YAMAHA RD 250 / 400 DX
1 Zylinderkopf (2)
2 Zylinderkopf-Dichtung (2)
3 Zylinder, links
4 Zylinder, rechts
5 Zylinderfuss-Dichtung (2)
6 Stehbolzen für Zylinderblock (8)
2.7
Motor und Getriebe, demontieren
Bevor sie mit den Arbeiten am Antriebsblock beginnen, sollte dieser gründlich gereinigt werden, denn sonst kann allzu leicht Schmutz ins
Innere des Motors eindringen, der gerade beim Motorrad schlecht vor den Angriffen der Straße geschützt ist. Zur Reinigung empfiehlt sich ein im
Handel erhältlicher Spezialreiniger (> Kaltreiniger), den man eine Weile in der Schmutzschicht einwirken läßt, eventuell mit einem Pinsel in
Reiniger getränkt nachhelfen, und dann mit Wasser abspülen. Es ist ein Eindringen in die während der Demontage freigelegten Öffnungen und
Bestandteile der Elektrik zu vermeiden. Wenden sie niemals übermäßig Kraft zum Ausbauen eines störrigen Teil auf, es sei denn, es würde extra
verlangt. Es gibt stets gute Gründe, warum ein Bauteil schwer lösbar ist; oft genug, weil man die falsche Reihenfolge der Demontage gewählt hat.
2.7.1 Zylinderköpfe, Zylinder und Kolben, ausbauen
Nach dem kreuzweisen Lösen der je vier Rohrmuttern (das sind spezielle Muttern, die über die im Motorblock eingeschraubten Stehbolzen
eingreifen) können die Köpfe mitsamt den Dichtungen abgenommen werden. Ölzuführungen und deren Halteschellen am rückwärtigen Teil der
Zylinder (altes Modell, bei den nachfolgenden sind diese an den Vergasern angeschlossen. Halteklammern entfernen und Schläuche abziehen).
Zylinder nach oben abziehen. Darauf achten, daß die Kolben dann nicht haltlos herausklappen und an den Stehbolzen beschädigt werden. Man sollte
vorher einen sauberen Lappen über die Öffnungen des Kurbelgehäuses legen, damit keine Bruchstücke von Kolben oder ringe in den Kurbeltrieb
fallen können, sobald die Zylinder vollends abgezogen werden.
Kolbenbolzensicherungen herausnehmen, Kolbenbolzen ausdrücken, so daß die Kolben sich abnehmen lassen. Bei sehr strammen Sitz sollte
der Kolben vorher angewärmt werden, um durch stärkere Ausdehnung die Bolzen zu lockern. Wo ein Herausschlagen erforderlich sein sollte, muss
das Pleuel vorher gut am Gehäuse abgestützt werden (Holzkeil), damit es sich nicht verbiegt. Ausgebaute Kolbenbolzensicherungen nicht wieder
verwenden! Vor dem Beiseitelegen sind die Kolben, Bolzen, Zylinder und Köpfe zueinandergehörend zu kennzeichnen! Auf einem sauberen
Kolbenboden zeigt ein eingeprägter Pfeil immer in Auslassrichtung, so daß dieser nicht falsch montiert werden kann. Ausserdem ist meist das
aktuelle Übermass aufgeprägt.
Bild 50: Zylinderkopf und Zylinder werden von vier
Hülsenmuttern gehalten
H.Novak * V4.2 12.09.2004
www.RD400.de
7 Flache Unterlegscheibe (8)
8 Hülsenmutter
9 Schwingungsgeräusch-Dämpfer (18)
10 Schwingungsgeräusch-Dämpfer (4)
11 Zündkerze (2)
Bild 51: Den Zylinder sorgfältig von den Stehbolzen abheben
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Reparaturanleitung
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