Projektierung
4.3 Beispiele
Periodisch wiederkehrendes Lastspiel (S3-Betrieb)
Der Motor kann einen Antriebsvorgang (z. B. den oben beschriebenen Positioniervorgang)
mit zeitweise M > M
stromlosen Wicklungen zwischen den Belastungsphasen vorhanden sind. Siehe hierzu auch
Abschnitt "Aussetzbetrieb S3" in Kapitel "Vorgabe des Lastspiels".
Belastungsphase und stromlose (Abkühl-)Phase werden unter dem Begriff "Lastspiel"
zusammengefasst. Hierbei haben die Abkühlphasen eine entscheidende Bedeutung: Durch
die Pausen wird das effektive Drehmoment des Lastspiels auf den Wert des
Bemessungsmoments M
Sofern das zukünftige Lastspiel weder bekannt ist noch abgeschätzt werden kann, kann der
Motor nur nach der geforderten Maximaldrehzahl und dem geforderten Spitzendrehmoment
ausgesucht werden. Damit ist für das Lastspiel auch das maximal zulässige Dauerdrehmo-
ment festgelegt. Dies führt in der Folge zu einer minimal möglichen Abkühlphase, deren
Länge nicht unterschritten werden darf.
Als Beispiel soll ein stark vereinfachtes Lastspiel aus drei Zeitabschnitten der Längen Δt
Δt
, Δt
2
M
, M
1
und – M
nach folgender Formel berechnen:
Hierbei soll die Spieldauer (Δt
stanten t
Das Lastspiel ist zulässig, solange M
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zeitlich unbegrenzt wiederholen, wenn ausreichend lange Pausen mit
N
des Motors abgesenkt.
N
angenommen werden. In diesen Zeitabschnitten werden jeweils die Drehmomente
3
, M
erbracht. Jedes dieser Momente kann einen beliebigen Wert zwischen + M
2
3
haben. Das effektive Drehmoment M
MAX
sein.
TH
dieses Lastspiels lässt sich dann in Nm
eff
+ Δt
+ Δt
) nicht länger als 10 % der thermischen Zeitkon-
1
2
3
≤ M
ist.
eff
N
Selbstgekühlte Einbau-Torquemotoren SIMOTICS T-1FW6 für SINAMICS S120
Projektierungshandbuch, 02/2015, 6SN1197-0AE01-0AP2
,
1
MAX