8.3.2
Beispiel Luft/Wasser-Wärmepumpe:
Wärmeleistung
= 10,9 kW bei A10/W35
WP
Spez. Wärmekapazität von Wasser: 1,163 Wh/kg K
Erforderlicher Mindestheizwasserdurchfluss:
8.3.2
Temperaturspreizung in Abhängigkeit der Wärmequellentemperatur
Die Heizleistung der Wärmepumpe ist abhängig von der Wärme-
quellentemperatur. Insbesondere bei der Wärmequelle Außen-
luft ist die von der Wärmepumpe erzeugte Heizleistung stark von
der aktuellen Wärmequellentemperatur abhängig.
Die maximale Temperaturspreizung in Abhängigkeit der Wärme-
quellentemperatur ist den folgenden Tabellen zu entnehmen.
Luft/Wasser-Wärmepumpe
Wärmequellen-
Max. Temperaturspreizung zwischen
temperatur
von
bis
1 Verdichter
-20 °C
-15 °C
-14 °C
-10 °C
-9 °C
-5 °C
-4 °C
0° C
1 °C
5 °C
6 °C
10 °C
11 °C
15 °C
16 °C
20 °C
21 °C
25 °C
26 °C
30 °C
31 °C
35 °C
Tab. 8.1: Wärmequelle Außenluft (Temperatur am Wärmepumpenmanager
ablesbar!), 1-Verdichterbetrieb
8.3.3
Überströmventil
Bei Anlagen mit einem Heizkreis und gleichmäßigen Volumen-
strömen im Verbraucherkreis kann mit der Heizungsumwälz-
pumpe Hauptkreis (M13) die Wärmepumpe und das Heizsystem
durchströmt werden (siehe Abb. 8.26 auf S. 190).
Bei Einsatz von Raumtemperaturreglern führen die Heizkörper-
bzw. Thermostatventile zu schwankenden Volumenströmen im
Verbraucherkreis. Ein im Heizungsbypass – nach der ungeregel-
ten Heizungspumpe Hauptkreis (M13) – eingebautes Überström-
ventil muss diese Volumenstromänderungen ausgleichen.
Bei steigendem Druckverlust im Verbraucherkreis (z.B. durch
schließende Ventile) wird ein Teilvolumenstrom über den Hei-
zungsbypass geleitet und sichert den Mindestheizwasserdurch-
fluss durch die Wärmepumpe.
HINWEIS
In Verbindung mit einem Überströmventil dürfen elektronisch geregelte
Umwälzpumpen, die bei steigendem Druckverlust den Volumenstrom re-
duzieren, nicht eingesetzt werden.
8.3.4
Differenzdruckloser Verteiler
Durch die hydraulische Entkopplung des Erzeugerkreises vom
Verbraucherkreis wird der Mindestheizwasserdurchsatz durch
die Wärmepumpe in allen Betriebszuständen sichergestellt
(siehe Abb. 8.27 auf S. 190).
Der Einbau eines differenzdrucklosen Verteilers ist zu empfehlen
bei:
174
Heizungsvor- u. Rücklauf
2 Verdichter
4K
2
5K
2,5
6K
3
7K
3,5
8K
4
9K
4,5
10K
5
11K
5,5
12K
6
13K
6,5
14K
7
z.B. V = 1000 l/h = 1000 kg/h
Erforderliche Spreizung:
Sole/Wasser-Wärmepumpe
Wärmequellen-
Max. Temperaturspreizung zwi-
temperatur
schen Heizungsvor- u. Rücklauf
von
bis
-5° C
0 °C
1 °C
5 °C
6 °C
9 °C
10 °C
14 °C
15 °C
20 °C
21 °C
25 °C
Tab. 8.2: Wärmequelle: Erdreich, 1-Verdichterbetrieb
Wasser/Wasser-Wärmepumpe
Wärmequellen-
Max. Temperaturspreizung zwi-
temperatur
schen Heizungsvor- u. Rücklauf
von
bis
7° C
12 °C
13 °C
18 °C
19 °C
25 °C
Tab. 8.3: Wärmequelle: Grundwasser, 1-Verdichterbetrieb
Einstellung Überströmventil
Schließen Sie alle Heizkreise, die auch im Betrieb je nach
Nutzung geschlossen sein können, so dass der für den
Wasserdurchsatz ungünstigste Betriebszustand vorliegt.
Dies sind in der Regel die Heizkreise der Räume auf der
Süd- und Westseite. Mindestens ein Heizkreis muss geöff-
net bleiben (z.B. Bad).
Das Überströmventil ist so weit zu öffnen, dass sich bei der
aktuellen Wärmequellentemperatur die in Kap. 8.3.2 auf S.
174 angegebene maximale Temperaturspreizung zwischen
Heizungsvor- und rücklauf ergibt. Die Temperaturspreizung
ist möglichst nahe an der Wärmepumpe zu messen.
HINWEIS
Ein zu weit geschlossenes Überströmventil stellt den Mindestheizwasser-
durchsatz durch die Wärmepumpe nicht sicher.
Ein zu weit geöffnetes Überströmventil kann dazu führen, dass einzelne
Heizungskreise nicht mehr ausreichend durchströmt werden.
Heizungsanlagen mit Radiatoren
Heizungsanlagen mit mehreren Heizkreisen
nicht bekannten Druckverlusten im Verbraucherkreis (z.B.
im Gebäudebestand)
Die Heizungsumwälzpumpe Hauptkreis (M13) stellt den minima-
len Heizwasserdurchfluss der Wärmepumpe in allen Betriebszu-
10K
11K
12K
13K
14K
15K
10K
11K
12K