Herunterladen Inhalt Inhalt Diese Seite drucken

Wasserqualität In Heizungsanlagen; Steinbildung - Dimplex La 1118Cp Montage- Und Gebrauchsanweisungen

Vorschau ausblenden Andere Handbücher für LA 1118CP:
Inhaltsverzeichnis
Verfügbare Sprachen
  • DE

Verfügbare Sprachen

  • DEUTSCH, seite 1
LA 1118CP
7.4 Wasserqualität in
Heizungsanlagen

7.4.1 Steinbildung

Eine Steinbildung in Heizungsanlagen kann nicht vermieden
werden, ist aber in Anlagen mit Vorlauftemperaturen kleiner
60 °C vernachlässigbar gering. Bei Hochtemperatur-Wärme-
pumpen und vor allem bei bivalenten Anlagen im großen Leis-
tungsbereich (Kombination Wärmepumpe + Kessel) können
auch Vorlauftemperaturen von 60 °C und mehr erreicht wer-
den. Ein bevorzugtes Verfahren zur Vermeidung von Steinbil-
dung ist die Enthärtung, da sie die Erdalkalien (Calcium- und
Magnesiumionen) dauerhaft aus dem Heizungssystem ent-
fernt.
Folgende Werte für die Wasserqualität von Heizungs- und Kühl-
wasser sind zu beachten und bei einem Vor-Ort-Check zu prü-
fen:
Härtegrad
Leitfähigkeit
ph-Wert
abfiltrierbare Stoffe
Folgende (Grenz-)Werte sind dabei zwingend einzuhalten:
Maximaler Härtegrad des Füll- und Ergänzungswassers
3°dH.
Bei vollentsalztem Wasser (VE-Wasser)(salzarm) darf der
Leitwert maximal 100 μS/cm betragen.
Bei teilentsalztem Wasser (salzhaltig) darf der Leitwert ma-
ximal 1500 μS/cm betragen.
Der ph-Wert muss zwischen 7,5 - 9 liegen.
Der Grenzwert für abfiltrierbare Stoffe im Heizungswasser
liegt bei < 30 mg/l.
Gegebenenfalls, beispielsweise bei bivalenten Anlagen sind zu-
sätzlich die in der folgend aufgeführten Tabelle aufgelisteten
Vorgaben zu berücksichtigen, bzw. die genauen Richtwerte für
Füll- und Ergänzungswasser und die Gesamthärte der Tabelle
nach VDI 2035 – Blatt 1entnommen werden.
HINWEIS
Das spezifische Volumen einer Heizungsanlage ist vor
Befüllung der Anlage zu ermitteln.
Zur Beurteilung, ob ein Wasser die Tendenz zur Kalkauflösung
oder zur Kalkabscheidung hat, wird der sog. Sättigungsindex SI
herangezogen. Er zeigt an, ob der pH-Wert dem pH-Neutral-
punkt entspricht bzw. um wie viel dieser durch Säureüber-
schuss unterschritten, oder durch Kohlensäuredefizit über-
schritten wird. Bei Sättigungsindex unter 0 ist das Wasser
aggressiv, neigt zu Korrosionen. Bei Sättigungsindex über 0 ist
das Wasser kalkabscheidend.
Der Sättigungsindex SI sollte zwischen - 0,2 < 0 < 0,2 liegen
www.dimplex.de
Füll- und Ergänzungswasser sowie Heizwasser, heizleistungsabhängig
Gesamtheizleistung in kW
spezifischer Wasserinhalt
Wärmeerzeuger > 0,3 k je kW
spezifischer Wasserinhalt
Wärmeerzeuger > 0,3 k je kW
(z.B. Umlaufwasserheizer) und
Anlagen mit elektrischen Hei-
zelementen
> 50 kW bis 200 kW
> 200 kW bis 600 kW
> 600 kW
Heizwasser, heizleistungsabhängig
Betriebsweise
Salzarm
Salzhaltig
1. Zur Berechnung des spezifischen Anlagenvolumens ist bei Anlagen mit
mehreren Wärmeerzeugern die kleinste Einzelheizleistung einzusetzen.
2. Bei Anlagen mit mehreren Wärmeerzeugern mit unterschiedlichen spezifi-
schen Wasserinhalten ist der jeweils kleinste spezifische Wasserinhalt maß-
gebend.
3. Für Anlagen mit Aluminiumlegierungen ist Vollenthärtung empfohlen.
Abb. 7.6:Richtwerte für Füll- und Ergänzungswasser nach VDI 2035
VORSICHT!
Bei Nichteinhalten der vorgegebenen Grenzwerte des
Heizungswassers kann es zum Sachschaden kommen.
Der minimal zulässige pH-Wert von 7,5 ist einzuhalten.
Die angegebenen Grenzwerte der Wasserqualität sind
sicherzustellen.
7.4.2 Korrosion
Bei Anlagen mit überdurchschnittlich großem spezifischem An-
lagenvolumen von 50 l/kW empfiehlt die VDI 2035 den Einsatz
von teil-/vollentsalztem Wasser.
Diese Maßnahmen (z.B. pH-Stabilisator) werden zur Einstellung
des pH-Wertes des Heizungswassers getroffen, um die Korros-
ionsgefahr in der Wärmepumpe und in der Heizungsanlage zu
minimieren.
Unabhängig von rechtlichen Anforderungen dürfen die nach-
folgenden Grenzwerte im verwendeten Heizungswasser für
verschiedene Inhaltsstoffe nicht über- bzw. unterschritten wer-
den, um einen sicheren Betrieb der Wärmepumpe zu gewähr-
leisten. Dazu ist vor Inbetriebnahme der Anlage eine Wasse-
ranalyse durchzuführen. Ergibt die Wasseranalyse für maximal
einen Indikator ein „-" oder für maximal zwei Indikatoren ein „o"
ist die Analyse als negativ zu bewerten.
452171.66.01 · FD 0212
Summe Erdalkalien in mol/m³
(Gesamthärte in °dH)
 20
Spezifisches Anlagenvolumen in l/kW
Heizleistung
50
keine
2
50
2
 3,0 (16,8)
2,0 (11,2)
1,5 (8,4
< 0,05 (0,3)
Elektrische Leitfähigkeit in µS/cm
3
> 10 bis  100
> 100 bis  1500
klar, frei von sedimentierenden Stoffen
Deutsch
20 bis 50
50
1
3,0 (16,8)
1,5 (8,4)
< 0,05 (0,3)
1,0 (5,6)
< 0,05 (0,3)
Aussehen
DE-17

Quicklinks ausblenden:

Inhaltsverzeichnis

Fehlerbehebung

loading

Inhaltsverzeichnis