Luft/Wasser-Wärmepumpe
2 Luft/Wasser-Wärmepumpe
2.1 Die Wärmequelle Luft
Einsatzbereich der Luft/Wasser-Wärmepumpe
-25 °C... + 35 °C
Verfügbarkeit der Wärmequelle Außenluft
uneingeschränkt
Nutzungsmöglichkeiten
monoenergetisch
bivalent parallel (bzw. teilparallel)
bivalent alternativ
bivalent regenerativ
Pufferspeicher
Die Einbindung der Luft/Wasser-Wärmepumpe erfordert einen
Reihen-Pufferspeicher, um die Abtauung des Verdampfers (La-
mellenwärmetauscher) durch Kreislaufumkehr zu gewährleisten.
Zusätzlich verlängert der Einbau eines Reihen-Pufferspeichers
die Laufzeiten der Wärmepumpe bei geringer Wärmeanforde-
rung (siehe Kap. 8.5 auf S. 178).
Kondensatablauf
Das im Betrieb anfallende Kondenswasser muss frostsicher ab-
geleitet werden. Um einen einwandfreien Abfluss zu gewährleis-
ten, muss die Wärmepumpe waagrecht stehen. Das Kondens-
wasserrohr muss mindestens 50 mm Durchmesser haben und
2.2 Luft/Wasser-Wärmepumpe für Innenaufstellung
Erschließungsaufwand bei Innenaufstellung
Luftführung (z.B. Kanäle)
Mauerdurchbrüche
Kondensatablauf
Allgemein
Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe sollte nicht im Wohnbereich
eines Gebäudes aufgestellt werden. Durch die Wärmepumpe
wird im Extremfall kalte Außenluft mit bis –25 °C geleitet. Diese
kann in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit (z.B. Hauswirtschafts-
räumen) an Mauerdurchbrüchen und Luftkanalanschlüssen zur
Kondensatbildung und somit langfristig zu Bauschäden führen.
Bei einer Raumluftfeuchte von über 50% und Außentemperatu-
ren unter 0°C ist eine Kondensatbildung trotz guter Wärmedäm-
mung nicht auszuschließen. Besser geeignet sind daher unbe-
heizte Räume, z.B. Keller, Geräteräume, Garagen.
HINWEIS
Bei erhöhten Anforderungen an den Schallschutz sollte der Ausblas über
einen 90°-Bogen erfolgen oder die Außenaufstellung (Kap. 2.4 auf S. 24)
gewählt werden.
2.2.1
Anforderungen an den Aufstellungsraum
Belüftung
Der Aufstellraum der Wärmepumpe sollte möglichst mit Außen-
luft belüftet werden, damit die relative Luftfeuchtigkeit niedrig
bleibt und eine Kondensatbildung vermieden wird. Insbesondere
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sollte wenn möglich in den Abwasserkanal für Regenwasser ge-
führt werden, um auch größere Wassermengen sicher abzulei-
ten. Die Abtauung findet bis zu 16 mal täglich statt, bei der je-
weils bis zu 3 Liter Kondenswasser anfallen können.
ACHTUNG!
Bei der Einleitung von Kondensat in Klärbecken und Abwassersysteme
ist ein Siphon vorzusehen, um den Verdampfer vor aggressiven Dämpfen
zu schützen.
Aufstellungsempfehlung
Die Luft/Wasser-Wärmepumpe sollte bevorzugt im Freien aufge-
stellt werden. Durch die geringen Anforderungen an das Funda-
ment und den Wegfall von Luftkanälen ist dies eine unkompli-
zierte
und
kostengünstige
Aufstellung sind die Bestimmungen der Landesbauordnung zu
beachten. Ist eine Aufstellung im Freien nicht möglich, so ist zu
berücksichtigen, dass es bei einer Aufstellung in Räumen mit
hoher Luftfeuchtigkeit an der Wärmepumpe, den Luftkanälen
und speziell an den Mauerdurchbrüchen zur Kondensatbildung
kommen kann.
ACHTUNG!
Die angesaugte Luft darf nicht ammoniakhaltig sein. Die Nutzung von
Abluft aus Tierstallungen ist daher nicht zulässig.
Bei Installation der Wärmepumpe in einem Obergeschoss, ist die
Tragfähigkeit der Decke zu prüfen. Eine Aufstellung auf einer
Holzdecke ist abzulehnen.
HINWEIS
Bei der Aufstellung der Wärmepumpe oberhalb bewohnter Räume sind
bauseitige Maßnahmen zur Körperschallentkopplung vorzusehen.
Luftführung
Für einen effizienten und störungsfreien Betrieb, muss eine
innen aufgestellte Luft/Wasser-Wärmepumpe mit einem ausrei-
chend großen Luftvolumenstrom versorgt werden. Dieser richtet
sich in erster Linie nach der Wärmeleistung der Wärmepumpe
und liegt zwischen 2500 und 9000m
26). Die Mindestabmessungen für den Luftkanal sind einzuhal-
ten.
Die Luftführung vom Ansaug über die Wärmepumpe bis zum
Ausblas sollte möglichst strömungsgünstig ausgeführt werden,
um unnötige Luftwiderstände zu vermeiden (Kap. 2.3 auf S. 21).
bei der Bauaustrocknung und Inbetriebnahme kann es zur Kon-
densatbildung an kalten Teilen kommen.
ACHTUNG!
Die Wärmepumpe darf nicht ohne Luftführung betrieben werden, da eine
Verletzungsgefahr durch rotierende Teile (Ventilator) besteht.
2.2.1
Aufstellungsvariante.
Für
3
/h (siehe Kap. 2.5 auf S.
die
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