8
KONZEPTE
8.4
Triggern
66
B E T R I E B S A N L E I T U N G | Ruler3000
Die Bildentzerrung erfolgt an der Kamera und wird über die Einstellung zur Kalibrierung
gesteuert. Wenn Calibrated ausgewählt ist, wird auch eine Bildentzerrung durchgeführt.
HINWEIS
Das Senden von kalibrierten Daten benötigt mehr Bandbreite als entzerrte Daten, da
kalibrierte Daten aus einem Set von x-Werten und einem Set von z-Werten bestehen.
Der maximale Wert von Rectification width für die geräteinterne Bildentzerrung ist 4.096
und der Standardwert ist 3.072. Die Bildentzerrung erfolgt mit einer höheren Auflösung
als der Imager-Auflösung, um den Verlust der x-Auflösung in der Nähe des Geräts
zu vermeiden. Die Rectification width kann auf einen kleineren Wert als die Breite der
Extraction region eingestellt werden. Für das Bild wird ein Downsampling durchgeführt
und Daten gehen verloren. Die Rectification width bestimmt die Breite des 3D-Bilds.
Tabelle 9: Bildentzerrungsmethoden
Methode
Bottom most
Top most
Rectification spread wird verwendet, um Pixelwerte auf benachbarte Pixel zu verteilen.
Wenn die Rectification width größer ist als die Breite der Daten, kann die Bildentzerrung
Löcher in den Daten ergeben. Der Prozess, bei dem diese Löcher mit fehlenden Daten
durch benachbarte Pixelwerte ersetzt werden, wird als Spreader bezeichnet.
Aufgrund der Geometrie zwischen der Laserebene und der Kamera hängt die Anzahl
der Löcher im Bild vom Bereichswert ab, wobei an einem Ende der Bereichsskala typi‐
scherweise keine Löcher im Bild vorhanden sind und am anderen Ende die maximale
Anzahl von Löchern. Daher wird der Spreader so eingestellt, dass bei Bereichswerten
vom fernen Ende des Sichtfelds der Kamera mehr gespreizt wird und in der Nähe der
Kamera, wo die Auflösung pro mm höher ist, weniger. Es ist wichtig, nicht mehr als nötig
zu spreizen, da dadurch gültige Daten mit benachbarten Daten überschrieben werden
können.
Wenn Sie Rectification spread auf 0 setzen, wird der Spreader deaktiviert. Der Spreader
1,0 füllt im Idealfall alle Lücken im Ausgabebild, aber die Standardspreizung ist immer
noch auf 1,2 eingestellt, da in der Praxis bei der Spreader 1,0 aufgrund von Unste‐
tigkeiten im Bild noch Daten fehlen können. Der Maximalwert hängt von anderen
Parametern ab und beträgt bei der geräteinternen Bildentzerrung aufgrund von Hard‐
warebeschränkungen typischerweise 1,5.
Es gibt verschiedene Arten zum Triggern der Bild- und Profilerfassung durch die
Kamera. Trigger dienen zur Steuerung der Einleitung und Rate der Datenerfassung.
Zum Triggern der einzelnen Bilder oder Profile kann ein externes Signal verwendet
werden. Die Kamera kann auch so konfiguriert werden, dass sie Bilder oder Profile mit
regelmäßigen Zeitintervallen erfasst, ohne externes Triggersignal.
HINWEIS
Bei der Erfassung von 2D-Bildern durch die Kamera entspricht ein Frame einem voll‐
ständigen 2D-Bild. Bei der Erfassung von 3D-Bildern durch die Kamera entspricht jedes
Bild einem Set von Profilen. Die Erfassung von Profilen im Konzept der Profiltriggerung
ist nur bei 3D-Bildern anwendbar. Das Konzept der Bildtriggerung ist sowohl für 2D- als
auch für 3D-Bilder relevant.
Beschreibung
Wählen Sie immer den niedrigsten Bereichswert für jedes Bin.
Wählen Sie immer den höchsten Bereichswert für jedes Bin.
8026048/1N9H/2024-05 | SICK
Irrtümer und Änderungen vorbehalten