherheit, − Halteseil der Zugangsleiter auf Verschleiß und Befestigung, −...
Instandhaltung 9.4.4.12 Kugeldrehverbindung • Inspektion siehe Kapitel „Steiger komplett“. Weitere Prüfungen: − Schraubenverbindungen „Kugeldrehverbindung - Grundrahmen“ und „Kugeldrehverbindung - Turmplatte“, − Lagerverschleiß Kugeldrehverbindung, − Zahnflankenspiel zwischen Ritzel des Schwenkantriebs und Außen- verzahnung der Kugeldrehverbindung. • Laufbahn (1.1) der Kugeldrehverbindung (1) nach Wartungsliste über Schmiernippel (2) und (3) abschmieren.
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Instandhaltung Durch die Schwenkbewegung des Auslegers wird eine bessere Verteilung des Fettes im Lager erreicht. Die Schmierstellen sind immer so reichlich abzuschmieren, dass sich am ganzen Umfang der Lagerspalten bzw. Dichtungen ein Fettkragen aus frischem Fett bildet. • Außenverzahnung (1) der Kugel- drehverbindung und Ritzel (2) des Schwenkantriebs gemäß...
Instandhaltung 9.4.4.13 Hydraulikanlage ! WARNUNG Verletzungsgefahr durch Herausspritzen von Hyd- raulikflüssigkeit! Teile der Hydraulikanlage stehen unter hohem Druck! ➢ Vor Arbeiten an der Hydraulikanlage oder an Tei- len der Hydraulikanlage sind diese unbedingt drucklos zu machen. • Befestigungen von Bauteilen, hydraulischen Stellgliedern, Steuerblöcken, Anschlussstücken und Ventilen prüfen ( ...
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Instandhaltung • Ölwechsel des Getriebes und Haltebremse gemäß Wartungsliste. Für ein repräsentatives Ölmuster ist es zweckmäßig, das Öl in betriebswarmen Zustand abzulassen. Beim Umgang mit Öl darauf achten, dass kein Öl in das Erd- reich oder in das Kanalnetz gelangt. Abgelassenes Öl und ölhaltige Putzlappen umweltverträglich entsorgen.
Instandhaltung 9.4.4.15 Hydraulikzylinder • Befestigungen und Bolzensicherungen sind auf − Zustand und Sauberkeit, − Verschleiß, Risse und Beschädigung, − Gängigkeit der Lagerung, − festen Sitz der Schraubenverbindung zu prüfen. Bei Lockerung von Befestigungen und Bolzensicherungen ist die Ursache festzustellen und der Mangel zu beheben. •...
Instandhaltung 9.4.4.16 Hydraulikpumpe ! WARNUNG Verletzungsgefahr durch rotierende Teile! Körper- teile und Gliedmaße, wie Haare, Hände und auch Kleidung können von der rotierenden Triebwelle der Hydraulikpumpe erfasst bzw. eingezogen werden! Solange die Triebwelle rotiert, darf sich keine Person unter dem Steiger im Gefahrenbereich der Hydraulikpumpe aufhalten! ➢...
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Instandhaltung In trockenem Zustand das Filterelement und den O-Ring mit etwas Öl be- netzen. Ggf. Filterelement und/oder O-Ring austauschen. Der Einbau des Filterelementes und der Einbau des Filters in die Steuer- leitung erfolgen in umgekehrter Reihenfolge. (Filterdeckel (2) und Filter- gehäuse (1) mit 75 Nm verschrauben.) Achtung: Durchflussrichtung berücksichtigen (Pfeil)!
Instandhaltung 9.4.4.17 Gelenkwelle der Hydraulikpumpe ! WARNUNG Verletzungsgefahr durch rotierende Teile! Körper- teile und Gliedmaße, wie Haare, Hände und auch Kleidung können von der rotierenden Gelenkwelle erfasst bzw. eingezogen werden! Solange die Gelenkwelle rotiert, darf sich keine Person unter dem Steiger im Gefahrenbereich der Gelenkwelle aufhalten! ➢...
Instandhaltung 9.4.4.20 Sicherheitsventile • Inspektion siehe Kapitel „Hydraulikanlage“. Weitere Prüfungen: − Einstellwerte der Ventile prüfen ( Hydraulikplan). Einstellwerte dürfen nur durch den Ruthmann-Ser- vice oder durch von uns autorisiertes Personal verändert werden. • Ventile gegebenenfalls von außen reinigen. HINWEIS Dampfstrahler oder Hochdruckreiniger können die Dichtungen der Ventile beschädigen! Wasser könnte ggf.
Instandhaltung 9.4.4.21 Sperrventile an Hydraulikzylindern • Inspektion siehe Kapitel „Hydraulikanlage“. Weitere Prüfungen: − Dichtigkeit mit zulässiger Belastung prüfen: Arbeitsbühne mit Nennlast belasten, Abstützung ausfahren, Rüssel aufwärts, Ausleger heben, Teleskop ausfahren. Steiger in der Position verharren lassen. Über einen Zeitraum von 5 Minuten darf keine Lageveränderung feststellbar sein.
Instandhaltung 9.4.4.23 Leitungsfilter im Ventilkasten der Arbeitsbühne • Inspektion siehe Kapitel „Hydraulikanlage“. • Leitungsfilter gegebenenfalls von außen reinigen. Keinen Hochdruckrei- niger und chemische Reinigungsmittel verwenden. • Filterelement gemäß Wartungsliste austauschen. Das Filter befindet sich am „P“-Leitungsanschluss des Ventilblocks. Ach- tung: Die Leitung muss während des Austauschs drucklos sein! Fil- tergehäuse nach Lösen der Schlauch-Verschraubung vom Ventilblock ab- schrauben.
Instandhaltung 9.4.4.24 Hydraulik-Schlauchleitungen • Längung der Hydraulikschläuche, u. a. der Energieführung im Ausleger, prüfen und ggf. instand setzen. • Hydraulik-Schlauchleitungen unterliegen einem gewissen Alterungspro- zess. Z. B. beeinflussen Licht, Temperaturen, Bewegungsspiele und Im- pulsfrequenzen die Verwendungsdauer von Hydraulikschläuchen. Wir empfehlen, gemäß dem Stand der Technik, die Hydraulikschläuche nach 6 Jahren auszutauschen.
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Instandhaltung hat die gleiche Kennzeichnung wie der Hydraulikschlauch. Die Kenn- zeichnung an den Hydraulikschläuchen und Anschlussstellen darf nicht entfernt oder unlesbar gemacht werden. Kurze Hydraulikschläuche, bei denen beide Schlauchenden gleichzeitig sichtbar sind, sind von einer ent- sprechenden Kennzeichnung ausgenommen. Kennzeichnung des Anschlusses Armatur Schlauch Leitung (Beispiel)
Instandhaltung 9.4.4.25 Hydrauliköltank HINWEIS Schmutz oder andere Verunreinigungen im Hydrauliköl beschädigen die Hydraulikanlage! ➢ Hydraulikölfässer vor Entnahme von Öl längere Zeit ruhig stehen lassen. ➢ Tankdeckel am Hydrauliköltank nie länger als nötig geöffnet lassen. Hydraulikölfässer nach Entnahme sofort wieder verschließen. 1.
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Instandhaltung • Hydraulikölstand prüfen. − Steiger in Transportanordnung. − Steiger außer Betrieb, Motor aus. − Füllstand mittels Ölmessstabes (2) prüfen. Der Ölstand darf nur bei waagerecht stehendem Fahrzeug gemes- sen werden, da sonst der Ölmessstab nicht den wahren Ölstand anzeigt. Ölstand bei kaltem Hydrauliköl prüfen. Der Hydraulikölstand muss sich zwischen dem oberen und unteren Markierungsstrich am Messstab (2) befinden.
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Instandhaltung − Filterdeckel (1) von Hand aufschrauben. (Anziehdrehmoment 20 Nm) • Hydrauliköltank gegebenenfalls reinigen. Keinen Hochdruckreiniger und keine chemischen Reinigungsmittel verwenden. • Hydraulikölwechsel gemäß Wartungsliste. Bei jedem Ölwechsel auch eine Rücklauffilterwartung durchführen. Beim Umgang mit Hydrauliköl darauf achten, dass kein Hyd- rauliköl in das Erdreich oder in das Kanalnetz gelangt.
Instandhaltung 9.4.4.26 Elektroanlage HINWEIS Beschädigung der Rechnersteuerung! Auf den Ausgängen darf nie von „außen“ eine Span- nung angelegt werden. ➢ Anschlussstecker der Platinen dürfen nur abgezogen bzw. aufgesteckt werden, wenn die Betriebsspan- nung ausgeschaltet ist (spannungsfrei). ➢ Die Betriebsspannung darf nur eingeschaltet wer- den, wenn alle Stecker der Platine entweder abgezo- gen oder aufgesteckt sind.
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Instandhaltung • Schmutz und Staubablagerungen vom Meisterschalter entfernen. Ggf. den Faltenbalg mit den Fingerspitzen vorsichtig aus der Nut herausziehen und nach oben schieben. Das jetzt freiliegende Kugelgelenk und den Be- reich drumherum mit einem sauberen Tuch und etwas Reiniger (z. B. AF Isoclene AISO250) reinigen.
Instandhaltung 9.4.4.27 Batterien ! WARNUNG Batteriesäure ist stark ätzend! Batteriesäure darf nicht mit den Augen, den Händen, der Kleidung und der Fahrzeuglackierung in Berührung kommen. ➢ Batterie nicht kippen. Aus den Entgasungsöff- nungen kann Säure austreten. ➢ Augenschutz und Handschuhe tragen. Bei Au- genkontakt sofort mit kaltem Wasser ausspülen.
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Instandhaltung • Ladezustand der Batterie prüfen. Batterie ggf. laden (nicht schnellladen). Die Kapazität einer Batterie lässt mit sinkender Temperatur nach. Eine stark unterkühlte Batterie hat nur noch einen Bruchteil ihrer Leistung. Des- halb in den Wintermonaten häufiger nachladen. • Batterie ggf. reinigen. Batteriepole sauber halten. Polklemmen (An- schlussklemmen) mit einem säurefreien und säurebeständigen Fett (z.
Instandhaltung 9.4.4.28 Funktion und Wirksamkeit der Sicherheitseinrichtungen Die Prüfung soll zeigen, dass die im Ruthmann-Steiger T 300.4 integrierten elektrischen Sicherheitseinrichtungen und die daraus resultierenden Ab- schaltungen richtig arbeiten. • Funktionskontrolle aller NOT-HALT-Schalter. Das Betätigen des NOT- HALT-Schalters muss das Stillsetzen der elektr. Ansteuerung von Stei- gerbewegungen zur Folge haben.
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Instandhaltung Klartextanzeige muss unter den Kürzeln für die Fahrzeugneigung der gleichbedeutende Wert angezeigt werden. − Näherungsschalter „Zähnezähler“ und Potentiometer „Schwenkwinkel Ausleger“: Den Ruthmann-Steiger T 300.4 waagerecht aufstellen. Ausleger auf definierte Winkel schwenken. An der Klartextanzeige müssen unter den Kürzeln des Zähnezählers und des Potentiometers für den Schwenkwinkel des Auslegers in Grad die gleichbedeutenden Werte angezeigt werden.
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Instandhaltung sind entsprechend der Reichweitenkurve des Arbeitsdiagramms fest- zulegen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei keiner der Prüfungen der maximale Teleskopzylinderausschub erreicht werden darf, da in diesem Fall die Abschaltung nicht über die Lastmomentbegrenzung er- folgt, sondern über die mechanische Begrenzung des Hydraulikzylin- ders.
Instandhaltung Bei Unstimmigkeiten ist der Ruthmann-Service zu konsultieren. Wir empfeh- len wegen der erforderlichen Fachkenntnis die Funktion und Wirksamkeit der Sicherheitseinrichtung durch den Ruthmann-Service prüfen zu lassen. Stromeinspeisung „Arbeitsbühne“ 9.4.4.29 • Stromeinspeisung am Grundrahmen und Schutzkontaktsteckdose der Ar- beitsbühne ggf. reinigen. Staubablagerungen können z. B. mit einem wei- chen Pinsel oder durch trockene Druckluft entfernt werden.
Instandhaltung Instandsetzung Vor der Ausführung von größeren Instandsetzungsarbeiten ist eine Reini- gung des Steigers vorzunehmen. Aus Gründen des erforderlichen Fachwissens, Werkzeuges und der Entsor- gung, empfehlen wir, Instandsetzungsarbeiten durch den Ruthmann-Service oder durch von uns autorisiertes Personal ausführen zu lassen. Nach wesentlichen Instandsetzungen an den tragenden Teilen, die auf die Standsicherheit, die Festigkeit oder die Betriebsweise einwirken, ist der Ru- thmann-Steiger vor der Wiederinbetriebnahme im Rahmen einer „Außeror-...
Instandhaltung 9.5.2 Austausch von Bauteilen ! WARNUNG Verletzungsgefahr durch unbeabsichtigte Bewe- gungen der Komponenten! ➢ Instandsetzungsarbeiten dürfen nur bei stillste- hendem Motor und ausgeschalteter Zündung durchgeführt werden. ➢ Das Fahrzeug gegen Wegrollen sichern! • Feststellbremse betätigen. • Unterlegkeile verwenden. ➢ Angehobene Teile des Steigers gegen unbeab- sichtigte Bewegungen sichern.
Sonderausstattung Sonderausstattung Vollvariable Abstützung 10.1 Der Ruthmann-Steiger T 300.4 ist mit einer Abstützung ausgestattet, die eine dynamische Reichweitenanpassung ermöglicht. D, h. der horizontale Ausschub der Abstützarme ist vom Bedienpersonal beliebig wählbar. Somit ergeben sich, nach dem vertikalen Ausfahren der Abstützung, die unter- schiedlichsten Abstützsituationen.
Sonderausstattung Unterlegplatte mit Ausfräsung 10.2 Die Unterlegplatte besteht aus Kunststoff. Die Unterseite ist gummiert. Dies mindert eine Beschädigung des Untergrundes und erhöht die Rutschfestig- keit. Durch die an der Oberseite eingebrachte Ausfräsung der Unterlegplatte wird ein zusätzliches Maß an Sicherheit gegen Abrutschen des Steigers er- zielt.
Sonderausstattung 10.2.1 Technische Angaben Unterlegplatte Artikel-Nr. 0.652.000.102 Kunststoff-Platte mit - Einfräsung, - Handgriff und - rutschfester, gummierter Unterseite Kennung Material TPE / HMW PE 500 Form quadratisch, gerade Abmessungen ca. 500 x 500 x 60 mm Einfräsung ca. Ø390 x 15 mm Gewicht ca.
Ersatzteile Ersatzteile Die Ersatzteillisten und Ersatzteilzeichnungen finden Sie auf dem mitgelie- ferten Datenträger als PDF-Dokument. ® 13-1 BA.DEU.24-33905-01-02-FTA-jr STEIGER T 300.4...
Anhang Sicherheitsdatenblätter der werkseitig eingesetzten 14.2 Schmierstoffe Liste der Sicherheitsdatenblätter Produktidentifikator / Hersteller / Mat.-Nr. Handelsname Lieferant Aral Aralub HLP 2 BP Europa SE 911160 911161 / Spheerol LZ BP Europa SE 911171 CEPLATTYN BL FUCHS Lubritech 911410 DRAKO-SOL PFEIFER DRAKO 790100 STRUCTOVIS BHD Spray KLÜBER Lubrication...
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® BA.DEU.24-33905-01-02-FTA-jr STEIGER T 300.4 14-1...