YAMAHA RD 250 / 400 DX
4.9
Zündspulen, prüfen
4.9.1 Modell bis Baujahr 1977
Jeder der beiden Zylinder hat seinen eigenen Zündstromkreis. Setzt also ein Zylinder aus, kann man die andere Hälfte der Zündanlage als
Fehlerquelle ausschließen. Nachdem sich Störungen der Unterbrecherkontakte bei näherem Hinsehen (oder mit einem Draht den offenen Kontakt
überbrücken Funken an der Zündkerze?) einwandfrei feststellen lassen, kommen als sonstige Störstellen im defekten Zündkreis der Kondensator
oder die Zündspule in Betracht. Das zuvor erwähnte Auswechseln des Kondensator zeigt dann, ob er der Übeltäter ist oder die Zündspule. Dabei hilft
einem die Tatsache, das ja alle Teile der Zündanlage doppelt vorhanden sind und im Falle der Störung eines Zündkreises alle Teile gegeneinander
getestet werden können.
Um die Spule zu prüfen, wird die zugehörige Zündkerze herausgedreht und mit dem Stecker auf die Kühlrippen des Zylinderkopfes gelegt
(Massekontakt). Zündung einschalten und den Kickstarter kräftig durchtreten. Wenn jetzt kein Zündfunke überspringt, das Zündkabel vom Kerzen
Stecker abziehen und direkt vorsichtig mit geringem Abstand an eine Kühlrippe halten, Kickstarter durchtreten. Bei Mißerfolg wird folgend weiter
geprüft. Ein Voltmeter im Gleichspannungsbereich an Masse und dem Draht, der am Unterbrecherkontakt abgeklemmt wurde, halten und den ange-
zeigten Wert ablesen. Sollte keine oder nur eine geringe Spannung von stark unterhalb der Batteriespannung angezeigt werden, muß die unter dem
Tank befindliche Zündspule ausgebaut werden. Mit dem Meßgerät im Widerstandsbereich messen: Zwischen dem rot weissen und dem orangen Draht
(Primär) ca 1,4 Ohm und zwischen dem dicken schwarzen und dem orangen Draht (Sekundär) ca. 6,6 Ohm. Sollte sich statt dessen eine
Unterbrechung oder ein Kurzschluß zeigen, ist die Zündspule defekt und muß erneuert werden, eine Reparatur ist nicht möglich.
4.9.2 Modell ab Baujahr 1978
Die Modelle ab Baujahr 1978 besitzen nur noch eine spezielle Doppel- Zündspule, welche unabhängig vom übrigen Bordnetz (und Batterie )
direkt von der CDI- Zündeinheit mit Energie versorgt wird. Ein Prüfung dieser Zündspule beschränkt sich auf das Prüfen der Zündkerze bzw. des
Zündkerzensteckers, wie im vorherigen Kapitel beschrieben. Ausserdem kann die Zünspule laut
man noch durch Abklemmen des ( Schwarz-weissen ) Kurzschlussdrahtes an der CDI- Zündeinheit weg prüfen, ob durch ihn ( oder das Zündschloss
oder Killschalter ) die Funktion gestört ist.
4.10
Zünd - Licht - Schalter
Der Zünd - Licht - Schalter (Zündschloß) besitzt mehrere Stellungen und dient zum Einschalten der Zündung und auch der Beleuchtung. Es
ist von unten her in der kombinierten Tachometer Drehzahlmesser Anzeige eingebaut und sitzt direkt vor dem Lenker.
4.10.1 Modell bis Baujahr 1976
Ein Ausfall des Zündschlosses während der normalen Lebensdauer der Maschine ist nicht zu erwarten. Bei Verdacht, daß das Schloß defekt
sein könnte, hilft eine Überprüfung mit dem Voltmeter. Wenn der Voltmeter bei eingeschalteter Zündung an dem Zuleitungsstecker mit dem rot
weissen Draht kein Ausschlag zeigt, ist der Schalter defekt und muß erneuert werden. Der Schalter ist in dem Lampengehäuse mit einem
Mehrfachstecker am Kabelbaum angeschlossen. Am rechten Lenker innen befindet sich der Killschalter, der ebenfalls die Zündspannung unterbricht.
Zum Prüfen ist genauso zu verfahren.
4.10.2 Modell ab Baujahr 1978
Im Lampengehäuse den betreffenden Mehrfachstecker abziehen und den schwarz-weissen Draht mit einem Ohmmeter gegen den
Massedraht ( Schwarz ) messen, ist die Zündung ausgeschaltet, muss der Widerstand gegen 0 Ohm und bei eingeschalteter Zündung gegen unendlich
Ohm betragen; genauso ist bei dem Killschalter zu verfahren.
Bild 187: Zündkerzenpflege
H.Novak * V4.2 12.09.2004
www.RD400.de
88
Reparaturanleitung
Kapitel 4.3.2
durchgemessen werden. Vorher kann
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