LA 1118CP
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Inbetriebnahme
8.1 Allgemein
Die Inbetriebnahme muss durch Fachpersonal erfolgen. Fach-
spezifisches Werkzeug ist zu verwenden. Um eine ordnungsge-
mäße Inbetriebnahme zu gewährleisten, sollte diese von einem
vom Hersteller autorisierten Kundendienst durchgeführt wer-
den (Abb. 1.1 auf S. 4). Unter bestimmten Bedingungen ist
damit eine zusätzliche Garantieleistung verbunden.
WARNUNG!
Verletzungsgefahr und Risiko eines Sachschadens durch
unsachgemäße Handhabung.
Tätigkeiten an der Wärmepumpe sind nur durch
Personen mit den in Abb. 1.1 auf S. 4 definierten
Kenntnissen durchzuführen.
8.2 Vorbereitung
Vor der Inbetriebnahme müssen folgende Punkte geprüft wer-
den:
Die Gehäusedeckel der Wärmepumpe müssen allseitig
montiert sein.
Im Sicherheitsbereich dürfen keine Zündquellen und
Brandlasten vorhanden sein.
Bei Arbeiten am Gerät ist persönliche Schutzausrüstung
(z.B. Schutzbrille, Sicherheitsschuhe, ggf. Handschuhe) zu
verwenden.
Alle Anschlüsse der Wärmepumpe müssen, wie in Kapitel 7
beschrieben, montiert sein.
Der Heizkreis muss gefüllt und geprüft sein.
Im Heizkreislauf müssen alle Schieber, die den korrekten
Fluss behindern könnten, geöffnet sein.
Der Luftansaug-/-ausblasweg muss frei sein.
Die Einstellungen des Wärmepumpenmanagers (Regler
-N1) müssen gemäß seiner Gebrauchsanweisung an die
Heizungsanlage angepasst sein.
Der Kondensatablauf muss sichergestellt sein.
Vor Einbau der Wärmepumpe ist das hydraulische Netz
fachgerecht zu spülen. Hierbei ist die Zuleitung zur Wärme-
pumpe inbegriffen. Erst nach dem die Spülung erfolgt ist,
darf die Wärmepumpe hydraulisch eingebunden werden.
Die im Gerät serienmäßig vorhandenen oder zur Montage
beigelegten Schmutzfänger sind frühestens 4 Wochen
und spätestens 8 Wochen nach Inbetriebnahme der
Wärmepumpe oder Änderungen an der Heizanlage zu in-
spizieren und gegebenenfalls zu reinigen. Je nach Ver-
schmutzungsgrad sind weitere Reinigungsintervalle vorzu-
sehen, die von einer sach- und fachkundigen Person
festgelegt und durchgeführt werden müssen. Sollte es zu
keiner übermäßigen Schmutzansammlung kommen ist ein
Intervall von 1 Jahr zweckmäßig.
www.dimplex.de
Besondere Hinweise für die Integration von
Wärmepumpen in Bestandsanlagen
(Sanierungsfälle):
Das vorhandene Wärmeverteilungsnetz (Rohrleitungsmateria-
lien, Verbindungsarten, etc.) und die vorhandenen Heizflächen
(z.B. Radiatoren, Fußbodenheizung, etc.) können im Bestand
Einfluss auf die Güte der Wasserbeschaffenheit haben. Insbe-
sondere bei Verwendung von verschweißten Stahlrohren oder
Rohren die nicht sauerstoffdiffusionsdicht sind können Ablage-
rungen, Verzunderungen, Verschlammungen oder ähnliches
vorhanden sein die in der Wärmepumpenanlage zu Schäden
führen können. Dies kann bis zum Totalausfall der Wärme-
pumpe führen. Um dies zu vermeiden sind folgende Maßnah-
men zwingend zu berücksichtigen:
Einhaltung der Wasserbeschaffenheit und Wasserqualität
Spülung der Hydraulikanlage
Wartungsintervall der Schmutzfänger
Ist im hydraulischem Netz mit Verschlammungen oder fer-
romagnetischen Partikeln zu rechnen, sind bauseits vor
dem Eintritt des Mediums in die Wärmepumpe Schlamm-
abscheider bzw. Magnetitabscheider vorzusehen. Die Rei-
nigungsintervalle sind von einer sach- und fachkundigen
Person festzulegen.
Es ist sicherzustellen, dass kein Sauerstoff in den Heizkreis
der Wärmepumpe gelangt.
8.3 Vorgehensweise
HINWEIS
Es darf nur autorisierte und vom Hersteller freigegebene
Software auf die Steuerung der Maschine aufgespielt werden.
Die Inbetriebnahme der Wärmepumpe erfolgt über den
Wärmepumpenmanager (Regler -N1). Die Einstellungen müs-
sen gemäß dessen Anweisung vollzogen werden.
Bei Heizwassertemperaturen kleiner 7 °C ist eine Inbetrieb-
nahme nicht möglich. Das Wasser im Pufferspeicher muss mit
dem 2. Wärmeerzeuger auf mindestens 20 °C aufgeheizt wer-
den.
Anschließend muss folgender Ablauf eingehalten werden, um
die Inbetriebnahme störungsfrei zu realisieren:
1)
Alle Verbraucherkreise sind zu schließen.
2)
Der Wasserdurchsatz der Wärmepumpe ist sicherzustel-
len.
3)
Am Manager Betriebsart "Winter" wählen.
4)
Im Menü Sonderfunktionen muss das Programm "Inbe-
triebnahme" gestartet werden.
5)
Warten, bis eine Rücklauftemperatur von mindestens
29 °C erreicht wird.
6)
Anschließend werden die Schieber der Heizkreise nachein-
ander wieder langsam geöffnet, und zwar so, dass der
Heizwasserdurchsatz durch leichtes Öffnen des betreffen-
den Heizungskreises stetig erhöht wird. Die Heizwas-
sertemperatur im Pufferspeicher darf dabei nicht unter
24 °C absinken, um jederzeit eine Abtauung der Wärme-
pumpe zu ermöglichen.
7)
Wenn alle Heizkreise voll geöffnet sind und eine Rück-
lauftemperatur von mindestens 20 °C gehalten wird, ist die
Inbetriebnahme abgeschlossen.
452171.66.01 · FD 0212
Deutsch
DE-21