8.7.2
8.7.2
Dreiwegemischer
Der Dreiwegemischer wird zur Regelung einzelner Heizkreise
und für Niedertemperatur- bzw. Brennwert-Heizkessel mit
Brennerregelung (z.B. "Gleitender Heizkessel") eingesetzt.
Diese Heizkessel dürfen mit kaltem Rücklaufwasser durchflos-
8.7.3
Dreiwege-Magnetventil (Umschaltarmatur)
Wir raten hiervon ab, da es in dieser Funktion nicht zuverlässig
arbeitet und Schaltgeräusche auf das Heizsystem übertragen
werden können.
8.8 Schmutz in der Heizungsanlage
Beim Einbau einer Wärmepumpe in bestehende oder neu instal-
lierte Heizungsanlagen ist das System zu spülen, um Ablagerun-
gen und Schwebstoffe zu entfernen. Diese können die Wärme-
abgabe der Heizkörper verringern, den Durchfluss behindern
oder sich im Kondensator der Wärmepumpe festsetzen. Bei sehr
starker Beeinträchtigung kann es zur Sicherheitsabschaltung der
Wärmepumpe kommen. Durch Eindringen von Sauerstoff in das
Heizwasser bilden sich Oxydationsprodukte (Rost). Oftmals tritt
darüber hinaus eine Verunreinigung des Heizwassers durch
Reste organischer Schmier- und Dichtmittel auf. Beide Ursachen
können einzeln oder gemeinsam dazu führen, dass die Leis-
tungsfähigkeit des Kondensators der Wärmepumpen verringert
wird. In solchen Fällen muss der Kondensator gereinigt werden.
Die Spülmittel sind wegen ihres Säuregehaltes mit Vorsicht an-
zuwenden. Die Vorschriften der Berufsgenossenschaft sind ein-
zuhalten. Im Zweifelsfalle ist mit den Herstellern der Chemikalien
Rücksprache zu halten!
8.9 Einbindung zusätzlicher Wärmeerzeuger
8.9.1
Konstant geregelter Heizkessel (Mischerregelung)
Bei dieser Kesselart wird das Kesselwasser bei Freigabe vom
Wärmepumpenmanager immer auf eine fest eingestellte Tempe-
ratur (z.B. 70 °C) aufgeheizt. Die eingestellte Temperatur muss
so hoch eingestellt werden, dass auch die Warmwasserberei-
tung bei Bedarf über den Kessel erfolgen kann.
Die Regelung des Mischers wird vom Wärmepumpenmanager
übernommen, der bei Bedarf den Kessel anfordert und so viel
heißes Kesselwasser beimischt, dass die gewünschte Rücklauf-
soll- bzw. Warmwassertemperatur erreicht wird.
8.9.2
Gleitend geregelter Heizkessel (Brennerregelung)
Im Gegensatz zu einem konstant geregelten Kessel liefert der
gleitend geregelte Kessel direkt die der Außentemperatur ent-
sprechende Heizwassertemperatur. Das 3-Wege-Umschaltventil
hat keine Regelfunktion, sondern nur die Aufgabe, den Heizwas-
serstrom, je nach Betriebsart, am Kesselkreis vorbei oder durch
den Kessel zu führen. Bei reinem Wärmepumpenbetrieb wird
das Heizwasser am Kessel vorbei geführt, um Verluste durch
Wärmeabstrahlung des Kessels zu vermeiden. Bei bivalenten
Systemen bedarf es keiner eigenen Brennerregelung, da diese
Steuerung durch den Wärmepumpenmanager mit übernommen
werden kann. Ist bereits eine witterungsgeführte Brennerrege-
lung vorhanden, muss die Spannungszufuhr zur Brennerrege-
lung bei ausschließlichem Wärmepumpenbetrieb unterbrochen
sein. Dazu ist die Ansteuerung des Heizkessels am Ausgang
182
sen werden. Der Dreiwegemischer dient daher als Umschaltar-
matur. Er ist bei reinem Wärmepumpenbetrieb ganz geschlos-
sen (verhindert Stillstandsverluste) und bei Heizkesselbetrieb
ganz geöffnet.
ACHTUNG!
Um Folgeschäden in der Heizungsanlage zu vermeiden, muss nach dem
Reinigen unbedingt mit geeigneten Mitteln neutralisiert werden.
Generell ist vor dem Spülen die Heizungsanlage von der Wärme-
pumpe zu trennen. Hierzu sollten im Vor- und Rücklauf Absperr-
ventile vorhanden sein, um ein Auslaufen von Heizwasser zu
verhindern. Die Spülung erfolgt direkt an den Wasseranschlüs-
sen der Wärmepumpe.
Bei Heizungsanlagen, bei denen Bauteile aus Stahl im Einsatz
sind (z.B. Rohre, Pufferspeicher, Heizkessel, Verteiler, usw.),
besteht immer die Gefahr, dass durch Sauerstoffüberschuss
Korrosion auftritt. Dieser Sauerstoff gelangt über Ventile, Um-
wälzpumpen oder Kunststoffrohre in das Heizsystem.
HINWEIS
Wir empfehlen daher diffusionsoffene Heizungsanlagen mit einer elektro-
physikalischen Korrosionsschutzanlage auszurüsten. Nach dem heuti-
gen Kenntnisstand ist dafür eine ELYSATOR-Anlage gut geeignet.
Der Kessel wird über den Ausgang 2. Wärmeerzeuger des Wär-
mepumpenmanagers angefordert und die Betriebsweise des 2.
Wärmeerzeugers ist auf „konstant" zu codieren.
HINWEIS
Bei Aktivierung des Sonderprogramms 2.Wärmeerzeuger wird der Kessel
nach einer Anforderung für mindestens 30 Stunden auf Betriebstempera-
tur gehalten, um Korrosion durch kurze Laufzeiten zu verhindern.
zweiter Wärmeerzeuger des Wärmepumpenmanagers anzu-
schließen und die Betriebsweise des zweiten Wärmeerzeugers
auf „gleitend" zu codieren. Die Kennlinie der Brennerregelung
wird entsprechend zum Wärmepumpenmanager eingestellt.
HINWEIS
Bei einer bivalenten Anlage kann kein zusätzlicher Tauchheizkörper zur
Heizungsunterstützung (E10.1) angesteuert werden.