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Schalldruckpegel Und Schallleistungspegel; Schallemissionen Von Wärmepumpen; Körperschall; Innenaufstellung - Dimplex Buderus Installationsanleitung

Inhaltsverzeichnis
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5 Schallemissionen von Wärmepumpen
5.1 Körperschall

Innenaufstellung

Die Wärmepumpe sollte, wie jeder Heizkessel über Trennver-
schraubungen angeschlossen werden. Für die Verbindungen
zwischen Wärmepumpe sowie Heizungsvor- und -rücklauf sind
wegen der zu vermeidenden Schwingungsübertragungen
druck-, temperatur- und alterungsbeständige, elastische Schläu-
che zu verwenden.
Zur Reduzierung der Körperschallübertragung sollte die Wärme-
pumpe auf den als Sonderzubehör erhältlichen Sylomerstreifen
SYL 250 aufgestellt werden.
Außenaufstellung
Eine Körperschallentkopplung ist nur dann notwendig, wenn das
Fundament der Wärmepumpe direkten Kontakt zum Gebäude
hat. Flexible Schläuche erleichtern den Anschluss der Wärme-
pumpe an das Heizsystem und verhindern gleichzeitig mögliche
Schwingungsübertragungen.

5.2 Luftschall

Jede Geräuschquelle, sei es nun eine Wärmepumpe, ein Auto
oder ein Flugzeug emittiert eine bestimmte Menge an Schall.
Dabei wird die Luft um die Geräuschquelle in Schwingungen ver-
setzt und der Druck breitet sich wellenförmig aus. Diese Druck-
welle versetzt beim Erreichen des menschlichen Ohres das
Trommelfell in Schwingungen, was dann den Vorgang des Hö-
rens auslöst.
Zur Beschreibung dieses so genannten Luftschalls, bedient man
sich der Schallfeldgrößen. Zwei davon sind der Schalldruck und
die Schallleistung.
Die Schallleistung ist eine theoretische, schallquellentypische
Größe. Sie kann rechnerisch aus Messungen ermittelt werden.
Die Schallleistung ist die gesamte Schallenergieabstrahlung in
alle Richtungen.
Unter Schalldruck versteht man die Änderung des Luftdruckes
infolge der in Schwingung versetzten Luft durch die Geräusch-
quelle. Je größer die Änderung des Luftdruckes ist, umso lauter
wird das Geräusch wahrgenommen.
Physikalisch handelt es sich bei Schall um die Ausbreitung von
Druck- und Dichteschwankungen in einem Gas, einer Flüssigkeit
5.2.1

Schalldruckpegel und Schallleistungspegel

Häufig werden die Begriffe des Schalldruck- und des Schallleis-
tungspegels verwechselt und miteinander verglichen. Als Schall-
druck versteht man in der Akustik den messtechnisch erfassba-
ren Pegel der durch eine Schallquelle in einem bestimmten
Abstand verursacht wird. Je näher man sich an der Schallquelle
befindet, umso größer ist der gemessene Schalldruckpegel und
umgekehrt. Der Schalldruckpegel ist somit eine messbare, ab-
stands- und richtungsabhängige Größe, die z.B. für die Einhal-
tung der immissionstechnischen Anforderungen gemäß TA-
Lärm maßgebend ist.
Die gesamte, durch eine Schallquelle in alle Richtungen ausge-
sandte Luftdruckänderung wird als Schallleistung bzw. als
Schallleistungspegel bezeichnet. Mit zunehmendem Abstand
von der Schallquelle verteilt sich die Schallleistung auf eine
immer größer werdende Fläche. Betrachtet man die gesamte,
abgestrahlte Schallleistung und bezieht diese auf die Hüllfläche
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Abb. 5.1: Einbindungsbeispiel einer Wärmepumpe für Außenaufstellung
oder einem Festkörper. Schall wird im Allgemeinen vom Men-
schen in Form von Luftschall als Geräusch, Ton oder auch Knall
aufgenommen, also gehört. Druckänderungen in einem Bereich
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von 2*10
Pa bis 20 Pa können von dem menschlichen Gehör
erfasst werden. Diese Druckänderungen entsprechen Schwin-
gungen mit Frequenzen von 20 Hz bis 20kHz und stellen den
Hörschall bzw. den Hörbereich des Menschen dar. Aus den Fre-
quenzen ergeben sich die einzelnen Töne. Frequenzen die über
dem Hörbereich liegen werden als Ultraschall bezeichnet, darun-
ter liegende Frequenzen als Infraschall.
Die Schallabstrahlung von Geräusch- bzw. Schallquellen wird
als Pegel in Dezibel (dB) angegeben oder gemessen. Es handelt
sich hierbei um eine Bezugsgröße, wobei der Wert 0dB in etwa
die Hörgrenze darstellt. Eine Verdopplung des Pegels, z.B.
durch eine zweite Schallquelle gleicher Schallabstrahlung, ent-
spricht einer Erhöhung um +3dB. Für das durchschnittliche
menschliche Gehör ist eine Erhöhung um +10dB notwendig, so
dass ein Geräusch als doppelt so laut empfunden wird.
in einem bestimmten Abstand, so bleibt der Wert immer gleich.
Da die in alle Richtungen abgestrahlte Schallleistung nicht exakt
messtechnisch erfasst werden kann, muss die Schallleistung
aus gemessenem Schalldruck in einem bestimmten Abstand
rechnerisch ermittelt werden. Der Schallleistungspegel ist somit
eine schallquellenspezifische, abstands- und richtungsunabhän-
gige Größe, die nur rechnerisch ermittelt werden kann. Anhand
des abgestrahlten Schallleistungspegels können Schallquellen
miteinander verglichen werden.
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