BKA-Ü (ÜBERSTRÖMKLAPPE)
Bei der An- bzw. Verwendung von Über- bzw. Nachströmklap-
pen (ohne beidseitigem Leitungsanschluss) sind landesbau-
rechtliche Vorschriften und Richtlinien zu beachten, beispiels-
weise die Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baube-
stimmungen (MVV TB) für Deutschland.
Für Deutschland gilt:
Sind im Rahmen von Lüftungsplanungen Öffnungen in feuer-
widerstandsfähigen inneren Wänden oder Decken zum Zwe-
cke der Luftnachströmung notwendig, die im Brandfall ge-
schlossen werden müssen, werden Feuerwiderstandsfähige
Abschlüsse besonderer Bauart und Anwendung (Überström-
klappen) eingesetzt. Über die Zulässigkeit der
weichung oder im Zusammenhang mit der Genehmigung des
Brandschutzkonzeptes. Bei den erforderlichen Abschlüssen
handelt es sich um feuerwiderstandsfähige Abschlüsse, die im
Brandfall in Verbindung mit einer entsprechenden Rauchaus-
löseeinrichtung schließen und somit die Übertragung von
Feuer und Rauch durch die Bauteilöffnung verhindern. Ab-
schlüsse dieser Art dürfen nicht an Lüftungsleitungen in Ver-
bindung mit RLT-Anlagen in Gebäuden angeschlossen wer-
den. Die allgemeine Bauartgenehmigung (aBG) Z-6.50-2012 in
der jeweils gültigen Form, die Einbau-, Montage- und Be-
triebsanleitung sind zu beachten.
Das bauausführende Unternehmen, das den Abschluss errich-
tet hat, muss für jedes Bauvorhaben eine Bestätigung der
Übereinstimmung der Bauart mit der allgemeinen Bauartge-
nehmigung nach Musterbauordnung (MBO) bzw. Bauordnun-
gen der Bundesländer/Landesbauordnungen (LBO) abgeben.
Sie muss schriftlich erfolgen und außerdem mindestens fol-
gende Angaben enthalten:
− Z-6.50-2012
− feuerwiderstandsfähiger Abschluss Typ "BKA-Ü" besonderer
Bauart und Anwendung
− Name und Anschrift des bauausführenden Unternehmens
− Bezeichnung der baulichen Anlage
− Datum der Errichtung /der Fertigstellung
− Ort und Datum der Ausstellung der Erklärung sowie Unter-
schrift des Verantwortlichen
Die Übereinstimmungserklärung ist dem Bauherrn zur ggf. er-
forderlichen Weiterleitung an die zuständige Bauaufsichtsbe-
hörde auszuhändigen.
Konstruktionsänderungen vorbehalten
Rücknahme nicht möglich
Brandschutzklappe BKA-EN
Technische Dokumentation
BKA-Ü (Überströmklappe)
Ausführung werkseitige Lieferung über Bestellschlüssel BKA-Ü:
Der feuerwiderstandsfähige Abschluss BKA-Ü besteht stan-
dardmäßig aus nachfolgenden Komponenten (werkseitig
montiert und verdrahtet):
• SCHAKO Brandschutzklappe BKA-EN mit Leistungserklärung
(DoP), Gehäuseausführung Stahlblech verzinkt mit Feder-
rücklaufantrieb 24 V.
• SCHAKO Einbauteil Typ EBTn, Ausführung Stahlblech ver-
zinkt (innen schwarz matt lackiert).
• SCHAKO Abschluss-Schutzgitter Typ ASG beidseitig, Ausfüh-
rung Stahlblech verzinkt (EBTn-seitig: schwarz matt la-
ckiert).
• Ggf. SCHAKO Verlängerungsteil Typ VT, Ausführung
Stahlblech verzinkt, bei Basis: BKA-EN L=500: ab H ≥ 400 und
bei L=375: ab H ≥ 200 (1x) bzw. ab H>500 (2x) erforderlich.
V4.00
als Ab-
• SCHAKO Rauchmeldesystem RMS (bestehend aus Rauch-
melder RMSII-L und Relaismodul RM), gemäß abZ/aBG Nr.
Z-78.6-58.
Ausführung bauseitige Komponentenzusammenstellung:
- SCHAKO Brandschutzklappe BKA-EN mit Leistungserklärung
(DoP). Mögliche Klappenblattüberstände sind zu beachten.
- SCHAKO Einbauteil Typ EBTn, (innen schwarz matt lackiert),
siehe Technische Dokumentation "Rauchmeldesystem RMS".
- SCHAKO Abschlussgitter Typ ASG beidseitig anordnen. Aus-
führung EBTn-seitig: schwarz matt lackiert.
- SCHAKO Rauchmeldesystem RMS (bestehend aus Rauchmel-
der RMSII-L und Relaismodul RM), gemäß abZ/aBG Nr. Z-78.6-
58. Relaismodul RM in unmittelbarer Nähe an z.B. Wand/De-
cke montieren.
Das Rauchmeldesystem RMS bewirkt die Ansteuerung und
das Auslösen der Überströmklappe. Rauch wird frühzeitig
erkannt, gegebenenfalls schon vor Erreichen der
Auslösetemperatur der Brandschutzklappe.
Zusätzlich zum Rauchmeldesystem RMS wirkt die
thermoelektrische Auslöseeinrichtung des
Federrücklaufantriebs. Bei Erreichen der Auslösetemperatur
72 °C wird die Versorgungsspannung des
Federrücklaufantriebs, über das Relaismodul RM, dauerhaft
unterbrochen. Die Klappe wird in die Sicherheitsstellung
(Klappe "ZU") gebracht.
Bei beengten Einbausituationen (in Deckennähe, bei
Verwendung des Einbausatzes Typ GDL, GDA, usw.) kann der
Rauchmelder RMSII-L in die seitliche Öffnung des EBTn
positioniert werden (siehe Abbildung 144).
Darüber hinaus gehend kann das Relaismodul RM demontiert
und an die angrenzende Wand oder Decke neu positioniert
und montiert werden. Das zuvor genannte Neupositionieren
ist bauseitig durchzuführen, unter Berücksichtigung dieser
technischen Dokumentation.
Bei Verwendung der Einbausätze Typ GDL bzw. GDA ist aus-
schließlich die Basis: BKA-EN L=375 lieferbar, daher sind hier-
bei immer Verlängerungsteile Typ VT erforderlich (siehe Ab-
bildung 145).
Stand: 2026-01-08 | Seite 90