einwandfrei funktionieren, insbesondere müs-
sen die gesetzlich geforderten Bremswirkun-
gen eingehalten und geeignete Bremsbeläge
verwendet werden (Empfehlungen des Herstel-
lers beachten). Achten Sie besonders auf die
Leichtgängigkeit der Bremsen.
Lassen Sie sich im Falle eines weiterhin stark
unterschiedlichen Verschleißverhaltens der
Bremsbeläge bei Zugfahrzeug und Anhänger
oder Sattelanhänger von einer Fachwerkstatt
beraten.
Antriebs-Schlupf-Regelung und
Elektronisches Stabilitäts-Programm
Funktion der Antriebs-Schlupf-Regelung
Die Antriebs-Schlupf-Regelung (ASR) verhin-
dert ein Durchdrehen der Antriebsräder beim
Anfahren und Beschleunigen. Somit wird die
Fahrzeugstabilität gewährleistet. Die Antriebs-
schlupfregelung ASR wird nur bei ausreichen-
dem Vorratsdruck in den Bremskreisen akti-
viert.
Fahrzeug mit zuschaltbarem Allradantrieb:
Beim Zuschalten des Vorderachs-Antriebs wird
das ASR automatisch ausgeschaltet. Wenn der
Vorderachs-Antrieb abgeschaltet wird, dann
wird das ASR automatisch wieder eingeschal-
tet.
Die Schlupfschwellenerhöhung soll abseits be-
festigter Straßen und bei weichen Bodenver-
hältnissen wie z. B. Kies, Sand, Schlamm, Mo-
rast, Erde oder tiefem Nassschnee eingeschal-
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tet werden. Durch das Einschalten lässt das
ASR einen erhöhten Schlupf zu. Dies führt bei
weichen Bodenverhältnissen zu einer verbes-
serten Traktion des Fahrzeugs. Die Schlupf-
schwellenerhöhung ausschalten, wenn wieder
auf befestigten Straßen gefahren wird.
Funktion des Elektronischen
Stabilitäts-Programms
Das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP)
hilft dem Fahrer durch automatisches Brem-
sen und Reduzieren des Motordrehmoments
beim Entschärfen kritischer Fahrsituationen.
Z. B. bei plötzlichen Ausweichmanövern oder
überhöhter Kurvengeschwindigkeit verringert
es das Schleudern, Einknicken des Zugs und
dessen Kippneigung.
Ein Fahrzeug mit ESP ist zugleich auch mit
dem ASR ausgestattet.
Fahrzeug mit zuschaltbarem Allradantrieb:
Bei zugeschaltetem Vorderachs-Antrieb wird
das ASR automatisch ausgeschaltet, die
ESP-Funktion am Zugfahrzeug ist einge-
schränkt. Wenn der Vorderachs-Antrieb abge-
schaltet wird, dann wird das ASR automatisch
wieder eingeschaltet, das ESP ist wieder voll
funktionsfähig.
Die Schlupfschwellenerhöhung soll in folgen-
den Situationen eingeschaltet werden:
– Beim Fahren abseits befestigter Straßen und
bei weichen Bodenverhältnissen wie z. B.
Kies, Sand, Schlamm, Morast, Erde oder
tiefem Nassschnee.
Fahrzeugbedienung
Elektronisches Brems-System (EBS)
– Bei gegenüber befestigten Straßen größe-
ren Seitenneigungen oder starken Neigungs-
wechseln.
Durch das Einschalten lassen ASR und ESP
einen erhöhten Schlupf zu. Dies führt in die-
sen Situationen zu einer verbesserten Trak-
tion des Fahrzeugs. Die Schlupfschwellener-
höhung ausschalten, wenn diese Situationen
nicht mehr gegeben sind.
VORSICHT
Unfallgefahr!
Die physikalischen Grenzen können
auch durch das ESP nicht aufgeho-
ben werden. Dies ist insbesondere
bei glatter, nasser und unbefestig-
ter Fahrbahn zu beachten. Das er-
höhte Sicherheitsangebot des ESP
darf nicht dazu verleiten, ein Risiko
einzugehen!
Deshalb:
• Fahrweise, insbesondere die Ge-
schwindigkeit, stets dem Fahr-
bahnzustand, der Sicht und der
Verkehrssituation anpassen
• immer bremsbereit sein
• immer ausreichend Sicherheitsab-
stand einhalten
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