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Gewinde Drehen - Rocketronics Els 4 Pro Gebrauchsanweisung, Originalbetriebsanleitung

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GEWINDE DREHEN

Die Elektronische Leitspindel verwandelt Ihre konventionelle Drehmaschine in eine universelle
Gewindedrehmaschine. Wenn Sie beide Achsen motorisiert haben können Sie damit vollauto-
matisch Gewinde aller Art drehen, innen und außen.
Es ist dabei unerheblich welchen Flankenwinkel Sie schneiden, oder welche Art von Gewinde.
Es ist neben metrischen Gewinden auch zöllige Gewinde möglich, ebenso wie Trapezgewinde
oder Rohrgewinde. Auch kegelige und mehrgängige Gewinde sind möglich, sowie die Repara-
tur von beschädigten Gewinden (Nachschnitt).
Als Eingabe ist der Vorschub notwendig, der hier der Gewindesteigung entspricht. Die Gewin-
detiefe wird über XP eingegeben, ZP definiert die Länge des Gewindes.
Die Steigung von zölligen Gewinden muss in mm umgerechnet werden. 24 Gänge pro Zoll sind
z.B. 25,4 / 24 = 1,058 mm
Durch die Arbeitsweise der ELS werden Drehzahlschwankungen aller Art aufgefangen, man
kann zwischen den Schnitten auch aufstoppen, den Schlitten über die Verfahrtasten hin und
herfahren, am Futter herumdrehen, das Gewinde testen um dann wieder weiter zu drehen, das
alles ist kein Problem, die Gewinderille wird immer wieder getroffen.
Die maximal erlaubte Drehzahl beim Gewindedrehen ist 1200 U/min!
Wichtig: Solange das Gewinde nicht fertig ist sollte man nicht über die erlaubten 1200 U/min
Drehzahl an der Hauptspindel fahren, da sonst die Position verloren gehen kann. Grundsätz-
lich sollte man es mit der Drehzahl nicht übertreiben und lieber langsamer fahren, dann ist
auch der notwendige Anlaufweg kürzer.
Vor jedem Start kann man die Anzahl der Durchgänge und die Tiefe der Zustellung, wie in den
anderen Zyklen auch, auswählen und durch Drehen am Drehknopf leicht und schnell verän-
dern. Stellen Sie die Anzahl der Durchgänge auf 1 um einen Schnitt auf volle Tiefe zu fahren,
das ist oft sinnvoll um die letzten Materialreste aus dem Gewinde zu entfernen.
Damit am Nullpunkt die korrekte Vorschubgeschwindigkeit erreicht ist bedarf es für die Z-Ach-
se einer Anlaufstrecke. Die Schneide wird daher vor dem Nullpunkt um diese Anlaufstrecke
positioniert um dann von dort anzufahren. Diese Anlaufstrecke wird von der Steuerung an-
hand der Motorparameter, der Drehzahl und der gewünschten Steigung vor jedem Durchgang
errechnet. Je größer die Gewindesteigung und Spindeldrehzahl, umso größer ist die benötigte
Anlaufstrecke. Es ist daher empfehlenswert bei sehr hohen Steigungen die Drehzahl zu verrin-
gern um die Anlaufstrecke zu verkleinern.
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