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Schmiersystem; Ölpumpe Aus Und Einbauen - Yamaha Rd 250 Reparaturanleitung

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YAMAHA RD 250 / 400 DX
Vor dem Wiedereinbau sollten die Einsätze und alle Bohrungen gründlich gesäubert und frei sein. Es empfiehlt sich, die Befestigungsschraube
und die Flächen des Einsatzes, die im Schalldämpfer anliegen, mit (hitzebeständiger) Kupferpaste einzustreichen. Die Einsätze unter
hinundherdrehenden Bewegungen wieder in den Auspufftopf einschieben und sie festschrauben.
3.11

Schmiersystem

Bei den YAMAHA Zweitaktern wird keine Beimischung von Öl zum Kraftstoff benötigt, sie verfügen über eine Getrenntschmierung. Das
Schmieröl befindet sich im separaten Öltank an der linken Seite der Maschine. Er wird von dort einer beim rechten Kurbelwellenende befindlichen
und über einen Zahnradantrieb angetriebenen mechanischen Ölpumpe zugeführt. Diese Pumpe liefert das Schmieröl dosiert über zwei flexible
Kunststoffschläuche in Bohrungen in den Vergasern. Von dort wird das Öl vom Gasgemisch mitgerissen und gelangt so an die zu versorgenden
Motorteile.
Die Ölpumpe ist ausserdem mit dem Gasdrehgriff verbunden; von der Stellung des Gaszugs wird somit die Fördermenge bestimmt. Dieses
System, das Anfang der dreissiger Jahre in England erfunden wurde, stellt eine angemessene Ölversorgung in allen Last und Drehzahlbereichen
sicher. Erreicht wird die Steuerung durch einen Seilzug, dessen Ende ist an der Stelle mit dem Gaszug verbunden, an welcher er sich in zwei einzelne
Züge zu den Vergasern teilt.
3.11.1 Ölpumpe aus und einbauen
Auf der rechten Seite den halbmondförmigen Seitendeckel mit den drei Befestigungsschrauben abnehmen. Die Seilrolle gegen die Federkraft
zurückdrehen und den Zug aushängen und zur Seite hängen. Die beiden dünneren Schläuche zu den Vergasern nach Zurückschieben der Federclips
abziehen. Den dickeren Ölzuleitungsschlauch nach Abnahme des Federclip abziehen und mit einer Schraube o.ä. verschliessen. Die beiden
Befestigungsschrauben am Fusse der Ölpumpe herausdrehen und Ölpumpe seitlich vorsichtig von der Antriebsschnecke herunterziehen.
Zum Ausbau des Ölpumpen Antriebs muß auch der grosse Kurbelgehäusedeckel abmontiert werden. Dazu muß vorher entweder das Motoröl
komplett abgelassen werden, oder man verfährt folgenderweise: Kraftstofftank entleeren und die Maschine vorsichtig zur Seite legen (auf einen
Autoreifen oder eine mit einer Decke unterlegten Getränkekiste). Fußschalthebel und Kickstarterhebel nach Herausdrehen ihrer Klemmschrauben
abziehen. Beim neueren Modell mit hochgelegten Fahrerrasten ebenfalls die Fahrerraste abschrauben. Die neun Deckelschrauben herausdrehen und
den Kurbelgehäusedeckel abnehmen; eventuell mit seitlichen Schlägen mit einem Gummihammer nachhelfen. Bei Bedarf den noch am Deckel
befindlichen Ölpumpenzug nach Herausschrauben der Verstellschraube abnehmen und die Ölleitungen mitsamt des Dichtungsgummi herausnehmen.
An der Antriebsschnecke der Ölpumpe befindliche Sechskantmutter abdrehen und mit der Unterlegscheibe abnehmen, Kunststoffzahnrad
von der Welle abnehmen und Mitnehmerbolzen herausziehen, der quer in einer Bohrung der Welle sitzt.
Die Ölpumpe direkt darf niemals zerlegt werden, sie ist vom Hersteller auf korrekte Fördermenge eingestellt und versiegelt. Als einzige
Verschleißteile sind die beiden Rückschlagventile unter den zu den Vergasern führenden Abgängen der Ölpumpe zu nennen. Sie bestehen aus je einer
kleinen Stahlkugel und einer passenden kleinen Feder. Sie sitzen unter den eingepreßten Anschlußstücken der Abgänge. Die Feder kann ermüdet oder
verharzt sein. Bemerkbar macht sich dies besonders, wenn nach kürzeren Stehzeiten der Maschine sich die beiden Abgangsschläuche schnell
entleeren oder die Ölpumpenleistung besonders nach längerer Laufleistung unerklärlich nachläßt. Ölpumpengehäuse vorsichtig erhitzen (Herdplatte,
Heissluftfön) bei Beachtung des Schmelzpunktes des eventuell vorhandenen Kunststoffrändelrades. Sonst sicherheitshalber Das Kunststoffrad
abbauen; die inneren Teile der Ölpumpe bestehen aus Metallteilen. Mit einer geeigneten Zange die Anschlußstücke abziehen und nach Erneuerung
der Stahlkugel und Feder ohne Verkanten mit Nullspiel wieder einpressen (Schraubstock). Dieses muß mit absoluter Behutsamkeit und Sorgfalt
geschehen; ansonsten ist die Funktion der Ölpumpe nicht mehr gewährleistet!!
Bild 171: Der Ölpeilstab gestattet eine leichte Kontrolle des
Ölstandes im Voratsbehälter
H.Novak * V4.2 12.09.2004
www.RD400.de
Bild 172: Die Ölpumpe wird von zwei Schrauben gehalten. Auf
der Welle befindet sich zwischen Pumpe und Motorgehäuse eine
Bz-Scheibe
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Reparaturanleitung
*\t\yam\RD77_Reparatur.DOC#
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Diese Anleitung auch für:

Rd 400 dx

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