Programmbausteine
8.9 Zähler- und Mengenberechnungs-Bausteine
8.9
Zähler- und Mengenberechnungs-Bausteine
8.9.1
Zähler
Funktion
Der Baustein zählt die positiven Flanken am Eingangsparameter "Trigger".
Nur über den Eingangsparameter "Rücksetzen" wird der Zähler auf 0 bzw. den Initialwert
zurückgesetzt.
Wenn der Ausgang nicht beim Wert 0 beginnen soll, dann können Sie über den
Funktionsparameter "Initialwert" einen anderen Startwert festlegen.
Über den Funktionsparameter "Richtung" legen Sie die Zählrichtung fest:
• Inkrementell (vorwärts)
• Dekrementell (rückwärts)
Der aktuelle aufsummierte Zählwert wird mit jedem Aktualisierungszyklus am Ausgang
"Zählwert" als vorzeichenloser 32-Bit-Wert ausgegeben.
Über den Funktionsparameter "Einschaltschwelle" kann ein Wert für den Zählwert projektiert
werden, bei dessen Über- oder Unterschreitung der Ausgang "Zählerstatus" gesetzt wird.
Rücksetzen der Hardware Zähler DI0/DI1 projektiert als Ereignis-/Verbrauchszähler
Vorgehen:
Das Prozessabbild wird als Ausgang am Funktionsbaustein "Zähler" angegeben
Projektieren Sie am Eingang "Rücksetzen" ein DM/DI/DQ. Die anderen Signale brauchen nicht
belegt werden. Der Parameter "Initialwert" bestimmt bei einer positiven Flanke am Eingang
"Rücksetzen" den neuen Wert des Prozessabbilds am Ausgang.
Der Zählerwert am Ausgang kann über den Eingangsparameter "Trigger" geändert
werden. Der Zählerwert kann über den Funktionsparameter "Richtung" Inkrementieren/
Dekrementieren werden. Geben Sie eine Wert für "Einschaltschwelle" an, kann am Ausgang
"Zählerstatus" auch das Überschreiten eines Schwellwertes ausgewertet werden.
Hinweis
Wertänderungen am Prozessabbild triggern das Anwenderprogramm nicht, d. h. überschreitet
das Prozessabbild z. B. im Schlafmodus die angegebene Einschaltschwelle, so wird das erst mit
dem nächsten geplanten oder anderweitig ausgelösten Scan-Zyklus am Ausgang "Zählerstatus"
ausgegeben.
302
SIMATIC RTU3010C/RTU3011C
Betriebsanleitung, 08/2024, C79000-G8900-C480-09