5.2.1.3 Fehlererkennung, Länge der Zeichenfolge
Zu jedem Byte kann zusätzlich ein Parity Bit gesendet werden. Mit Hilfe des Parity Bit
werden Fehler in der Datenübertragung erkannt. Man unterscheidet zwischen gerader
(Even Parity), ungerader (Odd Parity) und keiner (No Parity) Paritätsprüfung.
Dazu wird die Anzahl der gesetzten Bits (=1) in den übertragenen Datenbytes gezählt.
Bei der Übertragung der Zeichenfolge 1100 0101 ist beispielsweise die Anzahl der
gesetzten Bits gerade, nämlich 4. Wurde die Einstellung eines Even Parity Bit gewählt,
so wird dieses in diesem Fall zu 0 gesetzt, damit die Anzahl der gesetzten Bits immer
noch gerade bleibt. Analog dazu würde das Odd Parity Bit zu 1 gewählt, damit die
Anzahl der gesetzten Bits ungerade wird.
Diese Art der Fehlererkennung ist bei einem Fehler gesichert, bei mehreren Fehlern aber
unter Umständen nicht mehr gewährleistet. Falls der Controller einen Parity-Fehler
erkennt, wird der Frame ignoriert und erst nach erneutem 'Start of Frame' kann ein
neuer Frame empfangen werden.
Falls der Slave fehlerhafte Frames empfängt, werden diese nicht beantwortet. Der
Master erkennt diesen Fehler dadurch, dass nach voreingestellter Zeit (Time-out) kein
entsprechender Frame empfangen wird.
Beim MODBUS-Controller 750-812 kann ein Parity Bit an jedes Byte angehängt
werden. Die Datenlänge kann zu 7 oder 8 Bit gewählt werden. Zusätzlich besteht die
Möglichkeit, 1 bis 3 Stop Bits einzufügen.
Byte Frame
No Parity
Even Parity
Odd Parity
No Parity
No Parity
Even Parity
Odd Parity
No Parity
Tabelle 5.14: Byte Frame, Controller
Die Standard-Einstellung ist No Parity, 8 Bit Datenlänge und 1 Stop Bit. Diese
Einstellung wird bei der Übertragung im RTU-Modus ignoriert, da das Format bei
diesem Modus auf 8 Bit festgelegt ist.
MODBUS / Konfiguration
01.10.99
Datenlänge
Stop Bits
8
1
8
1
8
1
8
2
7
2
7
1
7
1
7
3
37
DATALENGTH
BYTEFRAME
Wert
Wert
FALSE
0
FALSE
1
FALSE
2
FALSE
3
TRUE
0
TRUE
1
TRUE
2
TRUE
3