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KONZEPTE
8.4.2.2
Encoder-Triggerung
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B E T R I E B S A N L E I T U N G | Ruler3000
Bei der freilaufenden Erfassung von Profilen variiert der Abstand zwischen zwei Pro‐
filen, wenn die Geschwindigkeit des Objekts nicht konstant ist. Dies kann das Bild
verzerren. Um Verzerrungen zu vermeiden, können Sie einen Encoder verwenden und
Encoderdaten für jedes Profil einbetten. Mithilfe dieser Informationen kann ein korrek‐
tes Bild berechnet werden.
HINWEIS
Die Belichtungszeit und die Profilrate sind voneinander abhängig. Die maximale Belich‐
tungszeit kann nicht länger sein als die Zeit zwischen zwei Profilen, minus etwa drei
Mikrosekunden, die für Anzeige und Reset benötigt werden.
Wenn Sie den Eingang des Modus Free-runnng verwenden, werden Profile in festen
Zeitintervallen unabhängig von der Objektbewegung erfasst. Beachten Sie, dass die
Profilmetadaten auch in diesem Modus gültige Encoder-Positionsinformationen enthal‐
ten, wenn ein Encoder angeschlossen und aktiv ist. Der Parameter Encoder mode wird
nicht verwendet.
Wird zum Triggern ein Encoder verwendet, zählt die Kamera die Anzahl der an den
Encodereingängen empfangenen Impulse mithilfe eines internen Zählers. Sobald die
angegebene Anzahl von Impulsen empfangen wurde, wird ein Profil oder ein 2D-Bild
getriggert und die Kamera setzt den Zähler wieder zurück.
4-Phasen-Encoder (zweikanalig)
Ein Impuls ist standardmäßig als ein voller 4-Phasen-Zyklus an den Encodereingängen
definiert. Dies ergibt einen Impulszähler, der unempfindlich gegenüber Jitter und Rau‐
schen an den Eingängen ist. Es ist außerdem möglich, einen hochauflösenden Enco‐
derimpuls-Zählmodus zu verwenden, bei dem jede Flanke an einem Encodereingang
gezählt wird. In diesem Modus wird eine viermal höhere Auflösung erzielt, im Modus
„Richtung" und „Bewegung" (siehe unten) kann Jitter am Eingang jedoch zu einer
unerwünschten Triggerung führen.
Ein 4-Phasen-Encoder kann Bewegungen in beide Richtung (vor- und rückwärts) verar‐
beiten. Die Kamera kann so konfiguriert werden, dass sie auf unterschiedliche Weise
auf die Impulse reagiert, was zu einem unterschiedlichen Triggern von Profilen führt.
Die verschiedenen Modi zum Triggern von Linien werden unten erläutert.
Modus
Parameter
Position
EncoderOut‐
putMode =
PositionUp
oder Positi‐
onDown
Richtung
EncoderOut‐
putMode =
DirectionUp
oder Directi‐
onDown
Bewegung
EncoderOut‐
putMode =
Motion
Beschreibung
Der Encoder triggert für jede Objektposition ein Profil.
Wenn sich das Objekt rückwärts bewegt hat, werden keine Profile
getriggert, bis sich das Objekt (mindestens) die gleiche Strecke
vorwärts bewegt hat.
PositionUp: „Vorwärts" ist definiert als die positive Richtung.
PositionDown: „Vorwärts" ist definiert als die negative Richtung.
Der Encoder triggert Profile, wenn sich das Objekt vorwärts
bewegt.
Wenn sich das Objekt rückwärts bewegt hat, werden neue Profile
getriggert, sobald sich das Objekt wieder vorwärts bewegt.
DirectionUp: „Vorwärts" ist definiert als die positive Richtung.
DirectionDown: „Vorwärts" ist definiert als die negative Richtung.
Der Encoder triggert Profile, wenn sich das Objekt entweder rück‐
wärts oder vorwärts bewegt.
8026048/1N9H/2024-05 | SICK
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