E-8 Compaq StorageWorks RAID Array 4100 Benutzerhandbuch
Data Guarding (RAID 4)
Durch das Data Guarding, auch RAID 4 genannt, wird eine
Datenzuverlässigkeit sichergestellt, wobei nur ein kleiner Prozentsatz der
Speicherkapazität des logischen Laufwerks für diesen Zweck verwendet wird.
Auf einem dafür vorgesehenen einzelnen Laufwerk werden Paritätsdaten
gespeichert. Bei Ausfall eines Laufwerks verwendet der Controller die auf
dem Paritätslaufwerk vorhandenen Daten und die Daten der übrigen
Laufwerke, um die Daten des ausgefallenen Laufwerks wiederherzustellen.
Dadurch ist das Weiterbetreiben des Systems mit einer etwas geringeren
Leistung bis zum Austauschen des defekten Laufwerks möglich.
Für Data Guarding sind mindestens drei Laufwerke (zwei Datenlaufwerke und
ein Paritätslaufwerk) in einem Array erforderlich; maximal sind 12 Laufwerke
(11 Datenlaufwerke und ein Paritätslaufwerk) zulässig. In einem Array mit
drei physischen Laufwerken werden bei RAID 5 insgesamt 33 Prozent der
gesamten Speicherkapazität für die Fehlertoleranz benötigt. Bei einer
Konfiguration mit 12 Laufwerken werden nur 7 Prozent des Speicherplatzes
für die Fehlertoleranz benötigt (11 Laufwerke mit Daten und ein Laufwerk mit
Paritätsdaten).
DATEN
DATEN
DAZ-10-3.EPS
Abbildung E-6. Data Guarding speichert redundante Daten [P]
auf einem separaten Laufwerk
Aus Gründen der Abwärtskompatibilität wird RAID 4 vom RA4000
Controller unterstützt. Da mit RAID 5 der gleiche Nutzen bei höherer
Systemleistung erzielt wird, empfiehlt Compaq die Verwendung von
RAID 5 anstelle von RAID 4.
DATEN
PARITÄT
P = Parität
P
P
P
P
P
P
P
P
P