Wenn die Schrittmachererkennung im Modus
Erwachsen bzw. Pädiatrisch deaktiviert ist, wird im
obersten EKG-Kanal die Meldung Pacer aus
angezeigt. Im Modus Neonatal wird die Meldung
Schrittm.-erkenn. aus immer angezeigt, da für
Neugeborene die Schrittmachererkennung
deaktiviert ist.
Um das Schrittmacher-Monitoring zu optimieren,
befolgen Sie die Anweisungen auf Seite 256.
Sicherheitsvorkehrungen – Schrittmacher
Der M540 wurde auf die Erkennung von Schritt-
macherimpulsen hin überprüft. Es ist jedoch nicht
möglich, jede klinisch mögliche Kurvencharakteristik
vorherzusehen. Bei einem schrittmacherstimulierten
Patienten könnte der M540 daher Herzfrequenzen
ungenau zählen und frequenzabhängige
Arrhythmien falsch interpretieren.
Unter folgenden Bedingungen können falsche
Alarme bezüglich einer zu niedrigen Frequenz
ausgegeben werden:
– 700-mV-Schrittmacherimpulse, gefolgt von
QRS-Komplexen kleiner als 0,5 mV
– Asynchrone Schrittmacherimpulse mit
Overshoot
– Asynchroner Herzschrittmacher mit großer
Impulsamplitude ohne Overshoot und mit einer
niedrigen Herzfrequenz (30/min)
– Großen atrialen Schrittmacherimpulsen gehen
große ventrikuläre Schrittmacherimpulse mit
Überschwingung voraus (beide mit identischer
Amplitude und Dauer)
Gebrauchsanweisung – Infinity
®
Acute Care System – Monitoringanwendungen – VG8.0
EKG, Arrhythmie und ST-Segment
So aktivieren bzw. deaktivieren Sie die Pacer-
Erkennung
1 Einen der folgenden Schritte durchführen:
– Das Herzfrequenz-Parameterfeld
auswählen, um die Seite EKG direkt
aufzurufen.
– In der Hauptmenüleiste
Sensorparameter... auswählen und
anschließend den Seitenreiter EKG öffnen.
2 Den Seitenreiter Einstell. 2 auswählen.
3 Neben Schrittmachererkennung auf Ein
drücken.
Unter folgender Bedingung können falsche Alarme
bezüglich einer zu geringen Frequenz und falsche
Asystolie-Alarme ausgegeben werden:
– Fusionsschläge und asynchrone Schrittmacher,
wenn sich Kopplungsintervalle im Bereich von
+10 bis –90 ms befinden
Unter den folgenden Bedingungen können
außerdem falsche Alarme bezüglich einer zu
hohen Frequenz ausgegeben werden:
– Asynchroner Herzschrittmacher mit großen
Impulsschwänzen und mit niedriger
Herzfrequenz (30/min)
– Schrittmacherimpulse über 500 bis 700 mV, wie
z. B. bei Verwendung eines externen Herz-
schrittmachers, können einen elektrischen
Overshoot verursachen, der einem QRS-
Komplex gleicht, was die Genauigkeit der
Klassifikation der EKG-Herzschläge
beeinträchtigen kann.
Dräger empfiehlt, schrittmacherstimulierte
Patienten aufmerksam zu überwachen.
– Großen atrialen Schrittmacherimpulsen gehen
große ventrikuläre Schrittmacherimpulse voraus
(beide mit identischer Amplitude und Dauer)
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