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Mittelung Der Herzfrequenz; Aberrierend Geleitete Herzschläge; Intermittierender Schenkelblock; Arrhythmie-Lernphase - Philips Heartstart Intrepid Gebrauchsanweisung

Monitor/defibrillator
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Arrhythmie-Überwachung

Mittelung der Herzfrequenz

Bei einer Herzfrequenz von 50 Schlägen/min oder höher wird die Herzfrequenz durch Mittelung
der 12 letzten R-R-Intervalle bestimmt. Darin eingeschlossen sind die N-, P- und V-Schläge. Fällt
die Herzfrequenz auf unter 50 Schläge/min, werden die vier letzten R-R-Intervalle zur Mittelung
verwendet.
Bei Alarmen für ventrikuläre Tachykardie, für die benutzerdefinierte VES-Salven-Grenzen festgelegt
wurden, wird die Herzfrequenz auf der Basis der benutzerdefinierten VES-Salven-Länge ermittelt
(max. 9 VES). Die Aktualisierungszeit für die Anzeige der Herzfrequenz beträgt maximal
1 Sekunde.
Aberrierend geleitete Herzschläge
Da keine P-Wellen analysiert werden, ist es für den Algorithmus schwierig und zuweilen unmöglich,
zwischen einem aberrierend geleiteten supraventrikulären Herzschlag und einem ventrikulären
Herzschlag zu unterscheiden. Wenn der aberrierend geleitete Herzschlag einem ventrikulären Schlag
ähnelt, wird er als ventrikulärer Schlag klassifiziert. Zur Reduzierung von falschen Klassifizierungen
daher stets eine Ableitung auswählen, bei der aberrierend geleitete Herzschläge eine möglichst
schmale R-Zacke aufweisen.

Intermittierender Schenkelblock

Schenkelblocks und andere Faszikelblocks sind für den Arrhythmie-Algorithmus problematisch.
Wenn der QRS-Komplex aufgrund eines Schenkelblocks erheblich von der erlernten Normalform
abweicht, kann der blockierte Herzschlag fälschlicherweise als ventrikulär klassifiziert werden und
falsche VES-Alarme auslösen. Zur Reduzierung von falschen Klassifizierungen daher stets eine
Ableitung auswählen, bei der Schenkelblock-Herzschläge eine möglichst schmale R-Zacke
aufweisen.

Arrhythmie-Lernphase

Zu Beginn der Arrhythmie-Überwachung wird eine Lernphase gestartet. Ziel ist das Erlernen der
normalen QRS-Komplexe und/oder (bei Patienten mit internem/transvenösem Schrittmacher,
wenn ein stimulierter Rhythmus vorliegt) der stimulierten QRS-Komplexe. Die Lernphase umfasst
die ersten 15 gültigen (nicht verrauschten) Schläge, die während dieser Phase erkannt wurden.
Der zur Repräsentation eines „normalen" Komplexes ausgewählte QRS-Komplex beinhaltet den
Schlag, der am häufigsten vorkommt, am schmalsten ist und zum richtigen Zeitpunkt auftritt.
Daher sollte die Lernphase nicht gestartet werden, wenn primär ein ventrikulärer Rhythmus
vorliegt.
Die Arrhythmie-Lernphase startet unter den folgenden Bedingungen automatisch:
Der Therapie-Wählschalter wird auf
Defibrillation gedreht.
Jedes Mal, wenn die Ableitung für Kurvensektor 1 geändert wird.
Nachdem eine mehr als 60 Sekunden andauernde Störung wegen fehlenden Elektroden- oder
Pads-Kontakts behoben wurde.
Wenn keine Schläge erkannt werden oder die Schlagklassifizierung nicht korrekt ist und Fehlalarme
auslöst, sollte manuell eine Lernphase gestartet werden. Wenn derselbe Signalzustand, der die
Leistung des Algorithmus beeinträchtigt hat, allerdings weiterhin besteht, kann das Problem durch
eine neue Lernphase nicht behoben werden. Eine Behebung des Problems ist in diesem Fall nur
durch Verbesserung der Signalqualität (z.B. durch Auswählen einer anderen Ableitung) möglich.
Monitor, Pacer, AED
oder eine Einstellung für die manuelle
4: EKG-Überwachung
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