Nasseinbau einer Brandschutzklappe unterhalb mas-
siver Decke
Der Nasseinbau unterhalb massiver Decke ist kein gleiten-
der Deckenanschluss.
Einzelheit N
Abbildung 91: Wandbeplankung und Aufdoppelung unter-
halb massiver Decke (Schachtwand)
Einbauablauf
Metallständerwerk der Wand gemäß den Angaben des
Wandherstellers herstellen und Auswechslungen entspre-
chend der Abbildung 89 vorsehen (Montage wandeigenes
UW-Profil (Pos. 10.1) an der Decke und Anbringung des für
den umlaufenden Metallprofilrahmen notwendigen UW-
Profils im Deckenbereich).
Herstellen der Wandbeplankung (Pos. 12.1) und Aufdoppe-
lung (Pos. 49.5) sowie Einbauöffnung für den Einbau der
BKA-EN.
Auf der Nichtbedienseite der BKA-EN (Pos. 1) gegebenen-
falls einen Verfüllanschlag anbringen (! darf nicht mit dem
Gehäuse der BKA-EN verschraubt werden. Verfüllanschlag
ist Brandschutztechnisch nicht erforderlich).
Montage der BKA-EN unter Zuhilfenahme von Montageab-
hängungen etc. Vor der Montage ist auf der oberen B-Seite
im Bereich der thermischen Trennung (Pos. 48) keilförmig
Gips bzw. Gipsmörtel so aufzubringen, dass der Spalt (Pos.
43; Verspachtelung im Zuge des Aufbaus durchführen) voll-
ständig ausgefüllt ist. Die BKA-EN ist mit einem Höhenab-
stand von ca. 90 mm zur Decke hinzupositionieren. Das Ge-
häuse der BKA-EN ist dabei press an die gipsgebundenen
Plattenbaustoffe (Pos. 49.5+12.1) zu drücken (Bedienseite -
Einbaumaß 210 mm zur Aufdoppelung beachten).
Umlaufende Verspachtelung mit wandeigenem Verspachte-
lungsmaterial
(Spalt
vollständig
ausgefüllt) durchführen. Anschluss- und Stossfugen der Auf-
doppelungen sind ebenfalls mit dem Wandeigenem Ver-
spachtelungsmaterial zu verspachteln.
1 Brandschutzklappe BKA-EN
9.1 Profil CW 75/50/06 - 150 Profile
10.1 Profil UW 75/40/06 - 150 Profile
12.1 Beplankung (einseitig 2x25) der Schachtwand aus gipsge-
bundenen Plattenbaustoffen. Die Angaben des Wand-
herstellers sind zu beachten
16 massive Decke
Konstruktionsänderungen vorbehalten
Rücknahme nicht möglich
Brandschutzklappe BKA-EN
Technische Dokumentation
Einbauhinweise
43 Gipsverspachtelung mit wandeigenem Verspachtelungs-
material
48 Thermische Trennung
49.5 Aufdoppelung (gipsgebundene Plattenbaustoffe,
d=25mm)
• Befestigung: Schnellbauschrauben z.B. ø 4,2x90,
a ≤ 300mm, bzw. min. jedoch 2 Schrauben pro Seite,
Anschluss- und Stossfugen der Aufdoppelung sind mit
wandeigenem Material zu verspachteln.
EINBAUHINWEISE
Anschluss von Lüftungsleitungen
Die Brandschutzklappe BKA-EN muss, bei der Verwendung in
RLT-Anlagen, entweder ein- oder beidseitig mit Lüftungslei-
tungen der RLT-Anlage angeschlossen werden. Bei einseitigen
Anschlüssen sind auf den jeweils gegenüberliegenden Seiten
Abschluss-Schutzgitter aus nichtbrennbaren Baustoffen (EN
13501-1) vorzusehen. Die Brandschutzklappen können so-
wohl an nichtbrennbare als auch an brennbare Lüftungslei-
tungen angeschlossen werden. Lüftungsleitungen sind sepa-
rat abzuhängen.
Es gelten die landesrechtlichen Vorschriften bzw. nationalen
Normen über Lüftungsanlagen (in Deutschland z.B. LüAR). Lüf-
tungsleitungen dürfen infolge thermischer Ausdehnungen
(Brandfall) keine erheblichen Kräfte auf Wände, Stützen bzw.
Decken und somit auch auf Brandschutzklappen ausüben.
Entsprechende Kompensationsmaßnahmen, wie z.B. die An-
ordnung von flexiblen Stutzen (SCHAKO Typ FS) oder geeig-
nete Leitungsverlegung (Leitungswinkel und -verziehungen)
sind nach Bedarf vorzusehen. Nationale Vorgaben sind zu be-
achten und umzusetzen.
Werden flexible Stutzen (SCHAKO Typ FS) verwendet, kann
die Montage der Stutzen auch direkt an der Klappe ausgeführt
werden, generell ist der Klappenblattfreilauf zu berücksichti-
gen. Montagebedingt kann es zu einer Reduzierung des freien
Querschnitts kommen. Alternativ können auch flexible Lüf-
tungsleitungen angeschlossen werden.
In massiven Schachtwänden
(Abschluss-Schutzgitter auf der Bedienseite)
und
Hohlraumfrei
Abbildung 92: Anschlussbeispiel einer Lüftungsleitung in
massiven Schachtwänden
Stand: 2026-01-08 | Seite 44