5 Schutzmodule
5.7 Sync - Synchrocheck [25]
Abb. 53:
Spannungsverlauf der Schwebespannung Δu(t), vergrößert.
Winkel-, bzw. Phasendifferenz
Auch wenn die Frequenz beider Systeme exakt gleich ist, haben die Spannungsvektoren
in der Regel eine Winkeldifferenz zueinander.
Im Moment des Parallelschaltens der beiden Systeme sollte die Winkeldifferenz idealer
Weise Null betragen, ansonsten können hohe Ausgleichsströme und große Laststöße die
Folge sein.Theoretisch kann die Winkeldifferenz (Phasenlage) durch kurze Impulse auf den
Drehzahlregler der Antriebsmaschine auf nahezu Null geregelt werden. In der Praxis ist in
der Regel eine schnelle Verfügbarkeit der Generatoren gefordert, sodass eine gewisse
Frequenzdifferenz – abhängig von der Größe des Maschinensatzes – toleriert wird. In
diesem Fall ist die Winkeldifferenz nicht konstant, sondern ändert sich mit der
Schlupffrequenz ΔF.
Unter Berücksichtigung der Leistungsschaltereigenzeit kann der Zeitpunkt des
Einschaltimpulses so berechnet werden, dass der Moment der Parallelschaltung exakt bei
Winkelübereinstimmung beider Systeme erfolgt.
Grundsätzlich gilt folgendes:
Bei großen rotierenden Massen sollte die Frequenzdifferenz (Schlupffrequenz) zum
Zeitpunkt der Zuschaltung nahezu Null sein, da ansonsten große Laststöße auftreten
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u(t) Netz
u(t) Sammelschiene
u(t)
SS UL1
SS f = Netz f
Netz UL2
SS UL2
Δu(t)
t
Netz UL1
delta Winkel
Netz UL3
MRU4
SS UL3
MRU4-3.7-DE-MAN