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KONFIGURATION
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B E T R I E B S A N L E I T U N G | Ruler3000
Abbildung 49: Holzbrett dargestellt mit Reflexionsgrad (links) und Streuung (rechts). Im Streu‐
lichtbild erscheinen die Astlöcher und die bläulich verfärbte rechte Kante des Brettes (siehe blau
gestrichelte Markierungen) dunkel.
Streulichtmessungen sind in der Lage, zwischen verschiedenen Materialeigenschaften
zu unterscheiden. Diese Fähigkeit ist besonders nützlich im Zusammenhang mit orga‐
nischen Stoffen wie Holz (Holzfasern leiten das Licht in ihrer Wachstumsrichtung; Ast‐
löcher oder Fäulnis schränken diese Fähigkeit ein) oder Fleisch (Fett, Knochen und
Fleisch weisen unterschiedliche Streuungseigenschaften auf). In bestimmten Fällen
können Streulichtdaten Aufschluss über Vorgänge geben, die sich unterhalb einer Ober‐
fläche abspielen, wie z. B. Delamination, oder dazu beitragen, den Inhalt von Kavitäten
unterhalb einer Oberfläche zu ermitteln.
Das Standardpixelformat für Streulichtdaten ist 16 Bit. Dies ist bedingt durch den gro‐
ßen Dynamikbereich des Streulichtsignals, das sich aus 29 einzelnen 8-Bit-Pixelwerten
zusammensetzt.
Grundlegende Streulichtparameter
Die Komponente zur Streulichtauswertung misst die Menge an Licht, die in einem
definierten Testfenster empfangen wird. Dieses Testfenster ist Teil des extrahierten
31-zeiligen WAM-Fensters. Die Lichtmenge wird für alle Zeilen des Testfenster zu einem
Streulichtgesamtwert addiert.
Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Scatter, um Streulichtdaten zu den Bilddaten hinzu‐
zufügen. Das Testfenster ist durch die folgenden Parameter definiert:
Einstellung
Scatter offset
Scatter width
Scatter pixel format
In
Abbildung 50
sind zwei Beispiele für symmetrische Streulichtprüfungen zu sehen,
wobei das linke Fenster eine niedrige Streuung illustriert und das rechte Fenster eine
hohe. Die Parameter Scatter offset und Scatter width sind in der Abbildung ebenfalls
dargestellt.
Beschreibung
Die Distanz (Pixelzahl) von der Peakposition des Lasers bis zu der
Zeile, in der die erste Streulichtmessung erfolgt. Der Offset kann
auf 0 gesetzt werden, was bedeutet, dass das mittlere (Reflexi‐
ons-)Pixel einbezogen wird und dass eine ungerade Anzahl von
Zeilen für die Addition der Streulichtdaten verwendet wird.
Die Anzahl der Zeilen, deren Streulichtdaten addiert werden sol‐
len.
Die Anzahl der Bits in den Streulichtdaten.Das Standardpixelfor‐
mat ist 16 Bit. Es ist möglich, Mono8 und Mono16 auszuwählen.
8026048//2021-04 | SICK
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