Das Beschleunigungspotential ist im Bereich zwischen 9.200 und 12.200 1/min wesentlich größer als
zwischen 12.200 und 13.600 1/min. Somit macht es nicht immer Sinn, diesen Bereich zu nutzen
(hohe Spitzengeschwindigkeit auf der Geraden) und gleichzeitig Beschleunigungspotential im unteren
Drehzahlbereich (aus engen Kurven) ungenutzt zu lassen.
Dies nur als Hinweis, die optimale Abstimmung kann nur durch genaue Kenntnis der Rennstrecke
gefunden werden.
Für eine Annäherung bzw. Optimierung des Übersetzungsverhältnisses sollen untenstehende
Tabellen behilflich sein.
Der Abstimmungsvorgang für das Übersetzungsverhältnis für eine neue Rennstrecke wird am
folgenden Beispiel schrittweise erläutert.
Beginnen Sie mit der Standard-Übersetzung (35 zu 62 entspricht 12/90 im 1. Gang und 14/79
im 2.Gang).
Nun müssen Sie nach folgenden Kriterien entscheiden, ob Sie eine kürzere oder längere
Übersetzung benötigen
Erreicht der Motor im 2. Gang am Ende der längsten
Geraden eine Drehzahl von 12.500 1/min. ?
WENN JA:
Wählen Sie die nächstlängere Übersetzung (36 zu 61 entspricht 12/87 im 1. Gang und 14/76
im 2.Gang).
WENN NEIN:
Wählen Sie die nächstkürzere Übersetzung (34 zu 63 entspricht 11/87 im 1. Gang und 14/83
im 2.Gang).
Sollte diese Übersetzung immer noch nicht ausreichen, versuchen Sie es mit der nächstkürzeren
bzw. längeren Übersetzung.
Hinweis:
Bei Verwendung von kurzen Übersetzungen kann es dazu kommen, dass das
Ansprechverhalten des Motors im 1.Gang zu agressiv wird und damit das Handling
des Fahrzeugs schwierig wird. Für eine gute Rundenzeit ist oft eine längere
Übersetzung hilfreich, um ein fahrbares Leistungsverhalten zu erreichen.
Hinweis:
Als Hinweis und um die Wahl der richtigen Übersetzung zu erleichter, finden Sie in den
beiden folgenden Tabellen auch die entsprechenden traditionellen
Übersetzungsverhältnisse sowie die im jeweiligen Gang erreichbaren
Spitzengeschwindigkeiten in [kmh] bei einer Motordrehzahl von 12.500 1/min.
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Benützerhandbuch RM1
ROTAX KART RM1
Ausgabe/Edition 05/2003