Systemeigenschaften
3.4 Diagnose
Nur mit hervorragenden Diagnosemöglichkeiten können Fehler schnellstens gefunden werden. Das X20
System bietet mehrere Ebenen der Diagnose:
• Visuell direkt am Modul durch LED-Anzeige. Busstatus, I/O-Status und Kanalzustände werden in direk-
ter Zuordnung zu den Kanälen oder der Funktion angezeigt. Dabei werden unterschiedliche Zustände
auch unterschiedlich dargestellt, z. B. Grün für ok, Rot für Fehler.
Für Details siehe
"Diagnose-LEDs" auf Seite
• Per Software im zyklischen Datenabbild. Beim X20 System bedeuten Statusdaten keinen zusätzlichen
Kommunikationsaufwand der dann einen erheblichen Unterschied ergäbe zwischen theoretisch mögli-
cher Busgeschwindigkeit und Notwendigkeiten im praktischen Betrieb. Alle notwendigen Statusdaten
werden immer zyklisch übertragen, ohne Wenn und Aber.
• Erweiterte Diagnosedaten im azyklischen Datenverkehr ohne Performanceverlust. Tritt ein Problem
auf, können aus der Applikation über einen asynchronen Kanal ausführliche Diagnosedaten vom jewei-
ligen Modul angefordert werden. Es entsteht keinerlei zusätzliche Belastung der Kommunikation, Zy-
kluszeiten bleiben unverändert.
3.4.1 Elektronisches Typenschild
Im elektronischen Typenschild der X20 Module sind Informationen, wie Modultyp, eindeutige Seriennum-
mer, Funktionsumfang und Versionsnummern enthalten. Diese Informationen werden automatisch von der
Programmierumgebung Automation Studio und vom Anwendungsprogramm verwertet. Dadurch werden
Fehler vermieden, sowohl bei der Inbetriebnahme als auch im Service. Außerdem kann die Systemkonfigu-
ration automatisiert werden und flexible Varianten werden ermöglicht.
Information:
Alle Module, deren Leistungsbedarf am X2X Link 0,01 W beträgt, müssen über die interne
I/O-Versorgung versorgt werden. Ein Ausfall der I/O-Versorgung führt zu einer Abschal-
tung des Moduls und Verlust der Kommunikation.
In diesem Fall liefert ModuleOk den Wert "False" und Daten sind nicht mehr auslesbar.
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X20 System Anwenderhandbuch 4.30