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Einbindung Der Wärmepumpe In Das Heizsystem; Hydraulische Anforderungen; Gewährleistung Der Frostsicherheit; Absicherung Des Heizwasserdurchsatzes - Dimplex Buderus Installationsanleitung

Inhaltsverzeichnis
Einbindung der Wärmepumpe in das Heizsystem
8 Einbindung der Wärmepumpe in das Heizsystem

8.1 Hydraulische Anforderungen

Bei der hydraulischen Einbindung einer Wärmepumpe ist darauf
zu achten, dass die Wärmepumpe immer nur das tatsächlich be-
nötigte Temperaturniveau erzeugen muss, um die Effizienz zu
erhöhen. Ziel ist es, das von der Wärmepumpe erzeugte Tempe-
raturniveau ungemischt in das Heizsystem einzuleiten.
HINWEIS
Ein gemischter Heizkreis ist erst dann notwendig, wenn zwei unter-
schiedliche Temperaturniveaus, z.B. für Fußboden- und Radiatorenhei-
zung, versorgt werden müssen.
8.2 Gewährleistung der Frostsicherheit
Bei Wärmepumpen, die im Freien stehen oder mit Außenluft
durchströmt werden, sind Maßnahmen zu ergreifen, um bei Still-
standszeiten oder Störungen ein Einfrieren des Heizwassers zu
verhindern.
Bei Unterschreitung eines Mindesttemperaturniveaus am Frost-
schutzfühler (Vorlauffühler) der Wärmepumpe werden automa-
tisch die Heizungs- und Zusatzumwälzpumpen aktiviert, um die
Frostsicherheit zu gewährleisten. Bei monoenergetischen oder
bivalenten Anlagen wird bei Wärmepumpen-Störungen der
zweite Wärmeerzeuger freigegeben.
ACHTUNG!
Bei Heizungsanlagen mit Sperrzeiten der Energieversorgungs-
unternehmen(EVU)
muss
Wärmepumpenmanager an Dauerspannung (L/N/PE~230V, 50Hz) liegen
und ist aus diesem Grund vor dem EVU-Sperrschütz abzugreifen bzw. an
den Haushaltsstrom anzuschließen.
Bei Wärmepumpenanlagen, an denen ein Stromausfall nicht er-
kannt werden kann (z.B. Ferienhaus), ist der Heizungskreis mit
einem geeigneten Frostschutz zu betreiben.
In dauerhaft bewohnten Gebäuden wird der Einsatz von Frost-
schutzmitteln im Heizwasser nicht empfohlen, da die Frostsi-
cherheit über die Regelung der Wärmepumpe weitestgehend si-
chergestellt wird und das Frostschutzmittel die Effizienz der
Wärmepumpe verschlechtert.

8.3 Absicherung des Heizwasserdurchsatzes

Um einen funktionssicheren Betrieb der Wärmepumpe zu ge-
währleisten, muss der in den Geräteinformationen angegebene
Mindest-Heizwasserdurchfluss in allen Betriebszuständen si-
chergestellt werden. Die Umwälzpumpe ist so zu dimensionie-
ren, dass bei maximalem Druckverlust in der Anlage (fast alle
Heizkreise geschlossen) der Wasserdurchsatz durch die Wär-
mepumpe sichergestellt ist.
8.3.1

Rechnerische Ermittlung der Temperaturspreizung

Bestimmen der momentanen Heizleistung der Wärme-
pumpe aus den Heizleistungskurven bei durchschnittlicher
Wärmequellentemperatur.
Berechnung der erforderlichen Spreizung über den in den
Geräteinformationen
durchsatz.
www.dimplex.de
die
Versorgungsleitung
für
angegebenen
Mindestheizwasser-
Um die Vermischung unterschiedlicher Temperaturniveaus zu
verhindern, wird während einer Warmwasseranforderung der
Heizbetrieb unterbrochen und die Wärmepumpe mit den für die
Warmwasserbereitung notwendigen, höheren Vorlauftemperatu-
ren betrieben.
Folgende grundlegende Anforderungen sind zu erfüllen:
Gewährleistung der Frostsicherheit
Absicherung des Heizwasserdurchsatzes Kap. 8.3 auf S. 173
Sicherstellung der Mindestlaufzeit Kap. 8.5 auf S. 178
Bei Wärmepumpen, die frostgefährdet aufgestellt sind, sollte
eine manuelle Entleerung vorgesehen werden. Bei Außerbe-
triebnahme der Wärmepumpe oder bei Stromausfall ist die An-
lage an drei Stellen zu entleeren und ggfs. auszublasen.
den
Abb. 8.1: Schaltbild für die Installation von frostgefährdeten Wärmepumpen
ACHTUNG!
Die hydraulische Einbindung muss so erfolgen, dass die Wärmepumpe –
und somit die integrierten Fühler – auch bei Sondereinbindungen oder
bivalentem Betrieb immer durchströmt wird.
Die Ermittlung der erforderlichen Temperaturspreizung kann auf
zwei Arten erfolgen:
Rechnerische Ermittlung
Kap. 8.3.1 auf S. 173
Auslesen von Tabellenwerten in Abhängigkeit der Wärme-
quellentemperatur Kap. 8.3.2 auf S. 174
HINWEIS
Tabellenwerte für die erforderliche Temperaturspreizung in Abhängigkeit
der Wärmequellentemperatur sind Kap. 8.3.2 auf S. 174 zu entnehmen.
8.3.1
Kap. 8.2 auf S. 173
173
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