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Vergaser; Vergaser, Ausbauen; Vergaser, Zerlegen Und Prüfen - Yamaha Rd 250 Reparaturanleitung

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Inhaltsverzeichnis
YAMAHA RD 250 / 400 DX
3.6

Vergaser

3.6.1 Vergaser, ausbauen

Benzinhahn abstellen. Federclips an den Enden der Kraftstoffleitungen zu den beiden Vergasern unmittelbar an den Schwimmergehäusen
entfernen und Schläuche abziehen. Genauso mit den beiden Ölschläuchen von der Ölpumpe her und den Entlüftungsschläuchen zum Luftfilter
verfahren. Zum späteren Ablegen der diversen Vergaserteilen richtet man sich eine saubere Zeitung, Karton oder Lappen neben sich her. Ebenfalls
sollte man sich ein sauberes benzinfestes Gefäß bestellen, in welchem man überflüssigen Kraftstoff aus den Vergasern gießen kann.
An beiden Vergasern den Vergaserdeckel, in den der Gaszug hineinläuft, locker schrauben, wenn nötig mit einer mit einer Schlüsselzange
vorsichtig nachhelfen. Die Vergaser sind mit der Luftfiltereinheit durch kurze Gummistutzen verbunden, die auf beiden Seiten mit je einem
geschraubten Schlauchschellen gehalten werden. Klemmschrauben an den Schlauchschellen lösen und Vergasergehäuse jeweils leicht nach aussen
drehen. Vergaserdeckel abschrauben, dabei den Gaszug aus seiner Führung leicht herausheben, um das Drehen zu erleichtern. Mit dem Deckel
zusammen nimmt man Gaszug, Gasschieber, Rückholfeder und Düsennadel heraus. Der Gaszug ist im Gasschieber gegen die Federkraft eingehängt;
nach zusammendrücken der Rückholfeder kann man den Schieber aushängen. Den Vergaserdeckel vom Gaszug abziehen und alle Teile auf der
sauberen Unterlage ablegen. Eine Unterscheidung der linken und rechten Vergaserteile ist zwar nicht unbedingt erforderlich, aber empfehlenswert.
Danach die gelösten Schlauchklemmen auf den Schlauchstutzen zurückschieben, die Gummistutzen zusammendrücken und die Vergasergehäuse
herausnehmen. Da sich in den Schwimmerkammern noch Kraftstoff befindet, die Vergaser kopfüber in das vorher empfohlene Gefäß halten, den
Treibstoff ablaufen lassen und Gehäuse ablegen. Der so aufgefangene Kraftstoff kann man zur Reinigung der Vergaserteile verwenden unter
Zuhilfenahme eines weichen, kleinen Pinsel.
3.6.2 Vergaser, zerlegen und prüfen
Im Gasschieber eingesetzt befindet sich die Düsennadel. Um sie herauszunehmen, muß man innen am Boden zwei kleine Schrauben
herausdrehen und das Halteblech herausnehmen. Dann kann die Düsennadel herausgenommen werden. Sie ist auf Abnutzung und Verbiegung zu
prüfen. Am stumpfen Ende sind mehrere Einkerbungen, in eine ist seitlich ein Clip aufgeschoben, der die Nadelposition bestimmt und damit die
Gemischeinstellung. Diese Stellung ist nach Vorschrift beizuhalten. Wenn man die Düsennadel erneuert, muß man auch die zugehörige Hauptdüse
erneuern, da beide immer zusammen verschleissen.
Vergasergehäuse nach oben drehen und die vier kleinen Schrauben mit untergelegten Federscheiben herausdrehen. Das Schwimmergehäuse
abnehmen, aber keinesfalls mit einem Schraubenzieher hebeln, wenn die Dichtung den Deckel mit dem Vergasergehäuse verklebt! Das gilt übrigens
für alle Teile des Vergasers. Gegebenfalls mit seitlichen Schlägen eines Gummihammer nachhelfen. Die Gehäusedichtung bei Defekt erneuern.
Die beiden Kunststoffschwimmer lassen nach seitlichem Verschieben ihrer Achse herausnehmen. Der die beiden Schwimmer verbindene
Messinghebel betätigt die Benzinzufuhr ins Schwimmergehäuse. Die durch den Hebel betätigte viereckige Düsennadel kann nun aus ihrer Bohrung
herausgehoben werden, nicht verlieren! Die Messingzunge der Schwimmer ist in einer bestimmten Stellung gebogen, nicht verbiegen; sie bestimmt
den Benzinstand im Schwimmergehäuse. Bei zu niedrigen Schwimmerstand (Aussetzer besonders bei Vollgas) oder zu hohem (Überlaufen der
Vergaser besonders im Stand) muß ihre Stellung durch nachbiegen korrigiert werden. Die Dichtfläche der viereckigen Schwimmer Düsennadel wie
auch ihre Gegenseite in der Düse muß auf Verschleiß geprüft werden, eine Undichtheit läßt die Vergaserkammer überlaufen.
Verstopfte Düsen und andere Vergaserbohrungen keinesfalls mit Draht oder anderen harten Gegenständen durchbohren; das Material ist sehr
weich! Das Verhältnis der Bohrungen zueinander ist sehr komplex und vom Hersteller sorgfältig abgestimmt. Nur Durchblasen mit Druckluft ist
zulässig.
Bild 150: Das von vier Schrauben gehaltene
Schwimmergehäuse abnehmen
H.Novak * V4.2 12.09.2004
www.RD400.de
Bild 151: Die Schwimmerachse zum Abnehmen des
Schwimmers teilweise herausziehen
66
Reparaturanleitung
*\t\yam\RD77_Reparatur.DOC#
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Diese Anleitung auch für:

Rd 400 dx

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