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Siemens 7SD610 Handbuch Seite 22

Differentialschutz
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Inhaltsverzeichnis

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Einführung
1.2 Anwendungsbereiche
Außer den erwähnten Kurzschlussschutzfunktionen ist ein thermischer Überlastschutz integriert, der insbeson-
ders Kabel und Leistungstransformatoren vor unzulässiger Erwärmung durch Überlastung schützt. Weiterhin
sind mehrstufiger Über- und Unterspannungs- sowie Frequenzschutz und Erdfehlerdifferentialschutz einsetz-
bar (Bestellvariante). Ein Leistungsschalterversagerschutz überwacht die Reaktion des Leistungsschalters
nach einem Auslösekommando (Bestellvariante).
Steuerungsfunktionen
Das Gerät ist mit Steuerungsfunktionen ausgerüstet, mit deren Hilfe das Ein- und Ausschalten von Schaltge-
räten über Bedientasten, über die Systemschnittstelle, über Binäreingaben und mittels PC und Bedienpro-
gramm DIGSI ermöglicht wird. Über Hilfskontakte der Schalter und Binäreingänge des Gerätes erfolgen Rück-
meldungen der Schaltzustände. Damit können am Gerät die aktuellen Schaltzustände ausgelesen und für
Plausibilitätsüberwachungen und Verriegelungen benutzt werden. Die Anzahl der zu schaltenden Betriebsmit-
tel ist allein durch die im Gerät verfügbaren bzw. für die Schalterstellungsrückmeldungen rangierten Binärein-
und -ausgänge begrenzt. Je Betriebsmittel können dabei ein (Einzelmeldung) oder zwei Binäreingänge (Dop-
pelmeldung) eingesetzt werden. Die Freigabe zum Schalten kann durch entsprechende Vorgaben für die
Schalthoheit (Fern oder Vorort) und den Schaltmodus (verriegelt/unverriegelt, mit oder ohne Passwortabfrage)
eingeschränkt werden. Verriegelungsbedingungen für das Schalten (z.B. Schaltfehlerschutz) können mit Hilfe
der integrierten anwenderdefinierbaren Logik festgelegt werden.
Meldungen und Messwerte; Störwertspeicherung
Die Betriebsmeldungen geben Aufschluss über Zustände in der Anlage und des Gerätes selbst. Messgrößen
und daraus berechnete Werte können im Betrieb angezeigt und über die Schnittstellen übertragen werden.
Meldungen des Gerätes können auf eine Anzahl von LEDs auf der Frontkappe gegeben werden (rangierbar),
über Ausgangskontakte extern weiterverarbeitet (rangierbar), mit anwenderdefinierbaren Logikfunktionen ver-
knüpft und/oder über serielle Schnittstellen ausgegeben werden (siehe unten Kommunikation).
Während eines Störfalls (Fehler im Netz) werden wichtige Ereignisse und Zustandswechsel in Störfallprotokol-
len gespeichert. Die Momentangrößen der Störwerte werden ebenfalls im Gerät gespeichert und stehen für
eine anschließende Fehleranalyse zur Verfügung.
Die Störwerte werden über eine Kommunikationverbindung zwischen den Leitungsenden zeitsynchronisiert.
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SIPROTEC, 7SD610, Handbuch
C53000-G1100-C145-7, Ausgabedatum 02.2011

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